Urteil: Räumung der Wohnung trotz Widerspruchsrecht :

Die Vermieterin einer Zweieinhalbzimmerwohnung in Berlin hat aufgrund von sich angesammelten Mietschulden gegenüber einer ihrer Mieterinnen eine fristlose Kündigung erlassen. Die monatliche Miete betrug 564 Euro zzgl. Nebenkosten. Im Februar 2016 bestand ein Zahlungsrückstand von 1.630 Euro, sodass die Vermieterin den Mietvertrag fristlos, hilfsweise ordentlich kündigte. Im Juli 2016 betrug der Mietrückstand 2.750 Euro, das Jobcenter beglich diesen Betrag innerhalb der Schonfrist. Doch die Vermieterin verlangt auch weiterhin die Räumung und Herausgabe der Wohnung. Das Mietverhältnis besteht seit etwa 30 Jahren. Die Mieterin beruft sich auf das Widerspruchsrecht aus § 574 BGB und gibt an, dass die Räumung der Wohnung für sie eine unzumutbare Härte darstellt. In der Wohnung leben zudem ihr Partner sowie die gemeinsamen Kinder, auf die ebenfalls Rücksicht genommen werden muss. Ebenso begründet sie ihren Einwand mit der langen Mietdauer, ihrer Verwurzelung sowie dem Mangel an Wohnraum in Berlin. Das Landgericht (LG) Berlin weist die Räumungsklage der Vermieterin ab und bestätigt die Verlängerung des Mietverhältnisses auf unbestimmte Zeit nach §§ 574, 574a BGB. Nach Urteil des LG stelle ein Umzug für die Mieterin eine unzumutbare Härte dar. Anders sieht es der Bundesgerichtshof (BGH). Das Widerspruchsrecht der Mieterin nach § 574 BGB habe trotz der Schonfristzahlung keinen Bestand. Entscheidend ist, dass bereits bei dem Ausspruch der fristlosen Kündigung seitens der Mieterin triftige Gründe für eine Vertragsauflösung bestanden haben. Da die Mieterin mit den Zahlungen von mehr als zwei Monatsmieten in Verzug war, ist die Voraussetzung für eine fristlose Kündigung gemäß § 543 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. b BGB sowie für eine ordentliche Kündigung (§ 573 Abs. 2 Nr. 1 BGB) gegeben. Die Zahlungen des Sozialhilfeempfängers innerhalb der Schonfrist lassen das Widerspruchsrecht des Mieters nach § 574 BGB nicht wiederaufleben. Quelle: BGH © fotolia.de

Der Traum vom begehbaren Kleiderschrank:

Der Traum vom begehbaren Kleiderschrank kann so gut wie in jedem Haus oder jeder Wohnung realisiert werden. Was man dafür braucht, ist bestenfalls ein freier Raum, der im Handumdrehen zu einem großzügigen Kleiderschrank umfunktioniert werden kann. Ob in einem ungenutzten ehemaligen Kinderzimmer, auf dem Dachboden oder vielleicht an einer Abseite in einem Zimmer, mit etwas Planung und handwerklichem Geschick kann schon bald ein individuell gestaltetes Ankleidezimmer entstehen. Grundsätzlich gibt es bei der Innenausstattung eines begehbaren Kleiderschranks zwei Gestaltungsmöglichkeiten. So kann der neue Kleiderschrank mit einem klassischen Schrankkorpus ausgestattet werden oder mit an der Wand oder der Decke angebrachten Trägerprofilen, beispielsweise aus Aluminium. Bei der zweiten Variante ist es ratsam, die Tragfähigkeit der Wände zu überprüfen. Voraussetzung für eine professionelle Raumplanung ist in jedem Fall, die Räumlichkeiten auszumessen und die Regale oder Stangen auf einer passende Höhe anzubringen. Regale, in denen beispielsweise Pullover verstaut werden, sollten bestenfalls eine Tiefe von 45 cm haben, Hemden sollten auf einer Höhe von 120 cm aufgehangen werden. Auch die Anzahl der Schubladen und ihr Standort sollte bei der Planung des begehbaren Kleiderschranks berücksichtigt werden. Ebenso wie die Ausstattung mit Schuhablagen, Handtaschenhaltern, Hosenhaltern oder Kleiderliften. Auch für Extras, wie rollbare Kommoden oder eine gepolsterte Schuhbank, findet sich meistens noch ein freier Platz. Mit einer durchdachten LED-Lichttechnik wird nicht nur für ausreichend Helligkeit und eine angenehme Atmosphäre gesorgt, sondern auch keine Hitze erzeugt. Wenn sich der begehbare Kleiderschrank in einem multifunktional genutzten Raum befindet, helfen Raumteiler und Schiebetüren dabei, die Räume voneinander abzutrennen. Quelle: Schöner Wohnen © fotolia.de

Analyse: Mehrfamilienhäuser sind eine attraktive Anlage für europäische Investoren:

Laut einer Analyse des Immobiliendienstleisters Savillis sind Investments in Mehrfamilienhäuser in Deutschland unter europäischen Kapitalanlegern sehr beliebt. Im ersten Quartal diesen Jahres sind etwa 70 Prozent des europäischen Transaktionsvolumens in Investitionen in Mehrfamilienhäuser in Deutschland gefallen. In der Studie von Savillis wurden 12 Märkte untersucht. Somit führt Deutschland die Rangliste der Investitionstätigkeit bei Mehrfamilienhäusern an, auf dem zweiten Platz befindet sich Großbritannien mit 8 Prozent Marktanteil, gefolgt von Schweden mit 6 Prozent. Laut Prognosen von Savillis ist von einer stabilen bis höheren Investitionsnachfrage auszugehen. Trotz der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie bleibt der Wohnungsmarkt in Deutschland weiterhin stabil. Gründe dafür liegen in der recht hohen Ertragsstabilität und der Aussicht auf konstante bis steigende Renditen. Der Mietwohnungsmarkt in Deutschland erfüllt viele Anforderungen von internationalen Investoren hinsichtlich der Veränderungen auf dem Immobilienmarkt. Von der Nachfrage nach kleineren Haushalten über den Trend zur Urbanisierung bis hin zur steigenden Nachfrage nach mehr Flexibilität und maßgeschneiderten Dienstleistungen, Mietwohnungen besitzen gute Fundamentaldaten auf dem europäischen Mietwohnungsmarkt. Auch für Kreditgeber stellen Wohnimmobilien aufgrund von sicheren Mieteinnahmen eine gute Anlageform dar. Laut den Experten von Savillis ist davon auszugehen, dass künftig auch weniger besiedelte Standorte mit einer guten Infrastruktur zunehmend in den Fokus rücken werden. So ist davon auszugehen, dass der Mietwohnungsmarkt in Deutschland auch künftig den größten Investitionsmarkt in Europa darstellen wird. Quelle: Savillis © fotolia.de

Tipp: Was tun bei nassen Kellern?:

Wenn das Tiefgeschoss unter Wasser steht, muss schnell Abhilfe geschaffen werden. Denn wird der Keller nicht ordentlich getrocknet oder bleibt sogar feucht, kann Schimmel entstehen und sich zügig ausbreiten. Deshalb rät der Verband privater Bauherren (VPB) privaten Hausbesitzern, sich bei feuchten und nassen Kellern an einen Bauchsachverständigen zu wenden. Dieser kann untersuchen, wie groß der Wasserschaden ist und eine passende Trocknungs- und Sanierungsmethode empfehlen. Muss eine Schimmelsanierung durchgeführt werden, empfiehlt es sich, eine Fachfirma mit den Sanierungsarbeiten zu beauftragen. Ist ein Keller von Schimmel befallen, sind meistens Boden und Wände betroffen. In diesem Fall hilft nur eine komplette Sanierung. Es reicht nicht, die Wände lediglich zu überzustreichen. Um den Schimmel loszuwerden, muss der Putz komplett von den Wänden abgeschlagen und die Wandoberfläche neu aufgebaut werden. Stand der Keller unter Wasser, ist nicht auszuschließen, dass die Feuchtigkeit bis unter den Estrich oder die Dämmebene des Bodens gezogen ist und sich der Schimmel großflächig ausgebreitet hat. Wer den Fußboden nicht komplett ausbauen und erneuern möchte, kann den Estrich professionell trocknen und ein diffusionsoffenes Estrichfugensystem einbauen lassen. Zudem rät der VPB bei durch Unwetterkatastrophen nasse Keller auf die Dienstleistungen von ortsansässigen Fachfirmen zurückzugreifen. Von Handwerkertruppen, die bei Katastrophenmeldungen Hilfe anbieten, sollten Hausbesitzer Abstand nehmen. Nicht immer werden die Arbeiten gewissenhaft ausgeführt. Auch wenn es später darum geht, Gewährleistungsansprüche geltend machen zu wollen, ist es oftmals schwer, die reisenden Billigfirmen ausfindig zu machen. Qualifizierte regionale Handwerksbetriebe sind stets darum bemüht, ihrem guten Ruf gerecht zu werden und auch nach den abgeschlossenen Renovierungsarbeiten die Zufriedenheit der Kunden zu bewahren. Quelle: VPB © photodune.net

Ideen und Tipps für ein energieeffizientes Haus:

Das Online-Portal energiesparen-im-haushalt.de beschäftigt sich mit dem Angebot und dem Einsatz von umweltfreundlichen Techniken im Bereich Wohnen, Bauen und Sanieren. Mit zahlreichen Praxisbeispielen und Tipps berichtet das Online-Portal regelmäßig darüber, wie Energie im Haushalt gespart und das Wohnklima verbessert werden kann. Dabei arbeitet die Redaktion eng mit Fachexperten und Energieberatern zusammen. Auch zu den Themen „Haus sanieren und modernisieren“ finden Interessenten umfangreiche Praxisbeispiele dazu, wie Eigenheimbesitzer ihre Wohnhäuser saniert und gleichzeitig den Immobilienwert gesteigert haben. Ob Modernisierung eines Einfamilien-Reihenhauses mit Klinkerfassade aus den 70er Jahren oder Kompletterneuerung eines Altbauhauses aus den 50er Jahren in ein modernes skandinavisches Holzhaus, die Möglichkeiten für Eigenheimbesitzer sind vielfältig. Erfahrene Energieberater unterstützen Eigentümer bei der Erstellung eines Sanierungs- und Modernisierungskonzepts und informieren über zahlreiche staatliche Förderprogramme. Von der Außendämmung über den Austausch der Fenster bis hin zum Einbau einer Solaranlage oder der Installation eines Holzpelletofens, mit den richtigen Maßnahmen lassen sich die Energiekosten im Haushalt um ein Vielfaches reduzieren. Die Praxisbeispiele liefern nicht nur Informationen darüber, mit welche Maßnahmen das Eigenheim modernisiert werden kann, sondern auch Ideen hinsichtlich des Designs des Hauses oder des Innenausbaus. So sorgt beispielsweise ein alter gemauerter Kaminofen mit einer eingebauten Wassertasche für wohlig warme Raumluft und ein gemütliches Ambiente. Dabei wird der Kamin auf effiziente Weise an einen Heizwasser-Pufferspeicher angeschlossen, der die aus den Solarkollektoren gewonnene Wärme in das Wohnzimmer leitet. Auch in einem unter Denkmalschutz stehenden Haus müssen die Bewohner nach einer Modernisierung nicht mehr frieren. Da die Fassade eines Denkmalhauses nicht von außen gedämmt werden kann, sorgen 6 cm dicke Naturfaser-Hanfplatten, die im Wohnrauminneren unter der Tapete angebracht werden, für ausreichend Wärme an kalten Tagen. Quelle: energiesparen-im-haushalt.de © photodune.net

Urteil: Zuständigkeiten für Instandhaltung von getrennten Gebäuden in einer Wohnanlage:

In der Teilungserklärung einer aus vier Häusern und einer Tiefgarage bestehenden Wohnanlage sind unter § 3 „Trennung der Mehrfamilienhäuser und der Tiefgarage“ die Zuständigkeiten für die Verwaltung und Instandhaltung der Wohngebäude festgeschrieben. Die Anlage besteht aus den Häusern A bis D, von denen das Haus C ein Altbau ist, wohingegen die Häuser A, B, D sowie die Tiefgarage neu errichtet wurden. In der Teilungserklärung ist festgeschrieben, dass die einzelnen Häuser verwaltungsmäßig und instandhaltungsmäßig so voneinander getrennt sind, dass sie als real geteilte Grundstücke zu behandeln sind. Lediglich die nicht überbauten Grundstücksflächen, die nicht als Sondernutzungsfläche zugeordnet sind, werden von allen Eigentümern und Teileigentümern verwaltet. Aufgrund eines Feuchtigkeitsschadens im Haus C, der nach Sanierungsarbeiten aufgetreten ist, wurde in der Eigentümerversammlung des Hauses C beschlossen, einen Experten mit der Diagnostik des Mauerwerks sowie der Erstellung eines Sanierungskonzepts zu beauftragen. Die Kosten von höchstens 18.000 Euro sollen von den Instandhaltungsrücklagen der Eigentümer des Hauses C getragen werden. Eine der Eigentümerinnen des betroffenen Hauses C erhebt gegen den gefassten Beschluss eine Anfechtungsklage (AZ V ZR 199/19). Sie vertritt die Meinung, dass alle Eigentümer der Wohnanlage (Haus A-D) für die Kosten aufkommen müssen, da sich diese auf die Behebung von anfänglichen Baumängeln beziehen. Somit nimmt die Klägerin Bezug auf den in der Teilungserklärung festgeschriebenen Paragrafen, wonach die Kosten für spätere Instandsetzungsmaßnahmen allen fünf Verwaltungseinheiten zur Last gelegt werden. Das Amts- und Landgericht gibt der Klage statt und begründet die Entscheidung damit, dass die Kosten für die erstmalige mangelfreie Herstellung gemäß § 16 Abs. 2 WEG gemeinschaftlich getragen werden müssen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hebt die Urteile auf und lehnt die Klage der Eigentümerin ab. Denn Wohnhäuser in einer Wohneigentumsanlage, die wirtschaftlich voneinander getrennt werden und als realgeteilte Grundstücke gelten, unterliegen baurechtlichen Bestimmungen. Die rechtlichen Angelegenheiten und die Trennung der Zuständigkeiten in einzelne Parteien ist nur dann wirksam, wenn jede Untergemeinschaft wirtschaftlich für sich selbst zuständig ist. Dies betrifft auch „spätere Instandhaltungsmaßnahmen“, die auf anfängliche Fehler zurückzuführen sind. Quelle: BGH © fotolia.de

