Urteil: Keine Schadenersatzzahlung für Sachmängel:

Ein Ehepaar aus Oberfranken erwarb im Jahre 2016 ein Haus, welches in den frühen 70er Jahren erbaut wurde. Kurze Zeit nach dem Kauf entfernten sie die Holzverkleidungen und Tapeten an den Wänden im Inneren des Hauses. Unerfreulicherweise wurden nach den Arbeiten zahlreiche Risse in den Wänden sichtbar. Einen weiteren Mangel stellten sie zudem fest, als sie nach dem Entfernen der Tapete im Dachgeschoss einen Schimmelfleck entdeckten. Das Ehepaar verlangte von den Verkäufern eine Schadenersatzzahlung für die Behebung der Risse an den Wänden und für die Reparaturen am Dach. Ebenso sollten sie die Kosten für den beauftragten Gutachter übernehmen. Die ehemaligen Eigentümer lehnten die Forderungen mit der Begründung ab, die Risse in den Wänden seien auf das Alter des Hauses zurückzuführen. Zudem seien ihnen die Schimmelflecken im Dachgeschoss nicht bekannt gewesen. Im Kaufvertrag wurde ein Haftungsausschluss für Sachmängel vereinbart. Die Verkäufer des Hauses haben versichert, dass ihnen keine verborgenen Mängel bekannt seien. Das Landgericht Coburg (AZ 14 O 271/17) beauftragte einen Sachverständigen, der die Beschaffenheit des Hauses untersuchte. Laut Aussagen des Sachverständigen seien die Risse am Innenwandputz üblich, da es sich um ein 45 Jahre altes Haus mit einer einfachen Konstruktion handelt. Anders verhält es sich mit den Mängeln am Dach. Der Schimmelfleck ist laut Sachverständigem auf fehlerhafte und nicht fachmännisch durchgeführte Reparaturarbeiten am Dach zurückzuführen. Da die Kläger allerdings nicht nachweisen konnten, dass die Beklagten von den Mängeln am Dach wussten, konnte ihnen auch keine arglistiges Verhalten vorgehalten werden. Ebenso scheiterten, aufgrund des im Kaufvertrag vereinbarten Haftungsausschlusses, die Ansprüche der Kläger an diesem Sachmangel. Quelle: LG Coburg © fotolia.de

Wohnstil & Inneneinrichtung: Landhausstil:

Es gibt viele unterschiedliche Wohnstile: Einer von ihnen ist der Landhausstil, der durch die Wahl der Möbel und die Inneneinrichtung an ein Leben auf dem Land oder einen Urlaub in einem alten Landhaus erinnert. Nostalgie, Rustikalität und Gemütlichkeit sind nur einige Attribute, die Landhaus-Liebhaber mit diesem Wohnstil verbinden. Stilistisch gibt es allerdings große Unterschiede, je nachdem welches Land als Vorbild für die Inneneinrichtung dienen soll. So strahlt beispielsweise ein englisches Landhaus durch den Einsatz von dunklen Hölzern und Wandvertäfelungen eine gewisse Schwere und Beständigkeit aus, wirkt langlebig und gesetzt. Charakteristisch in der Einrichtung sind dunkelbraune Ledersessel und Sofas im Landhaus- oder Kolonialstil. Karierte oder geblümte Stoffbezüge verleihen dem Landhaus nach englischem Stil eine ganz persönliche Note. Orientiert man sich hingegen an den skandinavischen Landhäusern, stehen helle Farben und Hölzer im Vordergrund. Häufig sind die Holzmöbel weiß lackiert, ein heller Holzfußboden verleiht den Räumen noch mehr Leichtigkeit und Natürlichkeit. Die dominierende Farbe in den Textilien ist blau, die verwendeten Stoffe sind kariert, in Streifen- sowie in Blumenmustern. Wer sich an einem mediterranen Landhausstil orientiert, denkt in erster Linie an eine Finca. Bodenfliesen, Mosaikverzierungen, Keramik und warme Erdtöne sind nur einige Attribute dieses Wohn- und Einrichtungsstils. Typisch sind ebenfalls pure Betonwände aus grobem Putz, die sich durch Unebenheiten auszeichnen und gerne auch etwas verschmutzt wirken dürfen. Beige- und Terrakottafarbende Wände strahlen Gemütlichkeit und Wärme aus. Der Landhausstil nach französischem Vorbild wirkt romantisch und verspielt: geschwungene Formen, Pastellfarben und natürlichen Materialien wie Holz und Stein sowie Baumwolle und Leinen unterstreichen den verspielten Stil genauso wie der Einsatz von Korbgeflechten oder schmiedeeisernem Mobiliar. Quelle: livingathome © photodune.net

Studie: Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft:

Auch in der Immobilienbranche ist die Digitalisierung auf dem Vormarsch. Die Jubiläumsausgabe der Studie „Fünf Jahre Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft – Was bisher geschah …“, herausgegeben vom Zentralen Immobilien Ausschuss e. V. (ZIA) und von der EY Real Estate (Ernst & Young Real Estate GmbH) gibt einen Rückblick über den Digitalisierungsprozess in den letzten fünf Jahren sowie eine Auflistung der Trends und künftige Einschätzung der Entwicklungen. Für die jährlich erscheinende und fünfte Ausgabe der Digitalisierungsstudie wurden rund 250 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen befragt. Inhaltlich geht es in der Studie um eine Zusammenstellung von Meinungen zum Thema Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft. An der Befragung nahmen sowohl Mitarbeiter aus privatwirtschaftlichen Unternehmen als auch aus der öffentlichen Hand teil. Zusätzlich zu der Auswertung der Umfrageergebnisse finden Leser in der Studie Interviews von Akteuren aus der deutschen und internationalen Immobilienwirtschaft, die im digitalen Arbeitsbereich tätig sind. So geht es unter anderem um digitale Trends und eine Einschätzung, in welchen Bereichen der Immobilienwirtschaft der Einsatz von digitalen Technologien das größte Potential hat, Unternehmensprozesse zu optimieren. Rund 26 Prozent der Befragten sehen großes Potential im Bereich Property Management, dicht gefolgt vom Asset Management (19 Prozent) und Facility Management (15 Prozent). Hier sehen die Befragten Chancen, durch die Digitalisierung Kosten zu senken und Prozesse zu verbessern. Weitere Bereiche, in denen die Befragten großes Potential sehen, sind Energiedienstleistungen beispielsweise in Zusammenhang mit Smart Homes, im Bauwesen sowie im Bereich Portfoliomanagement. Detaillierte Ergebnisse zu unterschiedlichen Themen, wie beispielsweise in welcher Digitalisierungsphase sich die befragten Unternehmen befinden oder welche Rolle die Digitalisierung in der Reduktion von Energien spielt, können in der Studie ebenfalls nachgelesen werden. Quelle: ZIA © photodune.net

