Urteil: Mieterhöhung trotz falscher Berechnung der Grundfläche zulässig :

Der Mieter einer Wohnung in Dresden hat in den Jahren 2007, 2009, 2011 und 2013 der von der Vermieterin verlangten Mieterhöhung schriftlich zugestimmt. Im Jahre 2013 fordert er in einem Rechtsstreit die Vermieterin dazu auf, einen Teil der bereits entrichteten Miete zurückzuzahlen (AZ VIII ZR 234/18). Diese Forderung begründet er damit, dass die Grundfläche seiner Wohnung falsch berechnet wurde. Denn die Vermieterin ist bei der Berechnung der Miete von 113 Quadratmetern ausgegangen. Im Mietvertrag wurde keine Wohnfläche angegeben. Späteren Berechnungen zufolge betrug die Grundfläche tatsächlich lediglich nur 102 Quadratmeter. Der Bundesgerichtshof (BGH) lehnt die Klage der Mieter dennoch ab. Denn obwohl die Berechnungen der Mieterhöhung tatsächlich anhand einer falsch berechneten Wohnungsfläche durchgeführt wurden, lagen die Forderungen in allen Jahren unter der ortsüblichen Vergleichsmiete. Zudem ist das Mieterhöhungsverlangen wirksam, denn beide Mietparteien haben sich zuvor auf eine Erhöhung der Miete geeinigt. Zwar könnte ein beidseitiger Kalkulationsirrtum grundsätzlich zu einer Anpassung führen, allerdings ist nach § 313 BGB die Voraussetzung hierfür, dass sich wesentliche Punkte des Vertrags, die die Grundlage der Vertragsschließung bildeten, als falsch erwiesen haben und ein Vertragsverhältnis unter diesen Umständen nicht zustande gekommen wäre. Auch wenn eine falsche Berechnung der Grundmiete ein solches Argument darstellen könnte, ist die Erhöhung der Miete für den Mieter zumutbar, denn diese liegt in allen Jahren unter der ortsüblichen Vergleichsmiete.  Quelle: BGH © fotolia.de

Verbesserte Mietverwaltung mit digitalen Vermietungsplattformen :

Um den Kundenservice im Bereich Mietverwaltung zu verbessern und die Prozessfähigkeit zu steigern, gleichen und strukturieren neue digitale Tools in Vermietungsplattformen, die Profile der Interessenten mit den Wunschprofilen der Eigentümer ab. So kann ein Vermieter bereits zu Beginn des Vermietungsprozesses auf einen Blick erkennen, wie gut der Interessent zu ihm passt. Digitale Vermietungsplattformen vereinfachen zudem zahlreiche Aufgaben in der Immobilienvermietung. So können über einen interaktiven Besichtigungsplaner Termine vergeben und koordiniert werden. Nach dem Besichtigungstermin erhalten Interessenten automatisch eine E-Mail, über welche sie kommunizieren können, ob sie an dem Mietobjekt interessiert sind. Bei Interesse wird ihnen ein digitaler Mieterfragebogen zugeschickt. Nach dem Ausfüllen der Pflichtangaben und der Bestätigung der Kenntnisnahme zur Schufa-Auskunft kann die Bonitätsprüfung bei der Auskunft erfolgen. Mit der Mietverwaltung über digitale Vermietungsplattformen sparen Vermieter und Mieter nicht nur viel Zeit, sondern erhalten gleichzeitig einen besseren Überblick über alle laufenden Prozesse. Dabei werden stets die angegebenen Mieterinformationen und personenbezogenen Daten nach den neuesten Richtlinien der EU-DSGVO und des BDSG geschützt und SSL-verschlüsselt in einem Hochsicherheitszentrum gespeichert. Quelle: Immomio © photodune.net

Test: Pflegeimmobilien als Kapitalanlage?:

Zahlreiche Bauträger und Anlagevermittler sehen in Pflegeimmobilien eine lukrative Kapitalanlage für Investoren. Sie prognostizieren hohe Renditen mit vier und mehr Prozent und das bis zu 25 Jahre lang. Dieser Prognose geht die Stiftung Warentest nach und beleuchtet, ob die Investition in ein Pflegeapartment tatsächlich so lukrativ und rentabel ist, wie versprochen. Welche Gewinne lassen sich mit Pflegeimmobilien tatsächlich erzielen? Worauf sollten Investoren und Anleger vor dem Kauf einer Pflegeimmobilie außerdem achten? So weist die Stiftung Warentest zunächst darauf hin, dass die von den Bauträgern und Anlagevermittlern versprochene Rendite eine Bruttorendite ist. Anleger müssen beachten, dass von den beispielsweise vier versprochenen Prozent für die Rendite etwa 0,5 Prozent für die Nebenkosten abgezogen werden müssen. Auch wenn die Mieten stetig steigen, müssen Käufer sich darüber im Klaren sein, dass gerade eine Pflegeimmobilie schnell an Wert verliert. Denn die Gemeinschaftsräume werden von den Bewohnern stark genutzt und altern schnell. Zudem legen neue Gesetze stets neue Anforderungen an die Ausstattung auf. Meistens muss die Immobilie nach einigen Jahren aufwendig modernisiert werden. Ein weiterer Risikofaktor ist der wirtschaftliche Erfolg des Betreibers. Droht ihm eine Insolvenz, kann dies bedeuten, dass die Miete nicht gezahlt wird. Wann und ob ein neuer Betreiber gefunden wird und ob die Immobilie für den Weitervertrieb noch lukrativ ist, ist nicht abzusehen. Vor allem dann nicht, wenn ambulante Pflegedienste und moderne Pflegeheime in der Region zunehmend gefragt sind. Quelle: Stiftung Warentest © fotolia.de

Rauchwarnmelder und Brandschutz:

In Deutschland ist der Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauimmobilien Pflicht. Denn sie alarmieren Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung bereits bei einem entstehenden Brand. Auch in Altbauimmobilien müssen Feuermelder nachträglich installiert werden. Die Landesbauordnung in den jeweiligen Bundesländern gibt Auskunft darüber, ob Eigentümer oder Mieter für den Einbau der Rauchwarnmelder zuständig sind. Ebenso sind in der Landesbauordnung Richtlinien und Pflichten zur Montage von Rauchwarnmeldern festgeschrieben. Auch wenn sich diese in den jeweiligen Bundesländern zum Teil leicht unterschieden, nehmen alle Verordnungen Bezug auf die DIN 14676. Somit sollten Rauchbrandmelder in Fluren, die als Rettungswege dienen, sowie in Schlaf- und Kinderzimmern angebracht werden. Laut dem Verband privater Bauherren (VPB) raten Experten sogar dazu, alle Räumlichkeiten, ausgenommen der Küche, mit Warnmeldern auszustatten. Das Qualitätszeichen Q und die Angabe EN 14604 besagt, dass sich die Rauchbrandmelder für einen langfristigen Einsatz eignen. Doch um vor Feuer zu schützen sollten bereits in der Planungsphase eines Hauses Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. So sollte jede Neubauimmobile einen zweiten Fluchtweg haben, auch Zufahrtswege für den Rettungswagen sind inzwischen Vorschrift. Wer im Besitz einer Altbauimmobilie ist, dem rät der VPB dazu, die vorhandenen Rettungswege regelmäßig auszuprobieren. Mit der Checkliste „Verhalten im Brandfall“ gibt der VPB hilfreiche Tipps, wie Sie sich vor einem Brand schützen können. Quelle: VPB © photodune.net

Thermografie in Neu- und Altbauimmobilien :

Die Thermografie ist ein bewährtes Verfahren, mit welchem Energielecks in Neu- und Altbaugebäuden aufgespürt werden können. Eine spezielle Wärmebildkamera lichtet unterschiedliche Oberflächentemperaturen farblich ab und kann somit Auskunft über die Luftdichtigkeit in Altbauimmobilien geben sowie Wärmebrücken und Schäden aufspüren. Auch für Neubauimmobilien eignet sich das Thermografieverfahren gut, um die tatsächlichen Dämmeigenschaften des Hauses zu überprüfen. Laut dem Verband Privater Bauherren (VPB) weisen nämlich etwa 70 Prozent aller Neubauimmobilien energetische Mängel auf. Deshalb rät der VPB Immobilienkäufern und Bauherren dazu, eine Qualitätskontrolle von einem unabhängigen Sachverständigen durchführen zu lassen. Bestenfalls wird die Thermografie in Kombination mit einem Blower-Door-Test, einer Luftdichtheitsprüfung, durchgeführt. Wichtig bei der Überprüfung von Energielecks ist laut VPB die Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Experten. Denn ein unabhängiger Sachverständiger ist tatsächlich an einer Aufspürung von Energielecks interessiert und kann den Eigentümern eine detaillierte Bestandsaufnahme geben. Wer ein schlüsselfertiges Haus kauft, sollte laut VPB darauf achten, dass eine unabhängige Qualitätskontrolle mit Thermografieverfahren und dem Blower-Door-Test in den Vertrag mitaufgenommen wird. Nur so können Eigentümer und Bauherren herausfinden, ob die Immobilie bereits zu Beginn energetische Schäden aufweist. Eine seriöse Thermografie-Untersuchung zeichnet sich durch eine fundierte Beratung aus. Denn jedes Gebäude bringt individuelle Anforderungen an die Thermografie-Untersuchung mit sich und muss somit an unterschiedlichen Stellen fotografiert werden. Die Kosten für eine seriöse Thermografie-Untersuchung betragen etwa 500 bis 600 Euro. Der VPB stellt auf seiner Internetseite einen kostenlosen Ratgeber zum Herunterladen bereit. Quelle: VPB © photodune.net

Urteil: "Notdienstpauschale" für Hausmeister zählt zu den Verwaltungskosten:

Die Hausmeisterkosten gehören zu jeder Betriebskostenabrechnung und werden von den Mietern jährlich anteilig bezahlt. Ein Hausmeister übernimmt vor allen Dingen allgemeine Kontroll- und Überwachungstätigkeiten an dem Objekt. Dazu gehören beispielsweise die Überprüfung der Flucht- und Rettungswege, die ordnungsgemäße Funktion der Technik und Beleuchtung von Gemeinschaftsflächen oder die Kontrolle von Außentüren. Die Kosten für die Hausmeistertätigkeiten werden auf die Mieter in der Betriebskostenabrechnung umgelegt. Klar davon abzugrenzen sind Tätigkeiten, die in den Bereich der Instandsetzung und Instandhaltung fallen oder zu den Verwaltungstätigkeiten gehören. Denn die Kosten, die zu der Verwaltung eines Gebäudes zählen, werden vom Vermieter getragen. In einem Rechtsstreit (AT VIII ZR 62/19) hat ein Vermieter aus Berlin die Kosten einer zusätzlichen „Notdienstpauschale“ für den Hausmeister ebenfalls auf die Mieter umgelegt und in der Betriebskostenabrechnung aufgeführt. Eine Mietpartei weigert sich, die Kosten zu tragen, denn die Mieter sind der Auffassung, dass diese nicht zu den Betriebskosten gehören. Der Bundesgerichtshof (BGH) gibt dem Kläger recht und entscheidet, dass die Kosten für den Hausmeister-Notdienst von dem Vermieter selbst getragen werden müssen (AT VIII ZR 62/19). Denn anders als bei den allgemeinen Hausmeistertätigkeiten, die vor allen Dingen darauf abzielen, die Hausordnung einzuhalten und routinemäßig erledigt werden, muss der Hausmeister bei Störungsmeldungen außerhalb der gängigen Geschäftszeiten agieren und eine Fachfirma zur Behebung des Störfalls alarmieren. Diese Aufgaben würden normalerweise tagsüber vom Vermieter oder von der Hausverwaltung erledigt werden, gehören zu den Verwaltungstätigkeiten und können nicht auf die Betriebskosten umgelegt werden. Quelle: BGH © photodune.net