Tipp: Was tun, wenn die Holztreppe knarrt?:

Eine alte Holztreppe ist ein Blickfang in jedem Hausflur. Der Baustoff Holz ist deshalb so beliebt, weil er sich durch seine Stabilität und Festigkeit auszeichnet und besonders umweltfreundlich ist. Holz hat bei einem relativ geringen Eigengewicht eine hohe Tragfähigkeit, verfügt über gute Dämmeigenschaften und sieht zudem auch optisch gut aus. Kein Wunder also, dass der natürliche Baustoff bei viele Hausbesitzern so beliebt ist. Da Holz die Eigenschaft besitzt, sich mit den Jahren zusammenzuziehen und zu schrumpfen, kann es beim Steigen einer Holztreppe zu knarrenden oder quietschenden Geräuschen kommen. Die gute Nachricht ist: Mit relativen einfachen Maßnahmen kann Abhilfe geschaffen und die Treppe wieder geräuschlos gemacht werden. Da die Holzstufen mit der Zeit beim Betreten durchfedern, gilt es, die Stabilität wiederherzustellen. Dadurch, dass das Holz schrumpft, weitet es sich bei einer Belastung in die an den Wangen eingefrästen Nuten ein. Schiebt man einen dünnen Holzkeil an die freie Stelle zwischen Wange und beispielsweise die Wand oder die Stufen, wird der Freiraum eliminiert und das Holz kann nicht mehr ausweiten. In der Regel hören dann auch die störenden Geräusche auf. Handelt es sich um eine freiliegende Treppe, können die Treppenstufen nachträglich mit einem Gewindestab verschraubt werden. Dabei sollte die Schraube so lang sein, dass sie durch beide Wangen durchgeht und sie miteinander fest verknüpft. Bei geschlossenen Treppen kann man auf der Rückseite der Treppe die Setzstufe zusätzlich mit der Trittstufe fest verbinden. Weitere Tipps, wie Heimwerker knarrenden Geräuschen entgegenwirken können oder wie eine Trittschall-Dämmung angebracht werden kann, finden Interessenten auf der Internetseite des Online-Portals „Wohnglück“. Quelle: Wohnglück © fotolia.de

Analyse zu den Auswirkungen von Remote-Working auf den Immobilienmarkt:

Das Immobilienberatungsunternehmen JLL untersucht in der Studie „Veränderte Arbeitswelt“ die Auswirkungen der durch die Corona-Krise steigenden Nachfrage nach Remote-Working bzw. der Verlagerung von Arbeit ins Homeoffice. Diese Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt haben Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Die Studienexperten beobachten eine steigende Nachfrage nach größerem Wohnraum sowie das Interesse nach einem Wohnraumwechsel in Außenbezirke von Großstädten sowie in den ländlichen Raum. Besonders in Städten und Regionen, in denen ein hohes Preisgefälle zwischen den Mieten in der Stadt und im Umland herrscht oder dort, wo Immobilieneigentum wenig erschwinglich sind, könnte es Verlagerungen des Wohnortes in benachbarte Gebiete geben. In Städten, in denen die Möglichkeit zum Remote-Working im Alltag Einzug gehalten hat, werden die Pendlerkosten fallen und das Einzugsgebiet eines regionalen Arbeitsmarktes wird sich vergrößern. Dies hat zur Folge, dass sich die Anforderungen an den privaten Wohn- und Lebensraum für viele Menschen verändern werden. Bürgern und Bürgerinnen, die viel Zeit zu Hause verbringen und von dort aus Arbeiten, legen besonders viel Wert auf eine hohe Wohnqualität. Diese wird u. a. durch eine erhöhte Anzahl von Zimmern und der Trennung des Privat- und Arbeitsbereiches gewährleistet. Auch würde, laut Analyse von JLL, die Nachfrage nach größeren Grundrissen, einem Balkon sowie einem privaten Garten steigen. Aber auch der Zugang zu einem Breitband-Internet sowie eine niedrige Lärmbelästigung und eine hohe Energieeffizienz spielen eine signifikante Rolle im Bereich der Wohnqualität. Zusammen mit dem nachlassenden Wunsch der Städter und Städterinnen im Zentrum zu leben, wäre mit einer Verlagerung des Wohnraumes in die Peripherie zu rechnen. Die Analyse von JLL zeigt zum einen auf, welche Gebiete von der Wohnungsnachfrage in die Außenbezirken sowie den Ausdehnungseffekten profitieren können. Zum anderen werden die Potentiale auf ebendiesen Wohnungsmärkten analysiert. Zu den Städten mit dem höchsten Ausdehnungspotential gehören laut Studie Darmstadt, Frankfurt am Main, München, Karlsruhe sowie Köln, Düsseldorf und Braunschweig. Quelle: JLL © photodune.net

Tipp: Fassadenbegrünung als natürlicher Hitzeschutz:

Soll ein Wohnhaus im Sommer vor Hitze geschützt werden, bietet sich eine Fassadenbegrünung besonders gut an. Diese bietet nicht nur einen natürlichen Hitzeschutz für die Wohnparteien und die Immobilie, sondern auch eine ansprechende Optik. Außerdem bringt sie viele ökologische Vorteile. Doch bevor mit der Begrünung der Außenfassade begonnen wird, sollte in der Wohnungseigentümerversammlung (WEG) über das Vorhaben abgestimmt werden. Denn aus rechtlicher Sicht handelt es sich bei einer Fassadenbegrünung um eine bauliche Veränderung am Gemeinschaftseigentum, da das optische Erscheinungsbild der Wohnanlage verändert wird. Sollte ein Eigentümer mit der geplanten Maßnahme nicht einverstanden sein, kann er den gefassten Beschluss anfechten. Ob Kletter- oder Schlingpflanzen wie beispielsweise Kletterrosen, Clematis, Blauregen oder wilder Wein, die Möglichkeiten für die Fassadengestaltung sind vielfältig. Efeu hingegen ist nicht geeignet, denn es kann zu Schäden oder Rissen an der Fassade kommen. Wichtig ist zunächst herauszufinden, ob für das Anbringen der Pflanzen eine Kletter- bzw. Rankhilfe an die Wand angebracht werden muss. Ebenso ist zu beachten, dass einige Pflanzenarten eher sonnige oder schattige Standorte brauchen und einen unterschiedlichen Pflegeaufwand haben. Vorteilhaft ist ebenfalls, dass sich das Gewächs zu einem späteren Zeitpunkt problemlos von der Außenfassade wieder entfernen lässt, wenn die Bepflanzung nicht mehr gewünscht ist. Da Pflanzen an Häuserwänden auch viele Vorteile für die Umwelt bieten, fördern einige Kommunen die Maßnahmen zur Fassadenbegrünung mit finanziellen Zuschüssen. Informationen zu den Förderprogrammen finden Interessenten bei dem in der Stadt oder der Gemeinde zuständigen Grünflächen-, Umwelt- oder Bauamt. Quelle: WiE © photodune.net