Tiny House als Anbau am Einfamilienhaus:

Ein Tiny House zeichnet sich durch Minimalismus und Mobilität aus, doch es kann auch ganz anders genutzt werden. Denn benötigen Hauseigentümer in ihrem Eigenheim mehr Platz, eignet sich ein Tiny House hervorragend als Anbau. So kann der Wohnraum schnell vergrößert werden, indem einige Räume in das Tiny House auslagert werden. Ein großer Vorteil ist: Hausbesitzer müssen bei Platzmangel nicht umziehen und halten die Kosten für die Wohnraumerweiterung überschaubar. Doch auch ein Tiny House benötigt Platz und so ist die Voraussetzung für diese Form des Hausanbaus ein geeignetes Grundstück. Dieses sollte nicht nur groß genug sein, sondern auch im Bebauungsplan für die Nutzung ausgewiesen werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass die vorgeschriebenen Mindestabstände zum Nachbargrundstück eingehalten werden. Bevor es an die Bauplanung geht, sollte eine Baugenehmigung vorliegen und ein Bodengutachten ausgestellt werden. Dieses entscheidet über die Lage des Tiny Houses. Ein Streifen- oder Punktfundament sind die geeignetsten Fundamentarten für ein Tiny House. Hierbei halten einbetonierte Stahlstützen das Gewicht des neuen Anbaus. Wer möchte, kann sogar einen Keller aus Beton bauen lassen, dieser dient als Erweiterung zu einer Bodenplatte aus Beton. Ist das Fundament einmal gelegt, kann es mit dem Anbau des Tiny Houses losgehen. Da die Innengestaltung bereits vorab festgelegt wurde, wird der Tiny-House-Anbau schlüsselfertig auf einem Kran angeliefert. Das Bauunternehmen muss sich nur noch um die Wasser- und Abwasseranschlüsse kümmern und die Telefon- und Stromleitungen verlegen. Quelle: Das Haus online © photodune.net

Energieersparnis durch moderne Hauseingangstüren:

Auch mit einer neuen Hauseingangstür können Bewohner Energie im Haushalt sparen. Denn neue Modelle verfügen über eine hervorragende Wärmeisolierung und lassen den Wind an kalten Tagen draußen. Zudem schützt eine neuwertige Haustür im Sommer vor Hitze und bietet somit das ganze Jahr über hervorragenden Wohnkomfort. Dabei spielt der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) bei der Auswahl einer neuen Hauseingangstür eine elementare Rolle.  Hauseingangstüren gibt es in zahlreichen Modellen und aus unterschiedlichen Materialien. Wer viel Wert auf eine kostengünstige Variante legt, dabei aber Abstriche in puncto Design machen kann, für den kommt eine Kunststofftür infrage. Dank der integrierten Mehrkammerprofile sind diese Türen sehr energiesparend und pflegeleicht. Auch Aluminiumtüren sind bei Hausbesitzern beliebt, denn sie zeichnen sich durch eine hohe Witterungsbeständigkeit aus. Diese besitzen, genauso wie Edelstahltüren, voneinander getrennte Profile mit Füllungen aus Polyurethan-Schaum. Wem es auf eine natürliche Optik ankommt und wer ausreichend Zeit für die Pflege und Wartung hat, für den kommt eine Haustür aus Holz infrage. Holz bietet zudem einen hohen Schallschutz. Haustüren aus Glas oder Glaselementen wirken elegant und erzielen mit einem Dreischeiben-Isolierglas gute Ergebnisse. Besonders beliebt sind Hauseingangstüren mit einer geschlossenen Türfüllung. Diese können gut mit Seitenteilen aus Glas kombiniert werden und durch den Einsatz von Holz, Stein oder Aluminium individuelle Akzente setzen. Quelle: effizienzhaus-online © photodune.net

Urteil: Vermieter muss Defekt an Telefonleitung beseitigen:

In dem vorliegenden Fall verlangte die Mieterin einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus von ihrem Vermieter, die Mängel an der Telefonleitung zu beseitigen und für die Reparaturarbeiten aufzukommen. Das sich im Erdgeschoss befindende Wohnobjekt ist mit einem Telefonanschluss ausgestattet, dessen Leitung durch einen Kriechkeller mit dem Hausanschluss verbunden ist. Das Mietverhältnis besteht seit dem Jahre 2011. Im Jahre 2015 stellte die Mieterin einen Defekt an der Telefonleitung fest. Laut Aussagen des Telefonanbieters handele es sich hierbei um Beschädigungen am Kabel, welches durch ein intaktes ersetzt werden müsse. Um telefonieren und das Internet nutzen zu können, verlegte die Mieterin selbständig und provisorisch ein Telefonkabel, welches durch ein gekipptes Fenster aus der Wohnung zum Hausanschluss im Keller führte. Der Vermieter weigerte sich jedoch weiterhin, die Reparaturarbeiten in Auftrag zu geben und das Telefonkabel erneuern zu lassen. In dem Urteil entschied der Bundesgerichtshof (BGH, AZ VIII ZR 17/18), dass der Vermieter die defekte Telefonleitung instand setzen muss. Denn gemäß § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB ist ein Vermieter nicht nur dazu verpflichtet, die Mietwohnung in einem für den vertragsgemäßen geeigneten Zustand zu übergeben, sondern diese auch während der Mietzeit in ebendiesem Zustand zu erhalten. Da die Wohnung mit einer Telefondose ausgestattet ist, ist davon auszugehen, dass ein intakter Telefonanschluss zum vertragsmäßigen Zustand zählt und die Mieterin diesen nutzen kann. Quelle: BGH © photodune.net

Ebenerdige Bauweise: Bungalow:

Wer von einem eingeschossigen Haus träumt, welches sich durch eine besondere Nähe zur Natur und zum eigenen Garten auszeichnet, könnte sich für ein Bungalow interessieren. Vor allen Dingen dann, wenn dieser über großflächigen Fensterfronten verfügt. Durch die ebenerdige Bauweise befinden sich alle Wohnräume und Nutzflächen auf nur einer Etage. Dies ist auch einer der Gründe, warum Bungalows auch für Menschen, die auf der Suche nach einem barrierefreiem Zuhause sind, von großem Interesse sind. Ob für Familien mit Kindern, für ältere Menschen oder Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung, die einfachen Grundrisse ohne Stufen und Treppen sorgen für einen hohen Wohnkomfort. So gibt es in einem Bungalow noch nicht einmal am Eingang Eintrittsstufen, die den Zugang erschweren könnten. Doch die ebenerdige Bauweise kann auch zum Nachteil werden: Da sich alle Räume auf einer Fläche befinden, steigt der Grundflächenbedarf und somit steigen auch die Mehrkosten. Je nach Größe kosten Bungalows bei einem Fertighaushersteller zwischen 100.000 und 400.000 Euro. Die Grundfläche kann bei einem Mini-Bungalow etwa 80 Quadratmeter betragen. Wer es lieber größer und geräumiger mag, findet in einem Winkelbungalow etwa 200 Quadratmeter Nutzfläche. Da Bungalows in der Regel keinen Keller haben, muss berücksichtigt werden, dass Stauraum fehlt und auch die Haustechnik einen Bereich im Haus benötigt. Es besteht allerdings die Möglichkeit, durch einen Aushub eine Teilunterkellerung zu errichten. Diese bietet für die Haustechnik Platz oder kann als Brennstofflager genutzt werden. Quelle: modulheim.de © fotolia.de

Steigendes Investoreninteresse nach Gesundheitsimmobilien:

Von den Auswirkungen der Corona-Pandemie sind vor allem der Büroimmobilienmarkt sowie der Hotelsektor betroffen. Daher haben sich die Schwerpunkte von institutionellen Investoren verlagert: Vor allem im Bereich Wohnimmobilien und Logistik sowie in der Assetklasse der Gesundheitsimmobilien ist das Investitionsinteresse nun stark gestiegen. Im dritten Quartal 2020 liegt vor allen Dingen der Gesundheitsimmobilienmarkt stark im Fokus von institutionellen Anlegern. Das geht aus dem Quartalsbericht des Immobiliendienstleistungsunternehmens CBRE hervor, der sich mit den Veränderungen auf dem Immobilienmarkt beschäftigt. Laut den Daten des „Marktview Snapshots – Deutschland Gesundheitsimmobilien“ von CBRE erreicht das Investitionsvolumen in dieser Assetklasse in den ersten drei Quartalen diesen Jahres beinahe 2 Milliarden Euro. Dabei stehen vor allen Dingen Pflegeheime im Zentrum des Investoreninteresses. Diese Tendenz macht sich deshalb bemerkbar, da 69 Prozent des Investitionsvolumens der Gesundheitsimmobilien und somit 1,34 Milliarden Euro auf Pflegeheime fallen. Weitere 19 Prozent des Investitionsvolumens sind im Bereich betreutes Wohnen zu verzeichnen. Experten führen die steigende Nachfrage von nationalen und internationalen Anlegern nach Gesundheitsimmobilien auf die Suche nach gesicherten Miet- und Pachtzahlungen zurück. Die Risikoeinschätzung der Investoren im Bereich der Gesundheitsimmobilien wird als gering gewertet. Denn bisher gab es laut Aussagen der großen Bestandhalter keine Mietausfälle im Sektor der Gesundheitsimmobilien. Die starke Nachfrage nach Immobilien im Bereich der Pflegeheime sowie das geringe Angebot in diesem Sektor haben zur Folge, dass die Spitzenrendite im Jahresvergleich auf 4,25 Prozent gesunken ist. Quelle: CBRE © fotolia.de

Dacheindeckung: Möglichkeiten und Materialien:

Wenn es um das Thema Dacheindeckung geht, steht nicht nur die Form des Daches im Zentrum der Überlegungen. Auch die für das Dach verwendeten Materialien sollen dazu beitragen, das Haus vor Witterungseinflüssen zu schützen. Ein Dach soll eine lange Lebensdauer haben und äußerst robust sein, um auch starken Stürmen, Hagel oder Windböen sowie Sonneneinstrahlung standzuhalten. Doch trotz der zahlreichen Auswahlmöglichkeiten, müssen sich Bewohner zunächst an die rechtlichen Bestimmungen und Vorgaben im Bebauungsplan halten. So ist die Dachform zum großen Teil von der Architektur des Hauses abhängig. Die gängigste Dachform in Deutschland ist das Steildach. Ein Vorteil ist, dass es bei einem Steildach vielzählige Auswahlmöglichkeiten für die Dacheindeckung gibt. So bieten sich Dachziegel und Dachpfannen genauso gut für das Steildach an wie Dachsteine aus Beton, Schieferplatten und Natursteine. Neben der optischen Unterschiede bringt jedes Material unterschiedliche Eigenschaften mit sich. Während die aus Lehm, Ton und Wasser bestehenden Dachziegel beispielsweise aufgrund ihrer Langlebigkeit und Robustheit besonders beliebt sind, zeichnet sich Beton durch einen günstigen Preis, eine gute Energiebilanz und zahlreiche farbliche Gestaltungsmöglichkeiten aus. Weitere Materialien bei einem Steildach können Faserzementplatten oder Dächer aus Aluminium, Kupfer oder Zink sein. Neben den genannten Dacheindeckungen gibt es zudem die Möglichkeit des Baues eines Weichdachs. Dieses besteht aus weichen Naturmaterialien wie beispielsweise Stroh, Reet oder Holzschindel und zeichnet sich durch seine baubiologischen Eigenschaften aus. Hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass Dächer mit einer weichen Bedachungsform genehmigungspflichtig sind und die Bestimmungen des Brandschutzes erfüllen müssen. Erlaubt der Bebauungsplan den Einsatz eines Flachdachs stehen zahlreiche Design- und Farbmöglichkeiten zur Auswahl. Allerdings muss aufgrund der geringen Neigung von weniger als fünf Prozent eine gute Entwässerung und Dichtigkeit gewährleistet sein. Quelle: Immowelt AG © photodune.net

Studie: Heizspiegel für Deutschland 2020:

Auch in diesem Jahr hat die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online den „Heizspiegel für Deutschland“ herausgegeben. In dem Heizspiegel und mithilfe des „Online-Heizkostenrechners“ auf der Internetseite von co2online können Mieter und Eigentümer ihren Energieverbrauch analysieren. Dank einer Zusammenstellung von Vergleichswerten von 147.000 beheizbaren Gebäuden in Deutschland, können Nutzer ihren persönlichen Verbrauch einordnen und sehen, ob ihr Heizenergieverbrauch und die Kosten in einem angemessenen Bereich liegen oder ob sie zu hoch sind. Die Berechnungen des „Heizspiegels 2020“ beziehen sich auf das Abrechnungsjahr 2019. Demnach liegen die Heizkosten in einer 70 Quadratmeter großen Wohnung, welche durch eine zentrale Gasheizung betrieben wird, zwischen 485 und 1.030 Euro. Neben der Auswahl der Energieträger ist der Hauptfaktor der unterschiedlich hohen Energiekosten auf den Sanierungszustand des Hauses zurückzuführen. Die Experten von co2online weisen darauf hin, dass Bewohner eines Mehrfamilienhauses, welches sich in einem schlechten energetischen Zustand befindet, etwa die Hälfte mehr an Heizkosten zahlen müssen als in Neubauimmobilien oder in Wohnhäusern, die energetisch saniert wurden. Interessenten, die ihren Heizkostenverbrauch überprüfen möchten, können ihre Daten aus der letzten Heizkostenabrechnung in den Online-Heizkostenrechner eingeben. Mit zahlreichen Tipps erfahren Verbraucher zudem, wie sie im Alltag energieeffizienter haushalten und zugleich Kosten einsparen können. Ebenso können sie sich darüber informieren, welcher Energieträger sich besonders gut für ihren Bedarf eignet. Das Heizen mit Holzpellets beispielweise stellt eine energiefreundliche und günstige Variante dar. Durchschnittlich betrugen die Kosten im Jahre 2019 etwa 590 Euro. Hingegen ist das Heizen mit Fernwärme mit durchschnittlich 890 Euro im Jahr im oberen Preissegment angesiedelt. Quelle: co2online © fotolia.de

Urteil: Kosten fürs Holzfällen sind keine Betriebskosten für Mieter:

Während Vermieter Tätigkeiten im Bereich der Gartenpflege als Betriebskosten auf die Mieter umlegen können, ist dies bei der Fällung von Bäumen nicht der Fall. Denn das Anlegen und Pflegen von Pflanzen, das Beschneiden von Hecken oder die Rasenpflege sind wiederkehrende Tätigkeiten, die zur Pflege des Gemeinschaftseigentums zählen. Das Baumfällen hingegen ist eine einmalige Tätigkeit, die aufgrund der langen Lebensdauer von Bäumen nur selten durchgeführt wird. So entschied das Amtsgericht Leipzig in einem Streitfall (AZ 168 C 7340/19), dass die Kosten für das Fällen von Bäumen nicht als laufende Kosten in der Betriebskostenabrechnung auftauchen dürfen. Ein Vermieter hat einen Holzfäller damit beauftragt, die auf seinem Grundstück stehende Robinie und Korkenzieherweide abzuholzen. Diese Kosten legte er in der Betriebskostenabrechnung auf die Mieter um. So sollte jede Mietpartei 50,45 Euro mehr bezahlen. Damit waren die Mieter nicht einverstanden und erhoben Klage. Das Gericht entschied zugunsten der Mieter. Um Kosten als Betriebskosten zu verrechnen, müssen die Tätigkeiten regelmäßig erfolgen. Auch wenn unter „Regelmäßigkeit“ ebenfalls ein mehrjähriger Turnus zählt, trifft diese Anforderung auf das Fällen von Bäumen nicht zu. Somit muss der Vermieter die Kosten für den Holzfäller selbst tragen. Quelle: LG Leipzig © fotolia.de

Tipp: Nischen als Stauraum und Dekoelement:

Nischen und ungenutzte Flächen in der Wohnung oder im Haus können mit etwas Geschick und Fantasie als Stauraumwunder dienen. Mit der richtigen Beleuchtung oder hellen Farben können Räume zudem optisch vergrößert und dekorativ verschönert werden. Ganz gleich, ob es sich bei den Nischen um tote Winkel an der Treppe handelt, die zu einem kleinen Homeoffice umgewandelt werden können oder um kleine Einlassungen im Badezimmer, die als Ablageflächen dienen, Nischen können Ihrem Zuhause eine besondere Note verleihen. So können kleine Nischen im Badezimmer nicht nur als Ablagefläche für Seife und Shampoo dienen, sondern auch mit Regalböden ausgestattet und als offene Schränke zur Ablage von Handtüchern genutzt werden. Hier bietet es sich an, Böden aus Glas zu verwenden, denn diese halten Spritzwasser optimal ab. Auch in der Küche, im Wohn- oder Schlafzimmer lassen sich Nischen bestens als Regalschränke ausfüllen. Eingelassene Wandnischen können einen Nachtisch neben dem Bett ersetzen und Erker in eine gemütliche Leseecke verwandelt werden. Doch nicht jede Nische muss als Staufläche genutzt werden. Handelt es sich um zurückspringende Wände in einem Raum oder um halbrunde Wandnischen, können diese mit kräftigen Farben betont werden und dem Raum einen besonderen Akzent verleihen. Durch den Einsatz von hellen oder bunten LED-Leuchten in den Nischen erhalten die Räume ein wohnliches Ambiente und sorgen für eine angenehme Wohnatmosphäre. Auch Durchgänge, Kammern oder Trempel können umfunktioniert werden und als Plattenregal dienen oder mit einer kleinen Hausbar ausgestattet werden. Quelle: zuhause wohnen © fotolia.de

Marktbericht: Residential Investment 2019/2020:

Laut dem „Residential Investment – Wohn- und Geschäftshäuser im Überblick“ des Immobiliendienstleisters Colliers International sind auf dem deutschen Immobilienmarkt Wohnimmobilien bei Investoren sehr beliebt. Mit einem Transaktionsvolumen von rund 181 Milliarden Euro zeichnen Wohnimmobilien im Jahre 2019 höhere Umsatzzahlen auf als noch im Vorjahr. Dabei fällt ein Transaktionsvolumen von 58 Milliarden Euro auf die Assetklasse der Mehrfamilienhausimmobilien. Auch der Handel mit Wohn- und Geschäftshäusern ist beliebter denn je zuvor. In dem Report von Colliers International wurden insgesamt 42 Städte in Deutschland analysiert. Laut Berechnungen wurden in diesen Städten im Jahre 2019 insgesamt 9.230 Wohn- und Geschäftsimmobilien verkauft. Das Transaktionsvolumen lag hier bei insgesamt 20,63 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist hier ein Anstieg von 4,1 Prozent festzustellen. Etwas mehr als die Hälfte der 20,63 Milliarden Euro wurden in Berlin, und Hamburg sowie München, Köln und Frankfurt ausgegeben. Dabei sind rund 4,82 Milliarden Euro des Transaktionsvolumens in Berlin zu verzeichnen. Eine weitere Entwicklung auf dem Immobilienmarkt ist auch in Städten mit sekundären Standorten zu verzeichnen. So zeigt die Studie, dass Standorte wie Aachen oder Fürth für Investoren attraktiver geworden sind und immer mehr in den Fokus von Investments rücken. Dieser Trend ist an dem starken Anstieg des Umsatzvolumens zu sehen. So betrug das Umsatzvolumen in Aachen rund 414,6 Millionen Euro und somit einen Anstieg von 132 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Neben Aachen und Fürth konnten auch Offenbach, Mainz und Wiesbaden einen Anstieg des Umsatzvolumens verzeichnen. Hingegen zeigen Auswertungen des Reports, dass in Potsdam und Regensburg das Investmentvolumen rückläufig war. Quelle: Colliers © fotolia.de