Fliesen, Stein oder Holz: Welcher Küchenboden ist der richtige?:

Ein Küchenboden muss nicht nur vielen Strapazen standhalten, sondern auch gut aussehen. Denn oft sind moderne Küchen mit dem Wohn- und Essbereich verbunden, weshalb die Optik zusätzlich zur Funktion eine immer wichtigere Rolle spielt. Wenn Spülwasser überläuft oder das Bratenfett spritzt, sollten die Flecken auf dem Küchenboden gut abwischbar sein. Auch herunterfallende Messer oder Küchenwerkzeuge sollten bestmöglich keine Dellen oder Kratzer hinterlassen. Küchenfliesen oder ein Natursteinboden zeichnen sich vor allen Dingen dadurch aus, dass auch hartnäckige Flecken oder Klebriges schnell verschwinden. Fliesen sind robust und wasserfest und halten durchschnittlich bis zu 30 Jahren. Im Vergleich zu einem Natursteinboden, der sich durch seine Einzigartigkeit auszeichnet, sind Fliesen relativ kostengünstig. Während ein Quadratmeter Fliesen etwa 5 bis 20 Euro kostet, belaufen sich die Kosten eines Natursteinbodens, ohne Handwerkerkosten, auf etwa 30 bis 90 Euro pro Quadratmeter. Ein Boden aus Holz oder ein Laminatboden mit Holzoptik verleiht der Küche ein ganz besonders wohnliches und gemütliches Ambiente. Um Kratzer und Dellen zu vermeiden und wasserabweisend zu sein, sollten Böden aus Holz gut versiegelt und verarbeitet werden. Eine Alternative bieten Korkböden oder sogenannte Designböden aus Linoleum oder PVC. Durchschnittlich halten auch diese 10 bis 15 Jahre und sind besonders pflegeleicht. Ein Nachteil ist, dass durch schwere Möbel Druckstellen entstehen können. Quelle: Wohnglück.de © fotolia.de

Wachsender Leerstand auf dem Wohnungsmarkt in ländlichen Gebieten:

Die Januarausgabe 2020 des Fachmagazins „DW Die Wohnungswirtschaft“ beschäftigt sich mit dem Wohnungsmarkt und seinen Entwicklungen in ländlichen Gebieten in Deutschland. Auch wenn sich die Bevölkerungszahl in Deutschland insgesamt erhöht hat, sinken die Bevölkerungszahlen im ländlichen Raum rapide ab. Zum einen ist die sich immer weiter entwickelnde Urbanisierung und Migration von jungen Menschen in den städtischen Raum für den Bevölkerungsschwund verantwortlich. Zum anderen trägt dazu auch die negative Bevölkerungsentwicklung bei, welche sich in geringen Geburtenzahlen und vielen Sterbefällen spiegelt. Laut Angaben des GdW Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen verzeichnet ein Drittel der organisierten Unternehmen einen Anstieg von Leerständen in ländlichen Gebieten in den letzten fünf Jahren in Ost- und Westdeutschland. Viele dort ansässige Wohnungsunternehmen sind in ihrer Existenz bedroht, denn zum Teil weisen sie zweistellige Leerstandquoten auf. Und Wohnungseigentümer finden zum einen keine Nachmieter für die leerstehenden Wohnungen, zum anderen fehlen ihnen die finanziellen Mittel für notwendige Modernisierungsmaßnahmen. Ein weiteres Problem für den immer größer werdenden Wohnungsleerstand ist, dass junge Menschen, die auf dem Land wohnen bleiben, oft ein neues Haus bauen. So entstehen neue Wohnimmobilien und das Elternhaus bleibt letztlich leer. Dadurch entsteht ein noch größeres Überangebot auf dem Immobilienmarkt und auch künftig noch mehr Leerstand. Um dem Bevölkerungsschwund auf dem Land entgegenzuwirken, bedarf es eines gesamtdeutschen Stadtumbauprogramms sowie Maßnahmen, um den ländlichen Raum wieder attraktiv zu machen. Quelle: DW © fotolia.de

VPB erstellt individuellen Sanierungsfahrplan für Eigentümer:

Um Immobilienbesitzer bei der Planung von Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen zu unterstützen, stellt der Verband privater Bauherren (VPB) einen individuellen Sanierungsfahrplan zusammen, mit dem Eigentümer den Werterhalt ihrer Immobilie sichern. Der individuelle Sanierungsfahrplan beinhaltet eine Liste von Baumaßnahmen, die an die jeweilige Lebenssituation der Eigentümer angepasst werden. Um einen durchdachten Sanierungsfahrplan erstellen zu können, besichtigen die Sachverständigen des VPB zunächst die Immobilie und untersuchen ihren bautechnischen Zustand. Ganz gleich, ob Eigentümer lediglich kleine und preisgünstige Modernisierungsmaßnahmen, wie beispielsweise den Austausch einer Heizung vornehmen oder gleich eine komplette energetische Sanierung durchführen möchten, die Experten des VPB beachten stets die finanziellen Möglichkeiten der Eigentümer. Mit einem maßgeschneiderten Zeitplan gehen Eigentümer sicher, dass die notwendigen Maßnahmen in der technisch richtigen Reihenfolge durchgeführt werden. Ebenso klärt der VPB über staatliche Fördermöglichkeiten und Programme zu Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen auf und hilft bei der Antragstellung. Auch die Unterstützung durch einen Sachverständigen des VPB wird mit Fördermitteln bezuschusst. Das „VPB-Einstiegspaket individueller Sanierungsplan“ kostet 280 Euro und kann online gebucht werden. Quelle: VPB © fotolia.de

Balkonbrüstung aus Solarzellen:

Auch wenn der Frühling noch nicht Einzug gehalten hat, lohnt es sich, über einen Balkonausbau mit Solarbrüstung nachzudenken. Denn ein solcher Balkon sieht nicht nur schick aus und spart jährlich Energiekosten, sondern die Solarbrüstung speichert auch reichlich Sonnenenergie, die im Haushalt genutzt werden kann. Um einen besonders hohen Energieertrag zu generieren, empfiehlt es sich, die Balkonbrüstung von beiden Seiten mit Solarzellen auszustatten. So können die Zellen sowohl das direkte Sonnenlicht als auch das von der Hausfassade reflektierte Licht aufnehmen und für den eigenen Eigenbedarf bereitstellen. Die Solarbrüstung kann für alle Balkongrößen maßgeschneidert hergestellt werden und ist in unterschiedlichen Farben und Designs erhältlich. Die Solarzellenkonstruktion kann sowohl bei Neubauimmobilien eingesetzt, als auch gegen bestehende Glasgeländer ausgetauscht werden. Das Solargeländer wird entweder von unten oder seitlich an der Betondecke befestigt oder als Aufsatz von oben angebracht. Auch in Sachen Optik zeichnet sich der Solarbalkon durch ein zeitloses elegantes Design aus. Das Edelstahlgeländer kann in unterschiedlichen Farben pulverbeschichtet und stilistisch an die Hauskonstruktion angepasst werden. Zudem kann die Oberfläche der Solarzellen nach Wunsch bedruckt oder bearbeitet und individuell gestaltet werden. Auch als Sichtschutz ist eine aus Solarzellen bestehende Balkonbrüstung bestens geeignet. Quelle: bauen.com © fotolia.de

Urteil: Mieterhöhung bei Untervermietung von WG-Zimmern nicht rechtswirksam:

Eine aus vier Personen bestehende Wohngemeinschaft (WG) einer Altbauwohnung in Berlin stellt bei der Haupteigentümerin und Vermieterin einen Antrag zur Untervermietung von Räumlichkeiten an zwei weitere Personen. Der Untervermietung stimmt die Vermieterin grundsätzlich zu, allerdings fordert sie einen Untermietzuschlag in Höhe von 25,56 Euro monatlich. Ihre Forderung begründet sie mit einer Vereinbarung aus dem Mietvertrag (§ 553 Abs. 2 BGB). Diese besagt, dass eine Mieterhöhung bei Untervermietung dann erhoben werden darf, wenn die Untervermietung für die Vermieterin ohne Zuschlag unzumutbar wäre. Die Mieter der WG hielten die Forderung der Eigentümerin für unzulässig und erhoben Klage auf Zustimmung zur Untervermietung ohne Erhöhung der Mietkosten (AZ 64 S 104/18). Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg teilt die Ansicht der Vermieterin. Mit der Berufungsklage vor dem Landgericht Berlin hat der Kläger Erfolg. Denn laut Landgericht ist die Forderung der Eigentümerin unwirksam, da keine rechtskräftigen Gründe vorliegen, die belegen, dass die Untervermietung der Wohnung für die Eigentümerin ohne Mieterhöhung unzumutbar wäre. Dies begründet das Landgericht mit § 553 Abs. 3 BGB. Bereits zu Beginn des Vertragsverhältnisses sei vereinbart worden, dass die Wohnung von sechs Untermietern bewohnt wird. Da in der WG lediglich vier Wohnparteien leben, ist nicht davon auszugehen, dass die Wohnung mit zwei Untermietern überbelegt wäre. Auch sei dem LG nicht ersichtlich, dass die Mieter aus der Untervermietung einen wirtschaftlichen Mehrwert erzielen wollen. Auch wenn zunächst ein kleiner Überschuss aus den Mieteinnahmen der Untermieter entstünde (285,54 Euro anstatt 330 Euro pro Mieter), gibt der Kläger an, die Einkünfte mit der Erhöhung des Stromverbrauchs, einer anteiligen GEZ-Zahlung sowie Telefon- und Internetzahlung und weiteren Ausgaben, wie der Nutzung von Einrichtungsgegenständen und gemeinschaftlichen Neuanschaffungen, zu verrechnen. Quelle: LG Berlin © fotolia.de

Bewegungsmelder als Einbruchschutz:

Wer sich und seine Immobilien vor Einbrechern schützen möchte, ist gut damit beraten, sein Haus mit Bewegungsmeldern auszustatten. Denn erleuchtet das Eigentum im Licht, schreckt das die Eindringlinge ab und erhöht die Sicherheit. Ganz gleich, ob vor dem Hauseingang, an der Garageneinfahrt oder am Eingang zum Keller, bei der Installation der Bewegungsmelder sollte darauf geachtet werden, dass sie hoch genug angebracht sind und dass der Winkel des Sensorfelds weit genug ist. Je nachdem, wie groß die zu überwachende Stelle ist, gibt es Bewegungsmelder, die lediglich eine Ecke mit dem Sicherheitssensor abdecken können oder Geräte mit einer 360-Grad-Abdeckung. Auch über die Wahl der passenden Lichtquelle sollten sich Bewohner Gedanken machen. So empfiehlt es sich, im Eingangsbereich Einbaustrahler zu installieren, während sich für dunkle Gartenwege oder für die Hauseinfahrt Poller- und Wegleuchten besonders gut eignen. Mit dem Einsatz von Scheinwerfern oder Spots lässt sich der Einbruchschutz noch einmal erhöhen. Wichtig ist, dass bei der Installation von Bewegungsmeldern keine dunkle und versteckte Stelle am Haus vergessen wird. Bestenfalls sollte jeder Hauszugang mit einem Sensor ausgestattet und bei Bewegungen beleuchtet werden. Neben der Außenbeleuchtung ist es zudem wichtig, auch im Innenbereich für ausreichend Lichtquellen zu sorgen. Bei längerer Abwesenheit kann mithilfe einer Zeitschaltuhr die Beleuchtungsanlage gesteuert werden. Quelle: Wohnen Magazin © photodune.net

Erhöhung des Zuschusses für barrierefreien Umbau:

Wer seine Wohnung altersgerecht umbauen möchte, wird vom Staat finanziell unterstützt. In diesem Jahr hat das Bundesinnenministerium die Zuschüsse für Umbaumaßnahmen von 75 Millionen auf 100 Millionen Euro erhöht. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezuschusst mit bis zu 6.250 Euro barrierefreie Umbaumaßnahmen sowie altersgerechte Modernisierungsmaßnahmen. Ab dem 3. Januar können Eigentümer und Mieter die staatlichen Zuschüsse beantragen oder einen Kredit in Anspruch nehmen. Der Investitionszuschuss für den Abbau von Barrieren kann beispielsweise für die Errichtung eines altersgerechten Badezimmers beantragt werden oder für die Entfernung von unterschiedlichen Schwellen in der Wohnung oder vor dem Haus. Für die Maßnahmen können bis zu 12,5 Prozent der förderfähigen Kosten gewährt werden. Die Gesamtkosten für die Maßnahmen müssen bei der Antragstellung mindestens 2.000 Euro beantragen und der Antrag muss vor Beginn der Baumaßnahmen eingereicht werden. Die Höhe des Zuschusses beträgt zwischen 200 und 6.250 Euro. Alternativ können beispielsweise Wohnungseigentümer und Privatpersonen, aber auch Bauträger, Wohnungseigentümergemeinschaften oder Wohnungsunternehmen einen zinsgünstigen Kredit der KfW in Anspruch nehmen. Dieser beläuft sich auf eine Höhe von bis zu 50.000 Euro bei einem effektiven Jahreszins von 0,78 Prozent. Mit dem Kredit werden Maßnahmen zur Barriere-Reduzierung in bestehenden Gebäuden sowie zum Einbruchschutz gefördert. Informationen zu den vier Kreditlaufzeitvarianten oder zum Zinssatz erhalten Interessenten bei der KfW. Quelle: KfW © fotolia.de

Planung der Elektroinstallationen beim Hausbau:

Wer bald im Besitz einer Neubauimmobilie ist, sollte sich auch mit den Themen Elektrik und Elektroinstallationen auseinandersetzen. Denn in der heutigen Zeit sind die Anforderungen an die Elektrotechnik sowie der Bedarf an Steckdosen stark gestiegen. Ob durch den Einsatz von Elektrogeräten im Bereich Smart-Home-Technologien, bei der Ausstattung eines Heimarbeitsplatzes oder in multifunktional genutzten Räumen, eine durchdachte Planung der Elektrotechnik ist essenziell. So sollte bei der Planung der Elektroinstallationen ein Fachmann hinzugezogen werden, der den Bedarf an Steckdosen individuell analysiert und ein durchdachtes Elektrokonzept erstellt. Vor allem im Wohnzimmer und in der Küche liegt die Herausforderung darin, die Steckdosen so anzubringen, dass die vielzähligen Elektrogeräte gleichzeitig eingesetzt werden können, ohne dass der Stromkreislauf überlastet wird. In der Küche empfiehlt es sich beispielsweise, Steckdosen oberhalb der Arbeitsplatte anzubringen, sodass Küchengeräte, wie beispielsweise ein Mixer oder eine Kaffeemaschine, leicht angeschlossen werden können. Im Wohnzimmer hingegen ist es üblich, die Steckdosen in einer Sockelleiste zu verstecken. In der Leiste lassen sich zahlreiche Anschlüsse installieren, die zusätzlich für eine schöne Optik sorgen und sich den Raumgegebenheiten anpassen. Diverse Hersteller bieten moderne Sockelleistensysteme in unterschiedlichen Ausführungen und Designs an. Quelle: bauen.com © photodune.net

Austausch von Stromzählerkästen gegen intelligente Messsysteme:

Um den Energieverbrauch in Haushalten transparenter zu machen und künftig den Stromverbrauch sowie die Stromkosten senken zu können, hat die Regierung beschlossen, alte Ferraris-Stromzählerkästen bis zum Jahr 2032 gegen neue und intelligente elektronische Stromzähler auszutauschen. Mit der Digitalisierung und der intelligenten Entwicklung der Systeme sollen Verbraucher eine detaillierte Aufschlüsselung ihres Verbrauchs erhalten und somit effizienter zur Energiewende beitragen. Während die Ferraris-Zähler mit einem mechanischen Laufwerk ausgestattet sind und lediglich den gesamten Stromverbrauch anzeigen können, sollen die neuen Energiezähler Verbrauchern detaillierte Daten über ihren Stromverbrauch des letzten Jahres, Monats oder der letzten Woche geben können. Mittels eines eingebauten Kommunikationsmoduls in den modernen Energiezählern, erhalten Mieter aktuelle Zahlen und Grafiken direkt auf ihr Smartphone, auf ihr Tablet oder den Computer. Die intelligenten Messsysteme können diejenigen Geräte im Haushalt kennzeichnen, die den meisten Strom beziehen. Zudem erhalten Verbraucher nützliche Tipps, wie sie gezielt ihren Stromverbrauch minimieren können. Die Kosten für den Betrieb des Zählers richten sich nach dem persönlichen Verbrauch. Wer durchschnittlich 3000 bis 4000 Kilowattstunden Strom im Jahr verbraucht, bezahlt etwa 40 Euro. Haushalte, die mehr als 6.000 Kilowattstunden Strom benötigen, sind seit diesem Jahr dazu verpflichtet, ihren Haushalt mit einem intelligenten Messsystem auszustatten. Quelle: heizung.de © photodune.net

Urteil: WEG klagt gegen Zweckentfremdung von Sondereigentum :

