Gesetzesentwurf: Modernisierung der Wohneigentumsverwaltung:

Am 23. März 2020 hat die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf zur Modernisierung der Wohneigentumsverwaltung (WEG-Verwaltung) sowie zur Förderung der Elektromobilität erlassen. Der Verband der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV) ist der Annahme, dass das Verfahren zur Gesetzgebung im Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein wird. Mit den neuen Bestimmungen und der WEG-Reform soll das System zukunftssicher gemacht werden. Ebenso steht der Verbraucherschutz im Zentrum der Reform. So sieht der Gesetzesentwurf beispielsweise Neuerungen im Bereich von baulichen Maßnahmen vor. Bisher muss für sämtliche Bauvorhaben die Zustimmung aller oder eines Großteils der Eigentümer eingeholt werden. Die neue Gesetzgebung soll ermöglichen, dass Eigentümer den barrierefreien Aus- und Umbau, Maßnahmen im Bereich Einbruchschutz sowie die Errichtung einer Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge und eines Glasfaseranschlusses ohne die Zustimmung der anderen Eigentümer durchführen dürfen. Die Kosten für die Baumaßnahmen müssen die Interessenten bei Eigeninitiative selbst tragen. Um die Entscheidungsfindung in der WEG-Versammlung zu vereinfachen und zu beschleunigen, soll künftig die Möglichkeit zur virtuellen Teilnahme an einer WEG-Versammlung gegeben werden. Ebenso sollen Beschlüsse auch auf elektronischem Weg umgesetzt werden können. Das Quorum von Umlaufbeschlüssen soll zudem auf 75 Prozent minimiert werden. Das allgemeine Ziel der Reform ist, die Prozesse flexibler zu gestalten und Maßnahmen schneller umzusetzen. Zudem beinhaltet der Gesetzesentwurf auch andere Themen, wie beispielsweise die Einführung eines Sachkundeausweises zur vorschriftsmäßigen Verwaltung des Gemeinschaftseigentums oder das Recht auf Einsicht in die Verwaltungsunterlagen. Quelle: VDIV/Bundesregierung © fotolia.de

Test: Wie finde ich den richtigen Immobilienkredit?:

Wer ein Haus kaufen oder bauen oder seine Immobilie modernisieren möchte, ist auf finanzielle Unterstützung in Form von Krediten oder Darlehen angewiesen. Mit unterschiedlichen Modellen unterstützen Banken, Versicherungen und Bausparkassen zukünftige Eigentümer bei der Immobilienfinanzierung. Welcher Immobilienkredit sich tatsächlich lohnt und worauf Kreditnehmer bei der Finanzierung achten müssen, stellt die Stiftung Warentest zusammen. Insgesamt hat die Stiftung Warentest 90 Kreditgeber und Kreditvermittler sowie vier unterschiedliche Finanzierungsmodelle untersucht und geprüft. Das Ergebnis ist, dass die Unterschiede zwischen einem teuren und einem günstigen Kredit bis zu 65.000 Euro betragen können. Deshalb rät die Stiftung Warentest Kreditnehmern dazu, mehrere Angebote einzuholen. Dabei sollten sowohl Vorschläge von regionalen Banken sowie der Hausbank als auch von mindestens zwei unterschiedlichen Kreditvermittlern eingeholt werden. Die Grundlage für die richtige Kreditwahl und Finanzierungshilfe ist die Bestimmung der richtigen Kreditsumme. Dazu stellt die Stiftung Warentest auf ihrer Internetseite einen Baufinanzierungsrechner bereit, der maßgeschneiderte Bausparverträge ermittelt. Ist die Kreditsumme bestimmt, sollte ein günstiger Zinssatz gefunden und so lange wie möglich gesichert werden. Zum anderen sollte die Tilgungsrate möglichst hoch ausfallen. Die Ergebnisse des Tests sowie Tipps zur Immobilienfinanzierung erhalten Verbraucher auf der Internetseite der Stiftung Warentest sowie in der April-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest. Quelle: Stiftung Warentest © photodune.net

Ranking: Servicefreundliche Stadt :

Der Zentralverband der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e. V. Haus & Grund hat in einem Ranking einhundert der einwohnergrößten Städte in Deutschland zum Thema „Servicefreundliche Stadt“ im Bereich der Digitalisierung und dem digitalen Service untersucht. In Zusammenarbeit mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft Köln wurden die Internetauftritte der Städte bewertet. Sieger des Gesamtrankings ist Berlin mit 71,6 von 100 möglichen Punkten. Für die Auswertung wurden die Bereiche Wohnen, Bauen, Mobilität, Familie und Freizeit, Responsivität sowie Bürger- und Unternehmensservice und ihre Servicefreundlichkeit untersucht. Im Teilindex „Wohnen“ führt die bayerische Stadt Regensburg mit 65,6 Punkten, dicht gefolgt von Bonn mit 64,7 Punkten. Das Schlusslicht bildet Wolfsburg mit 14,9 Punkten. Im Teilindex „Bauen“ ist Augsburg der Sieger. Mit 70,8 Punkten steht also auch in diesem Teilindex eine bayerische Stadt an Platz eins der Tabelle, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin mit 69,1 Punkten. Schlusslicht bildet die Stadt Gera mit 13,8 Punkten. Zusätzlich zu einer Gesamtauswertung der einhundert Städte, gibt es in dem Ranking auch eine Gegenüberstellung von Städten mit über und unter 150.000 Einwohnern. Insgesamt macht die Datenerhebung und Analyse deutlich, dass die Webauftritte der digitalen Informations- und Verwaltungsdienstleitungen in den untersuchten Städten und Kommunen sehr unterschiedlich ausgestattet sind. So gibt es enorme Unterschiede in der Bereitstellung von Informationen sowie der digitalen Abwicklung von Prozessen. Quelle: Haus und Grund © photodune.net

Tipp: Was tun bei Salpeter an den Wänden?:

