Tipp: Was tun, wenn die Holztreppe knarrt?:

Eine alte Holztreppe ist ein Blickfang in jedem Hausflur. Der Baustoff Holz ist deshalb so beliebt, weil er sich durch seine Stabilität und Festigkeit auszeichnet und besonders umweltfreundlich ist. Holz hat bei einem relativ geringen Eigengewicht eine hohe Tragfähigkeit, verfügt über gute Dämmeigenschaften und sieht zudem auch optisch gut aus. Kein Wunder also, dass der natürliche Baustoff bei viele Hausbesitzern so beliebt ist. Da Holz die Eigenschaft besitzt, sich mit den Jahren zusammenzuziehen und zu schrumpfen, kann es beim Steigen einer Holztreppe zu knarrenden oder quietschenden Geräuschen kommen. Die gute Nachricht ist: Mit relativen einfachen Maßnahmen kann Abhilfe geschaffen und die Treppe wieder geräuschlos gemacht werden. Da die Holzstufen mit der Zeit beim Betreten durchfedern, gilt es, die Stabilität wiederherzustellen. Dadurch, dass das Holz schrumpft, weitet es sich bei einer Belastung in die an den Wangen eingefrästen Nuten ein. Schiebt man einen dünnen Holzkeil an die freie Stelle zwischen Wange und beispielsweise die Wand oder die Stufen, wird der Freiraum eliminiert und das Holz kann nicht mehr ausweiten. In der Regel hören dann auch die störenden Geräusche auf. Handelt es sich um eine freiliegende Treppe, können die Treppenstufen nachträglich mit einem Gewindestab verschraubt werden. Dabei sollte die Schraube so lang sein, dass sie durch beide Wangen durchgeht und sie miteinander fest verknüpft. Bei geschlossenen Treppen kann man auf der Rückseite der Treppe die Setzstufe zusätzlich mit der Trittstufe fest verbinden. Weitere Tipps, wie Heimwerker knarrenden Geräuschen entgegenwirken können oder wie eine Trittschall-Dämmung angebracht werden kann, finden Interessenten auf der Internetseite des Online-Portals „Wohnglück“. Quelle: Wohnglück © fotolia.de

Analyse zu den Auswirkungen von Remote-Working auf den Immobilienmarkt:

Das Immobilienberatungsunternehmen JLL untersucht in der Studie „Veränderte Arbeitswelt“ die Auswirkungen der durch die Corona-Krise steigenden Nachfrage nach Remote-Working bzw. der Verlagerung von Arbeit ins Homeoffice. Diese Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt haben Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Die Studienexperten beobachten eine steigende Nachfrage nach größerem Wohnraum sowie das Interesse nach einem Wohnraumwechsel in Außenbezirke von Großstädten sowie in den ländlichen Raum. Besonders in Städten und Regionen, in denen ein hohes Preisgefälle zwischen den Mieten in der Stadt und im Umland herrscht oder dort, wo Immobilieneigentum wenig erschwinglich sind, könnte es Verlagerungen des Wohnortes in benachbarte Gebiete geben. In Städten, in denen die Möglichkeit zum Remote-Working im Alltag Einzug gehalten hat, werden die Pendlerkosten fallen und das Einzugsgebiet eines regionalen Arbeitsmarktes wird sich vergrößern. Dies hat zur Folge, dass sich die Anforderungen an den privaten Wohn- und Lebensraum für viele Menschen verändern werden. Bürgern und Bürgerinnen, die viel Zeit zu Hause verbringen und von dort aus Arbeiten, legen besonders viel Wert auf eine hohe Wohnqualität. Diese wird u. a. durch eine erhöhte Anzahl von Zimmern und der Trennung des Privat- und Arbeitsbereiches gewährleistet. Auch würde, laut Analyse von JLL, die Nachfrage nach größeren Grundrissen, einem Balkon sowie einem privaten Garten steigen. Aber auch der Zugang zu einem Breitband-Internet sowie eine niedrige Lärmbelästigung und eine hohe Energieeffizienz spielen eine signifikante Rolle im Bereich der Wohnqualität. Zusammen mit dem nachlassenden Wunsch der Städter und Städterinnen im Zentrum zu leben, wäre mit einer Verlagerung des Wohnraumes in die Peripherie zu rechnen. Die Analyse von JLL zeigt zum einen auf, welche Gebiete von der Wohnungsnachfrage in die Außenbezirken sowie den Ausdehnungseffekten profitieren können. Zum anderen werden die Potentiale auf ebendiesen Wohnungsmärkten analysiert. Zu den Städten mit dem höchsten Ausdehnungspotential gehören laut Studie Darmstadt, Frankfurt am Main, München, Karlsruhe sowie Köln, Düsseldorf und Braunschweig. Quelle: JLL © photodune.net

Tipp: Fassadenbegrünung als natürlicher Hitzeschutz:

Soll ein Wohnhaus im Sommer vor Hitze geschützt werden, bietet sich eine Fassadenbegrünung besonders gut an. Diese bietet nicht nur einen natürlichen Hitzeschutz für die Wohnparteien und die Immobilie, sondern auch eine ansprechende Optik. Außerdem bringt sie viele ökologische Vorteile. Doch bevor mit der Begrünung der Außenfassade begonnen wird, sollte in der Wohnungseigentümerversammlung (WEG) über das Vorhaben abgestimmt werden. Denn aus rechtlicher Sicht handelt es sich bei einer Fassadenbegrünung um eine bauliche Veränderung am Gemeinschaftseigentum, da das optische Erscheinungsbild der Wohnanlage verändert wird. Sollte ein Eigentümer mit der geplanten Maßnahme nicht einverstanden sein, kann er den gefassten Beschluss anfechten. Ob Kletter- oder Schlingpflanzen wie beispielsweise Kletterrosen, Clematis, Blauregen oder wilder Wein, die Möglichkeiten für die Fassadengestaltung sind vielfältig. Efeu hingegen ist nicht geeignet, denn es kann zu Schäden oder Rissen an der Fassade kommen. Wichtig ist zunächst herauszufinden, ob für das Anbringen der Pflanzen eine Kletter- bzw. Rankhilfe an die Wand angebracht werden muss. Ebenso ist zu beachten, dass einige Pflanzenarten eher sonnige oder schattige Standorte brauchen und einen unterschiedlichen Pflegeaufwand haben. Vorteilhaft ist ebenfalls, dass sich das Gewächs zu einem späteren Zeitpunkt problemlos von der Außenfassade wieder entfernen lässt, wenn die Bepflanzung nicht mehr gewünscht ist. Da Pflanzen an Häuserwänden auch viele Vorteile für die Umwelt bieten, fördern einige Kommunen die Maßnahmen zur Fassadenbegrünung mit finanziellen Zuschüssen. Informationen zu den Förderprogrammen finden Interessenten bei dem in der Stadt oder der Gemeinde zuständigen Grünflächen-, Umwelt- oder Bauamt. Quelle: WiE © photodune.net

WEG: Installation von E-Ladestationen am Gemeinschaftseigentum:

Eigentümer einer Wohnung in einer Wohnanlage, die für ihr Elektroauto einen Anschluss für eine E-Ladestation verlegen möchten, brauchen die Zustimmung der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Denn die Gesetzeslage für die Verlegung eines Stromanschlusses für E-Strom enthält zwei große Schwachstellen. Zum einen gibt es im Wohneigentumsgesetz noch keine Regelungen dazu, welche Mehrheit es in einer WEG-Versammlung braucht, um den Einbau einer E-Ladestation zu genehmigen. Zum anderen haben interessierte Wohnungseigentümer noch keinen rechtlichen Anspruch auf die Duldung der Baumaßnahmen. Dies könnte allerdings künftig beschlossen werden, denn es liegt ein Gesetzesentwurf zur Modernisierung des Wohnungseigentumsgesetzes vor. Stellplätze in gemeinschaftlich genutzten Wohnanlagen gehören in der Regel zum Gemeinschaftseigentum, ganz gleich, ob es sich um einen Parkplatz im Freien oder in der Tiefgarage handelt. So müssen Bauvorhaben und Modernisierungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum mit der Eigentümergemeinschaft besprochen und gemeinsam beschlossen werden. Der Verein „Wohnen im Eigentum. Die Wohneigentümer e. V.“ (WiE) zeigt zwei mögliche Herangehensweisen auf, wie interessierte Wohnungseigentümer den Einbau einer E-Ladestation beantragen können. Eine Möglichkeit ist es, einen Antrag für einen Beschluss zu stellen, mit dem Ziel, dass die Installation der E-Ladestation von den anderen Eigentümern der WEG geduldet wird. Eine andere Möglichkeit ist es, zu beantragen, dass die WEG auf einigen oder allen Stellplätzen eine E-Ladestation einrichten lässt. In der ersten Variante würden demnach die interessierten Eigentümer für die Kosten selbst aufkommen. Hierzu gibt es zahlreiche Auflagen. So muss beispielweise die Baumaßnahme durch eine Fachfirma durchgeführt und es müssen die Brandschutzbestimmungen eingehalten werden. Wenn Stromleitungen verlegt werden müssen, ist zu garantieren, dass der Strom für das Auto nicht über den Gemeinschaftsstrom abgerechnet wird. Vorteilhaft ist, wenn die technischen Voraussetzungen für eine Ladestation bereits gegeben sind. Ein Antrag auf einen Beschluss, der die gesamte WEG betrifft, ist dann sinnvoll, wenn in der Wohnanlage zunächst große technischen Voraussetzungen für die Installation der E-Ladestation geschaffen werden müssen. Dies geht in der Regel mit größeren baulichen Veränderungen am Gemeinschaftseigentum einher. Die Kosten für die Baumaßnahmen würden bei diesem Beschluss gemeinschaftlich getragen und auf alle Miteigentümer umgelegt werden. Quelle: WiE © fotolia.de

Befristet oder unbefristet: Welche Arten von Mietverträgen gibt es?:

Wer eine Immobilie bezieht, schließt mit dem Vermieter einen Mietvertrag ab. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um einen schriftlich vereinbarten unbefristeten Mietvertrag. Standardisierte und umfangreiche Vertragsentwürfe, sogenannte Formularmietverträge, werden beispielsweise von Maklern, Haus- und Grundbesitzervereinen oder von Verlagen angeboten. Viele darin enthaltene Vertragsklauseln sind oftmals überflüssig oder unwirksam. Ebenso verschlechtern einige Klauseln die Mieterrechte. Ein wirksamer Mietvertrag enthält Angaben darüber, wer Mieter und Vermieter sind sowie die Nennung, um welche Wohneinheit es sich handelt. Ebenso müssen Mietpreis und das Datum des Beginns des Mietverhältnisses festgelegt werden. Während ein unbefristeter Vertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen wird, besteht ebenfalls die Möglichkeit, einen sogenannten qualifizierten Zeitmietvertrag aufzusetzen. In diesem wird ein konkretes Datum für das Mietende festgelegt. Zudem muss ein Zeitmietvertrag, der nach dem 31. August 2001 geschlossen wurde, ein Befristungsgrund enthalten. Rechtlich gesehen gibt es drei Gründe, bei denen ein befristetes Mietverhältnis begründet ist: Eigenbedarf, die Nutzung als Dienstwohnung oder geplante Umbau- oder Abrissarbeiten, sodass der Wohnraum nicht mehr als Wohnung genutzt werden kann. Nur wenn der im Vertrag genannte Befristungsgrund zum Ende des Vertragsverhältnisses bestehen bleibt, ist der Zeitmietvertrag gültig. Ebenso besteht für den Vermieter keine Möglichkeit, den Befristungsgrund innerhalb eines Zeitmietvertrags zu ändern. Hat er zum Beispiel Eigenbedarf angemeldet, kann er zum Ablauf des Verhältnisses nicht seine Mitarbeiter in die Wohnung einziehen lassen. Ein Zeitmietvertrag mit Angaben zum Vertragsbeginn und -ende sowie einem gültigen Befristungsgrund kann während der Laufzeit nicht gekündigt werden. Einzige Ausnahme ist eine fristlose Kündigung. Bei alten Zeitverträgen, die vor September 2001 geschlossen wurden, musste kein Befristungsgrund angegeben werden. In diesen Verträgen hatte der Mieter das Recht, ein Fortsetzungsverlangen zu äußern. Erhielt der Vermieter zwei Monate vor Vertragsende dieses Verlangen, konnte er das Mietverhältnis nur dann kündigen, wenn er einen triftigen Grund, wie beispielsweise die Eigennutzung der Wohnung, hatte. Weitere Vertragsformen in einem Mietverhältnis sind Staffel- oder Indexmietverträge. Quelle: DMB © fotolia.de

Tipp: Balkonverkleidung als Sicht- und Windschutz:

Wer in seiner Wohnung über einen Balkon verfügt, ist daran interessiert, ausreichend Privatsphäre im Freien zu haben. Mit einer passenden Balkonverkleidung schützen sich Bewohner vor neugierigen Blicken von außen und sorgen zudem für ausreichend Windschutz. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Balkonverkleidung. Während eine Verkleidungsart direkt beim Balkonbau angebracht wird, kann die andere auch nachträglich an den Balkon befestigt werden. Wird die Verkleidung von vornherein in die Balkonbrüstung eingebaut, verwenden Bauherren meistens stabile Materialien wie Holz, Metall- oder Glasplatten. Diese werden mit dem Handlauf und einem Rahmen verschraubt und bilden gemeinsam nicht nur eine Verkleidung, sondern auch gleich die gesamte Balkonbrüstung. Wird die Balkonverkleidung erst nachträglich befestigt, kommen meistens Stoffbahnen, Bastmatten, Kunststoffplanen oder Sichtschutzmatten aus Holz oder Bambus zum Einsatz. Bei der Auswahl der Materialien ist darauf zu achten, dass sich die Verkleidung harmonisch in das Erscheinungsbild des Hauses einfügt. Mit Kunststoffseilen und Befestigungsschlaufen aus Kunststoff, Draht oder Kabelbinder werden die Matten, Stoffbahnen oder Planen an dem Balkongeländer befestigt. Wichtig ist, dass die Balkonverkleidung nicht über die Oberkante der Balkonbrüstung reicht. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich eine nachträglich angebaute Balkonverkleidung bei einem Umzug leicht abnehmen lässt und in der neuen Wohnung wieder angebracht werden kann. Quelle: Schöner Wohnen © fotolia.de