Ein Mieter einer Teileigentumseinheit betreibt im Erdgeschoss einer Wohneigentumsanlage eine Eisdiele. In der Teilungserklärung ist die gemietete Einheit als „Laden“ bezeichnet. Sowohl in den Räumlichkeiten als auch vor der Eisdiele herrscht reger Publikumsverkehr, Tische und Stühle laden Besucher zum Verweilen ein. Die Mitglieder der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) fühlen sich durch die Geräuschkulisse des gastronomischen Betriebs gestört und veranlassen eine Unterlassungsklage (AZ V ZR 271/18) gegen den Mieter. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigt gemäß § 1004 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) den Unterlassungsanspruch der WEG-Mitglieder und gibt der Klage statt. Denn laut BGH stehe bei einem „Laden“ der Verkaufsaspekt im Vordergrund, bei einer „Eisdiele“ wird der Kunde eines „Ladens“ zum Gast. Zudem ist das entstandene Geräuschaufkommen in der Eisdiele deutlich höher als in einem „Laden“. Im Betrieb einer Eisdiele sieht das Gericht demnach eine Zweckentfremdung des Sondereigentums. Dass die WEG-Gemeinschaft die Klage direkt gegen den Mieter richten durfte und nicht gegen den Eigentümer klagen muss, begründet der BGH damit, dass der Eigentümer nur die Rechte an den Mieter übergeben darf, die er selbst hat. Wird der Beschluss, das Sondereigentum als „Laden“ zu nutzen ins Grundbuch eingetragen, so wird die Vereinbarung zwischen den Wohnungseigentümern zum Inhalt des Sondereigentums und beschränkt die Nutzungsmöglichkeiten des Eigentümers. So darf der Gebrauch des Sondereigentums weder von dem Eigentümer noch von dem Mieter zweckwidrig genutzt werden. Quelle: BGH © photodune.net

Singlehäuser: Raumwunder auf kleiner Wohnfläche:

Wer gerne allein lebt und sich den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, für den eignet sich ein Singlehaus besonders gut. Auch Paare, die auf kleinem Raum gut miteinander leben können und bei denen keine Kinderplanung ansteht, können mit der durchschnittlichen Grundfläche von 40 bis 45 Quadratmetern gut auskommen. Wer etwas mehr Wohnfläche braucht, kauft ein zweistöckiges Singlehaus und verdoppelt die Fläche auf 80 bis 90 Quadratmeter. Singlehäuser zeichnen sich durch ein offenes Wohnkonzept aus. Meistens besteht die komplette Etage aus einem Wohn- und Essbereich mit integrierter Küche. Viele Möbelhersteller bieten eine spezielle Inneneinrichtung für Singlehäuser an. So lässt sich der Platz im Wohn- und Lebensraum durch moderne Schrankbetten, hochwertige ausziehbare Schlafsofas oder einem Sekretär, der sich zu einem großen Arbeitsplatz umbauen lässt, bestens ausnutzen. Mit Raumteilern und Schiebegardinen können Bewohner bei Bedarf für Privatsphäre sorgen. Singlehäuser werden oftmals von Fertighausherstellern in großen Stückzahlen produziert und haben eine kurze Fertigstellungszeit. Als Neubauimmobilien sind sie nach den neusten Energiestandards hergestellt und lassen sich aus unterschiedlichen Materialien errichten. Allerdings sollten sich Kaufinteressenten vorab über das Thema Barrierefreiheit Gedanken machen. Zu beachten ist, dass zweistöckige Singlehäuser meist über enge Treppen verfügen und nicht alle Aspekte der Barrierefreiheit erfüllen. Allerdings bieten einige Hersteller auch spezielle barrierefreie Modelle ihrer Singlehäuser an. Quelle: Fertighauswelt © fotolia.de

Studie: Studentisches Wohnen Deutschland – Der Markt im Überblick:

Der Immobilienmarkt im Bereich Studentisches Wohnen wächst kontinuierlich. So ist zwischen den Jahren 2010 und 2019 das Angebot von privaten Investoren an Wohnplätzen in Studentenwohnanlagen, gemessen an den Studierendenzahlen in den dreißig größten Städten in Deutschland, um mehr als 25 Prozent gestiegen. Dies geht aus der Dezemberanalyse 2019 „Studentisches Wohnen Deutschland – Der Markt im Überblick“ des Immobiliendienstleisters savillis hervor. Vor allem Einzelapartments sind unter Studenten sehr beliebt. Aufgrund der hohen Bau- und Grundstückskosten sowie des regen Wettbewerbs um attraktive Grundstücke werden laut Analysen von savillis, in Neubauprojekten etwa zwei Drittel der Betten zu einer All-In-Miete von über 500 Euro angeboten. In Bestandsimmobilien verteilen sich die Mieten etwa zu gleichen Teilen auf All-In-Mieten für über und unter 500 Euro. Insgesamt 26 Prozent des Bestandes an Betten von Privatanbietern kosten mehr als 600 Euro Miete im Monat. Die Neubautätigkeit von privaten Investoren im Bereich Studentisches Wohnen wird auch in diesem Jahr weiterhin ansteigen. Für das Jahr 2020 planen Privatanbieter weitere 8.700 Wohnplätze für Studenten und würden demnach einen Marktanteil von einem Drittel erreichen. Der Bau von weiteren 11.000 Wohnplätzen ist von öffentlichen und gemeinnützigen Trägern vorgesehen. Ebenso ist bei der Planung und Umsetzung von Wohnbauprojekten zu verzeichnen, dass eine Großzahl von Studentenwohnheimen in Städten außerhalb der Metropolen, wie beispielsweise Dortmund und Hannover, entstehen. Quelle: savillis © fotolia.de

Ratgeber: Wohnen im Baudenkmal:

Der Verband privater Bauherren e. V. (VPB) hat für Bauherren und Immobilienkäufer einen Ratgeber zum Thema „Wohnen im Baudenkmal“ herausgegeben. Ob zu Lofts umgebaute Hallen, Fachwerk- oder Arbeiterhäuser sowie Landhäuser im Jugendstil, Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, haben einen besonderen Charme und sind sehr beliebt. Doch die Sanierung von Baudenkmälern ist aufwendiger und kostspieliger als von anderen Immobilien. Um die historischen Gebäude zu erhalten, unterstützt der Staat Eigentümer bei der Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen. So können Besitzer bei der Einkommensteuer zahlreiche Sanierungsmaßnahmen an der Immobilie sowie Arbeiten, die für die Bewohnbarkeit und Benutzbarkeit des Baudenkmals notwendig sind, steuerlich abschreiben. Der Ratgeber führt aus, zu welchem Prozentsatz die Steuervorteile greifen und über welchen Zeitraum sie sich erstrecken können. Ebenso erläutert der VPB-Ratgeber, welchen Herausforderungen sich Eigentümer stellen müssen, wenn sie ihre unter Denkmalschutz stehende Immobilie energetisch sanieren möchten. Denn Maßnahmen, wie beispielsweise eine Dämmung der Außenwände, stehen in einem Interessenskonflikt mit den Anforderungen des Denkmalschutzes und den Auflagen der Behörden. Deshalb ist sowohl im Bereich Steuererleichterungen als auch bei der energetischen Sanierung die Kommunikation mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde sowie einem Sachverständigen unumgänglich. Der Ratgeber kann auf der Internetseite des VPB kostenlos heruntergeladen werden. Quelle: VPB © photodune.net