Bildet sich Salpeter auf Mauern und Wänden, muss schnell Abhilfe geschaffen werden. Denn Salpeter ist schädlich für die Gesundheit und kann große Bauschäden verursachen. Befindet sich Feuchtigkeit in den Wänden und kommt mit wasserlöslichen Verbindungen im Mauerwerk zusammen, lösen sich Salze wie Chloride, Sufide oder Nitrat aus der Bausubstanz und geraten aus dem Inneren der Wände nach außen. Zu sehen ist eine weiße flockige Schicht, die als Salpeter bezeichnet wird. Wird der Salpeter an den Wänden nicht entfernt und die Ursache für die Feuchtigkeit in den Wänden nicht behoben, kommt es im Laufe der Zeit zu immer größeren Schäden am Fugenmörtel. Dies hat zur Folge, dass der Putz abbröckelt und das Mauerwerk immer unstabiler wird. Da Salpeter die Eigenschaft hat, Wasser anzuziehen und zu speichern, sammeln sich immer größere Feuchtigkeitsmengen innerhalb des Gemäuers an. Deshalb ist es von sehr hoher Wichtigkeit, sowohl die Feuchtigkeit im Mauerwerk als auch den Salpeter von den Wänden zu entfernen. Nur so können Bauschäden behoben werden. Bevor man sich auf die Suche nach dem Grund für die Salpeterbildung macht, muss zunächst der Belag von den Wänden beseitigt werden. Mit einem Spachtel können kleinen Mengen des Salpeters direkt entfernt werden. Empfehlenswert ist, Handschuhe und eine Staubschutzmaske zu verwenden. Größere, hartnäckige Flächen können mit einem chemischen Reiniger entfernt werden. Wichtig ist hierbei, den Raum nach der Reinigung ordentlich zu lüften. Danach muss geklärt werden, wie die Feuchtigkeit im Mauerwerk entstanden ist. Die Schäden müssen unverzüglich von einem Fachmann beseitigt werden. Quelle: Das Haus online © photodune.net

Neue Bestimmungen für Wohnungslüftungsanlagen:

Für die Ausführung, Inbetriebnahme und Instandsetzung von Wohnungslüftungsanlagen gelten seit dem ersten Quartal 2020 neue Normen. In der Neufassung der DIN 1946-6 „Lüftung von Wohnungen – Allgemeine Anforderungen, Anforderungen an die Auslegung, Ausführung, Inbetriebnahme und Übergabe sowie Instandhaltung“ wurden die Anforderungen an Wohnungslüftungsanlagen an die aktuellen Entwicklungen im Bereich Bau und Produktion angepasst. Die DIN 1946-6 ist vor allem für die Nutzung von Wohnungslüftungsanlagen in Wohngebäuden vorgesehen und beschreibt alle wichtigen Aspekte und Nutzungsbedingungen für freie und ventilatorgestützte Lüftungen. Ebenso liefert die Neufassung der Norm eine ausführliche Beschreibung des Lüftungskonzepts und beschreibt Faktoren von neuen kombinierten Lüftungssystemen. Ziel der Bestimmungen ist, einen guten Luftwechsel, auch bei dicht aneinandergebauten Gebäuden, zu gewährleisten. Die neue DIN 1946-6 dient als Hilfestellung und Empfehlung, um einen gesundheitsfördernden Luftwechsel zu erreichen. In der Neufassung finden Interessenten zahlreiche Informationen – beispielsweise zu den hygienischen Anforderungen, der Filterung der Außenluft sowie zur Dämmung der Leitungen oder Anordnung der Durchlässe. Durch die Einhaltung der in den DIN 1946-6 vorgeschriebenen Normen kann Schimmelbefall, Feuchteschäden oder der Bildung von Schadstoffen entgegengewirkt werden. Quelle: ikz.de © fotolia.de

Herausforderungen der Immobilien- und Wohnungswirtschaft in Zeiten von Corona:

Die Coronavirus-Krise hat auch Auswirkungen auf die Immobilien- und Wohnungswirtschaft. Bereits jetzt schon sind neue Herausforderungen erkennbar. Mieter und Mieterinnen werden in Zahlungsrückstand ihrer Mieten geraten. Auch für Vermieter kann ein Zahlungsstopp der Mieter fatale Folgen haben. Der Immobilienverband Deutschland IVD befürwortet die Maßnahmen der Bundesregierung zum Schutz der Mieter. Doch zusätzlich weist der Verband darauf hin, dass auch Eigentümer vor den Auswirkungen der Krise geschützt werden müssen. Demnach sei laut IVD eine kurzfristige Ausweitung des Kündigungsschutzes nur dann gerecht, wenn diese mit anderen Maßnahmen, wie beispielsweise der Erhöhung des Wohngeldes, einhergeht. Auch die Überlegung einer Einführung eines Wohnfonds wird vom IVD begrüßt. Wichtig sei, dass der Staat auch selbstnutzenden Eigentümern sowie Vermietern Unterstützung zusichert. Unabhängig von den Unternehmungen der Bundesregierung appelliert der IVD Mieter dazu, bei Zahlungsproblemen der Mieter das Gespräch mit ihren Vermietern zu suchen. Das Ziel ist, einen tragfähigen Kompromiss für beide Seiten zu finden. Ebenso weist der IVD darauf hin, dass es eine Vielzahl von Mietern und Mieterinnen gibt, die bereits ihre Mietverhältnisse gekündigt, einen Umzug geplant haben oder sich auf Wohnungssuche befinden. Der IVD fordert, dass unter der Berücksichtigung von Schutz- und Hygienevorkehrungen Umzüge und Wohnungsbesichtigungen auch weiterhin stattfinden sollten. Quelle: IVD © fotolia.de

Kratzer und Dellen im Parkettboden reparieren:

Wenn der Parkettboden mit kleinen Kratzern oder Dellen beschädigt ist, lassen sich diese in Eigenregie reparieren, ohne gleich den ganzen Raum oder die Wohnung abschleifen zu müssen. Je nachdem, wie groß der Mangel oder der Schaden ist und wie es zu der Beschädigung kam, können Hobbyhandwerker auf unterschiedliche Maßnahmen zurückgreifen. Empfehlenswert ist, die richtige Methode an einem übriggebliebenen Stück Parkett vorab zu testen. Bei Mängeln und kleinen Schäden kann der Parkettboden beispielsweise poliert oder mit Holzpaste, Wachs oder einem Bügeleisen repariert werden. Polieren eignet sich besonders gut, wenn die Kratzer nur leicht und nicht tief sind. Mit etwas Öl oder Wachs, welches auch zur Parkettreinigung und -pflege eingesetzt wird, können die Schäden leicht wegpoliert werden. Auch mit einer für den Boden richtigen Möbelpolitur lassen sich die kleinen Kratzer auf dieselbe Weise entfernen. Sind die Kratzer etwas tiefer oder weist der Boden bereits Dellen auf, kann das Parkett mit Holzpaste oder sogenanntem Holzkitt sowie mit Wachs ausgebessert und gepflegt werden. Hierbei wird die verrührte Paste oder das Wachs auf den vorab gereinigten Boden aufgetragen, trocknen gelassen und anschließend abgeschliffen. Beim Bodenwachs empfiehlt es sich, unterschiedliche Farbtöne zu mischen, um die Farbe der Maserung möglichst gut zu imitieren. Bei der Reparatur mit einem Bügeleisen dehnt sich das Holz durch den Kontakt mit Feuchtigkeit und Wärme aus. Füllt man auf die Delle etwas Wasser und hält das heiße Bügeleisen einige Male kurz über die zu reparierende Delle, verschwindet diese nach und nach. Anschließend muss die bearbeitete Stelle mit Wachs, Öl oder einem Siegelstift versiegelt und gepflegt werden. Quelle: Das Haus online © fotolia.de

Thesenpapier: Gesundheitsfördernde und nachhaltige Stadtentwicklung:

Die Arbeitsgruppe „Gesundheitsfördernde Gemeinde- und Stadtentwicklung" (AGGSE) des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) hat ein Thesenpapier zum Thema „Nachhaltige Stadtentwicklung“ entwickelt. Die darin ausgearbeiteten Handlungsempfehlungen sollen Städte und Kommunen auf dem Weg zu einer gesundheitsfördernden und nachhaltigen Stadtentwicklung unterstützen. Das Thesenpapier benennt wichtige Bereiche, denen bei der Gestaltung von zukunftsweisenden Lebenswelten Beachtung geschenkt werden sollte. Bei den Unternehmungen und Maßnahmen zur Gestaltung von neuen und nachhaltigen Lebenswelten empfiehlt die Arbeitsgruppe des DifU bei der Entwicklung von städtebaulichen Maßnahmen die Kommunikation und Zusammenarbeit mit Bürgern und Bürgerinnen zu suchen. Denn so können gezielt Schwachstellen im System behoben und gesundheitsförderliche Lebenswelten (settings) geschaffen werden. Das Thesenpapier beinhalten fünf ausgearbeitete Themengebiete und Thesen. Das Thema „Gesellschaftlicher Wandel“ behandelt die Diskrepanz zwischen der zunehmenden Gentrifizierung von Stadteilen und den Folgen des Wohnungsmangels für sozial benachteiligte Menschen. Um soziale Gerechtigkeit, Gesundheitsförderung und Umweltschutz geht es in der zweiten These. Die dritte These richtet sich an die Akteure in der Stadtentwicklung und Stadtplanung, die dazu aufgefordert werden, die Handlungsempfehlungen in konkrete Strategien umzusetzen. Bei den letzten beiden Thesen geht es um die Schaffung einer sozialen, technischen und umweltfreundlichen Infrastruktur. So wird in der fünften These beispielsweise ein Bewusstsein dafür geschaffen, gesundheitsfördernde Stadtentwicklung in einem globalen Kontext zu betrachten. Quelle: Difu / AGGSE © photodune.net

Dachgaube: Fertigkonstruktion oder Maßanfertigung?:

Wer im Dachgeschoss nicht auf Tageslicht verzichten möchte, kann mit einer Dachgaube für Lichteinfall und Helligkeit im Raum sorgen. Gleichzeitig hat eine Dachgaube die Wirkung, dass der Dachboden belüftet und der Raum an Nutzfläche gewinnt. Dachgauben sind als Fertigkonstruktion erhältlich oder können individuell maßgefertigt werden. Eine Maßanfertigung lässt allerdings die Kosten deutlich in die Höhe steigen. Eine Dachgaube kostet zwischen 5.000 und 20.000 Euro – je nach Größe, Material und Form. Sonderkonstruktionen sind teurer als Fertigkonstruktionen, da diese zunächst von einem Architekten entworfen werden müssen. So kann eine individuelle Gaube schnell das dreifache einer Fertiggaube kosten. Bei der Auswahl der Form der Gaube, sollten sich Eigentümer zunächst erkundigen, welche die richtige Wahl für das vorhandene Dach ist. Schleppgauben sind kostengünstiger als beispielsweise Fledermausgauben. Die eingebauten Fenster stellen einen weiteren Kostenfaktor dar. Hier spielt das Material, die Form sowie die Rahmen und die Dämmung der Fenster eine wichtige Rolle bei der Preisgestaltung. Kunststofffenster sind deutlich günstiger als beispielsweise Holz- oder Aluminiumfenster. Wer sich Rollläden oder eine spezielle Innendämmung wünscht, muss wiederum mit zusätzlichen Kosten rechnen. Grundsätzlich ist es ratsam, lieber ein großes Fenster als mehre kleinere Fenster einzubauen. Fertiggauben sind in unterschiedlichen Formen, Materialien und Qualitätsstufen erhältlich und lassen sich leicht auf das Haus montieren. Quelle: Bauratgeber Deutschland © photodune.net

Check: Funktionsfähigkeit der Photovoltaikanlage zum Frühlingsbeginn :

Wer Besitzer einer Photovoltaikanlage ist, sollte darauf achten, dass diese regelmäßig geprüft wird, um ihre Funktionsfähigkeit zu garantieren und maximale Stromerträge zu erzielen. Gerade zum Frühlingsbeginn, wenn die Sonne länger scheint, sollten Besitzer deshalb einen Solaranlagencheck durchführen und die Anlage sowie den Batteriespeicher überprüfen lassen. Größere Schäden, die beispielsweise im Winter durch Schnee- und Hagelfall, Frost und Eis entstanden sind, sollten durch einen Experten kontrolliert und repariert werden. Zudem überprüft der Fachmann unter anderem, ob die Anlage richtig befestigt ist und ob die elektrischen Anschlüsse fachgerecht funktionieren. Auch die Reinigung von größeren Verschmutzungen durch Laubbefall oder Verunreinigungen von Vögeln sollte ein Fachmann übernehmen. In diesem Zusammenhang bietet sich ebenfalls die Inspektion des Stromspeichers an. Die Kosten für Reinigung und Reparaturen sind steuerlich absetzbar. Ob die Solaranlage in den Herbst- und Wintermonaten tatsächlich zu Schaden gekommen ist, können Hauseigentümer leicht selbst überprüfen. Mit einem Überwachungssystem können Ertragsdaten sowie die Leistung der Solaranlage auf digitale Plattformen übertragen werden. Über ein Smartphone oder den Computer kann der Hauseigentümer die Daten ablesen und diese mit den Werten des Vorjahres oder den Durchschnittswerten vergleichen. Abweichende Werte weisen auf einen Defekt hin; eine Warnmeldung zeigt an, wenn die Anlage nicht fachgerecht funktioniert. Quelle: Zukunft Altbau © fotolia.de

