Die Vorteile von Parkettböden :

Parkettböden in Wohnräumen sind bereits seit dem 19. Jahrhundert sehr beliebt. Auch heute noch wünschen sich viele Wohnungs- und Hausbewohner einen echten Parkettboden. Kein Wunder, denn ein Boden aus Holz verwandelt jeden Raum in ein gemütliches Zuhause und bringt zudem noch viele weitere Vorteile mit sich. So gelten Parkettböden als äußerst strapazierfähig und langlebig, zudem sind sie dämmhemmend und fußwarm. Ein Parkettfußboden eignet sich demnach auch gut als Bodenbelag im Badezimmer oder für eine Fußbodenheizung. Ein Parkettboden bietet unzählige Gestaltungsmöglichkeiten. Ob als Fischgrätparkett, Parkett mit Flechtstruktur oder Ein-Stab-Parkett, die verschiedenen Holzsorten und Oberflächen sind in unterschiedlichen Varianten zu erwerben. Auch die Farbe des Parketts kann individuell ausgewählt und gestaltet werden. So eignen sich Esche, Eiche und Birkenholz besonders gut, wenn sich Bewohner einen hellen Boden wünschen. Das Holz der Wenge hingegen hat einen dunkleren Farbton und Merbau geht ins Rötliche. Ein Parkettfußboden ist pflegeleicht. Eine Trockenreinigung und eine gelegentliche Reinigung mit einem feuchten Lappen reichen in der Regel aus. An den Möbeln angebrachte Filzgleiter schützen vor Kratzern und Schleifspuren. Sollte der Boden jedoch stark beansprucht sein, bieten sich Polyurethan-Versiegelungen an. Die aus Polyesterharzen bestehende Versiegelung ist sehr widerstandsfähig und wasserfest. Weist der Parkettboden nur kleine Beschädigungen auf, reichen in der Regel Wachse und Öle, um dem Holzboden seinen besonderen Glanz zu verleihen. Quelle: Schöner Wohnen © fotolia.de

Neues Webtool soll durch Extremwetter entstandene Schäden an Immobilien verringern:

Aufgrund des Klimawandels wird es auch in Zukunft zu immer mehr Extremwettersituationen, wie beispielsweise Hagel, Starkregen, Wintersturm und sogar Erdbeben, Hochwasser und Waldbränden, kommen. Um das Risiko für Schäden an Immobilien einschätzen und vermindern zu können, hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung (BBSR) das Webtool „GIS ImmoRisk Naturgefahren“ entwickelt. Dieses soll nicht nur Risiken erkennen, sondern auch dabei helfen, durch bauliche Maßnahmen Schäden im Vorhinein zu verhindern. Das Tool des BBSR wurde für öffentliche und private Bauherren sowie für Privateigentümer entwickelt. Der Deutsche Wetterdienst, das Karlsruher Institut für Technologie und weitere Partner aus der Wissenschaft sind an der Entwicklung des Webtools beteiligt. Durch die Eingabe von objektbezogenen Daten können zu erwartende Risiken und Schäden unter Betrachtung der Klimarisiken eingeschätzt werden. Allerdings fehlt es bisher noch an flächendeckenden Daten, weshalb nicht zu allen Wettersituationen Prognosen gestellt werden können. Das Webtool kann bereits detaillierte Aussagen und Prognosen zu Risiken und Schäden an Immobilien stellen, die durch Hagel, Wintersturm, Hitze und Starkregen entstehen. An einer flächendeckenden Risikoeinschätzung der zu erwartenden Immobilienschäden, die durch Hochwasser, Schneesturm, Erdbeben und Blitzschlag entstehen, wird zurzeit noch gearbeitet. Aus diesem Grund wird das Webtool „GIS ImmoRisk Naturgefahren“ immerwährend weiterentwickelt, denn bereits jetzt schon betragen die Schäden an Immobilien, die allein durch Starkregen, Sturm und Hagel in Deutschland entstehen, mehrere Milliarden Euro. Quelle: BBSR © fotolia.de

Tipp: Dächer aus Aluminium, Kupfer und Edelstahl :

