Prognose: Nachfrage-Boom bei flexiblen Workspaces:

Laut Prognosen von Workthere, einem Tochterunternehmen des Immobilienberaters Savills, ist in der zweiten Jahreshälfte mit einer starken Nachfrage nach „Flexiblen Workspaces“ zu rechnen. Auch wenn die Auftragsauslastung von 79 Prozent vor der Corona-Pandemie auf 65 Prozent im November 2020 fiel, rechnen die Immobilienexperten von Workthere bereits in der ersten Jahreshälfte 2021 mit einem leichten Aufschwung. Vor allem die Nachfrage nach Tagespässen für größere Büroräume und Besprechungsräumen wird steigen. Mit ausreichend Fläche können Unternehmen, unter Einhaltung des Mindestabstands und der Hygieneregeln, gelegentlich wieder persönliche Meetings stattfinden lassen. Einen Nachfrage-Boom erwarten die Immobilienexperten von Savills und Workthere in der zweiten Jahreshälfte. Einer der Gründe für die steigende Nachfrage ist, dass die Verträge von bereits bestehenden Mietverhältnissen temporär nicht erneuert wurden, doch die meisten Kunden darauf warten, dies nachzuholen, sobald sich die Bestimmungen der Corona-Pandemie wieder entspannen. Auch Unternehmen, die bisher von einer klassischen Bürostruktur und festen Büroräumen geprägt waren, interessieren sich zunehmend für flexible Möglichkeiten. Andere Unternehmen möchten sich künftig nicht mehr an unflexible Mietverträge mit festen Fixkosten binden und signalisieren ein deutliches Interesse nach flexiblen Bürolösungen. Was die Preisstruktur angeht, werden die Mieten in der ersten Jahreshälfte deutlich fallen. Da Büroflächen in Großstädten momentan noch zu einem großen Teil leer stehen, werden Betreiber von „Flexiblen Workspaces“ Preisnachlässe anbieten, um ihre bisherigen Kunden zu halten und neue zu gewinnen. Sobald die Nachfrage steigt, ist ebenfalls mit steigenden Büropreisen zu rechnen. Auch in urbanen Randlagen wird eine mindestens gleichbleibenden Nachfrage nach „Flexible Workspaces“ erwartet, da Unternehmen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten wollen, nahe ihres Wohnorts zu arbeiten. Quelle: Workthere/Savills © fotolia.de

Tipps: Feuchteschutz von Gebäuden:

Damit ein Gebäude ausreichend vor Feuchtigkeit geschützt ist, sollten vorgeschriebene Normen eingehalten werden. Das von außen auf das Gebäude einwirkende Wasser bzw. die Feuchtigkeit kann Schäden am und im Gebäude verursachen, wenn bauphysikalische Fehlkonstruktionen nicht ausreichend Wärme- und Feuchteschutz bieten. Zudem beeinflusst das Lüftungsverhalten der Bewohner den Feuchtegehalt der Luft. Ein Gebäude ist unterschiedlichen Wasserquellen und Einflüssen ausgesetzt. Dazu gehören beispielsweise Regen- und Spritzwasser, die Bodenfeuchtigkeit sowie Druckwasser und nicht drückendes Wasser aber auch die Baufeuchte, Tauwasser sowie Wasserdampf. Auch der Grundwasserspiegel spielt eine wichtige Rolle. Um ein Gebäude von außen gut abzudichten und Schutz vor Wassereinfall zu bieten, sollten die Normen aus der DIN 4095 „Baugrund – Dränung zum Schutz baulicher Anlagen – Planung, Bemessung und Ausführung“ beachtet werden. Zum Thema „Abdichtung“ gelten die Normen aus der DIN 18195 „Abdichtung von Bauwerken“ sowie Vorschriften, die sich beispielsweise auf die Abdichtung von Balkonen und Loggien, Innenräumen und befahrbaren Verkehrsflächen beziehen (DIN 18531 bis DIN 18535). Berechnungen über den Tauwasserausfall sollten bereits Teil der Bauantragsplanung sein; auch die Luftdichtheit von Gebäuden oder Berechnungen zur Dampfdruckverteilung spielen eine wichtige Rolle. Das Fachportal „Baunetz Wissen“ informiert über wichtige Aspekte und Anforderungen an den Feuchteschutz von Gebäuden. Quelle: Baunetz Wissen © photodune.net

Neue Anforderungen an Energieausweise:

Hauseigentümer, die im Besitz einer Bestandsimmobilie sind, deren Energieausweis im Mai 2021 zehn Jahre alt ist oder älter, müssen diesen überprüfen und ggfs. erneuern lassen. Soll die Immobilie verkauft, verpachtet oder neu vermietet werden, müssen die neuen Anforderungen erfüllt werden. Die gesetzliche Grundlage für die Richtlinien liefert das Gebäudeenergiegesetz (GEG), welches am 1. November 2020 in Kraft getreten ist. Bis Ende April 2021 gelten noch die alten Vorschriften für Energieausweise der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014). Anders als bisher verordnet, muss in dem neuen Energieausweis beispielsweise die Höhe der Treibhausgas-Emissionen verzeichnet werden. Verfügen die Hauseigentümer über einen Verbrauchsausweis, sind sie künftig dazu verpflichtet, detaillierte Angaben zur energetischen Bewertung der Immobilie zu machen. Diese Anforderung gilt bei Bedarfsausweisen bereits. Ebenso muss in dem neuen Energieausweis festgehalten werden, wann die nächste Untersuchung fällig ist. Gebäudeenergieberater oder Fachexperten, die einen Energieausweis ausstellen, müssen gewährleisten, dass die Angaben vom Eigentümer zum Energiezustand des Hauses der Richtigkeit entsprechen. Für die Prüfung sind Energieausweisersteller auch weiterhin dazu berechtigt, die Immobilie vor Ort zu prüfen. Alternativ können die Prüfung und die Aufstellung von geeigneten Maßnahmen auch anhand von Fotos erfolgen. Bleiben Eigentümer oder Mieter in der Immobilie wohnen, muss zunächst kein neuer Energieausweis ausgestellt werden. Mit den neuen Richtlinien soll der Energieausweis aussagekräftiger werden als bisher. Die neuen Richtlinien gelten auch für Immobilienmakler. Quelle: Zukunft Altbau © fotolia.de

Urteil: Mieter hat Anspruch auf Prüfung der Betriebskostenabrechnung:

Erhalten Mieter eine Betriebskostenabrechnung, haben sie ein Anrecht darauf, diese zu prüfen. Gemäß § 259 Abs. 1 BGB steht dem Mieter eine Belegeinsicht zu. Der Vermieter ist dazu verpflichtet, dem Mieter Rechnungen und Zahlungsbelege zur Überprüfung vorzulegen. Im vorliegenden Fall (AZ VIII ZR 118/19) waren Mieter einer Mietwohnung zu einer Betriebskostennachzahlung von 1.262 Euro aufgefordert worden. Die Vermieterin legte ihnen die Rechnungen vor, allerdings nicht die Zahlungsbelege. Da sich die Mieter weigerten, den Zahlungsbetrag zu begleichen, reichte die Vermieterin Klage ein. Das Amtsgericht Berlin-Neukölln hat der Zahlungsklage grundsätzlich stattgegeben. Die Beklagten (Mieter) hatten mit der Berufungsklage Erfolg. Das Landgericht (LG) Berlin wies die Klage der Vermieterin ab, auch die Revision der Klägerin vor dem Bundesgerichtshof (BGH) hatte keine Erfolg. Denn zu der Abrechnungspflicht der Vermieterin gehört auch die Vorlage von Zahlungsbelegen. Wünschen die Mieter Einsicht in die Rechnungen und Belege, müssen sie keinen besonderen Grund dafür angeben. Ein allgemeines Interesse zur Einsicht reiche vollkommen aus. Der Mieter hat das Recht, die geforderten Rechnungsbeträge zu überprüfen. Solange diese nicht vorliegen, stehe den Mietern gemäß § 242 BGB ein temporäres Leistungsverweigerungsrecht zu. Dieses gilt solange, bis von Seiten der Vermieterin gemäß § 259 Abs. 1 BGB die begehrte Belegeinsicht gewährleistet wird. Quelle: BGH © photodune.net

Einrichtungs-Tipps: Hauswirtschaftsraum:

Damit ein Hauswirtschaftsraum ein Stauwunder bleibt, bedarf es einer guten Planung und Organisation. Mit einer guten Einteilung und den richtigen Möbeln, lassen sich Lebensmittel, Putzmittel, Haushaltsgeräte und alle Dinge, die nicht im Flur oder in der Küche liegen sollen, sortieren und verstauen. Je nach Größe und Form des Hauswirtschaftsraums kommen unterschiedliche Gestaltungsvarianten infrage. So können die Möbel und Ablageflächen beispielsweise in U-Form angeordnet werden. In der Mitte des Raumes bleibt Platz frei, rechts, links und an der Kopfseite verläuft eine Arbeitsfläche mit Ober- und Unterschränken. Raumhohe Schränke und Regale schaffen viel Stauraum und lassen die Geräte und Utensilien im Inneren der Schränke verschwinden. Wer an die oberen Etagen kommen muss, benutzt einen Klapptritt oder eine Leiter. Auch schaffen zusammenstellbare Schrankmodule jede Menge Raum und können den Raumgegebenheiten individuell angepasst werden. Ist der Haushaltsraum schlauchförmig, eignet sich eine lange Schrankzeile an einer Wand mit intelligenten Hochschränken besonders gut. Wer sich eine neue Küche einbauen lässt, kann die alten Küchenmöbel für den Haushaltsraum umfunktionieren, auch wenn nicht alle gebraucht werden. Sollte der Haushaltsraum besonders klein sein und wenig Platz für Waschmaschine und Trockner haben, kann den Trockner auf die Waschmaschine gestellt werden und somit gleichzeitig als Stauraum für dreckige Wäsche dienen. Weitere funktionale Möbel, wie beispielsweise ein Schuhregal, Module für Wertstoffe oder eine Vorrichtung für Getränke und Flaschen bringen Ordnung in den Hauswirtschaftsraum und entlasten die anderen Räume in der Wohnung oder im Haus. Quelle: Das Haus online © photodune.net

Studie: Aktive Bodenpolitik:

Das Deutsche Institut für Urbanistik (DIU) hat im Januar 2021 eine Sonderveröffentlichung zum Thema „Aktive Bodenpolitik: Fundament der Stadtentwicklung“ herausgegeben. Vor dem Hintergrund der Bodenknappheit und der immerwährend steigenden Bodenpreise, sehen sich Städte und Kommunen in der Verantwortung, eine aktivere Bodenpolitik zu betreiben. Die Studie ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem DIU und 14 Städten, welche sich mit der jeweiligen Bodenpolitik auseinandergesetzt und Handlungsempfehlungen entwickelt haben. Das Ziel ist, auch in Zukunft eine nachhaltige und soziale Stadtentwicklung zu garantieren, die nicht von den Akteuren bestimmt wird, die die höchsten Bodenpreise aufrufen. Vielmehr sollen Flächen generiert werden, die dem sozialen Wohnungsbau, einer regen Wirtschaftspolitik mit tragfähigen Gewerbestrukturen sowie der Diversität und dem Klimawandel gerecht werden. Dabei liegt die Basis für die Neuaufstellung der kommunalen Bodenpolitik darin, die Liegenschaftspolitik strategischer auszurichten. Nicht die Veräußerung von Flächen soll im Zentrum stehen, sondern Flächenankäufe und die Nutzung der Flächen im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung. In der Studie werden Handlungsempfehlungen präsentiert, wie eine aktive Boden- und Liegenschaftspolitik eine nachhaltige und soziale Stadtplanung garantieren kann. Dazu gehört beispielsweise, dass die vorhandenen Flächenreserven der Kommunen lediglich zum Zwecke des Gemeinwohls vergeben und bebaut werden. So soll bei der Vergabe von Grundstücken nicht mehr das Höchstgebotsprinzip gelten, sondern die Flächenvergabe aufgrund des besten Konzepts vergeben werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Einräumung eines Erbbaurechts bei der Flächenvergabe, sodass Grundstücke in öffentlicher Hand bleiben und langfristig eine anderweitige Nutzung möglich wäre. Die gesamte Studie steht auf der Internetseite des DIU zum Download bereit. Quelle: DIU © photodune.net

DIY: Pflastersteine verlegen:

Hausbesitzer, die Pflasterarbeiten an ihrem Grundstück selbst tätigen möchten, können mit etwas handwerklichem Geschick zu guten Ergebnissen kommen. Ganz gleich, ob es sich bei der Pflasterung um eine Hofeinfahrt zur Garage oder einen Fußweg zum Haus handelt, eine der Grundaufgaben beim Pflastern ist die Verdichtung des Untergrunds. Denn werden Pflastersteine auf einen nicht ausreichend verdichteten Boden gelegt, wird die Fläche absacken und die Arbeiten müssen von Neuem beginnen. Zunächst sind jedoch einige Vorarbeiten zu treffen. Befinden sich entlang des künftigen Pflasterwegs Kabel im Untergrund, müssen diese verlegt werden. Genauso wie Abflüsse, Kanalrohre oder eine Ablaufrinne. Mit sogenannten Rüttelplatten muss der Boden Stück für Stück abgedichtet werden. Die Höhe der Tragschicht hängt davon ab, zu welchen Zwecken der Pflasterweg gelegt wird. Dient er als Fußgängerweg, reicht eine Höhe von 30 cm. Bei einer PKW-Garageneinfahrt sollte die Tragschicht 40 cm hoch sein. In diesem Fall sollte der Vorgang zwei Mal durchgeführt werden. Anschließend wird um die Fläche ein sogenanntes Bord gesetzt. Diese Randsteine grenzen die Pflasterfläche ein und sollten so bemessen werden, dass sie später etwa einen Zentimeter höher liegen als der gepflasterte Weg. Die Randsteine werden in den erdfeuchten, frostfreien Boden gesetzt. Die abgegrenzte Fläche wird mit Pflasterkies oder Brechsand gefüllt. Dieser Vorgang wird Bettung genannt. Anschließend erfolgt mithilfe von Richtlatten die Verarbeitung zu einer glatten Fläche. Auf diese können die Pflastersteine in dem gewünschten Muster gelegt und mit gewaschenem Sand oder Brechsand verfugt werden. Zum Schluss wird der Pflasterweg wieder mit den Rüttelplatten verdichtet. Quelle: handwerkertipps.net © photodune.net

Energieeffizientes Bauen :

Um energieeffizient zu bauen, müssen rechtliche Vorgaben aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) eingehalten werden. Diese betreffen unter anderem die Wärmedämmung sowie die Stromerzeugung und -versorgung. Diese Aspekte und Methoden werden in einem bautechnischen Konzept festgelegt, genauso wie die Art der Beheizung und Angaben zum Energiebedarf eines Hauses. Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche bautechnische Konzepte, welche auf einer energieeffizienten Bauweise beruhen: das Passivhaus, das Nullenergiehaus oder das energieautarke Haus. Damit Bauherren von staatlichen Förderungen im Bereich energieeffizientes Bauen profitieren können, müssen Standards eingehalten werden. Diese werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vorgegeben. Als KfW-Referenzgebäude gelten die Objekte, die sich an die Vorgaben aus dem GEG halten. Die Einteilung in ein KfW-Effizienzhaus 50, 40 oder 40 Plus definiert Standards, die über die Mindeststandards des Referenzgebäudes hinausgehen und für welche andere Fördersummen beantragt werden können. Doch zum energieeffizienten Bauen gehören noch viele weitere Aspekte als die Dämmung, Beheizung und Stromversorgung. Vor allen Dingen dann, wenn man neben der Kostenersparnis auch die Umwelt nachhaltig mitgestalten möchte. So sollte darauf geachtet werden, nur Baustoffe zu verwenden, die eine gute Energiebilanz haben. Holz beispielsweise hat sehr gute Dämmeigenschaften. Leichtbetonbaustoffe aus der Region verbrauchen wenig Energie bei der Herstellung sowie beim Transport und gelten deshalb ebenfalls als energieeffizient. Sowohl das Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) als auch die Datenbank ÖKOBAUDAT informieren über unterschiedliche Baustoffe und ihre Energieeffizienz. Quelle: Immowelt AG © fotolia.de

Tipp: Heimarbeitsplatz und Homeoffice-Pauschale:

Der Immobilienverband Deutschland IVD liefert auf seiner Internetseite hilfreiche Informationen dazu, wie sich die Kosten für die Nutzung von Räumlichkeiten in der Wohnung oder im Haus als Arbeitszimmer absetzen lassen. Denn mit der Corona-Krise gehen Veränderungen in der Arbeitswelt einher: Es kommt zur Verlagerung des Arbeitszimmers ins Homeoffice. Daher haben Arbeitnehmer gemäß § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6 b Satz 4 EstG ein Anrecht auf eine Homeoffice-Pauschale. Anders als bei der Absetzung eines häuslichen Arbeitszimmers gemäß § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6 b Sätze 2 und 3 EstG ist es bei der Homeoffice-Pauschale keine Voraussetzung, dass das es sich bei dem Arbeitszimmer um einen separaten Raum handelt, der mindestens zu 90 Prozent zu Arbeitszwecken genutzt wird. So erhalten Arbeitnehmer, Gewerbetreibende und Freiberufler die Homeoffice-Pauschale auch dann, wenn beispielsweise eine Arbeitsecke im Wohnzimmer oder der Esstisch in der Küche als Arbeitsraum genutzt und die Räume auch zu privaten Zwecken genutzt werden. Ein weiterer Unterschied zur steuerlichen Absetzung des häuslichen Arbeitszimmers besteht darin, dass die Homeoffice-Pauschale von 5 Euro pro Kalendertag nur für die Homeoffice-Arbeitstage berechnet wird und nicht als Jahresbetrag ausgezahlt wird. Unter „Kalendertage“ sind die Tage zu verstehen, an denen die gesamte berufliche oder betriebliche Tätigkeit zum größten Teil von zu Hause aus ausgeführt werden muss. Ausgenommen sind die Tage, an denen der Arbeitnehmer von einem anderen Ort aus arbeitet. Die Höchstgrenze der Homeoffice-Pauschale liegt bei 600 Euro und entspricht 120 Kalendertagen. Die Pauschale gilt stets für eine Person. Nutzen mehrere Personen eines Haushalts die Wohnung als Arbeitszimmer, kann diese pro Kopf abgerechnet werden. Quelle: IVD © fotolia.de

Tipp: Inneneinrichtung fürs Tiny House:

Wenn es an die Einrichtung eines Tiny Houses geht, ist eine intelligente Raumplanung gefragt. Denn auf wenig Platz muss möglichst viel Stauraum geschaffen werden, ohne dass die Wohnqualität darunter leidet. Multifunktions-Möbel sind nicht nur praktisch, sondern sehen meistens auch gut aus. Wenn es darum geht, optisch mehr Raum zu schaffen, haben Besitzer eines mobilen Zuhauses unterschiedliche Möglichkeiten dazu. Große Fenster sowie helle Wände und Bodenbeläge bringen viel Licht ins Tiny House und lassen es groß und geräumig wirken. Um ein einheitliches und ruhiges Bild zu schaffen, sollten Bewohner sich für einen Einrichtungsstil sowie für eine einheitliche Farbgestaltung entscheiden. Wenn es um die Lichtplanung geht, sollte möglichst auf große Deckenlampen verzichtet werden. Besser geeignet sind eingebaute Panels und Strahler, die deutlich weniger Platz einnehmen. Auch eine indirekte Beleuchtung sorgt für eine angenehme Wohnatmosphäre. Die Ecken spielen bei der Einrichtung eines Tiny Houses ebenfalls eine wichtige Rolle. Diese sollten gut und praktisch genutzt werden. So bietet eine Küche mit passgenauen Schränken und Regalen, die übers Eck gehen, reichlich Platz. Wegklappbares oder ausziehbares Mobiliar, wie ein Küchentisch oder ein Gästebett, lassen den Raum schnell wieder groß wirken. Weitere hilfreiche Tipps, wie das Badezimmer, das Schlafzimmer oder ein Arbeitsbereich im Tiny House eingerichtet werden können, finden Interessenten auf der Internetseite der Zeitschrift „Das Haus Online“. Quelle: Das Haus Online © fotolia.de

Strukturwandel in den Innenstädten:

Dass Innenstädte neue Konzepte brauchen, um auch in Zukunft lebendig zu bleiben, zeichnete sich bereits vor der Corona-Pandemie ab. Doch die Entwicklungen zu einem zunehmenden Ladensterben und zu einem Wachsen des Online-Handels beschleunigen die Verödung der Innenstädte. Um dem Strukturwandel so zu begegnen, dass Innenstädte für Bürger attraktiv bleiben und multifunktional genutzt werden, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) seine „Dialogplattform Einzelhandel“ ins Leben gerufen. Experten aus den Bereichen Handel, Logistik und Kultur sowie Vertreter aus unterschiedlichen Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften und Bund und Kommunen erarbeiteten gemeinsam Konzepte für eine innovative und nachhaltige Stadtplanung. Im Zentrum steht das Vorhaben des Bundes, den Einzelhandel auf dem Weg in die Digitalisierung zu begleiten. Zumdem sollen neue Angebote für die Innenstädte geschaffen werden, damit die Innenstädte jenseits des Einzelhandels attraktiv und lebendig bleiben. Die „Dialogplattform Einzelhandel“ wurde im Auftrag des BMWi von dem Institut für Handelsforschung (IFH) Köln aufgebaut. „Best-Practice-Beispiele“ aus unterschiedlichen Städten sind nur einige Ideen und Handlungsempfehlungen. In Hamburg beispielsweise wird die Stadt als „Erlebnisraum Innenstadt“ interpretiert. In Stuttgart gibt es ein kooperatives Stadtteilmarketing unter dem Motto „Stadtteil als Marke“. Kooperationen zwischen Handelsunternehmen und anderen Akteuren sind wünschenswert und vorteilhaft. So können zum Beispiel durch die gemeinschaftliche Nutzung der Fläche Kosten gesenkt werden und innovative Konzepte entstehen, die die Einwohner wieder in die Städte ziehen. Quelle: BMWi © fotolia.de

Besonderheiten eines Fachwerkhauses:

Mit dem „Leitfaden zur Sanierung eines Fachwerkhauses“ möchte der Verband Privater Bauherren (VPB) Eigentümer oder Kaufinteressenten eines Fachwerkhauses über die Besonderheiten der Immobilie informieren. Denn ein Fachwerkhaus bedarf einer besonderen Pflege. Für die notwendigen Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten gelten andere Bestimmungen als bei Neubau- und Bestandsimmobilien. Eigentümer haben beispielsweise die Möglichkeit, die Sanierungskosten von der Steuer abzusetzen. Aufgrund der besonderen baulichen Bestimmungen eines Fachwerkhauses gelten auch andere Anforderungen an die Erhaltung der Immobilie. Die Dämmung und Beheizung des Gebäudes ist ein wichtiges Thema, da die atypische Fassade eine Außendämmung ausschließt. Ob eher eine Innendämmung oder ein alternatives Heizsystem geeignet ist, kann durch eine Bauuntersuchung eines Sachverständigen in Erfahrung gebracht werden. Dieser legt in einem Sanierungsgutachten fest, welche baulichen Maßnahmen und Sanierungsarbeiten durchgeführt werden sollten. Wichtig hierbei ist die Einhaltung einer bautechnisch sinnvollen Reihenfolge. Die Auflagen der Denkmalschutzbehörden unterschieden sich regional. Grundsätzlich sind Eigentümer von denkmalgeschützten Fachwerkhäusern gesetzlich nicht dazu verpflichtet, einen Energieausweis vorzulegen. Welche baulichen Probleme bei Fenstern, Türen, im Keller oder im Treppenhaus eines Fachwerkhauses auftreten und mit welchen Maßnahmen diese behoben werden können, instruiert der Leitfaden des VPB. Ebenso verschafft er einen Überblick über die Fachwerkarchitektur in Deutschland oder darüber, wie sich ein Zierfachwerk von einem konstruktiven Fachwerk unterschiedet. Quelle: VPB © photodune.net

Wasserkosten und Wasserverbrauch:

Das Vergleichsportal Verivox stellt auf seiner Internetseite Tipps rund um das Thema Wasserverbrauch zur Verfügung und klärt darüber auf, wie sich die Wasserkosten zusammensetzen. Bei der Berechnung der Wasserkosten bezieht sich Verivox auf Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Demnach liegt der Preis für einen Kubikmeter (1.000 Liter) Trinkwasser bei etwa zwei Euro. So kostet ein Liter Trinkwasser durchschnittlich 0,2 Cent. Jedoch ist zu erwähnen, dass sich die Trinkwasserkosten von Bundesland zu Bundesland und in den Gemeinden unterscheiden. Gründe für die unterschiedliche Preisgestaltung sind die Kosten für die Intensität der Wartungsarbeiten der Leitungsnetze und die Länge der Wasserrohre. Ebenso spielen die Wasserqualität und die Herkunft eine entscheidende Rolle. Der Gesamtpreis der Wasserkosten setzt sich aus einer Grundgebühr sowie dem tatsächlichen Verbrauch zusammen. Die Höhe der Grundgebühr hängt beispielsweise von der Anzahl der Wohneinheiten oder der Bauart des Wasserzählers ab. Auf den tatsächlichen Wasserpreis wird zudem auch ein Arbeitspreis berechnet. Durchschnittlich verbraucht ein Einpersonenhaushalt 125 Liter Wasser pro Tag. Da sich die Wasserkosten lediglich im Bereich des eigenen Verbrauchs senken lassen, sollten Verbraucher einige Verhaltensweisen berücksichtigen. Mit einem Einhebelmischer für das Waschbecken oder einem Sparduschkopf kann der Wasserverbrauch bereits minimiert werden. Ebenso sollten Verbraucher lieber Duschen als Baden, das Wasser beim Zähneputzen abstellen sowie eine Stopp-Funktion für die Toilettenspülung verwenden. Quelle: Verivox © photodune.net

