Urteil: Betriebskostenabrechnung formell ordnungsgemäß:

Immobilien-Eigentümer sind dazu verpflichtet, ihren Mietern eine ordnungsgemäße Betriebskostenabrechnung vorzulegen. In dem folgenden Fall (AZ VIII ZR 244/18) verlangt die Eigentümerin einer aus mehreren, unterschiedlich großen Wohn- und Gewerbeeinheiten bestehenden Wohnanlage, von ihren Mietern eine Nachzahlung der Betriebskosten. Amts- und Landgericht lehnen ihre Klage von vornherein mit der Begründung ab, die vorliegende Betriebskostenabrechnung sei formell unwirksam. Demnach seien aus Sicht der Vorinstanzen die Angaben zum Umlageschlüssel sowie eine genaue Übersicht darüber, welche Flächen, Gebäudeteile oder Hausnummern zu einer Wirtschaftseinheit gehören, unzureichend. Denn die Eigentümerin hat in der erstellten Abrechnung die Betriebskosten schlicht nach „Fläche“ umgelegt, ohne Angaben zu der tatsächlichen Flächengröße zu machen oder zu erläutern, aus welchen Teilen sich die Fläche genau zusammensetzt. Die Vermieterin ging gegen den Entscheid des Amts- und Landgerichts in Revision. Der Bundesgerichtshof (BGH) hingegen bestätigt die formelle Ordnungsmäßigkeit der vorliegenden Betriebskostenabrechnung und hebt das Urteil der Vorinstanzen auf. Demnach seien detaillierte Angaben zum Verteilerschlüssel nur dann notwendig, wenn diese zum Verständnis der Abrechnung zwingend notwendig sind. Eine Betriebskostenabrechnung ist dann formell ordnungsgemäß, wenn die Gesamtkosten zusammengestellt sind und Angaben und Erläuterungen zum Verteilerschlüssel beinhalten. Dabei ist die Benennung „Fläche“ im Verteilungsmaßstab als Angabe ausreichend und bedarf keiner weiteren Erläuterung. Ebenso gehört die Berechnung des Anteils der Kosten auf die jeweiligen Mieter sowie der Abzug von bereits geleisteten Vorauszahlungen in jede Betriebskostenabrechnung, wie dies in der vorliegenden Abrechnung der Fall war. Quelle: BGH © photodune.net

Der Traum von einem privaten Hallenbad:

Ein privates Schwimmbad im eigenen Haus muss kein Traum bleiben. Wer über ausreichend Platz und die finanziellen Mittel verfügt, kann sich im Keller oder im Erdgeschoss seines Hauses ein Hallenbad einbauen lassen. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Durchführung der Bauarbeiten ist eine Baugenehmigung der örtlichen Bauaufsichtsbehörde. Da diese nach drei Jahren erlischt, sollte der Einbau des Hallenbades nicht zu lange auf sich warten lassen. Empfehlenswert ist eine Raumgröße von mindestens 6 x 12 Metern. Das Schwimmbecken sollte mindestens 7 x 3 Meter groß sein und eine Tiefe von 1,20 Meter nicht unterschreiten. Damit sich kein Schimmel bildet, sollten die Räumlichkeiten über ein gutes Belüftungs-System verfügen und die Fenster, Decken und Fußböden entsprechenden technischen und bauphysikalischen Bestimmungen entsprechen. Das Schwimmwasser wird mit einem Skimmer-System oder einem Überlaufrinnen sauber gehalten. Auch eine Fußbodenheizung, eine Pool-Heizung oder eine liegende Wärmedämmung sowie eine automatische Regulierungslösung des Chlors und PH-Werts sind wichtige Komponenten bei der Planung und Errichtung eines privaten Hallenbads. Auch über Extras wie Ruhezonen mit Liegen, einer Dusche und Halterungen für das Rein- und Rausgehen aus dem Becken, müssen sich Eigentümer vorab Gedanken machen. Empfehlenswert ist es, sich an einen Schwimmhallen-Komplettanbieter zu wenden, damit alle notwenigen Vorkehrungen getroffen werden können. Quelle: Zuhause Wohnen © photodune.net

Studie: „Energetische Sanierungen in Wohnungseigentümergemeinschaften“:

Auch wenn es im Bereich der energetischen Sanierung zahlreiche staatliche Hilfen und Zuschüsse für Wohnungseigentümer gibt, tun sich Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) mit der Umsetzung von wichtigen Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen oft schwer. Im Vergleich zu der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen von privaten Eigentümern oder Wohnungsunternehmen, dauert die Umsetzung von Maßnahmen in Bestandsgebäuden, die von einer WEG verwaltet werden, häufig länger. Ein elementarer Grund dafür ist, dass die Entscheidungsprozesse aufgrund der Notwendigkeit von gemeinschaftlichen Beschlüssen länger dauern. Da die Umsetzung der Maßnahmen nicht in Eigenregie erfolgt, sondern durch die Hausverwaltung, kommt es ebenfalls zu erheblichen Zeitverzögerungen. In der Studie „Energetische Sanierungen in Wohnungseigentümergemeinschaften“ des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) für die vom Bundesministerium geförderte Kampagne „WEG der Zukunft“ werden Analysen und Auswertungen von Sanierungsmaßnahmen in WEG-Anlagen sowie Umfrageergebnisse von Eigentümern und Verwaltern publiziert. So werden in der Studie beispielsweise wichtige Akteure aus dem Bereich der energetischen Sanierung in WEGs vorgestellt sowie die Motive und Hemmnisse bei der Durchführung von Maßnahmen in WEG-Immobilien erläutert. Ebenso wird aufgelistet, welche Gebäude großen Sanierungsbedarf aufweisen und nach welchen Kriterien dieser bewertet wird. Auch wird in der Studie benannt, welche Unterstützung sich Eigentümer und WEG wünschen, um den Energieverbrauch in Gebäuden mit weiteren Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen zu reduzieren und langfristig mehr erneuerbare Energien in Bestandsgebäuden einzusetzen. Quelle: IÖW © photodune.net

Duale Funktionsweise von Hybridkollektoren:

Das unabhängige Expertenportal energie-experten.org untersucht in einem Beitrag, ob und wann sich der Einsatz von Hybridkollektoren im Gegensatz zu Kombinationslösungen von Solarthermiekollektoren und PV-Modulen lohnt und welche elektrischen und thermischen Voraussetzungen für die Installation erbracht werden müssen. Doch was sind Hybridkollektoren überhaupt? Und wie funktionieren sie? Hybridkollektoren holen dank ihrer dualen Funktionsweise das Maximum aus der gewonnenen Sonnenenergie heraus, indem sie die Energie sowohl in Strom als auch in Wärme umwandeln. So besteht das Solarmodul zusätzlich zu der eigentlichen Solarzelle aus Absorberblechen, die von der Sonne erwärmt werden, die Wärme an einen Verbraucher weitergeben und der Wärmeerzeugung dienen. Dieses kann beispielsweise eine Wärmepumpe, eine Lüftungsanlage oder ein Pufferspeicher sein. Doch laut den Experten von energie-experten.org lohnt sich der Einbau und Einsatz von Hybridkollektoren nur dann, wenn die produzierte Wärme auch tatsächlich genutzt wird. Dies ist vor allem bei großen Objekten, wie beispielsweise einem Schwimmbad, einem Hotel oder in Kliniken sowie im Industrie- und Gewerbesektor der Fall. Hier ist der Einsatz von Hybridkollektoren durchaus effizient und erfolgreich. Denn die anfallende Wärme kann sowohl als Heizwärme als auch mithilfe eines Luftabsorbers auch für Lüftungsanlagen und zur Klimatisierung genutzt werden. Beim Einsatz von Pufferspeichern in Privathaushalten allerdings kann es vor allem durch den großen Energieertrag im Sommer dazu kommen, dass die durch die Hybridkollektoren gewonnene Energie nicht vollständig genutzt und abgeführt werden kann. Dies hat zur Folge, dass sich der Wirkungsgrad der Solarzellen minimiert. Um dies zu verhindern empfiehlt es sich, die Hybridkollektoren mit Sole- sowie Luft-Wasser-Wärmepumpen zu koppeln. Quelle: energie-experten © fotolia.de

WEG: Garten in einer Wohnanlage gehört zum Gemeinschaftseigentum:

Befindet sich in einer Wohnanlage einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) ein Garten, gehört dieser grundsätzlich zum Gemeinschaftseigentum. Wenn die Nutzung des Gartens oder bestimmter Teile der Gartenfläche, wie dies beispielsweise oft bei einer Erdgeschosswohnung der Fall ist, einem einzelnen Eigentümer übertragen werden, handelt es sich um Sondernutzungsrechte. Diese müssen in der Teilungserklärung aufgeführt werden. Doch welche Rechte und Pflichten hat der Eigentümer der ihm übertragenen Gartenfläche und wer kommt für die Kosten bei Instandsetzungsmaßnahmen auf? Der Verbraucherschutzverband „Wohnen im Eigentum e. V.“ rät WEGs stets dazu, detaillierte Angaben zu den Zuständigkeiten der Instandhaltung und -setzung des Sondereigentums zu vereinbaren und diese detailliert in der Teilungserklärung zu verschriftlichen. Beispielsweise sollte geklärt werden, wer zuständig für die Reparaturen des Gartenzauns ist und wer für die Kosten aufkommen muss. Denn oft haben Miteigentümer kein Verständnis dafür, warum sie sich an den Kosten für Reparaturmaßnahmen des Sondereigentums eines anderen Eigentümers beteiligen sollten. Im Umkehrschluss versteht ein Eigentümer, dem Sondernutzungsrechte zugeschrieben wurden, auch nicht, warum er sich an die Auflagen der anderen Wohnungseigentümer halten muss. Doch rechtlich gesehen gehört der Garten oder die Gartenfläche, die als Sondereigentum definiert wurde, zum Gemeinschaftseigentum. Deshalb entscheiden immer die Eigentümer einer WEG, welche Maßnahmen der Instandhaltung und -setzung übernommen werden dürfen und sollen, wer diese ausführt und wer für die Kosten aufkommt. Oft wird in einer Eigentumserklärung auch verzeichnet, mit welchen Pflanzen der Garten oder die Gartenfläche bepflanzt werden darf. Bauliche Veränderungen sind nur mit Zustimmung der anderen Eigentümer erlaubt. Auch die Zuständigkeit für die Kostenübernehme sollte Teil der Teilungserklärung sein. Quelle: WiE © fotolia.de

Worauf ist bei "Mobile Homes" zu achten?:

Heutzutage erfreuen sich mobile Unterkünfte wachsender Beliebtheit und stellen für viele Menschen eine neue und moderne Wohn- sowie Lebensform dar. Nicht selten werden mobile Unterkünfte auch als Erstwohnsitz genutzt. Kein Wunder, denn beim mobilen Wohnen erreichen Eigentümer nicht nur ein hohes Maß an Flexibilität, Mobilität und Freiheit, sondern auch einen hohen Wohnkomfort gepaart mit einer Optik und Ausstattung, die einem kleinen Haus gleicht. Aufgrund des steigenden Interesses an mobilen Unterkünften, ist auch das Angebot sogenannter „Mobile Homes“ gewachsen. Dazu zählen Tiny Houses und Mobilheime sowie Containerhäuser, Modulhäuser und Wohnwagen. Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen den Arten der „Mobile Homes“ ist die Mobilität. Während Trailerhomes und Häuser auf Rädern ähnlich einem Wohnwagen mit einem Zugfahrzeug von Ort zu Ort gefahren werden können, bedürfen mobile Homes ohne eigene Räder für den Transport eines Kran-LKWs, der das Haus auf dem Wunschgrundstück absetzt. Zu beachten ist ebenfalls, dass beim Transport des fahrenden Wohnhauses mit einem Zugfahrzeug die gesetzlich vorgeschriebenen Verkehrsvorschriften eingehalten werden müssen. Durch die Vorgaben der zugelassenen Anhängergröße ist gleichzeitig auch die Größe des Hauses auf Rädern vorgegeben. Mobile Häuser, die mithilfe eines Krans versetzt werden, sind keinen verkehrsrechtlichen Begrenzungen ausgesetzt und somit freier in der Auswahl der Wohnraumgröße. Ganz gleich, ob das "Mobile Home" auf eigenen Rädern bewegt oder mit einem Kran-LKW versetzt werden muss, bedarf es einer amtlichen Baugenehmigung, sobald das Haus fest auf einem Grundstück steht. Einzig auf einer Stellfläche auf einem Campingplatz ist keine Baugenehmigung notwendig. Quelle: mobiles-tiny-haus © fotolia.de