Ein Dach aus Blech ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Ob aus Aluminium, Kupfer oder Edelstahl, jedes Material bringt andere Vorteile mit sich. So weist ein Aluminiumdach beispielsweise ein sehr geringes Gewicht auf und ist gut formbar. Auch Kupfer kann gut verformt werden, vor allen Dingen auch bei niedrigen Außentemperaturen. Zusätzlich eignet sich Kupfer gut für komplizierte Bauanschlüsse und weist eine hohe Beständigkeit gegen andere Materialien, wie beispielsweise Zement oder Gips, auf. Sucht man nach einer Dachkonstruktion, die eine sehr hohe Lebensdauer garantiert, ist ein Dach aus Edelstahl besonders zu empfehlen. Auch die hohe Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl gehört zu seinen großen Vorteilen. Allerdings ist ein Edelstahldach in der Herstellung und Montage aufgrund der intensiven Verarbeitung bei der Verfalzung und den Schneidearbeiten recht preisintensiv. Eine gute Alternative dazu bietet ein Dach aus verzinktem Stahlblech. Im Vergleich zum Edelstahlblech lässt sich ein verzinktes Stahlblechdach gut löten, ist ebenfalls sehr stabil und weist eine gute Tragfähigkeit auf. Wer bei der Dachauswahl den Schwerpunkt auf eine besondere Optik legt, bekommt mit einem Blechdach aus Titanzink bei Bewitterung eine schöne Patinaschicht. Diese schützt zudem gut vor Korrosion, lässt sich gut löten und kann im Nachhinein fast vollständig wiederverwertet werden. Allerdings sollte ein Dach aus Titanzink lediglich von einem Spengler montiert werden. Denn Titanzink ist anfällig für Konstruktions- und Verlegefehler. Quelle: Hausbaumagazin © photodune.net

Durchbruch im Bereich „Serielles Sanieren“ in Wohngebäuden:

In den nächsten vier Jahren soll der Ende November 2019 vereinbarte Energiesprong-Volume-Deal umgesetzt werden. Beteiligt an dem Deal sind 22 Wohnungsunternehmen, vier Bauunternehmen sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BmWi). Bestandteil des Deals ist die serielle Sanierung von 11.635 Wohnungen, die von den 22 Wohnungsunternehmen zur Verfügung gestellt werden. Mit dem auf dem dena-Energiewendekongress 2019 vereinbarten Beschluss, setzen Wohnungs- und die Bauwirtschaft ein entschiedenes Zeichen in der Einführung von seriellen Sanierungslösungen. Dabei ist das langfristige Ziel die vollständige Etablierung von seriellen Sanierungslösungen in der Immobilien- und Bauwirtschaft. Konkret werden dabei mittels 3-D-Scans Gebäude so erfasst werden, dass Fassadenelemente und Solardachelemente mit Industrie 4.0 millimetergenau vorgefertigt und auf der Baustelle nur noch montiert werden müssen. Auch Fenster, die Dämmung und der Außenputz sowie die Anlagetechnik sollen vorgefertigt und vorab in die Elemente und Energiemodule eingebaut werden. Dieser Standard im Bereich „Serielles Sanieren“ wird als Net-Zero-Standard bezeichnet und definiert sich vor allen Dingen durch die deutlich reduzierten Arbeitszeiten auf der Baustelle sowie sozialverträgliche Kosten. Ein Gebäude erreicht einen vollständigen Net-Zero-Standard oder Null-Energie-Standard, wenn es seine gesamte im Jahr benötigte Energie für Strom, Warmwasser und Heizung selbst produzieren kann. Quelle: dena © photodune.net

Urteil: Unzulässige Kündigung eines Mietverhältnisses:

In einem Rechtsstreit vor dem Bundesgerichtshof (BGH, AZ VIII ZB 26/17) ging es um die Frage, wer die Kosten des Gerichtsverfahrens tragen muss, welche durch eine erleichterte Kündigung eines Mitverhältnisses in einem Zweifamilienhaus unter Berufung auf § 573a Abs. 1 BGB entstanden sind. Ein Ehepaar, das sowohl Eigentümer und Vermieter eines Zweifamilienhauses war, vermietete eine der beiden Wohnungen in dem Zweifamilienhaus an eine andere Mietpartei. Der Ehemann übertrug zu einem späteren Zeitpunkt seinen Mietanteil an seine Ehefrau, die somit alleinige Eigentümerin des Anwesens wurde. Diese kündigte anschließend das Mietverhältnis und klagte auf Räumung der Wohnung. Auch wenn Mieter und Eigentümerin sich nach Auszug der Mieter im gegenseitigen Einvernehmen darauf geeinigt haben, den Rechtsstreit als erledigt anzusehen, stellt sich dennoch die Frage, wer für die bisher entstandenen Kosten für den Rechtsstreit aufkommen muss. Das Gericht prüft hierbei, wer den Rechtsstreit voraussichtlich gewonnen hätte. Sowohl das Amtsgericht Neumarkt als auch die Rechtsbeschwerde vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth entschieden zu Lasten des Mieters. Denn dieser wäre, nach deren Annahme, bei der Fortführung des Rechtsstreits und ohne die übereinstimmende Einverständniserklärung, unterlegen gewesen. Erst vor dem Bundesgerichtshof hatte die Beschwerde des Beklagten (Mieters) Erfolg. Der BGH ist der Auffassung, dass bei einer Fortführung des Rechtsstreits die Klägerin unterlegen gewesen wäre, denn ihre ausgesprochene Kündigung sei gar nicht wirksam gewesen. Auch wenn der Ehemann der Klägerin seinen Mietanteil an seine Frau übergeben hat, bleibt er dennoch Vermieter und muss der Kündigung ebenfalls zustimmen. Der vom Landgericht Nürnberg-Fürth angewandte § 566 Absatz 1 BGB kann nicht in Betracht gezogen werden. Denn nach § 566 müsste die Veräußerung an einen Dritten erfolgen und der Erwerber darf bis zum Erwerb nicht Vermieter gewesen sein. Somit stand es der Alleineigentümerin nach Rechtslage gar nicht zu, die Räumung und Herausgabe der Wohnung zu verlangen. Quelle: BGH © photodune.net

Der Charme von Altbauwohnungen:

Eine Altbauwohnung zeichnet sich durch hohe Stuckdecken, lichtdurchflutete Räume sowie große Fenster und einen Holzboden aus. Spricht man von einer Altbauwohnung, so sind in der Regel Wohnungen gemeint, die vor 1945 gebaut wurden. Die historischen Räumlichkeiten haben einen ganz besonderen Charme, doch bedürfen sie aufgrund ihres Alters auch einer ganz besonderen Pflege. Vor der Einrichtung oder Renovierung einer Altbauwohnung, sollten Mieter oder Eigentümer eine Analyse und Bestandsaufnahme des Mauerwerks durchführen. Denn aufgrund des Alters der Bausubstanz sowie der großflächigen Wände, können diese schnelle Bröckeln, weshalb die Substanz der Böden und der Decken von einem Fachmann bewertet werden sollte. Auch über die Möglichkeiten zum Schallschutz und zur energieeffizienten Nutzung sollten sich Bewohner informieren. Denn die Heizwärme in Altbauwohnungen verteilt sich nur langsam in den Räumen. Der charakteristische und historische Dielenboden oder das Fischgrätenparkett sollten gut gereinigt und gepflegt werden. Je nach Holzart ist es ratsam, den Holzboden einmal jährlich zu wachsen oder zu ölen. Altbauwohnungen bieten bei der Inneneinrichtung viel kreativen Spielraum. Knallige Wandfarben setzen auf der großen Wandfläche moderne Akzente, Möbel im Vintage- oder Minimalismus-Stil sind in Altbauwohnungen besonders beliebt. Extravagante Pflanzen in großen Vasen finden genauso viel Platz wie zahlreiche Bilder und Gemälde an den Wänden. Auch der Raum nach oben sollte genutzt werden und die Aufmerksamkeit auf die historische Stuckdecke und Ornamente lenken. Quelle: Schöner Wohnen © photodune.net

Studie untersucht Mobilitätssysteme und Immobilienpreise:

In einer Studie werden zurzeit die Zusammenhänge zwischen dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), dem Wohnungsbau und den Immobilienpreisen in neuen Stadtquartieren analysiert. Die Studie wird vom Projekt- und Gebietsentwickler BPD (Bouwfonds Property Development) durchgeführt. Gemeinsam mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) werden dabei neugebaute Stadtquartiere in den Ballungsräumen Köln, Karlsruhe und Stuttgart näher betrachtet. Aufgrund des rapiden Bevölkerungswachstums in Großstädten und Ballungsräumen, muss ausreichend neuer Wohnraum geschaffen werden. Um den dadurch entstehenden Verkehr zu entlasten und die Anzahl der Autos zu mimnimieren, wird bei der Projektierung von neuen Stadtquartieren sowie im Bereich Stadtentwicklung darauf geachtet, dass diese gut an den ÖPNV angebunden sind. Mit einer guten Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel verzichten Bürger oft auf ihr Auto und können dadurch, laut Studie, die Reisezeit um etwa 30 Minuten verkürzen. Doch gleichzeitig hat der Ausbau des ÖPNV Auswirkungen auf die Immobilienpreise. So verzeichnet die Studie in den neuen Stadtquartieren zwar geringere Mobilitätskosten als beim Gebrauch des PKWs, aber gleichzeitig auch steigende Miet- und Kaufpreise. Demnach sind die Mieten in den neuentwickelten Stadtquartieren in Karlsruhe um 3,6 Prozent, in Stuttgart um 5,4 Prozent und in Köln sogar um 9 Prozent höher als in Wohngebäuden ohne direkte Anbindung an den ÖPNV. Desweiteren skizziert die Studie an drei nationalen und internationalen Fallbeispielen die Finanzierung von erfolgreichen Stadtquartierprojekten mit Anbindung an den ÖPNV. Quelle: BPD/IW © fotolia.de

Funktionale und dekorative Außenbeleuchtung:

Gerade in der dunklen Jahreszeit ist eine gute Beleuchtung im Außenbereich des Hauses wichtig. Denn Hauseigentümer und Mieter sind dazu verpflichtet, für Sicherheit auf ihrem Grundstück zu sorgen und das Risiko zu minimieren, dass jemand auf den Treppenstufen ausrutschen oder stolpern könnte. Mit der Beleuchtung der Eingangstür und der Treppenstufen oder des Gartens sowie der Terrasse wird nicht nur der Zugang zum Haus bei Dunkelheit erleichtert, sondern gleichzeitig eine angenehme und einladende Atmosphäre geschaffen. Ob an den Wänden angebrachte Außenwandleuchten, am Boden stehende Sockel- oder Pollerleuchten oder Mastleuchten und Kandelaber bei großen Grundstücken, bei der Gestaltung der Außenbeleuchtung sind Eigentümern keine Grenzen gesetzt. Für eine gemütliche Atmosphäre im Garten- und Terrassenbereich eignet sich indirektes Licht besonders gut. Mit Wandleuchten oder Spots können gezielt Lichtakzente gesetzt werden. Auch elektrische Wandfackeln, Hängeleuchten im Außenbereich oder eingebaute Deckenleuchten bei einer überdachten Terrasse bringen Licht ins Dunkel und wirken äußerst einladend. Wer es noch dekorativer mag, kann die im Garten oder im Eingangsbereich gepflanzten Bäume und Pflanzen mit Flutern, Schweinwerfern und Außenstrahlern in Szene setzen. Viele Leuchtsystem bieten eine große Auswahl von unterschiedlichen Lichtfarben und können oftmals per Fernsteuerung bedient werden. Zu beachten ist, dass die Leuchten und Lampen witterungsbeständig und für den Außenbereich geeignet sind. LED Lichter sind energieeffizient und müssen aufgrund ihrer Langlebigkeit nur selten ausgetauscht werden. Quelle: Immowelt AG © photodune.net

Unterschiedliche Modelle von Wärmepumpen:

Wer energieeffizienter leben möchte und sich für den Einbau einer Wärmepumpe zur Energiegewinnung im Haushalt entscheidet, hat die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Modellen zu wählen. Gemeinsam haben alle Wärmepumpen, dass sie regenerative Energien nutzen, beispielsweise aus der Luft, dem Grundwasser oder aus dem Erdreich und diese zum Heizen, zur Warmwasseraufbereitung oder zu beidem gebrauchen. Während eine Warmwasser-Wärmepumpe lediglich der Aufbereitung von Warmwasser dient und das System komplett von der Heizungsanlage abgekoppelt ist, gibt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe die gewonnene Energie an einen Wasserkreislauf weiter, der sie dann an die Heizung oder zur Warmwasseraufbereitung transportiert. Eine Luft-Luft-Wasserpumpe wird vor allen Dingen bei Passivhäusern eingesetzt und funktioniert sowohl als Heizung sowie als Lüftung. Für ihre Funktionsfähigkeit benötigt sie jedoch eine kontrollierte Wohnraumlüftung und das Haus muss komplett luftdicht sein. Ebenso gibt es Wärmepumpen, die ihre Energie aus einem Eisspeicher gewinnen oder Sole-Wasser-Wärmepumpen, die mittels eines horizontalen Rohrsystems Wärme aus der Erdoberfläche entziehen. Wasser-Wasser-Wärmepumpen nutzen hingegen die Energie des Wassers. Um herauszufinden, welche Wasserpumpe für Ihre Bedarfe und für die Immobilie die richtige ist, sollte ein Experte oder ein Energieberater zurate gezogen werden. Äußere Faktoren spielen bei der Wahl der Wärmepumpe meistens keine Rolle, da sie die Wärme aus der Erde und aus dem Grundwasser nutzen. Quelle: Bautipps © photodune.net

Räum- und Streupflicht bei Schnee und Glatteis:

Sind die Gehwege im Winter vereist oder verschneit, stellt sich die Frage, wem die Räum- und Streupflicht obliegt und wer im Schadensfall haftet. Grundsätzlich ist, laut Rechtslage, die Gemeinde dazu verpflichtet, Gehwege begehbar und sicher zu halten und vor Schneeeinfall sowie vor Glatteis zu schützen. Doch grenzt ein Grundstück an einen öffentlichen Gehweg, kann die Räum- und Streupflicht an den Eigentümer des Hauses übergeben werden. Dieser wiederum hat die Möglichkeit, die Verkehrssicherungspflicht an seinen Mieter übergeben. Doch die Übergabe der Räum- und Streupflicht an den Mieter muss ganz klar im Mietvertrag oder in der Hausordnung benannt werden. Ein Verweis auf „alle behördlichen und polizeilichen Pflichten“ reicht unter Umständen nicht aus. Denn kommt es zum Ernstfall und ein Passant stürzt oder verletzt sich, kann das hohe Kosten verursachen. Hat der Vermieter eine offizielle Übergabe der Versicherungspflicht an seinen Mieter verschriftlicht, ist er dennoch dazu verpflichtet, zu überwachen, ob dieser seiner Räum- und Streupflicht tatsächlich nachgeht. Sind die Mieter oder Eigentümer körperlich eingeschränkt oder gebrechlich, sind Sie unter Umständen von den Pflichten befreit. In solchen Fällen kann ein Streu- und Räumdienst die Arbeiten übernehmen. Handelt es sich bei dem Wohnobjekt um ein Mehrfamilienhaus, sind alle Parteien zum gleichen Teil verpflichtet, der Räum- und Streupflicht nachzugehen. Die kommunale Straßenreinigungssatzung gibt Auskunft darüber, ob mit Split, Granulat oder ggfs. Salz in der jeweiligen Gemeinde gestreut werden darf. Quelle: Hausjournal © photodune.net

Trend: Schiebetüren aus Glas :