Urteil: Co2-Bepreisung und Erhöhung des Wohngeldes:

Mit einer weiteren Maßnahme für die Umsetzung des Klimaschutzplans hat die Bundesregierung beschlossen, ab Januar 2021 eine Co2-Bepreisung für die Sektoren Verkehr und Wärme einzuführen. Demnach werden die Preise für die Heizkosten steigen. Um vor allem Haushalte mit einem geringen Einkommen vor der Erhöhung der Kosten zu schützen, wird deshalb ab Januar 2021 auch das Wohngeld erhöht. So wird das Wohngeldvolumen mit der geplanten Co2-Komponente um etwa zehn Prozent steigen. Die finanzielle Unterstützung richtet sich an einkommensschwache Haushalte und Geringverdiener. Vor allem Familien und Rentnern soll das erhöhte Wohngeld zugutekommen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Menschen zur Miete oder zum Eigentum wohnen. Voraussetzung für den Zuschuss ist, dass keine weitere staatliche Unterstützung, wie beispielsweise Hartz IV, bezogen wird. Auch Bürgerinnen und Bürger, die in Städten mit überdurchschnittlich hohen Mieten leben, sollen von dem Zuschuss Gebrauch machen können. Hierfür hat die Bundesregierung vorgesehen, eine zusätzliche „Mietstufe VII“ einzuführen und auch regionale Unterschiede zu berücksichtigen. Für die Berechnung der Höhe der Co2-Bepreisung spielt die Haushaltsgröße eine wesentliche Rolle. Der eingezogene Betrag wird durch das erhöhte Wohngeld zum Teil wieder an die Mieter und Eigentümer zurückfließen. Der andere Teil der Einnahmen aus der Co2-Bepreisung soll in weitere Klimaschutzmaßnahmen investiert werden. Quelle: Bundesregierung © photodune.net

Trend: Wohlfühlgarantie mit "Interior-Detox":

Den Begriff „Detox“ verbindet man in erster Linie mit der Entgiftung und Entschlackung des Körpers oder dem Bereich Kosmetik und Hautpflege. Doch auch im Bereich Wohnen und Leben spielt „Interior-Detox“ eine immer wichtigere Rolle. Um gesund zu leben und sich in den eigenen vier Wänden rundum wohl zu fühlen, sollten deshalb einige Schritte des „Interior-Detox“-Prinzips befolgt werden. Um ein gesundes Wohnumfeld zu kreieren, ist zunächst eine gründliche Reinigung der Räume notwendig. So sollten die Räumlichkeiten von Hausstaub, Milben und Schimmel befreit werden. Regelmäßiges Stoßlüften hilft bei der Beseitigung von Hausstaub, da die höhere Luftfeuchtigkeit den Staub besser binden kann. Ist das Haus oder die Wohnung einmal gereinigt, erfolgt im zweiten Schritt das Ausmisten von Gegenständen und Möbeln, die nicht mehr gebraucht und benötigt werden. Unnötige Dekoration sorgt zudem für die Ansammlung von Staub und sollte deshalb auf das Mindestmaß reduziert werden. Mit der Entwicklung einer nachhaltigen Ordnungsstrategie und der Schaffung von ausreichend Stauraum finden alle Gebrauchsgegenstände ihren Platz. Bei der Inneneinrichtung sowie bei der Auswahl der Möbelstücke sind vor allen Dingen natürliche Materialien, wie beispielsweise Holz, Glas, Leder oder Beton gefragt. Verzichten sollte man auf Plastik und Aluminium, da sie umweltschädliche Schadstoffe enthalten. Der Einsatz von Grünpflanzen verbessert das Raumklima und übt eine beruhigende Wirkung aus. Ebenso gehört die richtige Farbauswahl sowie ausreichend Tageslicht zu einem erfolgreichen „Interior-Detox“ Programm. Quelle: Schöner Wohnen © fotolia.de

Studie „Erbbaurechte im Wohnungsmarkt“:

Um mehr Transparenz im Bereich Erbbaurecht und seiner Entwicklungen auf dem heutigen Wohnungsmarkt zu schaffen, hat der Immobiliendienstleister JLL in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Erbbaurechtsverband eine Studie herausgegeben, die sowohl die Sicht der Erbbaurechtsgeber als auch die Einschätzung von privatwirtschaftlichen Investoren beleuchtet. Dank der hohen Beteiligung von Erbbaurechtsgebern an der Studie, stellen die Auswertungen repräsentative Ergebnisse zu Themen wie beispielsweise „Höhe des Erbbauzinses“, „Laufzeiten von Verträgen“ oder „Entschädigungsregeln bei Verletzung von vertragsrechtlichen Pflichten“ dar. Zudem wurden Investoren und Wohnungsbaugesellschaften aus der Privatwirtschaft befragt, von welchen Faktoren ihre Entscheidung für oder gegen die Investition in Erbbaurechte abhängt und wie ein lukrativer Erbbaurechtvertrag aussehen könnte. Denn auch wenn das Thema Erbbaurechte bislang ein von Kirchen, Kommunen und Stiftungen dominierender Markt war, rückt das Interesse von privatwirtschaftlichen Investoren immer mehr in den Vordergrund. Zudem beleuchtet die Studie „Erbbaurechte im Wohnungsmarkt. Die Perspektive der Erbbaurechtsgeber und die der Investoren“ ebenso die Frage, ob die Investition in Erbbaurechte eine Antwort auf die Knappheit des bezahlbaren Wohnraummangels in Deutschland oder eine Ausweichstrategie gegen die niedrigen Renditen auf dem Immobilienmarkt für Privatinvestoren sein könnten. Die Studie ist im März dieses Jahres erschienen – ein Jahr nach einem ganz besonderen Geburtstag. Denn das Erbbaurechtsgesetz ist vor rund hundert Jahren in Kraft getreten, im Jahr 1919. Quelle: JLL / Deutscher Erbbaurechtsverband © fotolia.de