Urteil: Prozesskosten wegen Baumängeln am Eigenheim müssen gezahlt werden:

Eine Ehepaar aus der Südpfalz beauftragte im Jahre 2015 ein Massivbau-Unternehmen mit dem Bau eines Zweifamilienhauses mit Unterkellerung. Das Wohnobjekt sollte auf einem Grundstück entstehen, dass sich im Eigentum der Eheleute befand. Doch bereits während der Bauphase wurden Mängel ersichtlich, die auf Fehler während der Planungsphase zurückzuführen waren. Ebenso wurden gravierende Ausführungsfehler ersichtlich. Das Ehepaar reichte gegen das Bauunternehmen Klage ein. Da die Gerichts- und Rechtsanwaltskosten allein im Jahre 2017 etwa 13.700 Euro betrugen, machten die Eigentümer in ihrer Einkommenssteuererklärung 2017 die Prozesskosten als sogenannte außergewöhnliche Belastungen geltend. Als Grundlage bezogen sie sich auf § 33 Einkommensteuergesetz. Demnach können bestimmte unvorhergesehene Kosten von der Steuer abgesetzt werden. Im Jahre 2018 wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (AZ 3 K 2036/19) ist jedoch der Auffassung, dass Prozesskosten, die im Zusammenhang mit Baumängeln an einen Eigenheim stehen, nicht als außergewöhnliche Kosten gelten. Denn auch wenn die Höhe der Kosten eine große finanzielle Belastung darstellt, ist die Existenzgrundlage der Eheleute nicht bedroht. Da beide Ehepartner erwerbstätig sind und eine Mietwohnung bewohnen, in welcher sie ihr Wohnbedürfnis decken, müssen keine lebensnotwendigen Bedürfnisse gedeckt werden. Nach Urteil des Finanzgerichts ist weder das Baugrundstück lebensnotwendig noch sind die Aufwendungen außergewöhnlich. Ebenso könnte das Ehepaar das Grundstück verkaufen. Quelle: FG Rheinland-Pfalz © fotolia.de

Rauchwarnmelder im Test:

Ab Januar 2021 sind in deutschen Wohnungen und Häusern Rauchwarnmelder Pflicht. Die Stiftung Warentest stellt insgesamt 17 Modelle vor und untersucht sie nach unterschiedlichen Kategorien. Neben den Standard-Modellen, den sogenannten „Stand Alone“-Meldern, werden auch drei Rauchwarnmelder untersucht, die sich über Funk vernetzen lassen. Ebenso ist ein Mini-Rauchmelder mit einem Durchmesser von nur 4 Zentimetern in der Auswahl. Bei dem Test der Rauchwarnmelder war das wichtigste Kriterium die Zuverlässigkeit des Alarms bei der Rauchentwicklung oder bei einem Brand. Weitere Untersuchungskriterien waren die Empfindlichkeit, Lautstärke und die Handhabung des Melders. Beim Einsatz in vier verschiedenen Testfeuern wurde die Qualität der Rauchwarnmelder überprüft. Dabei erzielten gleich 13 der Melder ein gutes Gesamturteil, 3 weitere Geräte reagierten zu empfindlich auf die Rauchentwicklung. Dies hat zur Folge, dass ein Fehlalarm schnell ausgelöst werden kann. Ein Modell schnitt mit der Gesamtnote mangelhaft ab, da das Gerät den Brand zu spät erkannt hat. Laut Stiftung Warentest eignen sich Funkrauchmelder besonders gut für große Wohnungen oder Häuser. Im Vergleich zu einem „Stand Alone“-Rauchwarnmelder, der nur in dem Raum ein Signal auslöst, in dem er die Rauchentwicklung erkennt, löst der Funkrauchmelder durch ein integriertes Funkmodul gleich in allen Räumen einen Alarm aus. Die Installation ist leicht und das Funksystem funktioniert auch durch dicke Wände und Stahlbetondecken einwandfrei. Preislich gibt es bereits Modelle ab 13 Euro. Die Preisspanne geht jedoch weit auseinander, sodass ein einziger Melder auch mehr als 80 Euro kosten kann. Die Kosten für die getesteten Funkwarnmelder lagen zwischen 68 und 85 Euro. Quelle: Stiftung Warentest © fotolia.de

Studie: Neues Arbeiten in Deutschland:

Durch die Auswirkungen der Corona-Krise hat sich die Arbeitswelt rasant verändert. Viele Arbeitnehmer mussten von jetzt auf gleich von zu Hause arbeiten und sich neuen Herausforderungen stellen. In der Studie „Neues Arbeiten in Deutschland – Wie sich Arbeitsweisen, Homeoffice und Bürokonzepte verändern“ wird deutlich, dass der Wandel zu neuen Bürokonzepten auch nach der Krise deutlich zu spüren sein wird. Die Studie wurde vom Forschungsinstitut „Innofact“ im Auftrag der Magazine „Stern“ und „Schöner Wohnen“ herausgegeben. Weitere Studienpartner sind das Möbelgeschäft „Vitra“ sowie die digitale New-Work-Plattform „Ovvice“. Befragt wurden insgesamt 832 Teilnehmer aus kleinen und mittelständischen Unternehmen. Davon sind 413 Arbeitnehmer und 419 Entscheider aus dem Bereich Büromobiliar. Laut Studienergebnissen war bereits vor der Krise deutlich, dass die Arbeitswelt und ihre Strukturen vor Veränderungen stehen. Durch die Erfahrungen aus dem Homeoffice im letzten Jahr und seine plötzliche Etablierung haben sich die Anforderungen der Arbeitnehmer an ihre Arbeitsumgebung ebenfalls entwickelt. Die Studie geht zum einen der Frage nach, was sich Mitarbeiter in der neuen Arbeitswelt wünschen und wie diese bestenfalls aussehen soll. So strebt beispielsweise ein Großteil der befragten Arbeitnehmer eine Arbeitswoche mit drei Homeoffice-Tagen und zwei Präsenztagen im Büro an. Zu anderen wurden auch die Führungskräfte befragt, welche Pläne sie in Zukunft für die Gestaltung des Arbeitsumfeldes haben und worauf sie besonders großen Wert legen. Darüber hinaus beschäftigt sich die Studie mit der Einrichtung des Heimarbeitsplatzes und geht der Frage nach, wie hoch die Kosten für einen Büroarbeitsplatz sein dürfen. Quelle: Innofact/Schöner Wohnen © photodune.net