Zukunftsreport: Der Immobiliensektor im nächsten Jahrzehnt:

Die CBRE-Group, das weltweit größte Dienstleistungsunternehmen für Gewerbeimmobilien, stellt in seinem Zukunftsreport „Global Outlook 2030: The Age of Responisve Real Estate“ vor, wie sich der Immobiliensektor im nächsten Jahrzehnt verändern wird. Eine fortwährend große Entwicklung sieht CBRE beispielsweise in dem Bereich „Arbeiten“ und der Übertragung des Arbeitsplatzes weg von einer festen Anwesenheit im Büro zu einer flexiblen Arbeitsgestaltung von Zuhause oder unterwegs. Dies ist nur ein Beispiel, welches zeigt, dass sich Gebäude, Quartiere und Städte zunehmend hinsichtlich der unterschiedlichen Anforderungen der Bürger entwickeln werden. Dabei spielt die Entwicklung der Technologie eine essenzielle Rolle. Ein weiterer Trend für die nächsten Jahre ist die Entwicklung im Bereich „Hotelification“. So wird das Immobilienangebot zunehmend aus maßgeschneiderten Objekten bestehen, die sich als Marke auszeichnen und den Bewohnern ein breites Angebot an Funktionen und Annehmlichkeiten anbieten. Grundsätzlich ist unter dem Begriff „Hotelification“ der Zusammenschluss von Wohnen, Einzelhandel sowie das Angebot von Büroflächen zu verstehen, die ähnlich einem Hotel ihren Bewohnern die Dienstleistungen anbieten, die sie benötigen. Weitere technologische Neuerungen, wie beispielsweise selbstfahrende Autos, Künstliche Intelligenz oder die Weiterentwicklung und Optimierung des Onlinehandels sind Trends, die der Dienstleister CBRE in seinem Report voraussieht. Big Data und Künstliche Intelligenz werden es künftig möglich machen, Daten besser zu erfassen und zu berechnen. So entstehen neue Möglichkeiten einer optimierten Immobilienbewertung, mit welcher Investoren zukunftssichere Entscheidungen treffen können. Insgesamt werden die Wohnflächen in den Städten immer knapper, sodass mehr „Mehrfamilienhäuser“ entstehen, die einem Campus mit einem professionellen Management ähneln. Quelle: CBRE © fotolia.de

Was gehört zu einer Sanierung des Badezimmers?:

Wer sein Bad sanieren möchte, hat einiges zu tun: Die in die Jahre gekommenen Sanitärinstallationen müssen ausgetauscht, altmodische Fliesen durch neue ersetzt oder Wände und Decke verkleidet werden. Viele Arbeiten, wie beispielsweise die Entkernung des Bades, Rohbauarbeiten oder sogar das Verlegen von neuem Estrich können mit etwas handwerklichem Geschick in Eigenregie durchgeführt werden. Wenn es allerdings um den Anschluss von Elektroinstallationen geht, sollte ein Elektrofachmann beauftragt werden. Dieser sorgt nicht nur für ausreichend Steckdosen und eine optimale Beleuchtung im Bad, sondern kennt auch die geltenden Sicherheits- und Bauvorschriften. Außerdem empfiehlt es sich, im Zuge der Badsanierung auch die Wasserinstallationen sowie die Wasserleitungen zu überprüfen. Um einem Rohrbruch im neu sanierten Bad vorzubeugen, sollten deshalb alte Rohre ausgetauscht werden. Bleirohre gelten heutzutage als gesundheitlich bedenklich und sollten ebenfalls ersetzt werden. Im Bereich Heiztechnik gibt es eine große Bandbreite von Möglichkeiten. Ob mit einer Fußbodenheizung, einem Handtuchwärmer oder mit einem platzsparenden Heizkörper, je nach Größe des Badezimmers und nach optischen Vorlieben, können Eigentümer die passende Heizungsart wählen. Ein Fliesenboden im Badezimmer ist besonders gut geeignet, da Fliesen feuchtigkeits- und wasserabweisend sind und sich leicht reinigen lassen. Badezimmerfliesen gibt es in unterschiedlichen Größen, Ausführungen und Farben. Sie sind robust und können auch mit einer besonders rutschhemmenden Beschichtung erworben werden. Ein Boden aus Naturstein, Beton oder Holz bietet eine hochwertige und elegante Alternative. Spezielle Wandfarben für das Badezimmer, wie beispielsweise Latexfarbe, halten Feuchtigkeit und übermäßiger Wärme stand und sind in unterschiedlichen Farben erhältlich. Quelle: Immowelt AG © photodune.net

Gute Hausdämmung hält Hitze im Sommer fern:

Ein gut gedämmtes Haus schützt nicht nur im Winter vor Wärmeverlust, sondern auch im Sommer vor Hitze. Damit es im Inneren des Hauses bei steigenden Außentemperaturen angenehm kühl bleibt, ist vor allem eine gute Dämmung der obersten Geschossdecke sowie eine Dämmung der Fassade empfehlenswert. Um ein angenehmes und gesundes Raumklima zu erreichen, sollte das Dämmmaterial hochwertig sein und zu den Eigenschaften des Hauses passen. Ebenso ist die Wärmeleitfähigkeit der Dämmstoffe wichtig. Eine gute Dämmeigenschaft erkennt man an der Wärmeleitstufe (WLS). Je geringer die WLS, desto besser die Dämmeigenschaft. Auch der Wärmedurchgangskoeffizient bzw. der sogenannte U-Wert spielt bei der Auswahl des Dämmmaterials eine wichtige Rolle. Der U-Wert bemisst, wieviel Wärme durch ein Bauteil des Dämmstoffes geht. Auch hier gilt: Je kleiner der U-Wert, desto besser die Dämmwirkung. Um das Haus sowohl im Winter als auch im Sommer bestmöglich vor Kälte und Wärme zu schützen, eignen sich vor allem natürliche und ökologische Dämmstoffe besonders gut. Da sich die unterschiedlichen Dämmmaterialien auch im Preis unterscheiden, ist aus finanziellen Gründen nicht immer eine komplette Sanierung des Hauses möglich. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online empfiehlt deshalb, als erstes die oberste Geschossdecke zu dämmen. Denn im Vergleich zu einer Dachdämmung fällt die Dämmung der obersten Geschossdecke verhältnismäßig günstig aus und verhindert dennoch maßgeblich Wärmeverluste im Haus im Winter und hohe Temperaturen im Sommer. Die Maßnahmen für die Dämmung der Außenwände mit beispielsweise einem Wärmeverbundsystem oder mit einer Vorhangfassade stellen die kostspieligste Variante dar. Befinden sich im Mauerwerk Zwischenräume, bildet eine Kerndämmung der Zwischenräume eine kostengünstige Alternative. In allen Fällen ist es empfehlenswert, sich den Rat eines professionellen Energieberaters einzuholen. Zahlreiche Maßnahmen zur energetischen Sanierung werden staatlich gefördert. Quelle: co2online © fotolia.de