Studienreihe: Wohnatlas 2020:

In Zusammenarbeit mit dem Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat die Postbank auch in diesem Jahr den einmal jährlich erscheinenden Wohnatlas herausgebracht. Der Postbank-Wohnatlas 2020 gibt Auskünfte über die Kaufpreisentwicklungen auf dem deutschen Immobilienmarkt auf regionaler und Kreisebene. Die Prognosen der Experten reichen bis ins Jahr 2030 und liefern detaillierte Aussagen darüber, in welchen Städten und Kreisen die Immobilienpreise sinken, steigen oder wo die Preise voraussichtlich gleichbleiben werden. Insgesamt wurden für die Studienreihe 401 Städte und Kreise untersucht. Die Aussagen und Prognosen des Wohnatlas 2020 beziehen sich auf Berechnungen aus dem Jahre 2019. Insgesamt ist auch in diesem Jahr eine sehr hohe Nachfrage nach Wohneigentum zu verzeichnen. Sowohl niedrige Bauzinsen als auch ein geringes Angebot sorgen für steigende Kaufpreise auf dem Immobilienmarkt. Laut Expertenaussagen ist dieser Trend auch für die nächsten Jahre anzunehmen. Im Bereich der sogenannten Big Seven, der beliebtesten Metropolen in Deutschland, stehen die Kaufpreise in München unangefochten auf Platz 1. Der Quadratmeterpreis für eine Bestandswohnung stieg im Jahre 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent. Dies bedeutet, dass der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohnungen im Bestand nun mehr als 8.000 Euro beträgt. Auch in Frankfurt, Hamburg und Berlin sowie in Stuttgart ist ein hoher Preisanstieg zu verzeichnen. In den Außenbezirken der Großstädte, den sogenannten Speckgürteln, ist die Nachfrage nach Immobilien ebenfalls groß. Die Auswertungen der Studie hinsichtlich der Landkreise zeigen auf, dass sich der größte Teil der kostspieligsten Regionen Deutschlands im Süden befinden. Doch auch im Norden, entlang der Küsten sowie ebenfalls in den Speckgürteln, sind die Kaufpreise für Eigentum um ein Vielfaches gestiegen. Im Deutschlandvergleich übersteigen die Kaufpreise für Wohnungseigentum im Landkreis Nordfriesland mit den Inseln Sylt, Föhr und Amrum sowie Orte wie St. Peter Ording sogar die Kaufpreise in Süddeutschland. Durchschnittlich kostet hier ein Quadratmeter 6.452 Euro. Quelle: Postbank © fotolia.de

Wandgestaltung mit der passenden Tapete:

Wer bei der Renovierung seines Zuhauses und der Gestaltung der Wand auf lästiges Grundieren und Verputzen verzichten möchte, kann mit einer Tapete Unebenheiten auf der Wand ausgleichen und den Räumlichkeiten eine individuelle Note verleihen. Oftmals wird eine Raufasertapete aus Papier eingesetzt und anschließend mit Farbe überstrichen. Doch auch aus Zellulose und Textilfasern bestehende Vlies- oder Vinyltapeten bieten eine optimale Struktur für die Wandgestaltung und sind zudem sehr widerstandsfähig. Auch das Anbringen von Vlies- oder Vinyltapeten ist leicht auszuführen: Dazu muss lediglich die Wand eingekleistert und die Tapete angelegt werden. Ein Nachteil ist, dass Vliestapeten transparenter sind als Raufaser, sodass die zu tapezierende Wand möglichst einfarbig sein muss und bestenfalls keine Farbschattierungen aufweist. Tapeten aus Vinyl bestehen aus Kunststoff und haben zudem den Vorteil, dass Schmutz und Flecken leicht abwaschbar sind. Ob aus Papier, Zellulose oder Kunststoff, Tapete lässt sich relativ leicht anbringen und bietet unzählige Gestaltungsmöglichkeiten in den Innenräumen. Auch Textil- oder Naturtapeten sowie Dekor- und Fototapeten können in Eigenregie an die nackten Betonwände angebracht werden. Umweltfreundliche Flüssigtapete hingegen wird zunächst mit Wasser vermischt und dann mit einer Spritzpistole auf der Wand verteilt. Eine Tapete aus Thermovlies ist etwas dicker als andere Tapeten und trägt durch eine spezielle Kunststoffbeschichtung dazu bei, dass sich die Räume schneller aufwärmen. Dies geschieht dadurch, dass die Thermovliestapete die Wärmestrahlung reflektiert. Vor allem beim Einsatz einer Infrarotheizung eignet sich diese Tapetenart besonders gut. Quelle: Immowelt AG/bauen.de © photodune.net

Plattform: Digitale Energiewelt:

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) bringt auf ihrer Plattform „Digitale Energiewelt“ Akteure aus verschiedenen Branchen zusammen, um gemeinsam neue Strategien für eine digitale Energiewelt zu entwickeln. Dabei geht es vor allem darum, die fortschreitende Digitalisierung und die Nutzung von digitalen Prozessen für die Energiewirtschaft und für alle Bereiche, in denen Energie eingesetzt wird, zu nutzen. Dazu gehören die Energiewirtschaft sowie die Bereiche Mobilität, Wärme, IT und Gebäudeautomatisierung sowie die Finanzwirtschaft und Logistik. Das Ziel ist, eine zweite Phase der Energiewende einzuleiten, die sich durch die digitale Vernetzung und Verknüpfung aller Akteure im Bereich der Energieversorgung auszeichnet. Auf der Plattform „Digitale Energiewelt“ tauschen sich Stakeholder über die neusten Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung aus. Ebenso entwickeln sie Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Branchen und Industriezweige und bieten teilnehmenden Unternehmen die Möglichkeit, sich als innovativer Akteur zu positionieren. Ob die Entwicklung einer Energiespar-App oder eine innovative technologische Anwendung für Mieter, die es erlaubt, ihren Wärmeverbrauch zu kontrollieren, die Themenfelder sind vielfältig. Im gemeinsamen Austausch geht es genauso um die Entwicklung von Smart Homes und das Thema E-Mobilität, wie um Intelligente Netze, Industrie 4.0 oder Kundenorientierung. Ein weiteres übergeordnetes Ziel der Projektarbeit ist es, eine Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu erreichen, um die Digitalisierung der Energiewelt fachlich entwickeln und gestalten zu können. Quelle: dena © fotolia.de

Urteil: Verkündung von Baumaßnahmen am Gemeinschaftseigentum in WEG-Versammlung:

In einer Wohnungseigentümerversammlung (WEG) wurde über bauliche Veränderungen des Gemeinschaftseigentums abgestimmt. Eine der Teileigentümerinnen bat um die Zustimmung für den Umbau eines Einkaufszentrums, durch welchen Teile des Gemeinschaftseigentums verändert würden. In derselben WEG-Versammlung ging es zudem um die Erhebung einer Sonderumlage für Modernisierungsmaßnahmen, die den Brandschutz des Gemeinschaftseigentums betreffen. Beiden Anliegen wurde per Abstimmung mit einer einfachen Stimmenmehrheit zugestimmt. Die Beschlüsse wurden vom Geschäftsführer der Verwalterin auf einer Eigentümerversammlung verkündet. Daraufhin fechtet einer der Eigentümer, die gegen das Vorhaben gestimmt haben, den Beschluss an. Seiner Meinung nach hätte der Beschluss in der Eigentümerversammlung nicht verkündet werden dürfen, da nicht alle Eigentümer den baulichen Maßnahmen zugestimmt haben, die durch die Umbaumaßnahmen laut § 14 Nr. 1 WEG über ein bestimmtes Maß beeinträchtigt würden. Die Klage des Eigentümers blieb nach gerichtlichem Beschluss ohne Erfolg (AZ V ZR 141/19). Laut BGH darf ein durch Stimmenmehrheit geschlossener Beschluss auch dann verkündet werden, wenn nicht alle der beeinträchtigten Wohnungseigentümer den Baumaßnahmen zugestimmt haben. Die durch die Anfechtungsklage entstandenen Kosten wurden den Wohnungseigentümern auferlegt. Diese wiederum verlangen von der Verwalterin eine Erstattung der Prozesskosten. Laut dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) besteht kein Anspruch auf Schadenersatz der Prozesskosten, da der Versammlungsleiter nicht pflichtwidrig gehandelt hat. Dieser muss allerdings seinen Aufklärungs- und Hinweispflichten nachgehen. Somit muss er die Eigentümer darüber informieren, ob und ggfs. welche Eigentümer von den baulichen Veränderungen beeinträchtig werden und auf das Anfechtungsrisiko hinweisen. Tut er dies nicht, handelt er pflichtwidrig. In dem vorliegenden Fall konnten die Eigentümer nicht nachweisen, dass der Versammlungsleiter diesen Pflichten nicht nachgegangen ist. Quelle: BGH © fotolia.de

Tipp: Pfosten-Riegel-Fassaden aus Glas bieten weiten Ausblick:

Eine Glasfassade an einem Gebäude bringt Tageslicht in die Räumlichkeiten und überzeugt mit einem uneingeschränkten Ausblick. Ganz gleich, ob im Privathaus, in Industriegebäuden, Universitäten oder Forschungszentren, eine Pfosten-Riegel-Fassade zählt zu den beliebtesten Vorhangfassaden und bietet zahlreiche Möglichkeiten der Fassadengestaltung. Auch mehrstöckige Gebäude lassen sich aufgrund der schlanken Profilbreite von 35 bis 60 Millimetern problemlos realisieren. Pfosten-Riegel-Fassaden bestehen aus vertikalen Pfosten, die an der Decke angebracht werden sowie aus waagerecht angebrachten Riegeln, die mithilfe von Schrauben oder Schweißnähten an die Pfosten angebracht werden. An die aus Holz, Stahl oder Aluminium bestehende Pfosten-Riegel-Konstruktion werden Füllelemente befestigt. Zusätzlich zu den Glasflächen und Paneelen können auch Fenster und Türen integriert werden. Demnach sind der Fassadengestaltung kaum Grenzen gesetzt. Ein in die Konstruktion integriertes Drainagesystem sorgt dafür, dass das an den Glasflächen im Innenbereich entstandene Kondenswasser abgeführt wird. Die elastischen Dichtungen, die sich in dem Gerüst zwischen den Pfosten-Riegel-Elementen sowie den Fassadenfeldern befinden, verhindern ebenfalls das Eindringen von Wasser. Zudem sind die Falzräume in den Profilen mit wärmedämmenden Materialien ausgestattet. Um ausreichend Sonnenschutz zu gewährleisten, kann entweder spezielles Sonnenschutzglas integriert oder von innen oder auch von außen an die Glaselemente angebracht werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, Photovoltaik in die Pfosten-Riegel-Konstruktionen anzubringen. Quelle: Das Haus Online © fotolia.de

Bericht zur Gestaltung von öffentlichen Räumen in Städten:

Der Baukulturbericht „Öffentliche Räume 2020/2021“, herausgegeben von der Bundesstiftung Baukultur (BSBK), stellt öffentliche Räume und Flächen in Städten sowie ihre künftige Gestaltung und Nutzung in den Fokus seiner Untersuchungen. Dabei sind unter „öffentlichen Räumen“ Plätze, Parks, Gartenanlagen, Spiel- und Sportplätze sowie öffentlich zugängliche (Frei-)räume oder öffentliche Innenräume, wie beispielsweise Bahnhöfe, zu verstehen. Auch Straßenräume, Über- und Durchgänge sowie Unterführungen gehören zum öffentlichen Raum. Vordergründig geht es bei der Gestaltung der genannten „öffentlichen Räume“ um die Schaffung von lebendigen und nachhaltigen Lebensräumen, die als Orte der Begegnung dienen. Auch die Weiterentwicklung der öffentlichen Flächen hin zu multifunktionalen „Mischräumen“ ist ein zentraler Aspekt einer zukunftsweisenden, gesunden und lebhaften Stadtplanung. So könnten beispielsweise Schulhöfe außerhalb des Schulbetriebs zweckentfremdet und als Ort der Begegnung genutzt werden, zum Beispiel als Bolzplatz. Auch vorstellbar ist, dass an Schulen anliegende Parkanlagen zu Pausenplätze umfunktioniert werden. Der Baukulturbericht „Öffentliche Räume 2020/2021“ fasst Umfrageergebnisse aus der Politik, aus Kommunal- und IHK- Umfragen sowie aus der Bevölkerung zusammen. Der Bericht enthält konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik sowie für Bauunternehmen und Projektentwickler. So soll der öffentliche Raum und die Stadt- und Freiraumplanung ein zentraler Punkt der Städtebauförderung sein. Umweltschutz, Klimafreundlichkeit, Gesundheit und Erholung sollen gefördert werden. Dies soll durch die Schaffung von ausreichend Grünflächen, Anlagen für Oberflächenwasser und Biodiversität erreicht werden. Die Freiflächen sollen für alle Generationen zugänglich sein. So müssen beispielsweise Verkehrsräume so gestalten werden, dass sie sowohl den Erfordernissen von Kindern als auch von älteren oder beeinträchtigten Menschen entsprechen. Der Baukulturbericht sowie ein ausführlicher Videobeitrag stehen auf der Internetseite der Bundesstiftung Baukultur zur Verfügung. Quelle: BSBK © fotolia.de

Alternative Bauformen: Leben in einem Holzhaus:

Ein Holzhaus bietet eine gute Alternative zu einem aus Beton gefertigten Haus und bringt zudem weitere Vorteile. Vor allem Häuser aus Massivholz wirken edel und überzeugen durch ihre Robustheit und Beständigkeit. Als Bauelement weist Massivholz eine hohe statische Belastbarkeit auf und trägt durch seine CO2-reduzierende Beschaffenheit zum Umweltschutz bei. Massivholz reguliert zudem eigenständig die Luftfeuchtigkeit, was zu einem gesunden Raumklima und zu einer hohen Wohnqualität beiträgt. Ganz gleich, ob die Wände eines Holzhauses einschalig oder mehrschalig beschaffen sind, Massivholz verfügt über hervorragende natürliche Dämmeigenschaften. So fühlen sich die Bewohner dank einer hohen Oberflächentemperatur nicht nur bereits bei zwei Grad Außentemperatur im Innenbereich des Hauses wohl, sondern können sich zudem auch über die geringen Heizkosten im Winter freuen. Im Sommer hingegen halten die Wände die Außenhitze davon ab, ins Haus einzudringen und garantieren einen sommerlichen Wärmeschutz.  Der Deutsche Massivholz- und Blockhausverband e. V. (DMBV) weist auf der Grundlage von wissenschaftlichen Untersuchungen und Studienergebnisse darauf hin, dass ein Holzhaus keiner erhöhten Brandgefahr ausgesetzt ist. Medizinische Studien zeigen zudem, dass das Leben in einem Wohnhaus eine beruhigende Wirkung auf die Bewohner hat und Stresssymptomen, wie beispielsweise Herzrasen oder Bluthochdruck, entgegenwirkt. Ebenso enthält Massivholz als Baustoff keine gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe, was zum gesunden Wohnen beiträgt. Holzhäuser mit einem RAL-Gütezeichen stehen zudem für eine hohe Qualität und Bauweise. Quelle: DMBV © photodune.net

Ratgeber: Energieeffizient sanieren leicht gemacht:

Für eine energetische Sanierung eines Wohnhauses gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Mit staatliche Finanzierungszuschüssen und Krediten können Eigentümer ihr Eigenheim modernisieren und dadurch maßgeblich zum Umweltschutz beitragen. Im Rahmen der Kampagne „Deutschland macht’s effizient“ hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im März 2020 den Ratgeber „Energieeffizient sanieren leicht gemacht“ herausgegeben. Hier erhalten Verbraucher alle wichtigen Informationen rund ums Thema energetische Sanierung sowie eine Zusammenstellung von Kontaktadressen und Quellen zu Experten, die durch den Sanierungsprozess begleiten. Zunächst geht es bei einer energetischen Sanierung darum, einen passenden Energieberater zu finden. Einen ersten Überblick über mögliche Sanierungsmaßnahmen und Förderprogramme gibt der Online-Sanierungskonfigurator des BMWi. Eine Erstberatung bei einer Verbraucherzentrale wird staatlich bezuschusst und kostet lediglich 30 Euro. Für einkommensschwache Haushalte gibt es eine kostenfreie Beratung. In der zusammengestellten Expertenliste finden Interessierte den passenden Energieberater. Dieser führt eine Bestandsanalyse in einer Vor-Ort-Beratung durch und erstellt ein maßgeschneidertes Sanierungskonzept. Der Kostenzuschuss des BMWi für die Beratungsleistung und Bestandsaufnahme beträgt bis zu 1.300 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie bis zu 1.700 Euro für Wohnhäuser ab drei Einheiten. Grundsätzlich gilt die Regel: Je energieeffizienter ein Wohngebäude saniert wird, desto attraktiver ist die Förderung. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt sowohl zinsverbilligte Kredite als auch Investitionszuschüsse mit bis zu 40 Prozent bzw. maximal 48.000 Euro pro Wohnung. Wird ein Wohnhaus zu einem KfW-Effizienzhaus umgestaltet, können Eigentümer einen Teil des Kredits einbehalten und von einem Tilgungszuschuss bis zu 40 Prozent profitieren. Der Ratgeber verweist zudem auf Förderprogramme zum energieschonenden Heizen mit Wärmepumpen, Gas-Hybridheizungen, Biomasseanlage oder Solarthermieanlage und informiert über die Austauschprämie bei Ölheizungen. Quelle: BMWi © fotolia.de

WEG-Versammlung unter Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen:

Die durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie ausgerufenen Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen müssen auch in Wohnungseigentümerversammlungen eingehalten werden. Die Vorschriften und Verhaltensregeln für WEG-Versammlungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und sind in den jeweiligen geltenden Rechtsverordnungen der Landesregierungen festgehalten. Zudem stellt der Verein „Wohnen im Eigentum – Die Wohneigentümer e. V“ (WiE) auf seiner Internetseite sieben Tipps zusammen, welche Maßnahmen Verwalter und WEG-Mitglieder bei einer Eigentümerversammlung beachten sollten. Vor allem, wenn wichtige Entscheidungen in einer WEG getroffen werden müssen, ist es ratsam, alsbald eine Versammlung abzuhalten. WiE rät Verwaltern dazu, die Einladungsfrist auf drei Wochen zu verlängern. Dies ermöglicht WEG-Mitgliedern, die nicht an der Versammlung teilnehmen können, sich so gut mit der Tagesordnung auseinanderzusetzen, dass sie eine Vollmacht mit Weisung zum Abstimmungsverhalten erteilen können. Dazu ist es wichtig, dass der Verwalter ausreichend Informationen zu den Punkten auf der Tagesordnung bereitstellt. Nur auf dieser Grundlage können WEG-Mitglieder bereits vorab eine Entscheidung treffen, wie für sie abgestimmt werden soll. In den jeweiligen Corona-Schutzverordnungen der Länder ist ebenso verzeichnet, wann eine Maskenpflicht angeordnet werden kann oder welche Daten der Teilnehmer erfasst werden dürfen, um mögliche Ansteckungen mit dem COVID-19-Virus zurückverfolgen zu können (Gebot der „Rückverfolgbarkeit“ und Datenschutz). Maßnahmen, wie das Einhalten von Abstandsregeln oder regelmäßiges Lüften der Räumlichkeiten gehören ebenfalls zu den Schutzvorkehrungen in einer WEG-Versammlung. Der Leitfaden „Was Wohnungseigentümer in der Corona-Krise wissen müssen“, zusammengestellt von WiE, enthält zudem weitere Informationen für Wohnungseigentümer zu allen wichtigen Fragen und geltenden Verhaltensregeln in WEG-Versammlungen. Quelle: WiE © fotolia.de

Tipp: Hochbeet im Garten oder auf dem Balkon:

Ob im Garten, auf dem Balkon oder auf der Terrasse, ein Hochbeet bietet eine gute Alternative oder eine Ergänzung zur klassischen Gartenarbeit und dem Anpflanzen von Obst, Gemüse sowie Pflanzen und Blumen. Zusätzlich ist die Gartenarbeit an einem Hochbeet besonders rückenschonend, denn der Arbeitsbereich befindet sich auf einer Höhe von 80 bis 100 Zentimetern. Die Länge des Hochbeets sollte mindestens zwei Meter betragen, damit die Erde bequem herausgenommen werden kann, wenn das Beet nach einigen Jahren gänzlich neu befüllt werden muss. Ein Hochbeet kann entweder selbst gezimmert oder als Baukasten im Baumarkt erworben werden. Ein Hochbeet besteht in der Regel aus Holz, Kunststoff oder Gabionen. Wichtig ist, die Seitenwände des Kastens vor der Befüllung mit Teich- oder Noppenfolie auszulegen. Denn dadurch kann keine Feuchtigkeit in das Gestell eindringen. Auf der Grundfläche des Hochbeetes sollte ein engmaschiger Draht ausgebreitet und mit den Eckpfosten sowie Seitenwänden verbunden werden, um Wühlmäuse fernzuhalten. Wer keinen Garten hat und das Hochbeet auf dem Balkon aufstellen möchte, hat dazu unterschiedliche Möglichkeiten. Ob Pflanzentaschen, die an der Wand montiert werden, ein platzsparender Pflanztrog oder bepflanzbare Substratsäcke, je nach Balkonfläche und Schnitt gibt es im Handel unterschiedliche Modelle für jeden Balkon. Ein Hochbeet bietet zudem zahlreiche Vorteile. So ist beispielweise das Düngen des Bodens nicht notwendig und der Anbau bereits im Frühjahr möglich, da sich der Nährboden schnell erwärmt. Weitere Informationen, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Selberbauen sowie hilfreiche Tipps zum Befüllen eines Hochbeetes finden Interessenten auf der Internetseite des Magazins Living at Home. Quelle: Living at Home © photodune.net

Trend: Nachfrage nach Coworking-Spaces hat sich vervierfacht:

Eine im Mai 2020 stattfindende Markterhebung, durchgeführt vom Bundesverband Coworking Spaces Deutschland (BVCS) zeigt, dass sich die Nachfrage nach Coworking-Spaces in Deutschland in einem Zeitrahmen von zwei Jahren vervierfacht hat. Während es im August 2018 etwas mehr als 300 Coworking-Spaces deutschlandweit gab, verzeichnet der Verband bei seiner Erhebung im Mai 2020 bereits 1.268 Coworking-Spaces. In Zeiten der Umstrukturierungen in der Arbeitswelt, nicht nur durch die Auswirkungen der Corona-Krise, setzt sich der Trend zur sogenannten „Remote Work“ (Telearbeit) weiterhin durch. Aus der Marktanalyse des BVCS geht zudem hervor, dass zahlreiche Unternehmen umdenken und ihre Arbeitsstrukturen ändern. Coworking-Spaces bieten nicht nur eine angenehme Alternative zum Homeoffice sowie zu klassischen Büroimmobilien, sondern aus Sicht von Unternehmen auch wirtschaftliche Vorzüge. Aus der Marktumfrage geht hervor, dass die Kosten für Arbeitsplätze in einem Coworking-Space halb so hoch sind, wie die Kosten in einem eigenen Büro. Auch im Vergleich zum Homeoffice hat das Arbeiten in Coworking-Spaces aus Sicht von Arbeitgebern viele Vorteile. Rechtliche Fragen und Bestimmungen, beispielsweise im Bereich des Datenschutzes oder in Hinsicht auf die Arbeitsstättenverordnung, lassen sich einfacher umsetzen. Auch in Zukunft erwarten die Experten des BVCS eine steigende Nachfrage und Etablierung der gemeinschaftlich genutzten Büroflächen. Nicht nur in Großstädten und Ballungsgebieten, sondern auch im ländlichen Raum ist ein Anstieg zu erwarten. Berufspendler sparen durch nahe gelegene Coworking-Spaces Zeit und können Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren. Ebenso tragen Coworking-Spaces dazu bei, Landflucht zu minimieren und sie haben positive Auswirkungen auf die Bevölkerungszahlen im ländlichen Raum. Quelle: BVCS © fotolia.de

Grundstückserschließung: Diese Hausanschlüsse müssen gelegt werden:

Wer in den Besitz eines Grundstücks kommt und darauf schon bald sein Traumhaus bauen möchte, muss das Grundstück zunächst mit zahlreichen Hausanschlüssen ausstatten. Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser sowie für Gas sowie eine Telefonleitung müssen zeitnah beantragt und gelegt werden. Wichtig ist, diesen Posten in die Kalkulation mitaufzunehmen, denn die Anschlüsse können zusammen mit den Strom- und Wasserkosten während der Bauphase schnell mehrere tausend Euro betragen. Ebenso sollten Bauherren darauf achten, dass die Beantragung der Leitungen auch Zeit in Anspruch nimmt. Wer einen Stromanschluss verlegen möchte, muss zunächst Kontakt zu einem Netzbetreiber aufnehmen und ihn über den Netzzutritt informieren sowie einen Antrag zur Netzverlegung stellen. Der Netzbetreiber gibt Auskunft über die erforderlichen Maßnahmen am Standort und ermächtigt einen Elektriker mit der Verlegung der Anschlüsse. Mit einem passenden Stromanbieter und der Schließung eines Netznutzungsvertrags wird das Grundstück zeitnah mit Strom versorgt. Bei der Verlegung des Wasseranschlusses ist darauf zu achten, dass sowohl ein Zugang für Trinkwasser als auch für Löschwasser gelegt wird. Der lokale Wasserversorger informiert über die geltenden Bestimmungen im jeweiligen Bundesland sowie darüber, wo sich der nächste Wasseranschluss befindet. Befindet sich kein Zugang in der Nähe, muss dieser bei der Gemeinde beantragt werden. Bei einem Erstanschluss muss zusätzlich ein gesonderter Antrag gestellt werden. Dasselbe gilt für den Anschluss eines Abwasserkanals. Auch wenn Neubauten heutzutage in den meisten Fällen mit erneuerbaren Energie beheizt werden, gibt es Bauherren und Eigentümer, die sich für die Versorgung ihrer Immobilie mit Gas entscheiden. Die Beantragung eines Gasanschlusses erfolgt über das lokale Versorgungsunternehmen. Quelle: Bauratgeber Deutschland © photodune.net

Statistik: Heizen mit erneuerbaren Energien wird immer beliebter:

Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im Jahre 2019 insgesamt 67,2 Prozent aller Neubauimmobilien in Deutschland ganz oder teilweise mit erneuerbaren Energien beheizt. In Zahlen sind dies 108.100 Immobilien, die ihre Energie auf umweltschonende Weise bezogen haben. Vor allem der Einsatz von Wärmepumpen und die Energiegewinnung durch Geo- und Umweltthermie ist in deutschen Haushalten besonders beliebt. Mit einem Prozentsatz von 47,7 setzt sich die Wärmepumpe als Heizquelle durch. Ebenso sind Solarthermie (15,2 Prozent) sowie Holz (13,8 Prozent) beliebte sekundäre Energiequellen. Vor allem Holz hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Baustoff in der Energiegewinnung entwickelt und bildet ergänzend zu der Solarthermie sowie Umweltthermie eine wichtige Heizquelle. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Anzahl der Nutzer von erneuerbaren Energien fortwährend gestiegen (2018 waren es 66,6 Prozent und 2017 64,6 Prozent), während die Anzahl der Nutzer von Gasheizungen kontinuierlich fällt. Demnach haben im Jahr 2017 insgesamt 47,7 Prozent der Eigentümer und Bewohner von Neubauimmobilien mit Gas geheizt. Im letzten Jahr waren es nur noch 41,9 Prozent. Weitere Wärmeerzeuger im Bereich der konventionellen Energien sind Öl und Strom. Zusammen betragen die sogenannten konventionellen Energiequellen laut Destatis einen Prozentsatz von 15,5 Prozent. Quelle: Destatis © fotolia.de