Tipp: Rohrreinigung und Sanierung:

Um verstopften Rohrleitungen oder Rohrbrüchen vorzubeugen, sollte das Rohrsystem regelmäßig überprüft und gereinigt werden. Mit speziellen Werkzeugen können Kalkablagerungen, die an den Rohren haften bleiben, entfernt werden. Auch andere Partikel, wie Speisereste oder Toilettenpapier müssen abgelöst werden, damit es nicht zu einer Verstopfung in den Abflüssen kommt. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass die Struktur der Rohrinnenwände unbeschädigt bleibt. Werden die Rohre nicht behandelt, kann es mit der Zeit zu einem Rohrbruch und damit auch zu größeren Schäden am Gebäude kommen. Mit einfachen Hausmitteln kann bereits der Grundstein für freie Rohrleitungen gelegt werden. Ein Gemisch aus Natron oder Backpulver mit Essig sorgt dafür, dass Ablagerungen im Rohr abgetragen werden. Diese Reinigungsmischung sollte bestenfalls in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Fügt man noch Kochsalz dazu, wir die Reinigungswirkung intensiviert und die Rohre bleiben frei. Sind die Schäden am Rohr so schwerwiegend, dass eine Rohrsanierung vonnöten ist, müssen diese dennoch zunächst gereinigt werden. Vor allem bei einem Trinkwasserrohr muss die Reinigung hohe Ansprüche erfüllen. Anschließend werden die Rohre mit einem Kunstharz versiegelt. Doch auch andere Sanierungsverfahren können infrage kommen. So wird beispielsweise in dem sogenannten Tubus-System nicht versiegelt, sondern im Schlauchliner-Verfahren (auch Inliner-Verfahren genannt) ein gänzlich neues Rohr in dem Abwasserrohr generiert. Dadurch entsteht eine doppelte Schutzfunktion: Das alte Rohr wird saniert und ein neues, intaktes Rohr wird eingeführt. Quelle: bauen.com © photodune.net

Energieeffizientes Lichtkonzept für Bürogebäude:

Wenn es um das Thema Energieeffizienz in Gebäuden geht, spielt der Einsatz und die Nutzung von Tageslicht eine wichtige Rolle. Gerade im Bereich von Nichtwohngebäuden, vor allem in Bürogebäuden, kann durch eine durchdachte Konzeption und Planung der Tageslichtquellen reichlich Energie gespart werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das energieeffiziente Lichtkonzept bereits im Entwurf konzipiert wurde. Denn nicht nur der Standort des Gebäudes und somit die äußeren Lichtverhältnisse sowie der Sonnenstand sind für den Tageslichtertrag ausschlaggebend. Auch die Lage der Baukörper und die Abhängigkeiten zueinander sowie die Architektur des Gebäudes, entscheiden über den Lichteinfall und die Verschattungen im Gebäude. Eine durchdachte tageslicht- und präsenzabhängige Beleuchtungssteuerung optimiert die Lichtverhältnisse. Zeichnet sich das Bürogebäude durch viele Fensterflächen und einen hohen Tageslichteinfall aus, spielt gleichzeitig das Thema Kühlung eine große Rolle. Damit das Gebäude im Sommer nicht zu sehr aufheizt und die Räume nicht überhitzen, ist darauf zu achten, dass der sommerliche Wärmeeintrag trotz des hohen Lichteinfalls gering bleibt. Im § 14 des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) ist nachzulesen, welche Mindestvoraussetzungen für den sommerlichen Wärmeschutz in Neubaugebäuden eingehalten werden müssen. Dieser gleicht der DIN 4108-2 aus der Energieeinsparverordnung (EnEv) in der Fassung aus 2013. Quelle: BauNetz © fotolia.de

Urteil: Mietminderung bei Doppelvermietung des Kellers:

Dem Mieter einer 60 Quadratmeter großen Dachgeschosswohnung steht laut Mietvertrag ebenfalls ein Tiefgaragenstellplatz sowie ein Kellerraum von etwa sechs Quadratmeter zur Verfügung. Für den Stellplatz zahlt der Mieter 43 Euro monatlich. Der Kellerraum ist in der Wohnungsmiete miteinbezogen. Zu Beginn des Mietverhältnisses ab dem 1. Februar 2012 nutzte der Mieter den Kellerraum zum Abstellen seines Fahrrads und von anderen Gegenständen. Zeitweise stand der Kellerraum leer. Im Herbst 2015 nutzte der Mieter den Kellerraum zuletzt. Im April 2016 fiel dem Mieter auf, dass das Schoss zum Kellerraum ausgetauscht und der Raum von einem andern Mieter genutzt wurde, da sich dort ihm fremde Gegenstände befanden. Der Mieter verlangte von seiner Vermieterin Auskunft darüber, ab wann der Keller an einen anderen Mieter vergeben wurde. Für diesen Zeitraum verlangte er von der Vermieterin eine Mietminderung in Höhe von 50 Euro pro Monat. Die Vermieterin verweigerte dem Mieter die Auskunft. Ebenso wies sie die im Oktober 2016 vom Mieter erteilte Mietzinsforderung von 743 Euro zurück. Das Amtsgericht Brühl (AZ 23 C 182/18) gab der Klage des Mieters statt. Denn aufgrund der Doppelvermietung des Kellerraums hat der Mieter gemäß § 536 Abs. 1 BGB einen Anspruch auf eine Mietminderung. Zudem verletze die Vermieterin ihre Pflichten aus dem Mietverhältnis, indem sie dem Mieter eigenmächtig dem ihn zugewiesenen Kellerraum entzog. Laut Gerichtsurteil ist die Vermieterin auch dazu verpflichtet, dem Mieter Auskunft über den Zeitraum der Doppelvermietung zu erteilen. Gemäß § 242 BGB kann der Mieter seinen Auskunftsanspruch gelten machen. Quelle: AG Brühl © photodune.net