Heutzutage liegen helle und liftdurchflutete Räume hoch im Trend. Denn große Räume schaffen Weite und fördern das Miteinander. Doch was passiert, wenn man beim Kochen lieber die Tür hinter sich zuziehen möchte oder im Wohnzimmer ungestört Fernsehen möchte? Eine gute Alternative, Räume groß und hell erscheinen zu lassen, aber dennoch Privatsphäre zu schaffen, entsteht durch den Einbau von Schiebetüren aus Glas. Diese gibt es in unterschiedlichen Größen und Montagearten. Eine Schiebetür kann aus mehreren Flügeln oder einem Einzelteil bestehen und zeichnet sich dadurch aus, dass sie zum Öffnen und Schließen keinen Schwenkbereich benötigt, sondern auf Schienen geführt wird. Ob aus mattiertem oder gefärbtem Glas, selbst im geschlossenen Zustand lässt die Schiebetür ausreichend Licht durch, um ein weites Raumklima zu kreieren. Auch fensterlose Räume erhalten trotz der geschlossenen Tür ausreichend Helligkeit. So muss weniger zusätzliche Beleuchtung eingesetzt werden, was zusätzlich die Stromkosten senkt. Auch wenn Schiebetüren aus Glas in den letzten Jahren überwiegend in Büroräumen zu finden waren, erfreuen sie sich in der heutigen Innenarchitektur neuer Beliebtheit. So kann der Trend von großen Räumen und dem offenen Wohnen gewahrt und gleichzeitig kann ein Raum optimal strukturiert und aufgeteilt werden. Bei der Wahl der Schiebetüren sollten sich Kaufinteressierte von einem Fachmann beraten lassen. Je nach Art des Glases kann eine Schiebetür zusätzlichen Lärm- und Schallschutz bieten und durch die Verwendung von Sicherheitsglas kann Bruchgefahr vermeiden werden. Quelle: Zimmerschau/Glas und Beschlag © fotolia.de

Studie: Wie beliebt sind alternative Wohnformen in Deutschland?:

In einer Umfrage der Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler von Baufinanzierungen, wurden 1.000 Personen in Deutschland zu den Themen Bauen und Wohnen befragt. Vor allen Dingen die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit spielten in der Umfrage eine zentrale Rolle. Die Ergebnisse besagen, dass für 87 Prozent der Befragten Umweltschutz und nachhaltiges und energieeffizientes Bauen und Wohnen wichtig bis sehr wichtig sind. Nur für 4 Prozent der Befragten steht das umweltfreundliche Bauen und Wohnen nicht im Fokus oder ist nicht wichtig. Grundsächlich ziehen mehr als drei Viertel der Befragten alternative Wohnformen in Betracht. Vor allem ein Ökohaus oder ein Mehrgenerationenhaus stoßen bei den Befragten auf viel Zuspruch. So könnten sich 43 Prozent der Befragten vorstellen, ein Haus nach „ökologischen Standards“ zu bewohnen und 29 Prozent könnten in einem Mehrgenerationenhaus leben. Ebenfalls 29 Prozent könnten sich vorstellen, in einem Hausboot zu wohnen. Die zurzeit im Trend liegenden Tiny Houses stellen nur bei 13 Prozent der Befragten eine alternative Wohnform dar, gefolgt vom Bewohnen eines Baumhauses, was sich 11 Prozent der Befragten vorstellen können. In der Umfrage waren Mehrfachnennungen möglich. Ebenso muss genannt werden, dass 15 Prozent der Befragten keine der alternativen Wohnformen als Wohn- und Lebensmittelpunkt in Betracht ziehen. Interhyp weist auf die zahlreichen staatlichen Fördermöglichkeiten im Bereich energieeffizientes Wohnen und Bauen hin und rät Kauf- und Bauinteressierten, sich in der Planungsphase von einem Finanzierungsexperten beraten zu lassen. Quelle: Interhyp AG/Baubiologie Magazin © fotolia.de

Können Rollläden an Fenstern vor Einbruch schützen?:

Rollläden an Fenstern schützen vor starkem Sonneneinfall und dienen als Wärmeschutz. Doch können angebrachte Rollläden auch Einbrecher fernhalten und vor Einbruch schützen? Handelt es sich um Rollläden, die nach DIN EN 1627 zertifiziert sind, sind diese einer bestimmten Widerstandsklasse zugeordnet und teilweise einbruchhemmend. So sind die zertifizierten Rollläden zusätzlich gesichert und lassen sich nur schwer hochschieben und aushebeln. Auch elektrische Rollläden bieten einen erhöhten Sicherheitsschutz, denn sie können nicht ohne weiteres hochgeschoben werden. Abgesehen von den zertifizierten und elektrischen Rollläden haben die handelsüblichen Fenstervorrichtungen allerdings keine Einbruchschutzfunktion. Ebenso ist zu erwähnen, dass heruntergelassene Rollläden den Eindruck erwecken können, als sei niemand zu Hause und einladend auf Einbrecher wirken. Deshalb sollten Eigentümer nicht darauf verzichten, in ein professionelles Sicherheitssystem zu investieren. Einbruchhemmende Fenster mit einer Pilzkopf-Verriegelung, Aufhebelsicherung sowie geänderten Beschlägen bieten einen hohen Sicherheitsschutz. Die von Sicherheitsbehörden empfohlene Widerstandsklasse für Fenster und Türen sollte mindestens RC 2 oder höher betragen. Alternativ eignen sich Rollgitter vor Fenstern ebenfalls gut als Einbruchschutz. Allerdings sind die Gitterstäbe optisch nicht jedermanns Sache. Wer sich für ein Rollgitter entscheidet, sollte sich über die unterschiedlichen Sicherheitsklassen erkundigen. Quelle: Hausjournal © photodune.net

Tipp: Abbau von Photovoltaik-Altmodulen :

Photovoltaik-Module zeichnen sich nicht nur dadurch aus, dass sie auf eine sehr umweltschonende und energieeffiziente Weise Strom produzieren, sondern auch durch ihre lange Lebensdauer. So halten passende ausgewählte Photovoltaik-Module bei der richtigen Montage mehrere Jahrzehnte. Sollte es irgendwann zu Beschädigungen kommen oder dazu, dass die Module aufgrund ihres Alters nicht mehr zur Stromerzeugung genutzt werden können, müssen sie fachgerecht gemäß des Elektro- und Elektronikgesetzes entsorgt werden. Denn heutige Entsorgungsfachbetriebe recyclen die PV-Altmodule so, dass die enthaltenen Rohstoffe fast gänzlich als Sekundärrohstoffe verwertet werden können und in der Produktion wieder in den Werkstoffkreislauf gelangen können. Deshalb ist es wichtig, ausrangierte Module richtig zu entsorgen und an den zuständigen Sammelstellen abzugeben. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) stellt auf seiner Internetseite ein kostenloses Hinweispapier mit dem Namen „Sicherer Umgang mit den PV-Altmodulen“ zur Verfügung. Darin gibt er Tipps und Sicherheitshinweise beim Umgang und Abbau von alten PV-Modulen und informiert darüber, in welchem Zustand sie zu den kostenlosen Rücknahmestellen transportiert werden müssen. Besitzer von Photovoltaikanlagen sollten sich aus Sicherheitsgründen gut über den Abbau der Module informieren. Denn bei Sonnenlichteinfall kann sich eine aktive Zellschicht mit Elektrizität aufladen. So sollten die Module beim Transport und bei der Lagerung stets nach unten zeigen und beschädigte Rückseitenfolien vorab abmontiert werden. Quelle: BSW © fotolia.de

Urteil: Miethöhe des Vormieters muss bei Bedarf belegt werden:

In einem Rechtsstreit vor dem Amtsgericht Berlin-Neukölln (AZ 65 S 55/19) beklagte ein Mieter seine Vermieterin hinsichtlich ihrer Auskunfts- und Belegpflicht über die Höhe der Mietzahlungen des Vormieters. In dem Prozess ging es darum, dass die Vermieterin eine monatliche Miete von 1.300 Euro verlangte, obwohl die zu diesem Zeitpunkt zulässige Miete bei 806 Euro lag. Die Vermieterin bezog sich bei ihrer Forderung auf eine Ausnahmeregelung (§ 556 e Abs. 1 BGB), nach der sie dazu berechtigt sei, auch von ihrem jetzigen Mieter die Miethöhe zu verlangen, die bereits vorher schon entrichtet wurde. Das Amtsgericht Berlin-Neukölln wies die Klage ab. Laut Gerichtsentscheid ist die Vermieterin ihrer Auskunftspflicht nachgegangen, der Mieter hätte keine weiteren Ansprüche auf Vorlage der Belege. Mit diesem Entscheid ging der Kläger in Berufung und hatte vor dem Landgericht Berlin Erfolg. Denn nach § 556 g Abs. 3 BGB habe der Mieter Anspruch auf Vorlage der Belege. Diese könnte entweder durch den ehemaligen Mietvertrag oder durch die Forderung des damaligen Mieterhöhungsverlangen belegt werden, die personenbezogenen Daten könnten ausgeschwärzt werden. Das Amtsgericht begründete seinen Entscheid darin, dass der Mieter ohne die Belegvorlage einen Rückforderungs- oder Feststellungsprozess hätte führen müssen, in welchem die Beklagte die Belege hätte ohnedies vorlegen müssen. Diese hätte die Vermieterin demnach auch vorher außergerichtlich dem Kläger zur Verfügung stellen können. Quelle: Landgericht Berlin © fotolia.de