Urteil: Mieter und Vermieter sollen sich Kosten für Maler- und Tapezierarbeiten teilen:

Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied in zwei Fällen (AZ VIII ZR 163/18 und VIII ZR 270/18) über Rechtsstreitigkeiten zwischen Vermieter und Mieter. In beiden Fällen ging es um die Frage, wer für die Kosten für Schönheitsreparaturen aufkommen muss. Beide Mietwohnungen wurden in einem unrenovierten Zustand an die Mieter übergeben. Seit den Jahren 2002 sowie 1992 wurden keine Schönheitsreparaturen durchgeführt. Die Mieter beider Wohnungen verlangen nun von ihren Vermietern, die ihrer Meinung nach längst ausstehenden Maler- bzw. Tapezierarbeiten durchzuführen und die entstandenen Kosten zu übernehmen. Der BGH entschied in beiden Fällen, dass sich Vermieter und Mieter die Kosten für die Schönheitsreparaturen teilen müssen. Der Hintergrund für die Streitigkeiten beruht darauf, dass in einigen Mietverträgen Arbeiten für Schönheitsreparaturen von den Vermietern auf die Mieter übertragen werden. So auch in den vorliegenden Fällen. Die Abwägung der Schönheitsreparaturen ist jedoch nicht rechtswirksam; das entschied der BGH bereits im Jahre 2015. Denn Mieter würden demnach die Wohnung in einen besseren Zustand versetzen, als sie diese bei der Übernahme erhalten haben. Dies liegt rechtlich nicht in ihrem Zuständigkeitsbereich. Ein Vermieter unterliegt bei Unwirksamkeit der Renovierungspflicht bzw. der Instandhaltungspflicht. In den vorliegenden Fällen weigern sich allerdings auch die Vermieter, für die Kosten aufzukommen, denn ihrer Meinung nach würden die Mieter im Umkehrschluss eine Wohnung erhalten, die in einem weitaus besseren Zustand wäre, als sie bei Mietbeginn übernommen wurde. Auch darauf haben die Mieter, laut dem Urteil des BGH, keinen Anspruch. Unter der Voraussetzung, dass sich der Zustand der Wohnung deutlich verschlechtert hat, wovon aufgrund der langen Mietdauer auszugehen ist, haben Mieter zwar grundsätzlich Anspruch auf die Übernahme von Renovierungsarbeiten. Allerdings nur in den Zustand, wie bei Übernahme der Wohnung. Da eine Fachfirma die Wohnung durch Renovierungsarbeiten deutlich aufwerten würde, müssen sich auch die Mieter an den Kosten beteiligen – in der Regel zu 50 Prozent. Quelle: BGH © photodune.net

Tipp: So richten Sie Ihre Küche richtig ein:

Offene Raumkonzepte, die den Wohn- und Essbereich miteinander verbinden, stellen die Küche ins Zentrum des Geschehens. Eine offene Küche ist auch ein beliebter Treffpunkt, wenn sich Besuch anmeldet. Doch worauf ist zu achten, wenn auch nach einer Kochschlacht Ordnung im Wohn- und Kochbereich herrschen soll und welche Anordnung sowie Funktionen sollte eine Küche haben, um Arbeitsprozesse zu erleichtern? Moderne Küchen gibt es in unterschiedlichen Formen und Größen. Ganz gleich ob innerhalb eines großen, offenen Raumes oder in einer eher kleinen, schlauchförmigen und abgeschlossenen Küche, mit der richtigen Planung findet sich Platz für alle wichtigen Küchengeräte und auch für einen Esstisch. Je nach Raumgröße und Form können Bewohner zwischen einer einzeiligen oder zweizeiligen Küche oder sogar zwischen einer L- oder U-Form sowie einer offenen Küche wählen. Vor allem eine U-Form ermöglicht flüssige Arbeitsprozesse und nutzt den vorhandenen Raum optimal aus. Wenn möglich, sollte deshalb auch ein Arbeitsdreieck, bestehend aus Spüle, Herd und Kühlschrank eingebaut werden. Der Abstand zwischen den Arbeitsbereichen sollte nicht größer als zwei Armlängen betragen. Um gesundheitsschonend zu arbeiten und Rückenschmerzen vorzubeugen, sollte die Küche auf die eigene Körpergröße angepasst werden. Die Faustregel für die optimale Höhe der Arbeitsfläche lässt sich gut berechnen, indem man von der Ellbogenhöhe bei angewinkelten Armen 15 Zentimeter abzieht. Geräte, die häufig eingesetzt werden, sollten ihren Platz auf Arbeitshöhe finden. Der optimale Platz für die Mikrowelle oder den Ofen ist auf Augenhöhe. Bei der Lichtgestaltung ist darauf zu achten, dass der Arbeitsbereich mit hellem Arbeitslicht ausgestattet ist. Dazu bietet es sich beispielweise an, die Rückwand des Arbeitsbereiches mit LED-Leisten auszustatten. Für den Essbereich bzw. über dem Esstisch eignet sich angenehmes, indirektes Licht, wenn eine wohnliche Atmosphäre geschaffen werden soll. Quelle: Schöner Wohnen © fotolia.de

Studie zu den Auswirkungen von staatlichen Regulierungen des Wohnungsmarkts:

Die Studie „Abschätzung möglicher Auswirkungen neuer Mietregulierungen auf den Mietwohnungsmarkt in Deutschland“ des Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Econ) beschäftigt sich mit geplanten Mietregulierungen und ihren Auswirkungen auf den hiesigen Wohnungsmarkt. Für die Studie hat das DIW Parteipositionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke sowie der Berliner Landesregierung hinsichtlich ihrer wohnungspolitischer Vorhaben zusammengestellt und beispielsweise in Bezug auf die Mieterquote ausgewertet. Die Studie wurde vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Studie zeigen vor allem, dass bei einer stärkeren staatlichen Regulierung des Wohnungsmarktes ein Rückgang an verfügbaren Mietwohnungen zu erwarten ist. Vermieter von Eigentumswohnungen hätten durch die auferlegten Mietpreisbremsen weniger Einfluss auf ihre Wohnungsmieten, was geringere Einnahmen zur Folge hätte. Laut Studie würde sich der Vermietungsmarkt für Eigentümer demnach weniger attraktiv und rentabel gestalten. Es wäre zu erwarten, dass ein Teil der Eigentümer ihre Mietwohnungen als Eigentumswohnungen verkauft oder sie anderweitig nutzen würde. Auf der anderen Seite würden Mieter über einen möglichst langen Zeitraum in ihren Bestandswohnungen wohnen blieben. Wahrscheinlich auch dann, wenn sich die Familiensituation ändert. Dies hätte ebenfalls zur Folge, dass das Angebot auf dem Mietwohnungsmarkt auch seitens der Mieter sinken würde. Einkommensstarke Familien würden den Kauf einer Wohnung in Betracht ziehen. Einkommensschwächere Familien, die beispielsweise ihren Wohnort wechseln müssen, hätten Schwierigkeiten, eine neue Wohnung zu finden und müssten auf das Umland ausweichen. Auch im internationalen Vergleich würde, laut Studie, der Deutsche Wohnungsmarkt die stärkste Regulierungsintensität aufweisen, sollten die geplanten Vorhaben der Parteien umgesetzt werden. Quelle: Haus & Grund/DIW © fotolia.de