Tipp: Fußleisten richtig lackieren:

Wer sein Zuhause renovieren und die Wände streichen oder die Tapeten auswechseln möchte, sollte auch die Fußleisten mitlackieren. Denn so können an diesen direkt kleine Mängeln behoben werden, wie zum Beispiel Dellen oder Kratzer. Mit etwas Fleiß und handwerklichem Geschick können die Lackierarbeiten auch problemlos in Eigenregie ausgeführt werden. Doch bevor es ans Lackieren geht, sollten die Fußleisten zunächst mit feinkörnigem Schleifpapier angeschliffen werden. Werden beim Schleifen tiefere Kratzer, Löcher oder Farbabplatzungen sichtbar, sollten diese mit Holzspachtelmasse ausgebessert werden. Ist die Spachtelmasse aufgetragen, sollten Hobbyhandwerker diese etwa zwölf Stunden einwirken lassen. In der Zwischenzeit kann der Boden schon einmal mit Papier oder Vlies ausgelegt werden. Um beim Lackieren keine Farbspuren an den Wänden zu hinterlassen, sollte der Übergang von der Fußleiste zur Wand mit Krepppapier abgeklebt werden. Auch beim Lackieren gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Ganz nach dem Motto „Weniger ist mehr“, ist es von Vorteil, sparsam mit der Farbe oder dem Lack umzugehen. So verhindert man Tropfnasen und Unebenheiten. Um ein gleichmäßiges Farbergebnis zu erzielen, ist es zudem wichtig, die Fußleisten in Längsrichtung mit langen Pinselstrichen zu streichen. Bei der Auswahl des Lacks ist es nicht nur wichtig, die passende Farbe auszuwählen, sondern auch auf Qualität zu achten. Denn durch den Einsatz von Qualitätsfarbe ist in der Regel nur ein Anstrich notwendig und die frischgestrichenen Leisten erstrahlen lange in neuem Glanz. Quelle: Immowelt AG © photodune.net

Forschungsprojekt: EnergyTWIN:

Bei der Gebäudeplanung spielt nicht nur der Standort oder die Architektur eine wichtige Rolle, sondern auch die technische Ausrüstung des Gebäudes oder die Planung und der Verlauf von Strom- und Wasserleitungen. Heutzutage werden Bauvorhaben und die Gebäudeplanung im Building Information Modeling (BIM) geplant. Doch so gut der digitale Gebäudeentwurf auch sein mag, die Realität lässt oft ungeahnte Probleme auftreten. Mit dem Forschungsprojekt „Energiediagnosestecker Digitaler Zwilling – EnergyTWIN“ soll das BIM durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz sowie detaillierten und spezifischen Visualisierungen der Gebäudetechnik und Augmented Reality optimiert werden. Mit unterschiedlichen neuen Methoden und Techniken werden dann beispielsweise Verknüpfungen und Funktionen, Kommunikationsstrukturen sowie die Anlagentechnik für Gebäudeinformationsmodelle erfasst und entwickelt. In dem Projekt „EnergyTwin“ sollen in einem Zeitraum von 3,5 Jahren nicht nur die Inbetriebnahme von Gebäuden erprobt und Abläufe optimiert werden, sondern auch Energiesparpotenziale erforscht und weiterentwickelt werden. Das Projekt „EnergyTwin“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Geodätischen Instituts und Lehrstuhls für Bauinformatik & Geoinformationssysteme (gia) der RWTH Aachen und des Lehrstuhls für Energieeffizientes Bauen (E3D). Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Quelle: RWTH © fotolia.de

Urteil: Mieter nach Auszug schadensersatzpflichtig:

Nach dem Auszug aus einer Mietwohnung in Wuppertal seien die Mieter dazu verpflichtet gewesen, Dübellöcher zu verschließen und die Wohnungswände zu streichen, so das Landgericht Wuppertal (AZ 9 S 18/20). Nachdem die Mieter ausgezogen waren, verlangte der Vermieter der Wohnung, die mit Latexfarbe überstrichenen Wände wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückzubringen. Auch die insgesamt 126 Dübellöcher sollten aus Sicht des Vermieters von den Mietern beseitigt werden. Da sich die Mieter weigerten, der Forderung nachzugehen, beauftragte der Vermieter einen Maler für die Arbeiten. Die Kosten zog er von der Mietkaution ab. Damit waren die Mieter nicht einverstanden und erhoben Klage vor dem Amtsgericht (AG) Mettmann. Doch das Amtsgericht entschied, dass die Mieter sich schadensersatzpflichtig gemacht haben. Diese hätten laut AG bei ihrem Auszug die Mietwohnung in einem Zustand hinterlassen müssen, bei dem nur normale Schönheitsreparaturen notwendig gewesen wären. Dies war laut Gerichtsbeschluss nicht der Fall. Die Dübellöcher stellen, laut Urteil, einen Substanzeingriff dar. Dabei spielt die Anzahl der Dübellöcher keine Rolle. Laut Gerichtsbeschluss seinen Mieter immer dazu verpflichtet, diese beim Auszug fachgerecht zu verschließen, auch wenn es sich nicht um ein atypisches Nutzerverhalten handeln würde. Auch die Latexfarbe hätte beim Auszug überstrichen werden müssen. Die Mieter gingen in Berufung, doch auch das Landgericht Wuppertal lehnte die Klage ab. Quelle: LG Wuppertal © fotolia.de

Vor- und Nachteile einer Nachtspeicherheizung:

Mieter und Eigentümer, die in ihrer Wohnung eine Nachtspeicherheizung haben, sollten darauf achten, dass sie diese richtig betreiben. Eine Nachtspeicherheizung wird mit elektrischem Strom betrieben. Dabei nimmt sie Strom in der Nacht auf und wandelt diesen in thermische Energie um, um die Wärme am darauffolgenden Tag an die Räume abzugeben. Dies geschieht, indem die tief im Heizkörper liegenden Heizelemente zunächst die Schamottesteine aufwärmen und die Wärme dann an die Umgebungsluft abgegeben wird. Die Aufnahme und Abgabe der Wärmeenergie erfolgt nur langsam. Durch die Speicherung kann die Wärme nach Bedarf an den Raum abgegeben werden. Heutzutage werden anstatt Schamottesteinen auch Heizmatten aus Naturstein eingesetzt. Allerdings erreichen diese nicht dieselbe Speicherleistung. Eine Nachtspeicherheizung viele Vorteile. Sie benötigt weder einen zentralen Heizkessel noch ein Rohrleitungssystem oder eine Pumpe, die der Verteilung der Wärme dienen. Zudem kann eine Nachtspeicherheizung leicht montiert werden und ist wegen ihrer einfachen Funktionsweise kaum vor einem Ausfall bedroht und wartungsfrei. Auch wenn sie recht günstig ist, sollte der Stromverbrauch gut kontrolliert werden. Für ihre Nutzung wird deswegen ein zweiter Stromzähler oder ein Zweittarifzähler benötigt. Die durch die Nachtspeicherheizung verursachten hohen Betriebskosten sind allerdings ein großer Nachteil – die Stromkosten einer Nachtspeicherheizung übersteigen die Kosten einer Zentralheizung um ein Vielfaches. So kommen beispielsweise bei einem Haus mit 100 Quadratmetern Wohnfläche und einer durchschnittlichen Dämmung leicht mehr als 3.000 Euro Heizkosten im Jahr zustande. Die hohen Preise ergeben sich unter anderem deshalb, weil die meisten Stromanbieter keine getrennten Tarife für Tag- und Nachtstrom anbieten. Weitere Vor- und Nachteile einer Nachtspeicherheizung können auf der Internetseite des Ratgeber- und Informationsportals heizung.de nachgelesen werden. Quelle: heizung.de © photodune.net

Studie: Der ostdeutsche Wohnungsmarkt nach der Wiedervereinigung:

Laut der Studie „Der ostdeutsche Wohnungsmarkt nach der Wiedervereinigung“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung haben sich die Mieten in Ostdeutschland in den letzten 30 Jahren den Mieten in Westdeutschland angeglichen. So ist in ostdeutschen Städten ein hoher Anstieg der Mietkostenbelastung festzustellen. Laut Umfrageergebnissen sind Mieter trotz der steigenden Bruttokaltmiete in Bezug zum sich geringfügig entwickelnden Nettoeinkommen zufrieden mit ihrer Wohnsituation. Der Anstieg der Mietkostenbelastung trifft vor allen Dingen geringverdienende Haushalte. Während im Jahre 1990 die Quote der Mietkostenbelastung von einkommensschwachen Privathaushalten im Osten 4 Prozent betrug, lag sie 2018 bei 24 Prozent. Die Quote bei den besserverdienenden Haushalten stieg in demselben Zeitraum von 4 auf 24 Prozent. In Westdeutschland fällt die Steigung der Mietkostenbelastung im Vergleich wesentlich flacher aus. Denn während die Quote im Jahre 1990 bei einkommensschwachen Familien bereits bei 20 Prozent lag, stiegt sie bis 2018 lediglich um elf Punkte auf 31 Prozent. Bei den oberen Verdienstklassen veränderte sich die Quote nur um 5 Punkte von 20 auf 25 Prozent. Ebenso zeigt die Analyse Veränderungen in der Größe der Wohnfläche pro Person auf. In Ostdeutschland standen Mietern im Jahre 1990 nur 30,5 Quadratmeter pro Kopf zu. Bis 2018 stieg der Wohnflächenanspruch für eine Person auf 44,2 Quadratmeter und damit um 13,7 Quadratmeter Gesamtfläche. In Westdeutschland hingegen betrug die zustehende Wohnfläche bereits im Jahre 1990 42,3 Quadratmeter und stieg bis 2018 um 6,2 auf 48,5 Quadratmeter. Die Studienauswertungen zeigen zudem, dass Mieter im Osten sogar noch etwas zufriedener mit ihrer Wohn- und Lebenssituation sind als im Westen. Auf einer Skala von 1 bis 10 lag der Zufriedenheits-Wert bei ostdeutschen Mietern 2018 bei 7,4 Punkten und im Westen bei 7,3. Quelle: DIW © photodune.net

Tipp: Was tun, wenn Bauträgerinsolvenz droht:

Viele Hauskäufer entscheiden sich für eine Zusammenarbeit mit einem Bauträger. Der Vorteil für Käufer dabei ist, dass sowohl die Baumaßnahmen und die Fertigstellung des Hauses als auch die Rechte an dem Grundstück über den Bauträger aus einer Hand kommen. Die Bauträger müssen bei den Bauleistungen sowie beim Erwerb des Bauträgergrundstücks in Vorleistung gehen. Um dies zu realisieren, nehmen sie hohe Bankdarlehn auf. Kommt es dabei zu Zahlungsrückständen, etwa, weil Erwerber aufgrund von Mängeln Zahlungen zurückhalten, müssen Bauträger es schaffen, die finanzielle Lücke oder Verzögerungen im Zahlungsverkehr zu schließen. Gelingt dies nicht, droht ihnen eine Insolvenz. Muss ein Bauträger Insolvenz anmelden, hat dies große Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Bauvorhabens. Um sich vor den Folgen einer Insolvenz zu schützen, sollten Erwerber ihre Interessen alsbald von einem Anwalt vertreten lassen. Hier muss zunächst darüber entschieden werden, ob die Erwerber weiter bauen oder aus dem Vertrag zurücktreten möchten. Denn halten sie weiter an ihrem Bauvorhaben fest, muss garantiert werden, dass das Grundstück ihnen zugeschrieben wird und nicht dem Insolvenzverwalter oder der Bauträgerbank. Denn die Bauträgerbank steht im Grundbuch noch vor den Erwerbern und auch der Insolvenzverwalter vertritt anderweitige Interessen. Eine andere Möglichkeit wäre, den Vertrag zurückzuwickeln. Damit die Erwerber bei der Zusammenarbeit mit einem Bauträger über einen gewissen Rechtsschutz verfügen, sind Vorschriften aus der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) einzuhalten. Bei der Beglaubigung des Bauträgervertrags achtet der Notar darauf, dass diese Rechtsvorschriften eingehalten werden. Quelle: bautipps © fotolia.de

Studie: Warum Homeoffice gut fürs Klima ist:

Die von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie „Arbeiten nach Corona – Warum Homeoffice gut fürs Klima ist“ zeigt auf, wie viele CO2-Emissionen eingespart werden könnten, wenn der Trend von Homeoffice auch nach der Corona-Pandemie anhält. Die plötzliche Entwicklung im Bereich des mobilen Arbeiten und der Digitalisierung hat gezeigt, welche Auswirkungen flexible Arbeitsstrukturen auf die Umwelt haben können: Weniger Pendelverkehr bedeutet weniger Stau und Abgase und somit eine Verringerung der CO2-Emissionen im Personenverkehr. Das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) war für die Durchführung der Analysen zuständig. Die Studienautoren sehen die Etablierung und Steigerung von Homeoffice-Tagen als eine wichtigen Teil der Mobilitätswende. Als Grundlage für die Berechnungen werden unterschiedliche Analysen zur Telearbeit aus diesem Jahr herangezogen. In diesen wurde ein Telearbeit-Anteil zwischen 25 und 37 Prozent ermittelt (Möhring et al. 2020 / Eurofound 2020a, 2020b). Ausgehend von diesen Berechnungen erarbeiten die Studienautoren des IZT zwei unterschiedliche Szenarien, in welcher Höhe der Ausstoß von CO2 im Pendelverkehr lediglich durch die Etablierung des Homeoffices in den Arbeitsalltag verringert werden könnte. Bei ihren Untersuchungen gehen die Autoren nicht davon aus, dass in Zukunft ein Großteil der Arbeitnehmer in Vollzeit von Zuhause aus arbeiten wird. Vielmehr ist eher mit einem oder zwei Arbeitstagen im Homeoffice zu rechnen. In diesem Fall könnten, laut Berechnungen, die CO2-Emissionen beim Pendelverkehr im „konservativen Szenario“ um bis zu 5 Prozent gesenkt werden. Dies wäre dann der Fall, wenn der Telearbeit-Anteil 25 Prozent beträgt. Im „fortschrittlichen Szenario“ und einem Anteil von Telearbeit von 50 Prozent sind sogar Einsparungen von bis zu 18 Prozent möglich. Doch die Autoren weisen ebenfalls darauf hin, dass die Förderung des Homeoffices nur ein Teil der Mobilitätswende ist. Ebenso gehören ein ausgedehntes öffentliches Verkehrssystem und der Ausbau von Fuß- und Radwegen zu den Rahmenbedingungen, um die Klimaschutzziele im Personenverkehr erreichen zu können. Quelle: IZT/Greenpeace © fotolia.de

Urteil: Bleirohre im Haus stellen Sachmangel dar:

Im Jahre 2016 hat ein Kaufinteressent ein Mehrfamilienhaus erworben. Erst nach dem Kauf des Mehrfamilienhauses hat der neue Eigentümer den Mangel an dem Haus festgestellt. Konkret ging es darum, dass in dem im Jahre 1955 erbauten Haus immer noch Bleirohre verbaut waren. Der neue Eigentümer lies die alten Bleirohre austauschen und verlangte von der Voreigentümerin die Übernahme der Kosten von etwa 55.000 Euro. Da sich die Voreigentümerin weigerte, für die Kosten aufzukommen, klagte der neue Besitzer des Mehrfamilienhauses auf Erstattung der Mängelbeseitigungskosten (AZ 24 U 251/18). Das Landgericht Duisburg gab der Klage statt. Die Berufungsklage der ehemaligen Eigentümerin vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf hatte ebenfalls keinen Erfolg. Somit musste sie die Kosten für den Austausch der Bleirohre begleichen. Laut den Entscheidungen der Gerichte, sei das Haus mit einem Sachmangel gemäß § 434 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BGB behaftet. Selbst wenn die Bleirohre in dem Gebäude keinen akuten Sanierungsbedarf dargestellt hätten, muss bei einem Verkauf der Eigentümer den Kaufinteressenten über die Bleirohre in Kenntnis setzen. Nicht nur, weil es sich bei Blei um ein gesundheitsgefährdendes Umweltgift handelt, stellt es einen Sachmangel im Gebäude dar. Durch den notwenigen Austausch der Rohre ist mit einer Wertminderung des Gebäudes zu rechnen. Ebenso kann es durch alte Bleirohre zu einer Überschreitung der in der Trinkverordnung angegebenen Grenzwerte und somit zu einem Verstoß der Verordnung kommen. Quelle: OLG Düsseldorf © photodune.net

Barrierefreies Wohnen: Homelift:

Wer im Alter in seinem Eigenheim wohnen bleiben möchte, setzt sich früher oder später mit dem Thema barrierefreies Wohnen auseinander. Gerade bei Häusern mit mehreren Stockwerken muss eine Lösung für das Treppensteigen gefunden werden. Neben klassischen Treppenliften oder Plattformliften haben Eigentümer auch die Möglichkeit, einen Homelift im Hausinneren oder an der Außenfassade anzubringen. Was viele nicht wissen: Ein Homelift lässt sich bereits bei einem Quadratmeter Fläche installieren und kann auch im Nachhinein eingebaut werden. Ähnlich wie Personenaufzüge in Bürogebäuden, können sich Homelifts über eine oder mehrere Stockwerke nach oben und nach unten bewegen. Aus diesem Grund werden Homelifts auch Senkrechtlifts genannt und sind in zwei Bauarten verfügbar. So haben Eigentümer die Auswahl zwischen einer Transportkabine mit einer selbsttragenden Konstruktion, die sich nicht innerhalb eines Schachts befindet oder einer Transportkabine, die in einen Transportschacht integriert ist. Beide Varianten sind im Gegensatz zu Treppen- und Plattformliften unabhängig von dem Treppenaufgang. Zudem sind keine aufwendigen Umbauten erforderlich, denn ein Senkrechtlift lässt sich relativ leicht einbauen. Je nachdem, durch wie viele Stockwerke der Senkrechtlift gleiten soll und wie viele Deckenbrüche dafür erforderlich sind, setzen sich die Kosten unterschiedlich zusammen. Auch die Ausstattung des Lifts und die Tragkraft spielt eine wichtige Rolle bei der Preisermittlung. Während Standard-Modelle ab etwa 20.000 Euro erworben werden können, bewegen sich die Kosten für Sonderanfertigungen zwischen 26.000 und 40.000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für einen Architekten sowie ein Bauunternehmen. Erwähnenswert ist, dass einige Kranken- oder Pflegekassen sowie Berufsgenossenschaften die Anschaffung eines Senkrechtlifts mit bis zu 4.000 Euro bezuschussen. Zudem vergeben auch einige Banken zinsgünstige Darlehn. Quelle: Treppenlift-Ratgeber © photodune.net

Studie: Erdgeschosse 4.0:

Die Studie „Erdgeschosse 4.0 – Aktuelle Handlungsansätze für Projektentwickler und Stadtplaner“ des unabhängigen Analyseunternehmens bulwiengesa untersucht die Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Nutzung von Erdgeschossen in Stadtquartieren. So ist die Vermietung von Erdgeschossen nicht nur durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Entwicklungen im Bereich des Onlinehandels schwieriger geworden. Bereits vor der Krise zeichnete sich ein Rückgang der Nachfrage nach Erdgeschosslagen ab. Einige der Gründe für das sogenannte „Ladensterben“ sind neben den Veränderungen zum stationären Einzelhandel auch steigende Baukosten und Grundstückspreise sowie die wachsende Bedeutung der Gastronomie. Da die Diskrepanz zwischen den stetig steigenden Baukosten und den Ladenmieteinnahmen zunehmend größer wird, ist es schwierig, Erdgeschosse in Quartieren zu vermieten. Zur Veranschaulichung des Problems verweist die Studie darauf, dass die Baukosten in den A-Städten zwischen den Jahren 2009 und 2019 um etwa 20 Prozent gestiegen sind. Die Ladenmieteinnahmen in demselben Zeitraum stiegen jedoch lediglich um 12 Prozent. Auch die steigenden Grundstückspreise haben zur Folge, dass sich Eigentümer die Ladenlokale nicht mehr leisten können. Hier sind die Entwicklungen zwischen 2015 und 2019 bei den Grundstückspreisen in A-Städten zu berücksichtigen: Grundstücke sind in diesem Zeitraum um rund 115 Prozent teurer geworden. Hinzu kommen die Kosten für die aufwendigen Ausbauarbeiten, die in Erdgeschossen für ihre Nutzung erforderlich sind. In Zusammenarbeit mit drei Projektentwicklungsunternehmen und der Bundesstiftung Baukultur wurden für die Gemeinschaftsstudie „Erdgeschosse 4.0“ Handlungsempfehlungen herausgearbeitet, die Stadtentwicklern und Projektplanern als Grundlage zur Wiederbelebung von Erdgeschossen dienen sollen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Etablierung von Erdgeschossen in Neubauquartieren und Stadtteilen und weniger in den Innenstädten. Laut Studienteilnehmern sind Erdgeschosse das Aushängeschild für Stadtquartiere und eine lebendige, vielfältige und sozial durchmischte Quartiersbildung. Um Leerstand zu verhindern, müssen neben innovativen Ideen auch eine finanzielle Machbarkeit gewährleistet werden. Die Analyse beinhaltet Ideen für Lösungsansätze, wie beispielsweise eine Quersubventionierung sowie ausgearbeitete Handlungsempfehlungen und einige Best-Practice-Beispiele im Bereich der Erdgeschossplanung und -nutzung. Quelle: bulwiengesa © fotolia.de

Sturmschäden am Haus schnell beseitigen:

Hausbesitzer sind in der Verantwortung, in ihrem Eigenheim für Sicherheit zu sorgen und unterliegen der sogenannten Verkehrssicherungspflicht. Kommt es beispielsweise zu Schäden am Haus, die eine Gefahr für andere darstellen, müssen diese vom Hauseigentümer beseitigt werden. Doch nicht nur die Immobilie, sondern auch das Grundstück muss frei von Gefahrenquellen sein und unterliegt der Verkehrssicherungspflicht. Dies gilt auch für ein unbebautes oder sogar brachliegendes Grundstück. Nicht selten entstehen im Herbst und im Winter witterungsbedingt Schäden am Haus, ausgelöst durch Stürme oder starken Regen. Der Verband privater Bauherren (VPB) weist darauf hin, diese schnellstmöglich zu beseitigen. Denn durch starke Winde und Stürme kann es zum Beispiel zu Schäden an der Fassadenverkleidung kommen. Auch Schindeln, Bretter und Teile an den Dachgauben können sich lösen und abfallen. Dies stellt nicht nur eine Gefahr für andere Menschen dar, sondern kann auch zu Mängeln im Innenbereich des Hauses führen. So kann Regen und Feuchtigkeit durch das Dach oder die Wand in das Hausinnere gelangen und weitere Schäden anrichten. Eine weitere Gefahrenquelle am Haus, die durch Stürme entstehen kann, sind gelöste und herabstürzende Dachziegel. Liegt das Dach an einigen Stellen frei, kann es zu Wasserschäden kommen. In der Regel kann ein gut gedecktes Dach mit der richtigen Dachneigung auch große Wassermengen problemlos ablaufen lassen. Doch ist der Regen stark und vermischt sich mit Windböen oder sogar Hagel, kann der Wasserablauf gestört werden. In diesem Fall fließt das Regenwasser in der Dachrinne nicht ordnungsgemäß ab, sondern stockt, erhebt sich und kann stellenweise, beispielsweise an Dachgauben und Fenstern in den Innenbereich gelangen. Spätfolgen, unter anderem Energieverluste an feuchten Stellen sind dann vorprogrammiert. Quelle: VPB © photodune.net

Förderungen beim Austausch der Heizungsanlage:

Es ist nie zu spät für den Austausch einer alten Ölheizung gegen eine moderne und energieschonende Heizungsanlage. Dieser Auffassung ist auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Deshalb fördern sie Interessenten mit attraktiven Zuschüssen und Krediten, wenn es um das Thema energetische Sanierung geht. Während die BAFA-Förderung im Bereich Heizen lediglich den Austausch der alten Ölkesselheizung auf das Heizen mit erneuerbaren Energien bezuschusst, bietet die KfW auch weitere Fördermöglichkeiten an. Ganz gleich, ob es sich bei der Immobilie um einen Altbau oder einen Neubau handelt, Eigentümer können bei der BAFA-Förderung mit Zuschüssen von bis zu 35 Prozent der Kosten rechnen sowie mit einer Austauschprämie für die alte Ölheizung. Ob durch den Einsatz von Solarkollektoranlagen oder Biomassen- und Wärmepumpanlagen, mit dem Austausch einer Heizanlage sparen Eigentümer langfristig Energiekosten und tragen einen wesentlichen Anteil zum Umweltschutz bei. Wer beim Heizen komplett auf erneuerbare Energien umsteigt, beispielsweise durch eine förderfähige Hybridheizung, kann den Fördersatz um 10 Prozentpunkte erhöhen und erhält vom BAFA einen Fördersatz von 45 Prozent. Charakteristisch für die BAFA ist die Auszahlung der Fördersummen. Die Förderleistungen der KfW erfolgen in der Regel durch die Vergabe von Krediten oder Zuschüssen. Eine weitere Förderungsmaßnahme durch die KfW ist der Verzicht auf Tilgungszahlungen. Zu dem Förderprogramm der KfW gehören sowohl Komplettsanierungen als auch Nebenarbeiten, zum Beispiel im Heizraum oder Bevorratungsbehälter. Mit der KfW-Förderung können bei Einzelmaßnahmen Kredite bis zu 50.000 Euro und Zuschüsse bis zu 10.000 Euro beantragt werden. Bei einer Komplettsanierung zum Energieeffizienzhaus sind sogar Kredite von bis zu 120.000 Euro sowie Zuschüsse bis zu 48.000 Euro möglich. Weitere Informationen finden Interessenten direkt bei der KfW und dem BAFA. Quelle: energiesparen-im-haushalt © fotolia.de