Deutsche Energie-Agentur: Gebäudereport Kompakt 2019:

In Deutschland gibt es 21,7 Millionen Wohn- und Nichtwohngebäude, die eine wichtige Rolle in der Energiepolitik und der Energiewende spielen. In dem „dena-Gebäudereport Kompakt 2019“ publiziert die Deutsche Energie-Agentur Zahlen und Statistiken zum Thema Energieeffizienz im Gebäudebestand in Deutschland und beleuchtet die Themenbereiche Gebäudebestand, Energieverbrauch, Gebäudeeffizienz und Klimapolitik. Auch wenn das Klimaschutzprogramm 2030 eine gute Grundlage für die Energiewende in Gebäuden schafft, müssen auch in Zukunft weitere Maßnahmen verfolgt werden, um die Energie- und Klimaziele zu erreichen. Dabei spielt vor allem die Sanierung von älteren Gebäuden eine wichtige Rolle. So kann die Dämmung von Außenwänden und Dächern, der Einbau von neuen Fenstern sowie der Austausch von alten Heizungen, für den es auch staatliche Förderungen gibt, die Energiebilanz in Gebäuden auch weiterhin steigern. Wünschenswert ist, laut Analysen des dena-Gebäudereports, ein Anstieg der Sanierungsrate von einem auf anderthalb Prozent. Ebenso beleuchtet der Gebäudereport in den Themenfeldern Gebäudeeffizienz und Klimapolitik, welche innovativen Technologien und Geschäftsmodelle genutzt werden müssen und welche politischen Maßnahmen notwendig sind, um die gesetzten Klimaziele bis 2030 auch tatsächlich zu erreichen. Der „dena-Gebäudereport Kompakt 2019“ kann auf der Internetseite von der Deutschen Energie-Agentur heruntergeladen oder kostenlos als Print-Format bestellt werden. Quelle: dena © photodune.net

Urteil: Reparaturkosten an Erbschaftsimmobilie:

Der Miterbe eines Zweifamilienhauses möchte die Reparaturkosten, die durch das Auslaufen von Heizöl aus dem Öltank der Heizung in der geerbten Immobilie entstanden sind, vor dem Finanzamt in der Erbschaftssteuer geltend machen. Demnach sollen sie als Nachlassverbindlichkeiten abgezogen werden. Das Finanzamt lehnt die Forderung nach § 10 Abs. 5 Nr. 1 Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) ab, denn Reparaturkosten gelten laut Behörde nicht als abzugsfähige Schulden. Der Erbe klagt gegen die Entscheidung der Finanzbehörden, bleibt jedoch mit seiner Klage, auch nach der Revision, erfolglos (AZ II R 33/15). Der Bundesfinanzhof (BFH) erläutert, dass die Beseitigung von Schäden an einer vererbten Immobilie, die erst nach dem Tod des Eigentümers entstehen, die Schulden des Erblassers sind und nicht als Nachlassverbindlichkeiten abgezogen werden können. Eine Ausnahme ist, wenn der Erblasser bereits zu Lebzeiten von öffentlicher oder privatrechtlicher Seite dazu aufgefordert wurde, diese zu beseitigen. Quelle: BFH © fotolia.de

Technologische Sicherheit in der Entwicklung von Smart Cities:

Der Begriff „Smart City“ ist in aller Munde. Demnach sollen Städte von morgen intelligent, energieeffizient, technologisch fortschrittlich und sozial inklusiv sein. Eine nachhaltige Stadtplanung und -entwicklung soll die Bedürfnisse und Anforderungen der Bürger und Bürgerinnen an ihren Lebensalltag verbessern und die Lebensqualität steigern. Zudem versprechen Smart Cities ihren Bewohnern Kosteneinsparungen sowie optimalen Service. Doch wie sieht es mit der digitalen Sicherheit in den Smart Cities der Zukunft aus? Wie sind die unterschiedlichen Bereiche, wie beispielsweise die Energie- und Gesundheitsversorgung oder die Infrastrukturen, miteinander vernetzt und vor äußeren Gefahren oder Angriffen geschützt? Die Redaktion und Zeitung für moderne Wirtschaft „Trend Report“ beleuchtet, welche Sicherheitsvorkehrungen für Smart Cities getroffen werden müssen und wo die Schwierigkeiten und Schwachstellen in der digitalen Vernetzung liegen. So spielt das Thema Cybersicherheit eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, die technologischen Infrastrukturen in Smart Cities auszubauen. Dabei geht es, laut Trend Report, nicht nur um den potenziellen Datenverlust, sondern auch darum, die allgemeine öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Je mehr Bereiche digitalisiert werden, desto dringender müssen die Schwachstellen im Sicherheitssystem behoben und regelmäßige Sicherheitsupdates ermöglicht werden. Auf seiner Internetseite stellt „Trend Report“ Maßnahmen vor, die bei der Errichtung von Smart Cities durchgeführt werden sollten, um die Sicherheit der Bürger zu garantieren. Quelle: Trend Report © photodune.net

Studie: „Diversity is good for growth“:

In der Studie „Diversity is good for growth“ befragt das Beratungshaus PricewaterhouseCoopers (PwC) 138 Unternehmen aus der Immobilienbranche zu den Themen „Diversity & Inclusion“ (D&I) und untersucht, welche Auswirkungen diese auf die Bereiche Mitarbeiterengagement, Kundenzufriedenheit sowie Innovationskraft haben. Die PWC-Studie wurde vom Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA in Auftrag gegeben. Auch wenn die Immobilienbranche in den letzten Jahren ein fortwährend steigendes Wachstum zu verzeichnet hat, leidet sie unter einem Fachkräftemangel. Deshalb gilt es, künftig die Diversität in der Immobilienbranche insgesamt und vor allen Dingen im Bereich Recruiting zu fördern sowie Mitarbeitern und Talenten eine höhere Bedeutung beizumessen. So berichten Immobilienunternehmen, die bereits einen hohen Reifegrad in den Bereichen D&I erreicht haben, von einer größeren Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, einer geringen Fluktuation und hohen Kundenzufriedenheit sowie von einem überdurchschnittlichem Unternehmenswachstum. Laut Studie liegt die Immobilienwirtschaft im Vergleich zu anderen Branchen sowie im internationalen Vergleich im Bereich Diversity weit zurück. Wer künftig im Wettbewerb bestehen möchte, sollte sich, nach Aussagen von bereits erfolgreichen Immobiliendienstleistern wie JLL, nicht nur auf seine Erfahrungen und Fähigkeiten konzentrieren, sondern Vielfalt unter den Mitarbeitern schaffen, das Miteinander und das Verständnis füreinander sowie die Innovationskraft von herausragenden Talenten fördern. Die PwC-Studie verdeutlicht mit der Auswertung der Umfrageergebnisse, wie wichtig ein Werte- und Kulturwandel in der Immobilienwirtschaft ist und gibt gleichzeitig Handlungsempfehlungen, wie Immobilienunternehmen die Bereiche D&I in ihre Unternehmensstruktur einbinden können. Quelle: ZIA © fotolia.de

Rolle des Bauträgers während des Hausbaus:

Wer ein Haus bauen, sich jedoch nicht mit der Planung und der Durchführung auseinandersetzen möchte, kann die Verantwortung an einen Bauträger übergeben. Dieser beschafft im Auftrag des Bauherrn das Grundstück, plant den Hausbau und koordiniert die Bauarbeiten bis zur finalen Schlüsselübergabe. In der Zusammenarbeit mit einem Bauträger können Bauherrn aus dem umfangreichen Dienstleistungsangebot des Bauträgers wählen. Aufgrund der standardisierten Bauausführung können Bauträger meistens einen Festpreis garantieren und die Kosten transparent halten. Wird ein Bauträger mit dem Hausbau beauftragt, ist er während der gesamten Bauzeit Eigentümer des Grundstücks und trägt die volle Verantwortung für den Hausbau. Als Grundlage dafür gilt ein Bauträgervertrag, der von einem Notar beglaubigt werden muss. Dieser beinhaltet in der Regel einen Grundstückskauf- oder Erbbauvertrag für das Grundstück sowie einen Werkvertrag für den Hausbau. Mit diesem „Doppelvertrag“ werden beide Vertragsparteien geschützt und rechtliche Komplikationen minimiert. Während der Bauplanung und -ausführung beauftragt und bezahlt der Bauträger alle Subunternehmer und Handwerker und ist für die Finanzierung verantwortlich. Der Vorteil für den ursprünglichen Bauherren ist dabei, dass er nur die bereits erbrachten Leistungen des Bauträgers bezahlt. Diese sind in einem vom Bauträger erstellten Zahlungsplan festgelegt. Wie ein Zahlungsplan auszusehen hat, regelt die Makler- und Bauträgerverordnung. Einzig für Immobilienbesitzer, die gerne kreativ an der Bauplanung mitwirken möchten, ist die Zusammenarbeit mit einem Bauträger nicht zu empfehlen. Denn grundsätzlich steht der Bauplan fest und wird standardisiert durchgeführt. Besondere Bauwünsche sind nur in Einzelfällen möglich und müssen gesondert bezahlt werden. Quelle: Immowelt AG © fotolia.de

Förderung des Energie-Beratungsangebots der Verbraucherzentralen:

In Deutschland gibt es derzeit etwa 500 unabhängige Energieberater, die Privatpersonen dabei unterstützen, ihren Energieverbrauch zu analysieren und ihnen Wege aufzeigen, wie sie künftig energieeffizienter leben und wohnen können. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Beratungsangebot der Verbraucherzentralen. Ein Großteil des Beratungsangebots ist kostenlos, zu einigen Themen wird eine Gebühr von 30 Euro erhoben. Für einkommensschwache Haushalte ist das gesamte Beratungsangebot kostenfrei. Mieter und Eigentümer haben die Möglichkeit, bei einem persönlichen Termin in einer der zahlreichen Beratungsstellen, telefonisch oder online grundsätzliche Energiesparfragen zu stellen. Hier werden Interessenten kostenlos über Möglichkeiten zum Stromsparen, über unterschiedliche Heizsysteme oder Kriterien bei der Auswahl von Elektrogeräten informiert. Ebenso bekommen sie Informationen über die zahlreichen Fördermöglichkeiten. Der Basis-Check ist ebenfalls kostenlos und gibt einen Überblick über den persönlichen Strom- und Wasserverbrauch, klassifiziert die Geräte im Haushalt und informiert über Einsparmöglichkeiten. Mit einer Selbstbeteiligung von 30 Euro können sich Mieter sowie private Haus- und Wohnungseigentümer zu weiteren, spezifischen Themen informieren lassen. Der Gebäude-Check gibt eine Einschätzung über die Heizungsanlage sowie die Gebäudehülle; im Solarwärme-Check werden die Einstellungen der solarthermischen Anlagen überprüft und optimal eingestellt und im Heiz-Check prüft ein Experte das Heizungssystem. Fragen zum Thema Solarenergie und Solaranlagen können im Eignungs-Check Solar geklärt werden. Weitere Informationen zur Energieberatung sind auf der Internetseite des BMWi zu finden. Quelle: BMWi © fotolia.de