Urteil: Verwalter einer WEG auf Schadenersatz verklagt:

Der ehemaligen Verwalterin einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) einer Wohnanlage mit 334 Wohnungen wird von den Wohnungseigentümern vorgeworfen, ihren Verwalterpflichten nicht nachgekommen zu sein (AZ V ZR 101/19). Die Eigentümer der Wohnanlage fordern von der ehemaligen Verwalterin eine Schadensersatzzahlung von 219.000 Euro. Diese Forderung ist darauf zurückzuführen, dass die Verwalterin es versäumt hat, Schäden und Mängel an Balkons der Wohnanlage zu beheben und damit der Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums nachzukommen. Die Kosten für die Sanierungsarbeiten sind seitdem deutlich gestiegen. Die Wohnungseigentümer der in den 1960-er Jahren erbauten und aus vier Gebäuden bestehenden Wohnanlage haben die Verwalterin bereits im Jahr 2000 darauf hingewiesen, dass die an der Fassade befestigten Balkons Schäden aufweisen, die dringend überprüft werden sollten. Die ehemalige Verwalterin hat demnach einen Sachverständigen damit beauftragt, ein Gutachten zu erstellen. In der Eigentümerversammlung im Jahre 2001 wurden die Eigentümer darüber in Kenntnis gesetzt, dass eine Balkonsanierung mit Epoxidharz für die Behebung der Schäden ausreiche. In den Jahren zwischen 2001 und 2010 wurden einzelne Sanierungsarbeiten in einer Höhe von 200.000 Euro durchgeführt. Das Thema Balkonsanierung wurde bis zum Jahre 2009 in den Eigentümerversammlungen nicht mehr thematisiert. Laut Amts- und Landgericht ist nicht nachzuweisen, dass die Verwalterin ihren Verwalterpflichten nicht nachgegangen ist. Die Klage der Eigentümer wurde abgewiesen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hebt das Urteil des Amts- und Landgerichts auf und lässt prüfen, welche Empfehlungen der Sachverständige in seinem Gutachten von 2001 ausgesprochen hat. Wurde eine umfassende Balkonsanierung empfohlen, so kann der Verwalterin ein Verstoß gegen ihre Vertragspflichten vorgeworfen werden. Demnach war sie verpflichtet, die Wohnungseigentümer sowohl über das Gutachten als auch die Sanierungsempfehlungen zu informieren. Auch wenn keine Empfehlung für eine umfassende Balkonsanierung vorliegt, kann ihr ein Pflichtverstoß vorgeworfen werden. Denn aufgrund der Häufigkeit und Hartnäckigkeit der Schäden hätte sie eine sachgerechte Beschlussfassung zur Prüfung der Schadensursache vorbereiten müssen. Quelle: BGH © photodune.net

Sichtschutz im Garten oder auf der Terrasse:

Wer auf seiner Terrasse oder im eigenen Garten entspannen möchte, sollte sich um einen guten Sichtschutz bemühen. Denn nur wenn man von fremden Blicken ungestört ist und nicht von Passanten oder dem Geschehen auf der Straße oder dem Nachbargrundstück abgelenkt wird, kann man sich wirklich fallen lassen. Dann können Bewohner auf dem eigenen Grundstück sonnenbaden, grillen oder in ein spannendes Buch versinken. Einen Sichtschutz kann man zum Beispiel aus Pflanzen und Sträuchern, Holz oder Steinen gestalten. Dabei spielen die finanziellen Mittel und die Terrassen- sowie Gartengröße eine ebenso entscheidende Rolle wie die Optik. Eine besonders günstige Variante und einen guten Sichtschutz bietet beispielsweise ein Holzlattenzaun. Dieser ist schnell aufgebaut und kann mit Kletterpflanzen verschönert werden und einen besseren Schallschutz ermöglichen. Auch eine Wand aus geflochtenen Weiden bietet eine schöne Holz-Optik und besteht gleichzeitig aus einem natürlichen und umweltverträglichen Rohstoff. Für Pflanzenliebhaber eignet sich ein Pflanzenregal besonders gut, denn hier sind einer bunten Pflanzenauswahl keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass die Pflanzen ausreichend Sonne und Wasser erhalten und das Wasser gut abfließen kann. Wer etwas mehr Platz in seinem Garten hat, kann einen eleganten Rosenbogen mit duftenden Kletterrosen errichten oder hohe Gartenwände, beispielsweise aus Buchen- oder Eibenhecken, errichten. Eine Steinmauer bietet nicht nur einen guten Sichtschutz, sondern kann ebenfalls mit bunten Steingartenpflanzen verschönert werden und für einen natürlichen Look sorgen. Weitere Möglichkeiten für einen Sichtschutz auf der Terrasse oder im Garten bilden Bambushecken, die Anpflanzung von Ziergräsern oder eine Fliederhecke. Eine errichtete Mauerwand mit einem integrierten Kamin wirkt elegant und gemütlich. Quelle: Schöner Wohnen © photodune.net

Prognosen: Entwicklungen in den Assetklassen auf dem Immobilienmarkt :