Vorbereitung auf die Gartensaison:

Mit dem Frühlingsanfang freuen sich Gartenliebhaber darauf, wieder mit der Gartenarbeit beginnen zu dürfen. Wichtig für die Gartensaison ist, dass die Nächte frostfrei sind, bevor sich Gartenfreunde endlich an die Arbeit machen. Hecken, Sträucher und Bäume sollten als erstes und so früh wie möglich geschnitten werden. Danach sollte der Boden aufgelockert und für die spätere Saat vorbereitet werden. Mit einem gedüngten Boden gedeihen Blumen und Rasenflächen prächtig, da Düngemittel zusätzliche Nährstoffe enthalten. Auch Obst und Gemüse im selbstangebauten Garten kann auf bearbeitetem Boden gut reifen. Selbstverständlich sollte nach dem Winter der Rasen von Laub befreit und gemäht werden, bevor die Arbeit auf der Terrasse und an den Gartenwegen beginnt. Mithilfe einer Handkehrmaschine kann die Terrasse zunächst grundgereinigt werden, bevor ein Hochdruckreiniger oder ein Grünbelagentferner den Schmutz gänzlich eliminiert. Bestehen die Gartenmöbel aus Kunststoff oder Aluminium, können auch diese gleich mitgereinigt werden. Anschließend können Garten und Terrasse nach Belieben verschönert und dekoriert werden, sodass der Alltag nach draußen verlegt und das Mittag- oder Abendessen in der Sonne genossen werden kann. Quelle: bau-welt © photodune.net

Wasser sparen mit einer Grauwasser-Recycling-Anlage:

Mit einer Grauwasser-Recycling-Anlage können jeden Tag bis zu 70 Liter Wasser pro Kopf eingespart werden. Dabei speichert, filtert und reinigt die Grauwasser-Recycling-Anlage das verschmutzte Abwasser, welches beim Duschen, Baden oder Händewaschen entsteht. Das benutzte, fäkalienfreie und nur leicht verschmutzte Abwasser wird Grauwasser oder Brauchwasser genannt. Mit einer Grauwasser-Recycling-Anlage können zum einen der Wasserverbrauch im Haushalt verringert und Kosten eingespart werden. Zum anderen kann die Wasserversorgung in der Gemeinde verbessert werden. Denn aufgrund des zunehmend steigenden Wasserverbrauchs in Haushalten und der gleichzeitigen Versiegelung von Flächen kann es beispielsweise bei Starkregen schnell zu Überschwemmungen und zu einer Überbelastung der Kanalisation kommen. Dies wirkt sich ebenfalls auf die Abwasserkosten der Gemeinde aus. Das aufbereitete Grauwasser aus der Recycling-Anlage kann anschließend für die Toilettenspülung, zum Wäsche- oder Saubermachen sowie für die Pflege des Gartens verwendet werden. Eine Grauwasser-Recycling-Anlage kostet ohne Installation rund 5.000 Euro und kann beispielsweise mit dem Fördermittelprogramm „Wohnraum modernisieren“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mitfinanziert werden. Für die Installation der Anlage im Keller ist eine Wandhöhe von mindestens 2,15 Metern notwendig. Quelle: energiesparen-im-haushalt © fotolia.de

Urteil: Verrechnung von Nach- und Rückzahlungen mit der Mietkaution:

Kommt es zur Beendigung eines Mietverhältnisses, muss der Eigentümer nach einer sogenannten „angemessenen, nicht allgemein bestimmbaren Überlegungsfrist“ noch offene Ansprüche aus dem Mietverhältnis gegenüber dem Mieter darlegen. Hier erklärt der Vermieter, ob von seiner Seite ein Verwertungsinteresse der Mietkaution vorliegt. In der Regel handelt es sich bei dieser Frist nach §548 BGB um drei bis sechs Monate. Stehen noch offene Forderungen, wie beispielsweise Nebenkostennachzahlungen oder eine Nebenkostenabrechnung aus, kann sich die Prüfungsfrist auch auf einen Zeitraum von einem Jahr verlängern. Im Mai 2014 kam es zu Streitigkeiten zwischen den Mietern einer Mietwohnung und ihrem Vermieter. Angebliche Mängel, wie Schimmelbildung, Feuchtigkeitserscheinung und Ameisenbildung in der Wohnung waren der Grund für die Streitigkeiten. Demnach minderten die Mieter über mehrere Monate ihre Mietzahlungen und kündigten das Mietverhältnis außerordentlich. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Urteil entschieden, dass die noch ausstehenden Forderungen an die Mieter mit der Mietkaution verrechnet werden dürfen (AZ VIII ZR 141/17). Nach Beendigung des Mietverhältnisses beklagte der Vermieter seine ehemaligen Mieter zu Nach- und Rückzahlungen in einer Gesamthöhe von knapp 5.000 Euro. Diese setzten sich aus der noch ausstehenden Differenz der Mietzahlungen sowie aus den Kosten für den Gutachter und für Renovierungsarbeiten, dem Mietausfallschaden sowie den Nebenkostennachforderungen zusammen. Ein gerichtlich bestellter Sachverständiger begutachtete die Wohnung im Mai 2015. Der Vermieter konnte die Wohnung im Juni 2015 anderweitig weitervermieten. Der BGH hat entschieden, dass die Abrechnung der Kaution über ein schlüssiges Verhalten des Vermieters erfolgen kann und dass er die strittigen Forderungen über die Mietkaution abrechnen darf. Quelle: BGH © fotolia.de

Trend: Temporäres Wohnen wird immer beliebter:

Mit den Begriffen „Temporary Living“ oder „Short-term rentals“ sind Wohnkonzepte gemeint, bei denen sich die Definition des Begriffs „Zuhause“ vielmehr zu einem Gefühl entwickelt, welches an unterschiedlichen Orten entstehen kann, als dass damit ein fester Ort, wie beispielsweise eine Stadt oder eine Nachbarschaft gemeint ist. Das Zukunftsinstitut beschäftigt sich bereits seit 1998 mit der Trend- und Zukunftsforschung in Deutschland. Mit einem Auszug aus dem „Home Report 2019“ von Oona-Horx Strathern, einer Trendforscherin auf dem Gebiet der Futurologie und Architektur der Zukunft, stellt das Zukunftsinstitut moderne Wohnkonzepte vor. Ob Mikroappartements, Serviced Apartments, Boardinghouses oder das Konzept des Hauswächters, in den neuen Wohn- und Lebenskonzepten spielen die Bereiche Mobilität, Individualität und Technologie eine zentrale Rolle. Unterschiedliche Unternehmen haben Konzepte entwickelt, die sich an die Bedarfe der „digitalen Nomaden“ sowie der heutigen Arbeitswelt richten. So werden Wohnungen mit flexiblen Mietverträgen angeboten und Wochenendpendler finden passende Unterkünfte auf Online-Plattformen. Auf diesen werden ihnen zu einem geringeren Budget Wohnungen oder Zimmer angeboten, die sie lediglich von montags bis freitags nutzen können. Hier können sie zudem mehr Privatsphäre und Individualität genießen als in einem Hotel. Vor allem Mikro-Wohnungen sind im Serviced-Apartments-Bereich besonders beliebt. Schätzungen zufolge wird der heutige Marktanteil im Bereich „Temporäres Wohnen“ von etwa drei Prozent auf etwa zehn Prozent bis zum Jahr 2030 ansteigen. Das Wohnkonzept eines „Hauswächters“ zeichnet sich dadurch aus, dass ein temporärer Bewohner auf eine leerstehende Immobilie aufpasst und diese dann im Gegenzug vorrübergehend bewohnen darf. Heutzutage gibt es Unternehmen und Portale, die den Service der Hauswächtervermittlung anbieten. Auch mobiles Wohnen, dass die Bereiche Leben und Arbeiten in einem Wohnmobil verbindet, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Quelle: Zukunftsinstitut © photodune.net

Berechnungen: Anzahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte nimmt weiter zu:

Nach neusten Berechnungen und Prognosen des Statistischen Bundesamtes wird die Anzahl der Einpersonenhaushalte in Deutschland bis zum Jahr 2040 auf 19,3 Millionen steigen. Im Jahr 2018 lebten etwa 17,3 Millionen Menschen in einem privaten Haushalt allein. Eine detaillierte Auflistung der Berechnungen der Bevölkerungsentwicklungen des Statistischen Bundesamtes in Deutschland sind in dem Band „Entwicklung der Privathaushalte bis 2040 – Ergebnisse der Haushaltsvorausberechnung 2020“ verzeichnet. Der Trend zu einer stetigen Zunahme von Einpersonenhaushalten ist bereits seit Ende der 50er Jahre zu beobachten, seitdem Haushaltsberechnungen statistisch durchgeführt wurden. Der Anteil der Einpersonenhaushalte stellt laut Statistischem Bundesamt seit bereits mehr als vierzig Jahren die größte Gruppe dar und wird laut Prognosen in Zukunft auch weiterhin steigen. Dabei ist anzumerken, dass es sich nicht nur um die junge Generation handelt, die allein im Haushalt lebt, sondern dass auch immer mehr ältere Menschen einen eigenen Haushalt oder einen Zweipersonenhaushalt führen. Dies ist zum einen möglich, weil sich die Lebensqualität im Alter in den letzten Jahrzehnten zunehmend verbessert hat und viele ältere Menschen auch bis ins hohe Alter eigenständig Leben können. Zum anderen ist die Lebenserwartung von Männern in den letzten Jahren gestiegen und die Lücke zwischen ihnen und ihren Partnerinnen kleiner geworden, sodass Paare auch länger gemeinsam in einem Zweipersonenhaushalt leben. In der jüngeren Generation führen spätere Ehen und Familiengründungen dazu, dass junge Menschen länger allein oder mit ihrem Partner zusammenleben. Auch die Entwicklungen und der Strukturwandel seit der Wiedervereinigung führte vor allem in den neunen Bundeländern zu einer Teilung von Mehrpersonenhaushalten in zahlreiche Einpersonenhaushalte. Quelle: destatis © fotolia.de

Tipp: Darauf sollten Sie bei einem Handwerkervertrag achten:

Wer ein Haus baut, seine Wohnung modernisieren oder Schäden und Mängel beheben lässt, ist meistens auf die Zusammenarbeit mit einem fachkundigen Handwerker angewiesen. Damit während und nach den Baumaßnahmen keine bösen Überraschungen drohen, klärt der Bauherren-Schutzbund e. V. beispielsweise darüber auf, was der Unterschied zwischen einem Handwerkervertrag und einem Verbrauchervertrag ist, welche Punkte ein Kostenvoranschlag beinhalten muss oder wie verbindlich ein Handwerkerangebot ist. Grundsätzlich rät der Bauherren-Schutzbund dazu, alle Absprachen mit Handwerkern und Handwerksunternehmen schriftlich in einem Werkvertrag festzuhalten. Kommt ein Werkvertrag zustande, ist der Handwerker dazu verpflichtet, die vereinbarte Leistung zu erbringen. Während für kleine Reparaturen meist ein Handwerkervertrag ausreicht, sollten größere und umfangreichere Arbeiten in einem Verbrauchervertrag festgehalten werden. Ein Verbrauchervertrag sollte die zu erbringenden Leistungen, einen Fertigstellungszeitraum sowie eine detaillierte Kostenaufstellung beinhalten. Bei der Vereinbarung von Preisen sollte der Auftraggeber zwingend darauf achten, dass dem Angebot eine Verbindlichkeit zugesichert ist. Ist ein Angebot verbindlich, erhält der Handwerker seinen Werklohn erst dann, wenn die Leistung vollständig und ordnungsgemäß durchgeführt worden ist. Bei einem unverbindlichen Angebot könnte der Handwerker den festgelegten Preis mit einer plausiblen Begründung um bis zu 25 Prozent überschreiten. Auch von einem Festpreisangebot sollten Bauherren und Eigentümer Abstand nehmen. Bei einem Festpreis ist es im Nachhinein schwierig Sonder- und Änderungswünsche zu verhandeln. Diese sollten bestenfalls ebenfalls vorab verhandelt und festgelegt werden. Weitere hilfreiche Tipps finden Interessenten auf der Internetseite des Bauherren-Schutzbundes. Quelle: bsb-ev © fotolia.de