WEG: Installation von E-Ladestationen am Gemeinschaftseigentum:

Eigentümer einer Wohnung in einer Wohnanlage, die für ihr Elektroauto einen Anschluss für eine E-Ladestation verlegen möchten, brauchen die Zustimmung der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Denn die Gesetzeslage für die Verlegung eines Stromanschlusses für E-Strom enthält zwei große Schwachstellen. Zum einen gibt es im Wohneigentumsgesetz noch keine Regelungen dazu, welche Mehrheit es in einer WEG-Versammlung braucht, um den Einbau einer E-Ladestation zu genehmigen. Zum anderen haben interessierte Wohnungseigentümer noch keinen rechtlichen Anspruch auf die Duldung der Baumaßnahmen. Dies könnte allerdings künftig beschlossen werden, denn es liegt ein Gesetzesentwurf zur Modernisierung des Wohnungseigentumsgesetzes vor. Stellplätze in gemeinschaftlich genutzten Wohnanlagen gehören in der Regel zum Gemeinschaftseigentum, ganz gleich, ob es sich um einen Parkplatz im Freien oder in der Tiefgarage handelt. So müssen Bauvorhaben und Modernisierungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum mit der Eigentümergemeinschaft besprochen und gemeinsam beschlossen werden. Der Verein „Wohnen im Eigentum. Die Wohneigentümer e. V.“ (WiE) zeigt zwei mögliche Herangehensweisen auf, wie interessierte Wohnungseigentümer den Einbau einer E-Ladestation beantragen können. Eine Möglichkeit ist es, einen Antrag für einen Beschluss zu stellen, mit dem Ziel, dass die Installation der E-Ladestation von den anderen Eigentümern der WEG geduldet wird. Eine andere Möglichkeit ist es, zu beantragen, dass die WEG auf einigen oder allen Stellplätzen eine E-Ladestation einrichten lässt. In der ersten Variante würden demnach die interessierten Eigentümer für die Kosten selbst aufkommen. Hierzu gibt es zahlreiche Auflagen. So muss beispielweise die Baumaßnahme durch eine Fachfirma durchgeführt und es müssen die Brandschutzbestimmungen eingehalten werden. Wenn Stromleitungen verlegt werden müssen, ist zu garantieren, dass der Strom für das Auto nicht über den Gemeinschaftsstrom abgerechnet wird. Vorteilhaft ist, wenn die technischen Voraussetzungen für eine Ladestation bereits gegeben sind. Ein Antrag auf einen Beschluss, der die gesamte WEG betrifft, ist dann sinnvoll, wenn in der Wohnanlage zunächst große technischen Voraussetzungen für die Installation der E-Ladestation geschaffen werden müssen. Dies geht in der Regel mit größeren baulichen Veränderungen am Gemeinschaftseigentum einher. Die Kosten für die Baumaßnahmen würden bei diesem Beschluss gemeinschaftlich getragen und auf alle Miteigentümer umgelegt werden. Quelle: WiE © fotolia.de

Befristet oder unbefristet: Welche Arten von Mietverträgen gibt es?:

Wer eine Immobilie bezieht, schließt mit dem Vermieter einen Mietvertrag ab. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um einen schriftlich vereinbarten unbefristeten Mietvertrag. Standardisierte und umfangreiche Vertragsentwürfe, sogenannte Formularmietverträge, werden beispielsweise von Maklern, Haus- und Grundbesitzervereinen oder von Verlagen angeboten. Viele darin enthaltene Vertragsklauseln sind oftmals überflüssig oder unwirksam. Ebenso verschlechtern einige Klauseln die Mieterrechte. Ein wirksamer Mietvertrag enthält Angaben darüber, wer Mieter und Vermieter sind sowie die Nennung, um welche Wohneinheit es sich handelt. Ebenso müssen Mietpreis und das Datum des Beginns des Mietverhältnisses festgelegt werden. Während ein unbefristeter Vertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen wird, besteht ebenfalls die Möglichkeit, einen sogenannten qualifizierten Zeitmietvertrag aufzusetzen. In diesem wird ein konkretes Datum für das Mietende festgelegt. Zudem muss ein Zeitmietvertrag, der nach dem 31. August 2001 geschlossen wurde, ein Befristungsgrund enthalten. Rechtlich gesehen gibt es drei Gründe, bei denen ein befristetes Mietverhältnis begründet ist: Eigenbedarf, die Nutzung als Dienstwohnung oder geplante Umbau- oder Abrissarbeiten, sodass der Wohnraum nicht mehr als Wohnung genutzt werden kann. Nur wenn der im Vertrag genannte Befristungsgrund zum Ende des Vertragsverhältnisses bestehen bleibt, ist der Zeitmietvertrag gültig. Ebenso besteht für den Vermieter keine Möglichkeit, den Befristungsgrund innerhalb eines Zeitmietvertrags zu ändern. Hat er zum Beispiel Eigenbedarf angemeldet, kann er zum Ablauf des Verhältnisses nicht seine Mitarbeiter in die Wohnung einziehen lassen. Ein Zeitmietvertrag mit Angaben zum Vertragsbeginn und -ende sowie einem gültigen Befristungsgrund kann während der Laufzeit nicht gekündigt werden. Einzige Ausnahme ist eine fristlose Kündigung. Bei alten Zeitverträgen, die vor September 2001 geschlossen wurden, musste kein Befristungsgrund angegeben werden. In diesen Verträgen hatte der Mieter das Recht, ein Fortsetzungsverlangen zu äußern. Erhielt der Vermieter zwei Monate vor Vertragsende dieses Verlangen, konnte er das Mietverhältnis nur dann kündigen, wenn er einen triftigen Grund, wie beispielsweise die Eigennutzung der Wohnung, hatte. Weitere Vertragsformen in einem Mietverhältnis sind Staffel- oder Indexmietverträge. Quelle: DMB © fotolia.de

Tipp: Balkonverkleidung als Sicht- und Windschutz:

Wer in seiner Wohnung über einen Balkon verfügt, ist daran interessiert, ausreichend Privatsphäre im Freien zu haben. Mit einer passenden Balkonverkleidung schützen sich Bewohner vor neugierigen Blicken von außen und sorgen zudem für ausreichend Windschutz. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Balkonverkleidung. Während eine Verkleidungsart direkt beim Balkonbau angebracht wird, kann die andere auch nachträglich an den Balkon befestigt werden. Wird die Verkleidung von vornherein in die Balkonbrüstung eingebaut, verwenden Bauherren meistens stabile Materialien wie Holz, Metall- oder Glasplatten. Diese werden mit dem Handlauf und einem Rahmen verschraubt und bilden gemeinsam nicht nur eine Verkleidung, sondern auch gleich die gesamte Balkonbrüstung. Wird die Balkonverkleidung erst nachträglich befestigt, kommen meistens Stoffbahnen, Bastmatten, Kunststoffplanen oder Sichtschutzmatten aus Holz oder Bambus zum Einsatz. Bei der Auswahl der Materialien ist darauf zu achten, dass sich die Verkleidung harmonisch in das Erscheinungsbild des Hauses einfügt. Mit Kunststoffseilen und Befestigungsschlaufen aus Kunststoff, Draht oder Kabelbinder werden die Matten, Stoffbahnen oder Planen an dem Balkongeländer befestigt. Wichtig ist, dass die Balkonverkleidung nicht über die Oberkante der Balkonbrüstung reicht. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich eine nachträglich angebaute Balkonverkleidung bei einem Umzug leicht abnehmen lässt und in der neuen Wohnung wieder angebracht werden kann. Quelle: Schöner Wohnen © fotolia.de