Ratgeber: Richtig dämmen:

Auch wenn das Thema Dämmung in den Sommermonaten für Eigenheimbesitzer keine zentrale Rolle spielt, macht es dennoch Sinn, sich auch jetzt über die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien und die unterschiedlichen Dämmmethoden und -stoffe Gedanken zu machen. Private Bauherren von Neubauimmobilien sollten ebenfalls gut darüber informiert sein, welche Verfahren für die Dämmung ihres Eigenheims die besten Alternative bietet. Einen Überblick über die unterschiedlichen Dämmverfahren und die vielzähligen Materialien bietet der im Juni 2020 erschienene Ratgeber „Richtig dämmen“ von der Stiftung Warentest. Während Baufirmen und Architekten meistens nur Standarddämmstoffe anbieten, stellt der Ratgeber der Stiftung Warentest insgesamt 22 unterschiedliche Dämmstoffe vor. Diese werden anhand diverser Aspekte, wie beispielsweise Nachhaltigkeit oder Wirtschaftlichkeit, untersucht. So können sich Bauherren und Eigenheimbesitzer einen Überblick darüber verschaffen, ob eine Dämmung aus Styropor, Stein- oder Holzwolle, Hanf oder einem anderem Material passend für das eigene Zuhause ist. Mit einer Gegenüberstellung der Kosten und Nutzen lässt sich schnell der richtige Dämmstoff finden. Ebenso verdeutlichen zahlreiche Schemazeichnungen unterschiedliche Dämmmöglichkeiten im ganzen Haus, ganz gleich ob es sich dabei um eine Dämmung am Dach oder im Keller handelt. Der Ratgeber gibt zudem Hilfestellung bei der Frage, wieviel Wärmedämmung sich wirklich lohnt und welche Kosten bei einer Dämmung des kompletten Hauses entstehen können. Wer auf der Suche nach einem geeigneten Handwerker ist, wird ebenfalls fündig. Zahlreiche Do-it-yourself-Anleitungen für Hobby-Handwerker veranschaulichen Arbeitsschritte zum Selbermachen. Das Buch „Richtig dämmen“ kostet 29,90 Euro und kann online über die Internetseite der Stiftung Warentest oder im Handel erworben werden. Quelle: Stiftung Warentest © photodune.net

Projekt: „Natur in den Garten“:

Der Verein Wohneigentum Niedersachsen hat im letzten Jahr das Projekt „Natur in den Garten“ ins Leben gerufen. Diese Initiative verfolgt das Ziel, möglichst viele Gärten von privaten Eigentümern als Biotope zur Unterstützung und Entwicklung der Artenvielfalt in Deutschland zu nutzen. Ebenso sollen die Gärten der an der Initiative teilnehmenden Eigentümer langfristig so miteinander vernetzt werden, dass Tiere die Möglichkeit haben, sich von Biotop zu Biotop zu bewegen. Insgesamt 50 Gärten wurden bei dem Programm „Natur in den Garten“ aufgenommen. Diese wurden zunächst nach unterschiedlichen Gesichtspunkten, wie beispielsweise der Lage und Größe des Gartens, den klimatischen Bedingungen, der vorhandenen Bepflanzung oder der Beschaffenheit der Böden untersucht, eingeteilt und in einer Landkarte festgehalten. Je nach Charakteristika der Gärten haben die Initiatoren der Kampagne unterschiedliche Maßnahmen entwickelt, die die Garteneigentümer umsetzen sollen. Vorab haben sich die Gartenbesitzer dazu verpflichtet, mindestens drei der fünf vorgegebene Maßnahmen zu verwirklichen. Zu den Maßnahmen gehören beispielsweise das Anbringen von Vogelnisthilfen sowie Insektennisthilfen für Wildbienen. Auch das Bepflanzen von Vogelnährgehölzen, welche Insekten als Nahrungsquelle während ihrer Blüte nutzen können oder die Schaffung von Blumenwiesen auf bisherigen Rasenflächen gehören zu den entwickelten Vorkehrungen. Das Projekt „Natur in den Garten“ soll langfristig auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. Die teilnehmenden Gärten erhalten eine Plakette, mit der Eigentümer von Nachbargärten zur Teilnahme animiert werden sollen. Mit der Vernetzung und der Schaffung von Siedlungsbiotopen tragen Gartenbesitzer nachhaltig zum Umweltschutz bei, indem sie in ihren Gärten zum Beispiel Wildhecken pflanzen, Feuchtbiotope schaffen oder vorhandene Bäche renaturieren. Quelle: Verband Wohneigentum e. V. © fotolia.de

Urteil: Neuer Bodenbelag muss ausreichend Schallschutz gewährleisten:

Wer in seiner Eigentumswohnung den Bodenbelag verändert oder austauscht, muss gewährleisten, dass der neue Boden den geltenden Schallschutzrichtlinien entspricht. Bei Veränderungen und Baumaßnahmen am Sondereigentum gehört es laut § 14 Nr. 1 WEG ebenfalls zu den Pflichten eines Wohnungseigentümers sicherzustellen, dass den anderen Eigentümern durch die durchgeführten Maßnahmen oder Reparaturen keine Nachteile entstehen. In dem vorliegenden Fall beklagte ein Wohnungseigentümer den Eigentümer der über ihn liegenden Wohnung, da er sich durch den hohen Geräuschpegel des Trittschalls gestört fühlt. Der Angeklagte hat in seiner Wohnung den verlegten Teppichboden gegen einen Fliesenboden ausgetauscht. Es stellt sich die Frage, ob der neue Bodenbelag den schallschutztechnischen Mindestanforderungen nach DIN 4109 entspricht. Bei der Immobilie handelt es sich um ein im Jahre 1962 erbautes Haus. Der Dachboden der obersten Wohnung wurde 1995 zu Wohnraum ausgebaut. Ein Gutachten bestätigt, dass der Trittschallpegel der Wohnungstrenndecke durch die verlegten Fliesen die in der DIN vorgegebenen 53 dB um 14 dB überschreitet. Der Eigentümer ist dazu angehalten, mit entsprechenden Maßnahmen den Trittschall zu minimieren. Laut dem Urteil des BGH (V ZR 173/19) stellt dies eine zumutbare Tätigkeit für den Eigentümer dar. Denn bereits mit einfachen Mitteln, wie beispielsweise mit dem Anbringen eines zusätzlichen Bodenbelags auf die Fliesen oder durch den Rücktausch der Fliesen gegen einen Teppichboden, kann der vorgeschriebene Schallschutz gewährleistet werden. Quelle: BGH © fotolia.de