Forschung: Neues Recyclingverfahren bei Rotorblättern von Windkrafträdern:

Windkraftanlagen wandeln Wind in elektrischen Strom um und sind in Deutschland im Bereich der umweltfreundlichen Stromgewinnung nicht mehr wegzudenken. Rund 30.000 Windenergieräder gibt es in Deutschland, doch diese müssen nach etwa zwanzig Jahren abgebaut und gegen neue Windräder ausgetauscht werden. Einige Bestandteile der Windenergieräder, wie beispielsweise der verbaute Stahl und Beton, werden bereits in einem umweltfreundlichen Entsorgungsverfahren recycelt. Doch die langen Rotorblätter, die aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GfK) und Basalholz bestehen, konnten bisher nicht weiterverarbeitet werden. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie (ICT) haben nun eine neue Recyclingtechnik entwickelt, mit der sich künftig das Basalholz aus den Rotorblättern heraustrennen lässt und beispielsweise zu Dämmstoffen weiterverarbeitet werden kann. Die neu gewonnenen Holzfaser-Dämmstoffmatten können dann, ähnlich gut wie Styropor, für die Dämmung von Wänden und Dächern im Immobilienbereich verwendet werden. Hierzu werden die Rotorblätter direkt am Standort zunächst mit einer Wasserstrahllanze und anschließend mithilfe einer mobilen Zerkleinerungsmaschine in etwa 20-25 cm Durchmesser kleine Teile geteilt. Anschließend werden die Teile zur Weiterverarbeitung in einer sogenannten Prallmühle in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt, indem die Stücke mit einer hohen Geschwindigkeit gegen eine Metallfläche geschleudert werden und sich das Basalholz von dem sehr harten Kunststoff trennt. Auch eine Weiterverarbeitung des recycelten Basalholzes in einen neuen elastischen Holzschaum ist möglich. Der neu entstandene Holzschaum kann ebenfalls zur Dämmung oder als umweltfreundliches Verpackungsmaterial weiterverarbeitet und genutzt werden. Quelle: WKI © photodune.net

Urteil: Fristlose Kündigung wegen Verstoß gegen mietvertragliche Pflichten:

Die Mieter einer Fünf-Zimmer-Wohnung in einer Villa in Berlin müssen ihre Wohnung zwangsräumen. Denn laut einem gerichtlichen Urteil haben sie ihre Mietvertragspflichten erheblich verletzt. Trotz mehrerer Abmahnungen haben sie ihre beiden Hunde wiederholt unangeleint auf den Gemeinschaftsflächen des Anwesens herumlaufen lassen, auf denen sich auch ein Kinderspielplatz befindet. Die Eigentümerin reicht die fristlose, hilfsweise ordentliche Kündigung des Mietverhältnisses ein. Die Mieter legen Einspruch ein und fordern die Einstellung der Räumungsklage. Der Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) hält die fristlose, hilfsweise ordentliche Kündigung der Mieterin für begründet und lehnt den Antrag der Mieter auf Zurückweisung der Zwangsvollstreckung ab. Die Mieter haben sich nicht nur den mehrmaligen Abmahnungen der Vermieterin widersetzt, sondern klar gegen die Hausordnung verstoßen. Trotz der fristgerecht eingelegten Nichtzulassungsbeschwerde der Mieter kann das Revisionsgericht nur dann die einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung einleiten, wenn die eingelegten Rechtsmittel Aussicht auf Erfolg haben. Das ist hier nicht der Fall. Da das Verhalten der Mieter eine schwerwiegende beharrliche Pflichtverletzung darstellt, ist eine fristlose Kündigung der Eigentümer gerechtfertigt. Hierbei geht es nicht primär um die Frage, ob sich die Mitmieter durch das Verhalten der Beklagten und das Herumlaufen der Hunde auf den Gemeinschaftsflächen gestört fühlen, sondern vielmehr um eine generelle Verletzung der mietvertraglichen Pflichten sowie der Hausordnung durch die Kläger. Quelle: BGH © photodune.net

Küchenrückwände individuell gestalten :

In Zeiten von offenen Wohnkonzepten, in denen Wohn- und Essbereiche mit der Küche verbunden sind, spielt die Optik der Küche eine zunehmend wichtige Rolle. Mit einer modernen Küchenrückwand setzen die Bewohner optische Akzente, die sich bestens in das gesamte Wohnkonzept integrieren lassen. Ebenso dienen Küchenrückwände als Schutz vor Spritzern und Fettflecken beim Kochen. Doch welches Material eignet sich besonders gut für eine Küchenrückwand? Ob aus Fliesen, Holz, Metall oder Glas, heutzutage sind den Gestaltungsmöglichkeiten der Küchenrückwände keine Grenzen gesetzt. Während einst klassische Fliesenspiegel an der Wand vor Wasser- und Fettflecken sowie vor kantigen Topfdeckeln und Küchenutensilien schützten, lässt sich heutzutage mit der richtigen Schutzschicht so gut wie jedes Material als Küchenrückwand verwenden. Doch auch heute noch sind Fliesen als Küchenrückwand sehr beliebt. Vor allem dann, wenn es sich um großformatige oder rechteckige Fliesen sowie hochglänzende Metro-Fliesen bzw. Subway-Tiles handelt, Fliesen die an den U-Bahn-Look erinnern. Die Vorteile von Fliesen sind ihre Langlebigkeit und ihre robuste Schutzfunktion. Wer es modern mag, erfreut sich an einer Küchenrückwand aus Aluminium oder Edelstahl. Ähnlich wie in Großküchen besteht eine Küchenrückwand aus Metall aus matt gebürstetem Edelstahl und bietet einen besonders hohen Schutz. Aufgrund ihrer Fugenlosigkeit ist eine Metallküchenrückwand besonders gut zu reinigen. Ein Nachteil ist, dass Fingerspuren auf der blanken Fläche leicht zu sehen sind. Eine Küchenrückwand aus Glas lässt sich zusätzlich zu ihrem guten Spritzschutz und zu ihrer leichter Handhabung optisch individuell gestalten. Personalisierte Fotomotive können auf die zugeschnitten Glas- sowie Acrylglaszuschnitte gedruckt werden und verleihen den Räumlichkeiten eine individuelle Note. Quelle: Schöner Wohnen © fotolia.de