Die Immobilienberater des Deutschen Anlage-Immobilien Verbundes (DAVE) geben Prognosen dazu ab, wie sich die unterschiedlichen Assetklassen auf dem Immobilienmarkt durch die von der Corona-Krise ausgelösten Einschränkungen und Veränderungen entwickeln werden. Laut Aussagen der Immobilienberater ist bereits jetzt schon ersichtlich, dass die Immobilienwirtschaft auf dem Hotelmarkt sowie im Einzelhandel, ausgenommen der Lebensmittelbranche, besonders stark leiden wird. Anders aus sieht es in den Bereichen Wohnen und Logistik sowie im Segment Sozialimmobilien und Kindertagesstätten. Hier rechnen die Berater von DAVE mit einem deutlichen Bedeutungszuwachs. Vor allem die Assetklasse Wohnen wird sich, laut den Prognosen des Sachverständigenrats von DAVE, auch weiterhin positiv auf dem Immobilienmarkt entwickeln. Vor allem Wohnen als Kapitalanlage wird auch weiterhin eine sichere und begehrte Investition bleiben. Im Bereich selbstgenutzte Wohnimmobilien erwarten die Immobilienberater von DAVE zunächst eine leicht rückgängige Nachfrage, jedoch wird diese dennoch das Angebot übersteigen. Die Preisentwicklungen bei selbstgenutzten Immobilien werden künftig marktbezogener werden. Spezialimmobilien wie Kindertagesstätten und Sozialimmobilien werden, laut Prognosen von DAVE, einen Boom erleben. Bereits vor der Corona-Krise war eine positive Entwicklung in diesen Assetklassen zu verzeichnen. Aufgrund der langlaufenden Betreiberverträge und Mietzuschüsse durch Kommunen werden Immobilieneigentümer von Kindertagesstätten voraussichtlich keine wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise spüren. Ähnlich verhält es sich mit Sozialimmobilien mit städtischen Nutzern. Auch gehen die DAVE-Berater davon aus, dass in Teilbereichen der Logistikimmobilien die Nachfrage steigen wird – wie beispielsweise in den Bereichen Health Care oder Lebensmittelversorgung. Quelle: DAVE © fotolia.de

Worauf ist bei einem Gartenhaus zu achten?:

Ob als zusätzlicher Stauraum, als Geräteschuppen oder als persönlicher Rückzugsort, ein Gartenhaus kann zu unterschiedlichen Zwecken errichtet werden. Je nach den Bestimmungen in dem jeweiligen Bundesland darf ein Gartenhaus eine bestimmte Größe nicht überschreiten, denn ansonsten bedarf es einer Baugenehmigung. Die Regelungen sind in den jeweiligen Landesbauordnungen verzeichnet. Auch wenn für ein Gartenhaus Holz der beliebteste Baustoff vieler Eigentümer ist, gibt es sie auch aus Metall, Kunststoff oder sogar Stein und Glas. Je nachdem, welches Baumaterial gewählt wird, ist darauf zu achten, dass das Haus auf dem richtigen Fundament steht. Während beispielsweise ein kleiner Geräteschuppen aus Kunststoff lediglich auf einem ebenen und verdichteten Boden ohne Fundament stehen kann, bedarf ein größeres Haus eines Platten- oder ein Betonfundaments. Gartenhäuser können selbst geplant und gebaut werden oder als Bausatz im Baumarkt sowie im Online-Shop erworben und im Garten aufgestellt werden. Auch wenn Fenster und Türen oft zum Bausatz gehören, ist das Dach nicht immer inklusive. Kostengünstigere Dachlösungen sind ein Pult- oder ein Flachdach. Bei einem Flachdach sollte darauf geachtet werden, dass es eine Neigung von mindestens zehn Grad hat, damit Regenwasser abfließen kann. Auch ein Satteödach ist sehr beliebt, doch in seiner Konstruktion etwas aufwendiger. Quelle: bauen.de © fotolia.de

Tipps: Energie sparen beim Kochen :

Im Alltag gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Strom zu sparen. Auf der Internetseite der Elektrizitätswirtschaft-AG VERBUND finden Verbraucher nützliche Tipps, wie sie energieeffizienter kochen und dabei Kosten sparen können. Denn gerade in der Küche ist der Stromverbrauch in Haushalten besonders hoch, unter anderem bei der Zubereitung von Speisen. So ist es beispielsweise wichtig, für die Benutzung der Herdplatten stets die richtige Topfgröße zu wählen. Ist der Topf zu groß, erhöht sich die Erhitzungsdauer unnötig. Ist er zu klein, geht Energie verloren. Mit dem passenden Deckel verkürzt sich die Kochzeit fast um das Dreifache. Ebenso empfiehlt es sich, ein paar Minuten vor dem Ende des Kochvorgangs den Herd runter zu schalten und die Restwärme der Herdplatte zu nutzen. Die Restwärme reicht in der Regel aus, um das Gericht fertig zu kochen. Das spart zusätzlich Energie. Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass nicht unnötig viel Wasser benutzt wird. Beim Kochen mit Wasser ist deshalb darauf zu achten, den Topf für Nudeln, Kartoffeln oder Reis nur mit so viel Wasser zu füllen, wie es wirklich notwendig ist. Wer sein Essen im Backofen zubereitet, muss den Ofen nicht, wie oft empfohlen, vorheizen. Hier gilt ebenfalls das Prinzip, den Ofen bereits einige Minuten vor dem Ende der Backzeit auszustellen und mit der Restwärme zu backen. Stellt man den Ofen auf Heißluft, verteilt sich die Luft im Ofen schneller als bei der Nutzung von Ober- und Unterhitze. Dadurch kann die Temperatur um etwa 20 Grad tiefer eingestellt werden. Quelle: VERBUND AG © fotolia.de

Urteil: Verteilungsmaßstab der Heizkosten trotz geringer Erfassungsrate rechtmäßig :

In einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) kam es zu Streitigkeiten bezüglich der Verteilung und des Verbrauchs von Heizkosten. In der Teilungserklärung der aus 154 Wohnungen bestehenden Anlagen wurde ein Verteilungsmaßstab der Heizkosten von 30 Prozent Grundkosten und 70 Prozent Verbrauchskosten festgelegt. Die Eigentümerin von zwanzig Dachgeschosswohnungen fechtet den Genehmigungsbeschluss an und fordert eine neue Verrechnung des Verteilungsmaßstabs aufgrund der niedrigen Erfassungsrate des Verbrauchswärmeanteils in den elektronischen Heizkostenverteilern. Mit ihrer Anfechtungsklage (AZ V ZR 9/19) fordert die Eigentümerin eine Korrektur der Heizkostenabrechnung aus dem Jahre 2014. Ebenso beanstandet sie eine ordnungsgemäße Verwaltung der Heizkostenverteilung aufgrund von Rohrwärmeverlusten, die zum großen Teil durch die wenig oder gar nicht gedämmten, unter Putz liegenden Leitungen in den Wohnungen entstehen. Die Leitungen im Keller sind freiliegend und zum größten Teil gedämmt. Aufgrund dieses Bauzustands werden nur zwanzig Prozent des Verbrauchswärmeanteils erfasst. Der Bundesgerichtshof (BGH) lehnt die Anfechtungsklage ab. Denn nach § 7 Abs. 1 Satz 1 HeizKV liegt der Verteilungsmaßstab von 30/70 im vorgeschriebenen Rahmen. Somit besteht keine Möglichkeit, die Jahresabrechnung anhand eines anderen Kostenverteilungsschlüssels abzurechnen. Ebenso ist die geringe Erfassungsrate nicht auf einen Gerätefehler und somit auf einen Geräteausfall zurückzuführen, sondern auf eine schlechte Dämmung der Rohrleitungen. Allerdings ist die Eigentümerin der Dachgeschosswohnungen, im Vergleich zu den Eigentümern der unteren Wohnungen insoweit benachteiligt, als dass die unteren Wohnungen bereits mit einer kleinen Öffnung der Ventile der Heizkörper ausreichend gewärmt sind. Deshalb kann die Klägerin künftig eine Neuverteilung des Verteilungsmaßstabs in der WEG zur Diskussion stellen oder sogar technische Umbaumaßnahmen verlangen. Quelle: BGH © fotolia.de

Investitionszuschuss: Einbruchschutz:

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Eigentümer und Mieter auch im Bereich Einbruchschutz, und zwar mit einem Investitionszuschuss in Höhe von bis zu 1.600 Euro. Gefördert werden Maßnahmen von einbruchhemmenden Türen und Garagentoren, unterschiedliche Nachrüstsysteme für Fenster und Fensterrahmen sowie Einbruch- und Überfallmeldeanlagen, Gefahrenwarnanlagen und Lösungen für Sicherheitstechnik für Smart-Home-Anwendungen. Die Förderung richtet sich an Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern, Ersterwerber eines sanierten Hauses oder einer sanierten Wohnung, an aus Privatpersonen bestehende Wohneigentümergemeinschaften sowie an Mieter und Mieterinnen. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach den Kosten der durchzuführenden Maßnahme und kann auf der Internetseite der KfW berechnet werden. Der Investitionszuschuss lässt sich mit anderen Förderprogrammen der KfW, beispielsweise im Bereich der energetischen Sanierung, verknüpfen. Weitere wichtige Informationen und Merkblätter zum Investitionszuschuss sowie Formulare für die Beantragung des Zuschusses stehen auf der Internetseite der KfW zum Download bereit. Wichtig ist, den Zuschuss vor Beginn der Maßnahmen zu beantragen. Quelle: KfW © photodune.net

Analyse des Förderprogramms "Soziale Stadt":

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat, anlehnend an das 1999 ins Leben gerufene Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ des Bundesministeriums, die Lebenslagen von Menschen in sozial benachteiligten Stadtquartieren untersucht. In der BBSR-Analyse „Wer lebt in den Gebieten der sozialen Stadt?“ wird vorgestellt, wie es um die Lebenssituation der Menschen in Sozialen-Stadt-Gebieten im Vergleich zu anderen Stadteilen in Großstädten steht. In diesem Jahr fließen Fördergelder in Höhe von 200 Millionen Euro in Projekte für Soziale-Stadt-Gebiete. Ziel des Förderprogramms ist, städtebauliche und soziale Missstände zu beseitigen und sozial benachteiligte Quartiere fortwährend zu stabilisieren und aufzuwerten. Nur bei einer Steigerung der Wohn- und Lebensqualität sowie der Nutzungsvielfalt in den Soziale-Stadt-Gebieten kann es zu einer Aufwertung der Quartiere und einem stärkeren Miteinander kommen. Für die Analyse wurden 56 Großstädte unter anderem zu den Themen Bevölkerungsstruktur, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sowie dem Bezug von Transferleistungen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass der Anteil an armen und arbeitslosen Menschen in den geförderten Stadtteilen überdurchschnittlich hoch ist. Auch mit dem 2020 erweiterten Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ und dem seit 2016 bestehenden Programm „Ressortübergreifende Strategie Soziale Stadt – Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier“ setzt sich die Städtebauförderung für die Integration und die Verbesserung der Lebensumstände aller Bevölkerungsgruppen ein. Die vollständige Analyse kann auf der Internetseite des BBSR heruntergeladen werden. Quelle: BBSR © photodune.net

Ratgeber: „Gesund Bauen“:

Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät Bewohnern eines Hauses oder einer Wohnung bei gesundheitlichen Beschwerden dazu, eine Innenraumanalyse durchzuführen. Mit dieser können qualifizierte Innenraumhygieniker untersuchen, ob und welche Schadstoffe sich im Inneren des Hauses befinden und diese mithilfe eines ausgearbeiteten Sanierungskonzepts beseitigen. Denn durch unterschiedliche chemische Verbindungen im Haus, Schwermetalle, Stäube, Gerüche, Pilze, Bakterien oder andere physikalische und biologische Aspekte können gesundheitliche Beschwerden bei den Bewohnern entstehen. Vor allem nach einem Neubau oder einer Innenrenovierung können in der Luft liegende Schadstoffe bei unzureichender Lüftung durch eine gedämmte Gebäudehülle nicht richtig nach Außen gelangen. Deshalb muss beispielsweise der Bildung von Feuchtigkeit, von durch Farben, Lacke und Kleber entstehenden flüchtigen organischen Verbindungen oder durch nicht ionisierende Strahlung sowie Radon von Beginn an entgegengewirkt werden. Um über die Themen „Gesundes Wohnen und Bauen“ zu informieren und das Wohlbefinden und die Gesundheit von Bewohnern zu fördern, hat der VPB den kostenlosen Ratgeber „Gesund Bauen“ für Bauherren, Immobilienkäufer und -besitzer sowie Bewohner herausgegeben. Ebenso steht eine umfangreiche Broschüre zum Thema „Gesund Bauen und Wohnen“ im Online-Shop des VPB bereit. In den Publikationen erhalten Interessenten einen Überblick über mögliche Gefahrstellen sowie hilfreiche Tipps, wie sie ihre Wohnqualität und ihren Gesundheitszustand fördern können. Quelle: VPB © photodune.net

Forschung: Stromerzeugung im Prosumenten-Modell:

Das EU-geförderten Forschungsprojekt PVP4Grid, koordiniert vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Installation von Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) in Europa zu erhöhen. Der Zusammenschluss von zwölf Partnern aus unterschiedlichen europäischen Ländern unterstützt und fördert Verbraucher zur gemeinsamen Erzeugung und Nutzung von Solarstrom. Unter dem Begriff Prosument verstehen sich Nutzer, die ihren Strom selbst erzeugen und nutzen. Eine Zählung des BSW zwischen Februar 2019 und Januar 2020 hat ergeben, dass die Anzahl der Prosumenten in Deutschland um fast 100.000 gestiegen ist. So zeigt sich der BSW optimistisch, dass sich das Prosumenten-Modell auch nach Abschluss des Forschungsprojekts in Europa durchsetzen und etablieren wird. Ebenso sieht der BSW in dem Prosumenten-Modell einen Megatrend im Bereich der Energieversorgung und des Energieverbrauchs. Ob in Singlehaushalten oder in einem Mehrfamilienhaus, im Gewerbebetrieb oder im Rahmen einer Energiegemeinschaft, Verbraucher profitieren finanziell von dem privat erzeugten und gemeinschaftlich genutzten Strom und leisten gleichzeitig einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Kommt es zu einem Überschuss in der Stromproduktion, lässt sich dieser beispielsweise für Ladesäulen für Elektroautos oder für den Betrieb einer Wärmepumpe nutzen oder in einem Solarstromspeicher für den späteren Verbrauch deponieren. Auch wenn Verbraucher selbst keine PV-Anlage besitzen oder keine Fläche haben, um eine Solaranlage anzubringen, besteht die Möglichkeit, sich an dem Prosumenten-Modell zu beteiligen und Teil einer Energiegemeinschaft zu werden. Durch den Zusammenschluss von mehreren Partnern können alle Mitglieder der Energiegemeinschaft mit Strom versorgt werden. Zudem kann nicht genutzter Solarstrom gegen eine Vergütung ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Quelle: BSW © fotolia.de

Urteil: Übertragung der Verkehrssicherungspflicht an externe Dienstleister:

Immobilienverwalter sind gesetzlich dazu aufgefordert, der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, auf ihrem Grundstück für Sicherheit zu sorgen und sicherzustellen, dass niemand zu Schaden kommt. In dem vorliegenden Fall hat eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) einen externen Dienstleister damit beauftragt, einmal jährlich die Bäume auf dem Gemeinschaftsgrundstück zu kontrollieren und die „verkehrssicherheitsrelevanten und baumpflegerischen Schnittmaßnahmen“ durchzuführen. Nachdem drei Monate nach der jährlich stattfindenden Kontrolle ein großer Ast vom Baum fiel und den PKW einer Eigentümerin beschädigte, belangte sie die WEG für den entstandenen Schaden von 6.650 Euro aufzukommen. Die WEG fühlte sich nicht dafür verantwortlich und legte Widerspruch ein. Denn in der zuvor getroffenen Absprache mit dem externen Dienstleister wurde die Verkehrssicherungspflicht auf diesen übertragen. Somit ist der externe Dienstleister dafür verantwortlich, Gefahrenstellen zu eliminieren und für Sicherheit bei und durch die von ihm ausgeübten Tätigkeiten zu sorgen. Die WEG ist lediglich dazu verpflichtet zu überprüfen, ob der Dienstleister seiner Kontroll- und Überwachungspflicht nachkommt. Auch das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) besagt, dass die WEG nicht in der Verantwortung steht, für den entstandenen Schaden am PKW der Eigentümerin aufzukommen (AZ V ZR 43/19). Mit der im Vertrag festgeschriebenen Schutzwirkung zugunsten der WEG könnte die Eigentümerin Klage gegen den Dienstleister stellen. Denn wird die Verkehrsicherungspflicht von der WEG an einen Dritten übertragen, können gegen den Verband keine Schadensersatzansprüche einzelner Eigentümer geltend gemacht werden. Quelle: BGH © photodune.net

Rollrasen für den Garten:

Gerade bei einem kleinen Garten lohnt es sich, über die Verlegung eines Rollrasens nachzudenken. Denn ein Rollrasen ist bereits fertig gesät und die Grashalme sprießen im satten Grün. Die Materialkosten für einen Rollrasen inklusive Lieferung betragen etwa fünf bis sieben Euro pro Quadratmeter. So ist bei einem 50 Quadratmeter großen Garten etwa mit einem Preis von 300 Euro zu rechnen. Soll der Rasen bei Anlieferung vom Fachpersonal verlegt werden, steigt der Quadratmeterpreis auf etwa sieben bis zehn Euro. Wichtig ist, dass die Fläche vor der Abholung oder Anlieferung des Rasens gut vorbereitet ist. Denn Rollrasen kann schnell verderben und muss deshalb maximal eineinhalb Tage nach seiner Ernte im Garten ausgelegt werden. Bei einem Neubau muss der Gartenboden zunächst aufgelockert werden, bevor der Rollrasen ausgelegt wird. Denn durch Bauarbeiten mit schweren Maschinen ist dieser meist stark verdichtet. Soll der neue Rollrasen gegen einen bereits vorhandenen Rasen ausgetauscht werden, muss der alte Rasen vor Anlieferung komplett entfernt und von Steinen und Wurzeln befreit werden. Ist der Gartenboden lehmig, empfiehlt es sich, dem Boden Bausand unterzumischen. So wird er durchlässiger für Luft und Wasser. Mit einem Rollrasen-Dünger und einer Rasenwalze bekommt der Boden wichtige Nährstoffe und wird auf die ideale Dichte gebracht. Wer den angelieferten Rasen selbst verlegen möchte, sollte darauf achten, dass die Rollen zunächst im Schatten gelagert werden und der Boden leicht bewässert wird. In Längsrichtung können die Rasenrollen nun nach und nach ausgelegt werden. Wichtig dabei ist, dass keine Fugen entstehen. Empfehlenswert ist, etwas mehr Rollrasenfläche zu bestellen, denn das Naturprodukt kann mal kürzer und mal länger ausfallen. Die besten Jahreszeiten zum Verlegen von Rollrasen sind Frühling oder Herbst. Bei heißen Temperaturen im Sommer lässt sich der Rollrasen nicht gut verlegen. Quelle: Schöner Wohnen © photodune.net