Neuer Anstrich mit Fliesenlack:

Nicht immer müssen alte Wandfliesen abgeschlagen und neue gelegt werden. Manchmal lohnt sich bereits der Anstrich mit Fliesenfarbe oder Fliesenlack, um dem Badezimmer, der Küche oder den Bodenfliesen einen neuen Look zu verpassen. Grundsätzlich können Hobbyhandwerker zwischen matten und glänzenden Fliesenlacken wählen. Auch wenn glänzender Lack kostengünstiger ist, deckt er nicht so gut wie matter Lack. Bei der Wahl der richtigen Farbe oder des Lacks sollte zudem darauf geachtet werden, dass er wasserbeständig ist, sich gut verarbeiten lässt und für den Trocken- oder Nassbereich bestimmt ist. Für Bodenfliesen oder Wandfliesen im Außenbereich gibt es spezielle Lacke. Doch bevor es an das Lackieren geht, müssen die Fliesen zunächst von Öl- und Fettresten, Silikonen und anderen Substanzen gereinigt werden. Auch die Dichtstoffe müssen entfernt und mit einem Silikonentfernen gesäubert werden. Je nach Fliesenart und Material werden die Fliesen entweder geschliffen oder poliert und anschließend von Staubresten befreit. Nach dem Reinigungsvorgang müssen die Fliesen komplett getrocknet sein. Risse oder kleine Löcher können mit Fugenweiß ausgebessert werden. Mit der Schaumstoffwalze wird die Grundierung gründlich auf die Fliesen aufgetragen. Die Grundierung sollte nach Packungsanweisung trocknen. Manche Fliesenlacke enthalten bereits eine Grundierung und können somit direkt auf die Fliese aufgetragen werden. Damit die neue Wand besonders gut gegen Wasser geschützt ist, empfiehlt es sich, die Fliesen zwei Mal anzustreichen. Hier sollte eine Wartezeit von 12 bis 24 Stunden zwischen den beiden Vorgängen eingehalten werden und die Fliesen sollten komplett trocken sein. Zuletzt werden die Fugen mit neuem Silikon befüllt. Quelle: Schöner Wohnen © photodune.net

Studie: Marktaktiver Leerstand in Deutschland:

Laut dem Leerstandsindex 2020 des Immobiliendienstleisters CBRE und des Forschungs- und Beratungsinstituts empirica lag der Wohnungsleerstand in Deutschland Ende 2019 bei 2,8 Prozent. Das entspricht etwa 603.000 Wohnungen. Vor allem in den Wachstumsregionen macht sich der Leerstand von Geschosswohnungen besonders bemerkbar. So liegt der marktaktive Leerstand im städtischen Bereich und in den Boomstädten nur noch bei 1,9 Prozent. Dabei wird die geringste Leerstandsquote (0,2 Prozent) in den Großstädten München und Frankfurt am Main verzeichnet. Ganz anders sieht es dagegen in ländlichen Regionen aus. Aufgrund der sich verbreitenden Urbanisierung und der sinkenden Einwohnerzahlen im ländlichen Raum liegt die marktaktive Leerstandquote mit 8,6 Prozent auf einem hohen Niveau. Den höchsten Leerstand mit 9,3 Prozent weist die in Rheinland-Pfalz gelegene Stadt Pirmasens auf, dicht gefolgt von Chemnitz mit einer Quote von 8,4 Prozent. Bei der Auswertung des marktaktiven Leerstands werden Wohnungen ausgeschlossen, die Ruinen gleichen oder als dysfunktionaler Leerstand kategorisiert werden. Laut Studienexperten müsse in den Ballungszentren zwingend neuer Wohnraum geschaffen werden. Auch neues Bauland im Umland von Boomstädten, mit einer guten Anbindung zum öffentlicher Personennahverkehr, müsse erschlossen werden. Auf der anderen Seite muss das Leben auf dem Land attraktiver gestaltet werden, damit die leerstehenden Wohnungen künftig wieder bewohnt werden. Quelle: empirica/CBRE © photodune.net

Planung und Bestimmungen für barrierefreies Wohnen:

Barrierefreiheit hat im Bereich Wohnen in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert. Welche Bestimmungen eingehalten werden müssen, damit Wohnraum als barrierefrei gilt, besagt die DIN 18025. Damit Menschen im fortgeschrittenen Alter oder Menschen mit Behinderung das Wohngebäude sowie den Wohnraum vollständig und selbstbestimmt nutzen können, ist eine barrierefreie Planung das A und O. Um barrierefreies Wohnen zu ermöglichen, spielt es keine Rolle, wie groß die Räume sind, sondern vielmehr, welche Bewegungsfreiflächen gelten. Handelt es sich bei dem Bewohner um einen Rollstuhlbenutzer, muss in jedem Raum eine Bewegungsfläche von 150 cm x 150 cm vorhanden sein. Eine der wichtigsten Anforderungen an Barrierefreiheit ist, dass alle Räume so ausgestattet sind, dass sie ohne Stufen und Schwellen zugänglich sind. Der Zugang zum Haus und zu den Etagen kann durch Rampen oder einen Aufzug gewährleistet werden. Ganz gleich, ob es sich bei der Immobilie um einen Neubau oder eine modernisierte Bestandsimmobilie handelt, gelten klar definierte Normen für Fenster, Bodenbeläge, für den Balkon, die unterschiedlichen Bedienungselemente oder die Fernmeldeanlage. So dürfen beispielsweise Fenster keine Schwingflügel haben. Sanitärarmaturen dürfen nicht scharfkantig sein und müssen auf einer Höhe von 85 cm und einem Mindestabstand von 50 cm zur Wand angebracht werden. Für Decken und Wände sowie für die Wohnungseingangstür gelten die Bestimmungen des Schallschutzes nach DIN 4109. Weitere Grundsätze und Bestimmungen betreffen die Pkw-Stellplätze, Aufzüge, Türen, Flure und Wege aber auch den Briefkasten, die Heizung oder die Elektroinstallationen. Quelle: Eurobaustoff © fotolia.de

Studie: Energieverbrauch senken:

Laut einer Studie des Energiedienstleisters Techem sind sich 93 Prozent der 2.000 befragten Haushalte in Mehrfamilienhäusern darüber im Klaren, dass das richtige Heizen und Lüften ausschlaggebend für den Wärmeverbrauch im Haushalt ist. So werden alltägliche Maßnahmen, wie beispielsweise das tägliche Stoßlüften, von 72 Prozent der Studienteilnehmer angewandt. Bevor die Heizung aufgedreht wird, räumt ein Großteil der Teilnehmer (68 Prozent) den Heizkörper frei. Doch auch wenn einige Maßnahmen im Bereich des Heizens und Lüftens zu mehr Energieeffizienz im Alltag führen und vielen Verbrauchern bekannt sind, gibt es laut Studienergebnissen andere Methoden und Verhaltensweisen, die den Studienteilnehmern unbekannt sind. So zeigen die Studienergebnisse beispielsweise, dass nur etwa die Hälfte der befragten Haushalte die Heizung regelmäßig entlüften lässt. Ebenso haben zahlreiche Verbraucher, laut Aussagen der Studienautoren, Wissenslücken hinsichtlich des richtigen Einstellens der Thermostatventile. Werden Heizungen allerdings unwissentlich falsch eingestellt, hat dies zur Folge, dass über den eigentlichen Verbrauch hinaus geheizt wird. Laut Studienergebnissen schätzen 65 Prozent der befragten Haushalte ihren Wissensstand hinsichtlich des richtigen Heiz- und Lüftungsverhaltens als „gut“ bis „sehr gut“ ein. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer sind daran interessiert, noch besser über das Thema „Richtiges Heizen und Lüften“ informiert zu werden. Auch Transparenz und Einblicke hinsichtlich des eigenen Nutzerverhaltens werden von 46 Prozent der Haushalte gewünscht, um das eigene Verhalten anzupassen und den Verbrauch zu senken. Welche Raumtemperaturen in welchen Zimmern ausreichen, wie Heizungsventile richtig eingestellt werden können und weitere hilfreiche Energiespartipps erfahren Interessenten auf der Internetseite von Techem. Quelle: Techem © photodune.net

Urteil: Mietvertrag muss WEG-Mitgliedern nicht vorgelegt werden:

Eine Wohneigentümergemeinschaft (WEG), bestehend aus drei Parteien, hat in ihrer Teilungserklärung festgehalten, dass die Vermietung der Wohnungen nur mit einer schriftlichen Genehmigung der anderen beiden WEG-Parteien erfolgen darf. Als die Eigentümer einer Einheit ihre Wohnung an eine Familie vermieten wollten, verlangten die anderen Eigentümer der Gemeinschaft die Vorlage des Mietvertrags. Die vermietenden Eigentümer weigerten sich jedoch, den Mietvertrag vorzulegen, was zur Folge hatte, dass sie von den anderen Eigentümern keine Genehmigung zur Vermietung erhielten. Die Eigentümer entschieden sich jedoch, die Wohnung dennoch an die Familie mit vier Kindern zu übergeben. Allerdings bezogen sie in dem gesamten Zeitraum keine Miete. Nach mehr als einem Jahr zog die Familie aus. Nach dem Auszug stritten sich die Wohnungseigentümer weiterhin darüber, ob der Vermietung hätte zugestimmt werden müssen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Urteil (AZ V ZR 300/18) entschieden, dass die Zustimmung der anderen WEG-Mitglieder zur Vermietung nicht davon abhängig gemacht werden darf, ob ein Mietvertrag vorliegt. Demnach haben sie die Zustimmung fälschlicherweise verweigert. Es besteht keine Pflicht, den anderen WEG-Mitgliedern einen Mietvertrag vorzulegen. Angaben, die seitens der vermietenden Eigentümer gemacht werden müssen, betreffen Informationen über die Mieter selbst. Dazu gehören beispielsweise der Name und der Beruf, die Anzahl der Personen, die einziehen möchten, sowie der Familienstand und die Wohnanschrift. Es muss somit nachgewiesen und sichergestellt werden, dass die neuen Mieter sich an die Hausregeln halten und sich in die Wohngemeinschaft mit ihren Vorschriften integrieren können und die Rechte der anderen Eigentümer achten. Werden diese Angaben nicht gemacht oder haben die Eigentümer konkrete Befürchtungen, dass das Verhalten der Mieter fehlerhaft sein könnte, wäre dies ein möglicher Ablehnungsgrund. Ein Mietvertrag hingegen regelt vertragliche Aspekte, wie beispielsweise die Höhe der Miete und interne Absprachen, welche für die anderen WEG-Eigentümer ohne Belang sind. Quelle: BGH ©

Tipp: Smarte Heizungssteuerung:

Die Installation einer smarten Heizungssteuerung lohnt sich in jedem Fall – ganz gleich, ob sie noch in diesem Winter oder in der kommenden Kälteperiode zum Einsatz kommen soll. Denn eine smarte Heizungssteuerung regelt, genauso wie eine klassische Heizungssteuerung, die einzelnen Heizelemente des Heizkörpers. Dazu gehören das Heizkesselthermostat wie auch die Heizkörper- und Raumthermostate. Zusätzlich zu den automatisch geregelten Abläufen verfügt eine intelligente Heizungssteuerung über zusätzliche Bedienmöglichkeiten, sodass sich der persönliche Bedarf schnell und einfach per App oder als Sprachfunktion regeln und anpassen lässt. Somit ist Energieeffizienz ein wesentlicher Vorteil einer smarten Heizungssteuerung. Manche Geräte verfügen sogar über eine sogenannten Geofencing-Funktion. Hierbei erkennt das Thermostat auf einer technischen Grundlage, wenn sich niemand mehr im Haus befindet und passt die Heiztemperatur automatisch und von allein an. Auch dass die Fenster im Haus offenstehen, wird von der der smarten Steuerung gleich erkannt. Automatisch wird die Heizungsanlage heruntergefahren oder stellt sich während des Lüftens sogar ganz ab. Auch in puncto Sicherheit erfüllt die smarte Heizungssteuerung ihre Dienste. Problemlos kann sie an ein Smart-Home-System angebunden werden. Kommt es beispielsweise zu einem Brandfall, schaltet sich die Heizung sofort von selbst ab und verhindert somit größere Schäden. Wer seine Heizungsanlage mit einer smarten Steuerung nachrüsten möchte, hat dazu verschiedene Möglichkeiten. So können mechanische Thermostate durch Funkthermostate ausgetauscht werden und die Heizung kann somit von überall gesteuert werden. Auch die klassischen Raumthermostate können durch kabelgebundene Raumthermostate oder durch Funk-Raumthermostate für die Wand ersetzt werden. Diese Arbeiten sollten allerdings von einem Fachmann durchgeführt werden. Quelle: homeandsmart © wavepoint.de