Leitfaden: „Problemimmobilien – Herausforderungen und Lösungen im Quartierskontext“:

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und das Bundesministerium des Inneren (BMI) haben eine Neuauflage des Leitfadens zum Umgang mit Problemimmobilien publiziert. Dieser Leitfaden zeigt nicht nur die aktuellen Entwicklungen und Risiken von Problemimmobilien in Deutschland auf, sondern stellt auch Möglichkeiten und Chancen für die Quartiersentwicklung sowie für die Städtebauförderung vor. Wie bereits in der vorherigen Ausgabe des Leitfadens im Jahr 2014 definiert, werden unter dem Begriff „Problemimmobilien“ zum einen diejenigen Immobilien verstanden, die entweder durch nicht durchgeführte bauliche Maßnahmen und einen schlechten Bauzustand verwahrlost sind und sich durch Leerstand sowie Unternutzung auszeichnen. Zum anderen gelten als „Problemimmobilien“ auch Immobilien, bei denen Eigentümer Überbelegungen zulassen und die Immobilie gleichzeitig durch unterschiedliche Verwahrlosungstendenzen verkommen lassen. Der Leitfaden veranschaulicht anhand konkreter Beispiele aus unterschiedlich großen und kleinen Städten und Gemeinden, wie sich Problemimmobilien auf die Entwicklung der Quartiersbildung und -entwicklung sowie des sozialen Miteinanders auswirken. Zudem stellt der Leitfaden unter Beachtung der aktuellen Rechtsinstrumente unterschiedliche Handlungsansätze im Umgang mit Problemimmobilien vor und zeigt auf, mit welchen Strategien Kommunen der Verwahrlosung von Immobilien entgegenwirken und Problemimmobilien in die Quartiersentwicklung integrieren möchten. Quelle: BBSR © fotolia.de

Tipp: Darauf ist bei einem Grundriss zu achten:

Ist ein passendes Baugrundstück gefunden und gekauft, geht es an die Planung des Grundrisses. Im Hausbauprozess ist dieser Schritt sehr wichtig, denn schließlich sollen sich die Bewohner in ihrem Eigenheim langfristig wohlfühlen. Wichtig bei der Erstellung des Grundrisses ist vor allen Dingen, dass die Räumlichkeiten so angelegt sind, dass sie den aktuellen und auch den künftigen Anforderungen entsprechen. Sind beispielsweise Kinder geplant oder sollen die Großeltern im Alter mit einziehen, müssen zusätzliche Zimmer mit eingeplant werden. Arbeiten Eltern von Zuhause aus, muss ein ruhiger Ort für einen Arbeitsbereich geschaffen werden oder ein separater Zugang im Haus, falls die obere Etage einmal den erwachsenen Kindern zur Verfügung gestellt werden soll. Auch die Himmelsausrichtungen der Zimmer spielen eine wesentliche Rolle in der Erstellung eines Grundrisses. So sollte ein Haus, das nach Norden ausgerichtet ist, eher geschlossen und ein nach Süden ausgerichtetes Haus offen und beschattet sein. Für oft genutzte Räume empfiehlt sich eine Süd- oder Südwest-Ausrichtung. Wenn die Sonne morgens ins Schlafzimmer scheinen soll, sollte dieses nach Osten ausgerichtet sein. Um mehr Wohnfläche zu generieren, sollte die Fläche der Flure nicht zu groß und der Durchgang zu den unterschiedlichen Räumen möglichst kurz sein. Wenn das Obergeschoss künftig getrennt genutzt werden soll, empfiehlt es sich, die Treppe im Flur und nicht offen im Wohnzimmer einzubauen. Je nachdem wie groß der Flur ist, kann eine gewendelte Treppe Platz sparen. Weitere Tipps zu barrierefreien Grundrissen, den Vor- und Nachteilen von offenen Wohnkonzepten oder Ordnungssystemen im Abstelltraum und im Keller erhalten Interessenten auf der Internetseite des Fertighaus-Portals „Bautipps“. Quelle: Bautipps © photodune.net

Energetisches Sanieren: Steuerermäßigungen und Erhöhung der staatlichen Fördermittel :

Zum Ende des Jahres 2019 hat die Bundesregierung beschlossen, die Fördergelder im Bereich der Gebäudesanierung zu erhöhen. Seit Anfang dieses Jahres profitieren Immobilieneigentümer von erheblichen Steuervorteilen vom Finanzamt sowie von Fördermitteln vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) und der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Voraussetzung für die Förderung ist, dass das Eigentum zu Selbstwohnzwecken genutzt wird. In diesem Zusammenhang stellt die Stiftung Warentest auf ihrer Internetseite die möglichen Fördervarianten vor und listet die Voraussetzungen für die jeweiligen Zuschüsse und Steuervorteile auf. Laut Stiftung Warentest lohnt sich ein Steuerbonus vor allen Dingen dann, wenn an dem Haus einzelne Sanierungsmaßnahmen, wie beispielsweise der Austausch von Fenstern und Türen, eine Dämmung des Daches und der Wände sowie der Einbau einer neuen Lüftungsanlage oder Heizung, geplant ist. Die Steuervergünstigungen erhalten Eigentümer ohne einen großen Verwaltungsaufwand und können diese auch nach Abschluss der Maßnahmen in der jährlichen Steuererklärung geltend machen. Möchten Eigentümer allerdings Fördermitteln des Bafa oder der KfW in Anspruch nehmen, ist eine Antragstellung vor Beginn der Baumaßnahmen erforderlich. Zudem weist die Stiftung Warentest darauf hin, dass die Maßnahmen von Fachleuten bzw. einer Fachfirma ausgeführt werden müssen und die Zusammenarbeit mit einem Energieexperten für die Bewilligung der Fördermittel notwendig ist. Welche Sanierungsmaßnahmen von den Förderern unterstützt werden, in welcher Höhe sich die Zuschüsse und Steuervorteile seit diesem Jahr bewegen sowie viele weitere Informationen und Hinweise, erfahren Interessenten auf der Internetseite der Stiftung Warentest. Quelle: Stiftung Warentest © fotolia.de