Studienreihe: Wohnatlas 2020:

In Zusammenarbeit mit dem Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat die Postbank auch in diesem Jahr den einmal jährlich erscheinenden Wohnatlas herausgebracht. Der Postbank-Wohnatlas 2020 gibt Auskünfte über die Kaufpreisentwicklungen auf dem deutschen Immobilienmarkt auf regionaler und Kreisebene. Die Prognosen der Experten reichen bis ins Jahr 2030 und liefern detaillierte Aussagen darüber, in welchen Städten und Kreisen die Immobilienpreise sinken, steigen oder wo die Preise voraussichtlich gleichbleiben werden. Insgesamt wurden für die Studienreihe 401 Städte und Kreise untersucht. Die Aussagen und Prognosen des Wohnatlas 2020 beziehen sich auf Berechnungen aus dem Jahre 2019. Insgesamt ist auch in diesem Jahr eine sehr hohe Nachfrage nach Wohneigentum zu verzeichnen. Sowohl niedrige Bauzinsen als auch ein geringes Angebot sorgen für steigende Kaufpreise auf dem Immobilienmarkt. Laut Expertenaussagen ist dieser Trend auch für die nächsten Jahre anzunehmen. Im Bereich der sogenannten Big Seven, der beliebtesten Metropolen in Deutschland, stehen die Kaufpreise in München unangefochten auf Platz 1. Der Quadratmeterpreis für eine Bestandswohnung stieg im Jahre 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent. Dies bedeutet, dass der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohnungen im Bestand nun mehr als 8.000 Euro beträgt. Auch in Frankfurt, Hamburg und Berlin sowie in Stuttgart ist ein hoher Preisanstieg zu verzeichnen. In den Außenbezirken der Großstädte, den sogenannten Speckgürteln, ist die Nachfrage nach Immobilien ebenfalls groß. Die Auswertungen der Studie hinsichtlich der Landkreise zeigen auf, dass sich der größte Teil der kostspieligsten Regionen Deutschlands im Süden befinden. Doch auch im Norden, entlang der Küsten sowie ebenfalls in den Speckgürteln, sind die Kaufpreise für Eigentum um ein Vielfaches gestiegen. Im Deutschlandvergleich übersteigen die Kaufpreise für Wohnungseigentum im Landkreis Nordfriesland mit den Inseln Sylt, Föhr und Amrum sowie Orte wie St. Peter Ording sogar die Kaufpreise in Süddeutschland. Durchschnittlich kostet hier ein Quadratmeter 6.452 Euro. Quelle: Postbank © fotolia.de

Wandgestaltung mit der passenden Tapete:

Wer bei der Renovierung seines Zuhauses und der Gestaltung der Wand auf lästiges Grundieren und Verputzen verzichten möchte, kann mit einer Tapete Unebenheiten auf der Wand ausgleichen und den Räumlichkeiten eine individuelle Note verleihen. Oftmals wird eine Raufasertapete aus Papier eingesetzt und anschließend mit Farbe überstrichen. Doch auch aus Zellulose und Textilfasern bestehende Vlies- oder Vinyltapeten bieten eine optimale Struktur für die Wandgestaltung und sind zudem sehr widerstandsfähig. Auch das Anbringen von Vlies- oder Vinyltapeten ist leicht auszuführen: Dazu muss lediglich die Wand eingekleistert und die Tapete angelegt werden. Ein Nachteil ist, dass Vliestapeten transparenter sind als Raufaser, sodass die zu tapezierende Wand möglichst einfarbig sein muss und bestenfalls keine Farbschattierungen aufweist. Tapeten aus Vinyl bestehen aus Kunststoff und haben zudem den Vorteil, dass Schmutz und Flecken leicht abwaschbar sind. Ob aus Papier, Zellulose oder Kunststoff, Tapete lässt sich relativ leicht anbringen und bietet unzählige Gestaltungsmöglichkeiten in den Innenräumen. Auch Textil- oder Naturtapeten sowie Dekor- und Fototapeten können in Eigenregie an die nackten Betonwände angebracht werden. Umweltfreundliche Flüssigtapete hingegen wird zunächst mit Wasser vermischt und dann mit einer Spritzpistole auf der Wand verteilt. Eine Tapete aus Thermovlies ist etwas dicker als andere Tapeten und trägt durch eine spezielle Kunststoffbeschichtung dazu bei, dass sich die Räume schneller aufwärmen. Dies geschieht dadurch, dass die Thermovliestapete die Wärmestrahlung reflektiert. Vor allem beim Einsatz einer Infrarotheizung eignet sich diese Tapetenart besonders gut. Quelle: Immowelt AG/bauen.de © photodune.net

Plattform: Digitale Energiewelt:

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) bringt auf ihrer Plattform „Digitale Energiewelt“ Akteure aus verschiedenen Branchen zusammen, um gemeinsam neue Strategien für eine digitale Energiewelt zu entwickeln. Dabei geht es vor allem darum, die fortschreitende Digitalisierung und die Nutzung von digitalen Prozessen für die Energiewirtschaft und für alle Bereiche, in denen Energie eingesetzt wird, zu nutzen. Dazu gehören die Energiewirtschaft sowie die Bereiche Mobilität, Wärme, IT und Gebäudeautomatisierung sowie die Finanzwirtschaft und Logistik. Das Ziel ist, eine zweite Phase der Energiewende einzuleiten, die sich durch die digitale Vernetzung und Verknüpfung aller Akteure im Bereich der Energieversorgung auszeichnet. Auf der Plattform „Digitale Energiewelt“ tauschen sich Stakeholder über die neusten Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung aus. Ebenso entwickeln sie Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Branchen und Industriezweige und bieten teilnehmenden Unternehmen die Möglichkeit, sich als innovativer Akteur zu positionieren. Ob die Entwicklung einer Energiespar-App oder eine innovative technologische Anwendung für Mieter, die es erlaubt, ihren Wärmeverbrauch zu kontrollieren, die Themenfelder sind vielfältig. Im gemeinsamen Austausch geht es genauso um die Entwicklung von Smart Homes und das Thema E-Mobilität, wie um Intelligente Netze, Industrie 4.0 oder Kundenorientierung. Ein weiteres übergeordnetes Ziel der Projektarbeit ist es, eine Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu erreichen, um die Digitalisierung der Energiewelt fachlich entwickeln und gestalten zu können. Quelle: dena © fotolia.de

Urteil: Verkündung von Baumaßnahmen am Gemeinschaftseigentum in WEG-Versammlung:

In einer Wohnungseigentümerversammlung (WEG) wurde über bauliche Veränderungen des Gemeinschaftseigentums abgestimmt. Eine der Teileigentümerinnen bat um die Zustimmung für den Umbau eines Einkaufszentrums, durch welchen Teile des Gemeinschaftseigentums verändert würden. In derselben WEG-Versammlung ging es zudem um die Erhebung einer Sonderumlage für Modernisierungsmaßnahmen, die den Brandschutz des Gemeinschaftseigentums betreffen. Beiden Anliegen wurde per Abstimmung mit einer einfachen Stimmenmehrheit zugestimmt. Die Beschlüsse wurden vom Geschäftsführer der Verwalterin auf einer Eigentümerversammlung verkündet. Daraufhin fechtet einer der Eigentümer, die gegen das Vorhaben gestimmt haben, den Beschluss an. Seiner Meinung nach hätte der Beschluss in der Eigentümerversammlung nicht verkündet werden dürfen, da nicht alle Eigentümer den baulichen Maßnahmen zugestimmt haben, die durch die Umbaumaßnahmen laut § 14 Nr. 1 WEG über ein bestimmtes Maß beeinträchtigt würden. Die Klage des Eigentümers blieb nach gerichtlichem Beschluss ohne Erfolg (AZ V ZR 141/19). Laut BGH darf ein durch Stimmenmehrheit geschlossener Beschluss auch dann verkündet werden, wenn nicht alle der beeinträchtigten Wohnungseigentümer den Baumaßnahmen zugestimmt haben. Die durch die Anfechtungsklage entstandenen Kosten wurden den Wohnungseigentümern auferlegt. Diese wiederum verlangen von der Verwalterin eine Erstattung der Prozesskosten. Laut dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) besteht kein Anspruch auf Schadenersatz der Prozesskosten, da der Versammlungsleiter nicht pflichtwidrig gehandelt hat. Dieser muss allerdings seinen Aufklärungs- und Hinweispflichten nachgehen. Somit muss er die Eigentümer darüber informieren, ob und ggfs. welche Eigentümer von den baulichen Veränderungen beeinträchtig werden und auf das Anfechtungsrisiko hinweisen. Tut er dies nicht, handelt er pflichtwidrig. In dem vorliegenden Fall konnten die Eigentümer nicht nachweisen, dass der Versammlungsleiter diesen Pflichten nicht nachgegangen ist. Quelle: BGH © fotolia.de

Tipp: Pfosten-Riegel-Fassaden aus Glas bieten weiten Ausblick:

Eine Glasfassade an einem Gebäude bringt Tageslicht in die Räumlichkeiten und überzeugt mit einem uneingeschränkten Ausblick. Ganz gleich, ob im Privathaus, in Industriegebäuden, Universitäten oder Forschungszentren, eine Pfosten-Riegel-Fassade zählt zu den beliebtesten Vorhangfassaden und bietet zahlreiche Möglichkeiten der Fassadengestaltung. Auch mehrstöckige Gebäude lassen sich aufgrund der schlanken Profilbreite von 35 bis 60 Millimetern problemlos realisieren. Pfosten-Riegel-Fassaden bestehen aus vertikalen Pfosten, die an der Decke angebracht werden sowie aus waagerecht angebrachten Riegeln, die mithilfe von Schrauben oder Schweißnähten an die Pfosten angebracht werden. An die aus Holz, Stahl oder Aluminium bestehende Pfosten-Riegel-Konstruktion werden Füllelemente befestigt. Zusätzlich zu den Glasflächen und Paneelen können auch Fenster und Türen integriert werden. Demnach sind der Fassadengestaltung kaum Grenzen gesetzt. Ein in die Konstruktion integriertes Drainagesystem sorgt dafür, dass das an den Glasflächen im Innenbereich entstandene Kondenswasser abgeführt wird. Die elastischen Dichtungen, die sich in dem Gerüst zwischen den Pfosten-Riegel-Elementen sowie den Fassadenfeldern befinden, verhindern ebenfalls das Eindringen von Wasser. Zudem sind die Falzräume in den Profilen mit wärmedämmenden Materialien ausgestattet. Um ausreichend Sonnenschutz zu gewährleisten, kann entweder spezielles Sonnenschutzglas integriert oder von innen oder auch von außen an die Glaselemente angebracht werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, Photovoltaik in die Pfosten-Riegel-Konstruktionen anzubringen. Quelle: Das Haus Online © fotolia.de

Bericht zur Gestaltung von öffentlichen Räumen in Städten:

Der Baukulturbericht „Öffentliche Räume 2020/2021“, herausgegeben von der Bundesstiftung Baukultur (BSBK), stellt öffentliche Räume und Flächen in Städten sowie ihre künftige Gestaltung und Nutzung in den Fokus seiner Untersuchungen. Dabei sind unter „öffentlichen Räumen“ Plätze, Parks, Gartenanlagen, Spiel- und Sportplätze sowie öffentlich zugängliche (Frei-)räume oder öffentliche Innenräume, wie beispielsweise Bahnhöfe, zu verstehen. Auch Straßenräume, Über- und Durchgänge sowie Unterführungen gehören zum öffentlichen Raum. Vordergründig geht es bei der Gestaltung der genannten „öffentlichen Räume“ um die Schaffung von lebendigen und nachhaltigen Lebensräumen, die als Orte der Begegnung dienen. Auch die Weiterentwicklung der öffentlichen Flächen hin zu multifunktionalen „Mischräumen“ ist ein zentraler Aspekt einer zukunftsweisenden, gesunden und lebhaften Stadtplanung. So könnten beispielsweise Schulhöfe außerhalb des Schulbetriebs zweckentfremdet und als Ort der Begegnung genutzt werden, zum Beispiel als Bolzplatz. Auch vorstellbar ist, dass an Schulen anliegende Parkanlagen zu Pausenplätze umfunktioniert werden. Der Baukulturbericht „Öffentliche Räume 2020/2021“ fasst Umfrageergebnisse aus der Politik, aus Kommunal- und IHK- Umfragen sowie aus der Bevölkerung zusammen. Der Bericht enthält konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik sowie für Bauunternehmen und Projektentwickler. So soll der öffentliche Raum und die Stadt- und Freiraumplanung ein zentraler Punkt der Städtebauförderung sein. Umweltschutz, Klimafreundlichkeit, Gesundheit und Erholung sollen gefördert werden. Dies soll durch die Schaffung von ausreichend Grünflächen, Anlagen für Oberflächenwasser und Biodiversität erreicht werden. Die Freiflächen sollen für alle Generationen zugänglich sein. So müssen beispielsweise Verkehrsräume so gestalten werden, dass sie sowohl den Erfordernissen von Kindern als auch von älteren oder beeinträchtigten Menschen entsprechen. Der Baukulturbericht sowie ein ausführlicher Videobeitrag stehen auf der Internetseite der Bundesstiftung Baukultur zur Verfügung. Quelle: BSBK © fotolia.de

Alternative Bauformen: Leben in einem Holzhaus:

Ein Holzhaus bietet eine gute Alternative zu einem aus Beton gefertigten Haus und bringt zudem weitere Vorteile. Vor allem Häuser aus Massivholz wirken edel und überzeugen durch ihre Robustheit und Beständigkeit. Als Bauelement weist Massivholz eine hohe statische Belastbarkeit auf und trägt durch seine CO2-reduzierende Beschaffenheit zum Umweltschutz bei. Massivholz reguliert zudem eigenständig die Luftfeuchtigkeit, was zu einem gesunden Raumklima und zu einer hohen Wohnqualität beiträgt. Ganz gleich, ob die Wände eines Holzhauses einschalig oder mehrschalig beschaffen sind, Massivholz verfügt über hervorragende natürliche Dämmeigenschaften. So fühlen sich die Bewohner dank einer hohen Oberflächentemperatur nicht nur bereits bei zwei Grad Außentemperatur im Innenbereich des Hauses wohl, sondern können sich zudem auch über die geringen Heizkosten im Winter freuen. Im Sommer hingegen halten die Wände die Außenhitze davon ab, ins Haus einzudringen und garantieren einen sommerlichen Wärmeschutz.  Der Deutsche Massivholz- und Blockhausverband e. V. (DMBV) weist auf der Grundlage von wissenschaftlichen Untersuchungen und Studienergebnisse darauf hin, dass ein Holzhaus keiner erhöhten Brandgefahr ausgesetzt ist. Medizinische Studien zeigen zudem, dass das Leben in einem Wohnhaus eine beruhigende Wirkung auf die Bewohner hat und Stresssymptomen, wie beispielsweise Herzrasen oder Bluthochdruck, entgegenwirkt. Ebenso enthält Massivholz als Baustoff keine gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe, was zum gesunden Wohnen beiträgt. Holzhäuser mit einem RAL-Gütezeichen stehen zudem für eine hohe Qualität und Bauweise. Quelle: DMBV © photodune.net

Ratgeber: Energieeffizient sanieren leicht gemacht:

Für eine energetische Sanierung eines Wohnhauses gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Mit staatliche Finanzierungszuschüssen und Krediten können Eigentümer ihr Eigenheim modernisieren und dadurch maßgeblich zum Umweltschutz beitragen. Im Rahmen der Kampagne „Deutschland macht’s effizient“ hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im März 2020 den Ratgeber „Energieeffizient sanieren leicht gemacht“ herausgegeben. Hier erhalten Verbraucher alle wichtigen Informationen rund ums Thema energetische Sanierung sowie eine Zusammenstellung von Kontaktadressen und Quellen zu Experten, die durch den Sanierungsprozess begleiten. Zunächst geht es bei einer energetischen Sanierung darum, einen passenden Energieberater zu finden. Einen ersten Überblick über mögliche Sanierungsmaßnahmen und Förderprogramme gibt der Online-Sanierungskonfigurator des BMWi. Eine Erstberatung bei einer Verbraucherzentrale wird staatlich bezuschusst und kostet lediglich 30 Euro. Für einkommensschwache Haushalte gibt es eine kostenfreie Beratung. In der zusammengestellten Expertenliste finden Interessierte den passenden Energieberater. Dieser führt eine Bestandsanalyse in einer Vor-Ort-Beratung durch und erstellt ein maßgeschneidertes Sanierungskonzept. Der Kostenzuschuss des BMWi für die Beratungsleistung und Bestandsaufnahme beträgt bis zu 1.300 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie bis zu 1.700 Euro für Wohnhäuser ab drei Einheiten. Grundsätzlich gilt die Regel: Je energieeffizienter ein Wohngebäude saniert wird, desto attraktiver ist die Förderung. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt sowohl zinsverbilligte Kredite als auch Investitionszuschüsse mit bis zu 40 Prozent bzw. maximal 48.000 Euro pro Wohnung. Wird ein Wohnhaus zu einem KfW-Effizienzhaus umgestaltet, können Eigentümer einen Teil des Kredits einbehalten und von einem Tilgungszuschuss bis zu 40 Prozent profitieren. Der Ratgeber verweist zudem auf Förderprogramme zum energieschonenden Heizen mit Wärmepumpen, Gas-Hybridheizungen, Biomasseanlage oder Solarthermieanlage und informiert über die Austauschprämie bei Ölheizungen. Quelle: BMWi © fotolia.de

WEG-Versammlung unter Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen:

Die durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie ausgerufenen Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen müssen auch in Wohnungseigentümerversammlungen eingehalten werden. Die Vorschriften und Verhaltensregeln für WEG-Versammlungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und sind in den jeweiligen geltenden Rechtsverordnungen der Landesregierungen festgehalten. Zudem stellt der Verein „Wohnen im Eigentum – Die Wohneigentümer e. V“ (WiE) auf seiner Internetseite sieben Tipps zusammen, welche Maßnahmen Verwalter und WEG-Mitglieder bei einer Eigentümerversammlung beachten sollten. Vor allem, wenn wichtige Entscheidungen in einer WEG getroffen werden müssen, ist es ratsam, alsbald eine Versammlung abzuhalten. WiE rät Verwaltern dazu, die Einladungsfrist auf drei Wochen zu verlängern. Dies ermöglicht WEG-Mitgliedern, die nicht an der Versammlung teilnehmen können, sich so gut mit der Tagesordnung auseinanderzusetzen, dass sie eine Vollmacht mit Weisung zum Abstimmungsverhalten erteilen können. Dazu ist es wichtig, dass der Verwalter ausreichend Informationen zu den Punkten auf der Tagesordnung bereitstellt. Nur auf dieser Grundlage können WEG-Mitglieder bereits vorab eine Entscheidung treffen, wie für sie abgestimmt werden soll. In den jeweiligen Corona-Schutzverordnungen der Länder ist ebenso verzeichnet, wann eine Maskenpflicht angeordnet werden kann oder welche Daten der Teilnehmer erfasst werden dürfen, um mögliche Ansteckungen mit dem COVID-19-Virus zurückverfolgen zu können (Gebot der „Rückverfolgbarkeit“ und Datenschutz). Maßnahmen, wie das Einhalten von Abstandsregeln oder regelmäßiges Lüften der Räumlichkeiten gehören ebenfalls zu den Schutzvorkehrungen in einer WEG-Versammlung. Der Leitfaden „Was Wohnungseigentümer in der Corona-Krise wissen müssen“, zusammengestellt von WiE, enthält zudem weitere Informationen für Wohnungseigentümer zu allen wichtigen Fragen und geltenden Verhaltensregeln in WEG-Versammlungen. Quelle: WiE © fotolia.de

Tipp: Hochbeet im Garten oder auf dem Balkon:

Ob im Garten, auf dem Balkon oder auf der Terrasse, ein Hochbeet bietet eine gute Alternative oder eine Ergänzung zur klassischen Gartenarbeit und dem Anpflanzen von Obst, Gemüse sowie Pflanzen und Blumen. Zusätzlich ist die Gartenarbeit an einem Hochbeet besonders rückenschonend, denn der Arbeitsbereich befindet sich auf einer Höhe von 80 bis 100 Zentimetern. Die Länge des Hochbeets sollte mindestens zwei Meter betragen, damit die Erde bequem herausgenommen werden kann, wenn das Beet nach einigen Jahren gänzlich neu befüllt werden muss. Ein Hochbeet kann entweder selbst gezimmert oder als Baukasten im Baumarkt erworben werden. Ein Hochbeet besteht in der Regel aus Holz, Kunststoff oder Gabionen. Wichtig ist, die Seitenwände des Kastens vor der Befüllung mit Teich- oder Noppenfolie auszulegen. Denn dadurch kann keine Feuchtigkeit in das Gestell eindringen. Auf der Grundfläche des Hochbeetes sollte ein engmaschiger Draht ausgebreitet und mit den Eckpfosten sowie Seitenwänden verbunden werden, um Wühlmäuse fernzuhalten. Wer keinen Garten hat und das Hochbeet auf dem Balkon aufstellen möchte, hat dazu unterschiedliche Möglichkeiten. Ob Pflanzentaschen, die an der Wand montiert werden, ein platzsparender Pflanztrog oder bepflanzbare Substratsäcke, je nach Balkonfläche und Schnitt gibt es im Handel unterschiedliche Modelle für jeden Balkon. Ein Hochbeet bietet zudem zahlreiche Vorteile. So ist beispielweise das Düngen des Bodens nicht notwendig und der Anbau bereits im Frühjahr möglich, da sich der Nährboden schnell erwärmt. Weitere Informationen, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Selberbauen sowie hilfreiche Tipps zum Befüllen eines Hochbeetes finden Interessenten auf der Internetseite des Magazins Living at Home. Quelle: Living at Home © photodune.net

Trend: Nachfrage nach Coworking-Spaces hat sich vervierfacht:

Eine im Mai 2020 stattfindende Markterhebung, durchgeführt vom Bundesverband Coworking Spaces Deutschland (BVCS) zeigt, dass sich die Nachfrage nach Coworking-Spaces in Deutschland in einem Zeitrahmen von zwei Jahren vervierfacht hat. Während es im August 2018 etwas mehr als 300 Coworking-Spaces deutschlandweit gab, verzeichnet der Verband bei seiner Erhebung im Mai 2020 bereits 1.268 Coworking-Spaces. In Zeiten der Umstrukturierungen in der Arbeitswelt, nicht nur durch die Auswirkungen der Corona-Krise, setzt sich der Trend zur sogenannten „Remote Work“ (Telearbeit) weiterhin durch. Aus der Marktanalyse des BVCS geht zudem hervor, dass zahlreiche Unternehmen umdenken und ihre Arbeitsstrukturen ändern. Coworking-Spaces bieten nicht nur eine angenehme Alternative zum Homeoffice sowie zu klassischen Büroimmobilien, sondern aus Sicht von Unternehmen auch wirtschaftliche Vorzüge. Aus der Marktumfrage geht hervor, dass die Kosten für Arbeitsplätze in einem Coworking-Space halb so hoch sind, wie die Kosten in einem eigenen Büro. Auch im Vergleich zum Homeoffice hat das Arbeiten in Coworking-Spaces aus Sicht von Arbeitgebern viele Vorteile. Rechtliche Fragen und Bestimmungen, beispielsweise im Bereich des Datenschutzes oder in Hinsicht auf die Arbeitsstättenverordnung, lassen sich einfacher umsetzen. Auch in Zukunft erwarten die Experten des BVCS eine steigende Nachfrage und Etablierung der gemeinschaftlich genutzten Büroflächen. Nicht nur in Großstädten und Ballungsgebieten, sondern auch im ländlichen Raum ist ein Anstieg zu erwarten. Berufspendler sparen durch nahe gelegene Coworking-Spaces Zeit und können Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren. Ebenso tragen Coworking-Spaces dazu bei, Landflucht zu minimieren und sie haben positive Auswirkungen auf die Bevölkerungszahlen im ländlichen Raum. Quelle: BVCS © fotolia.de

Grundstückserschließung: Diese Hausanschlüsse müssen gelegt werden:

Wer in den Besitz eines Grundstücks kommt und darauf schon bald sein Traumhaus bauen möchte, muss das Grundstück zunächst mit zahlreichen Hausanschlüssen ausstatten. Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser sowie für Gas sowie eine Telefonleitung müssen zeitnah beantragt und gelegt werden. Wichtig ist, diesen Posten in die Kalkulation mitaufzunehmen, denn die Anschlüsse können zusammen mit den Strom- und Wasserkosten während der Bauphase schnell mehrere tausend Euro betragen. Ebenso sollten Bauherren darauf achten, dass die Beantragung der Leitungen auch Zeit in Anspruch nimmt. Wer einen Stromanschluss verlegen möchte, muss zunächst Kontakt zu einem Netzbetreiber aufnehmen und ihn über den Netzzutritt informieren sowie einen Antrag zur Netzverlegung stellen. Der Netzbetreiber gibt Auskunft über die erforderlichen Maßnahmen am Standort und ermächtigt einen Elektriker mit der Verlegung der Anschlüsse. Mit einem passenden Stromanbieter und der Schließung eines Netznutzungsvertrags wird das Grundstück zeitnah mit Strom versorgt. Bei der Verlegung des Wasseranschlusses ist darauf zu achten, dass sowohl ein Zugang für Trinkwasser als auch für Löschwasser gelegt wird. Der lokale Wasserversorger informiert über die geltenden Bestimmungen im jeweiligen Bundesland sowie darüber, wo sich der nächste Wasseranschluss befindet. Befindet sich kein Zugang in der Nähe, muss dieser bei der Gemeinde beantragt werden. Bei einem Erstanschluss muss zusätzlich ein gesonderter Antrag gestellt werden. Dasselbe gilt für den Anschluss eines Abwasserkanals. Auch wenn Neubauten heutzutage in den meisten Fällen mit erneuerbaren Energie beheizt werden, gibt es Bauherren und Eigentümer, die sich für die Versorgung ihrer Immobilie mit Gas entscheiden. Die Beantragung eines Gasanschlusses erfolgt über das lokale Versorgungsunternehmen. Quelle: Bauratgeber Deutschland © photodune.net

Statistik: Heizen mit erneuerbaren Energien wird immer beliebter:

Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im Jahre 2019 insgesamt 67,2 Prozent aller Neubauimmobilien in Deutschland ganz oder teilweise mit erneuerbaren Energien beheizt. In Zahlen sind dies 108.100 Immobilien, die ihre Energie auf umweltschonende Weise bezogen haben. Vor allem der Einsatz von Wärmepumpen und die Energiegewinnung durch Geo- und Umweltthermie ist in deutschen Haushalten besonders beliebt. Mit einem Prozentsatz von 47,7 setzt sich die Wärmepumpe als Heizquelle durch. Ebenso sind Solarthermie (15,2 Prozent) sowie Holz (13,8 Prozent) beliebte sekundäre Energiequellen. Vor allem Holz hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Baustoff in der Energiegewinnung entwickelt und bildet ergänzend zu der Solarthermie sowie Umweltthermie eine wichtige Heizquelle. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Anzahl der Nutzer von erneuerbaren Energien fortwährend gestiegen (2018 waren es 66,6 Prozent und 2017 64,6 Prozent), während die Anzahl der Nutzer von Gasheizungen kontinuierlich fällt. Demnach haben im Jahr 2017 insgesamt 47,7 Prozent der Eigentümer und Bewohner von Neubauimmobilien mit Gas geheizt. Im letzten Jahr waren es nur noch 41,9 Prozent. Weitere Wärmeerzeuger im Bereich der konventionellen Energien sind Öl und Strom. Zusammen betragen die sogenannten konventionellen Energiequellen laut Destatis einen Prozentsatz von 15,5 Prozent. Quelle: Destatis © fotolia.de