Corona-Krise: Auswirkungen auf den Immobilienmarkt:

Nach ersten Einschätzungen des Immobilienverbands Deutschland IVD wird die Corona-Krise den Immobilienmarkt kurz-, mittel- und langfristig beeinflussen. Während der IVD sich bei den Entwicklungen durch die Corona-Krise auf die Assetklasse der Wohnimmobilien relativ optimistisch zeigt, sieht er negative Auswirkungen in den Assetklassen Büroimmobilien sowie Einzelhandel und Gewerbeimmobilien. Wohnimmobilien gelten, laut IVD, immer noch als eine sichere Anlageform. Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt der Kauf von Wohnimmobilien stagniert und weder kleine Privatkäufer noch Kapitalanleger große Investitionsentscheidungen treffen, sieht der IVD lediglich eine Verschiebung der Kaufentscheidung auf einen späteren Zeitpunkt. Nach wie vor und vor allem in Krisenzeiten ist, laut IVD, die Investition in eine Wohnimmobilie eine sichere Anlageform. Denn Wohnimmobilien und die Nachfrage nach Wohnraum wird es immer geben. Ebenso sieht der IVD keine extremen Preiseinbrüche auf dem Wohnimmobilienmarkt. Es kann lediglich zu einer Verlangsamung des Wachstums im Bereich der Miet- und Kaufpreise kommen. In der Assetklasse der Büroimmobilien ist allerdings mit einem Rückgang der Bürobeschäftigten und somit auch der benötigten Büroflächen zu rechnen. Der Bedarf nach Büroimmobilien wird laut IVD sinken, sodass weniger Mietverträge abgeschlossen werden und Neumieter sich nicht mehr auf Mietzeiten von fünf oder zehn Jahren verpflichten wollen. Ein noch größerer Rückgang ist im Bereich Gewerbeimmobilien und dem Einzelhandel zu erwarten. Aufgrund des durch die Corona-Krise ausgelösten fehlenden Umsatzes und der weiterlaufenden Kosten wird es zu zahlreichen Insolvenzen im Einzelhandel, in der Gastronomie sowie der Hotellerie und somit zu freien Gewerbeflächen kommen. Für Vermieter wird es auch hier schwer, neue Mietverträge, vor allem mit längeren Laufzeiten, abzuschließen. Quelle: IVD © photodune.net

Tipps: Planung von Elektroinstallationen:

Ob bei der Planung eines Fertighauses oder als Nachrüstung bei einem bereits bewohnten Haus, die Ausstattung der Elektroinstallationen spielt eine wichtige Rolle. Heutzutage sind die Anforderungen an eine durchdachte und funktionierende Elektrotechnik insoweit gewachsen, als dass die Bereiche Wohnen und Arbeiten zunehmend miteinander verschmelzen. So findet sich in der offenen Küche schnell ein Platz, um die Arbeits-E-Mails zu beantworten oder man macht es sich zu Hause im privaten Heimkino gemütlich. Auch der Bereich Smarthome spielt eine immer wichtigere Rolle in deutschen Haushalten. Damit die Technik so funktioniert, wie es sich Bewohner vorstellen und wie sie es brauchen, sollte zunächst berechnet werden, wie viele Anschlüsse im Haushalt benötigt werden. Dabei muss sowohl die Anzahl der abgesicherten Stromkreise als auch die Anzahl der sichtbaren Lichtkreise sowie der Steckdosen berechnet werden. Auch wenn bei der Planung noch nicht ersichtlich ist, ob in Zukunft eine Smarthome-Technik installiert werden soll, sollten die technischen Voraussetzungen im Vorfeld geschaffen werden. So lassen sich auch im Nachhinein ein im Schaltschrank installierter Aktor sowie ein Taster nachrüsten. Ebenso ist zu klären, ob das Fernsehprogramm über eine Satellitenschüssel, Kabel oder lediglich über eine Netzwerkverbindung empfangen werden soll. Denn im Zuge der Elektroinstallationen werden auch die Antennenkabel verlegt. Ausreichende Netzwerkanschlüsse eignen sich außerdem gut, um Haushaltsgeräte miteinander zu vernetzen. Ob neben der Heizungsanlage oder dem Stromzähler, in der Küche oder am Hauseingang, in Zeiten der Digitalisierung entlastet jedes per Kabel vernetze Gerät die Leistung des WLANS. Dies hat den Vorteil, dass der Laptop, das Tablet oder das Smartphone stets über ausreichend Bandbreite verfügen. Empfehlenswert ist ebenfalls eine zentrale Medienverteilerstelle im Haushalt. Auch ausreichend Elektroinstallationen für die Außenbeleuchtung oder eine Elektroauto-Ladestation sind sinnvoll. Quelle: Bautipps © photodune.net

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum energetisch sanierten Haus :

Mit dem Sanierungskompass auf der Online-Plattform Effizienzhaus-online finden Eigentümer eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die energetische Sanierung ihres Hauses. Aufgegliedert in vier Phasen erhalten Eigentümer zahlreiche Informationen zu den Themenbereichen „Analyse und Beratung“, „Finanzierung und Förderung“, „Planung und Beauftragung“ sowie „Umsetzung und Fertigstellung“. Ebenso stellt die Plattform Checklisten sowie einen Sanierungsrechner bereit. Bei einer energetischen Sanierung werden die Gebäudehülle sowie die Heizungsanlage untersucht und modernisiert. Eine gut gedämmte und dichte Gebäudehülle sowie eine moderne Heizungsanlage minimieren nicht nur den Energieverbrauch, sondern führen auch zu Kosteneinsparungen und steigern den Wohnkomfort. So können im Zusammenhang mit der energetischen Sanierung die Außenwand, das Dach und die Kellerdecke gedämmt sowie die Fenster und die Heizung erneuert werden. Auch der Einbau einer Lüftungsanlage trägt wesentlich zur Energieeffizienz eines Hauses bei. Für die Feststellung und Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen ist ein maßgeschneidertes Sanierungskonzept unumgänglich. Nach einer umfangreichen Analyse des Gebäudezustands, der Konstruktion und des Alters kann ein Sanierungskonzept mit den passenden Maßnahmen erstellt werden. Welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt, wo Interessenten die richtigen Handwerker finden und wie die Qualität der Sanierung langfristig gesichert werden kann, erfahren Eigentümer im Sanierungskompass. Quelle: Effizienzhaus-online © photodune.net