Ausbau des Dachgeschosses bietet viele Möglichkeiten :

Oftmals kann das Dachgeschoss zu einem weiteren Zimmer ausgebaut werden. Ob als kleines Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Bad oder sogar Küche – je nach Größe und Bedarf können so gut wie alle Räume im Dachgeschoss entstehen. Mit ein paar Tricks kann sogar die Dachschräge vorteilhaft genutzt werden und den Räumlichkeiten einen besonderen Flair verleihen. Grundsätzlich sollte man beim Ausbau des Dachgeschosses auf helle Farben und filigrane Möbel achten. Auch der Lichteinfall spielt eine wichtige Rolle, vor allen Dingen dann, wenn ein Arbeitszimmer entstehen soll. Sollten nicht ausreichend Fensterfronten vorhanden sein, lässt sich ein modernes Lichtsystem installieren, das für eine gute Beleuchtung und gleichzeitig gemütliche Atmosphäre sorgt. Wer sich für ein Schlafzimmer unter dem Dach entscheidet, steht lediglich vor dem Problem, einen passenden Kleiderschrank zu finden. In der Regel muss hier ein Schreiner das Zimmer ausmessen und einen passgenauen Schrank entwerfen und einbauen. Wer aus dem Dachgeschoss eine Küche machen möchte, muss darauf achten, dass Küchengeräte, wie Ofen, Herd oder der Kühlschrank ausreichend Platz nach oben haben. Meistens müssen Haushaltsgeräte in der Mitte des Raumes aufgestellt werden, da dort die Decke am höchsten ist. Schränke und Stauraum lassen sich dagegen gut in den Ecken errichten. Bei einem Badezimmer sollte darauf geachtet werden, dass die Dusche genügend Platz zu der Decke hat. Auch über der Toilette empfiehlt sich ausreichend Platz zum Aufstehen. Quelle: Das Haus © photodune.net

Studie: Wie heizt Deutschland?:

Im Auftrag des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (bdew) untersucht das Marktforschungsinstitut prolytics in der diesjährigen Studie „Wie heizt Deutschland?“, mit welchen Heizsystemen und Energieträgern Deutschlands Haushalte beheizt werden. Ebenso wird das Alter der Anlagen ausgewertet. Als „Wohneinheit“ zählen Wohnungen und Einfamilienhäuser. In Mehrfamilienhäuser werden die Wohneinheiten einzeln gewertet. Laut Studienergebnissen liegt das durchschnittliche Alter der Heizungsanlagen bei 17 Jahren. Davon ist über die Hälfte der Anlagen älter als 15 Jahre, jede vierte Heizung ist sogar älter als 25 Jahre. Der Bedarf nach Modernisierungsmaßnahmen bzw. dem Austausch der veralteten Heizungen ist nach wie vor hoch. Erfreulich ist, dass eine Vielzahl der Haushalte nach einer Modernisierung auf alternative Energieträger zurückgreifen. Vor allem das Heizen mit Erdgas ist sehr beliebt. So wurden, laut Studie, in den letzten zehn Jahren in etwa 275.000 Gebäuden Ölheizungen gegen Erdgasheizungen ausgetauscht. Im Bundesländervergleich werden in Niedersachsen, mit über 60 Prozent, die meisten Wohneinheiten mit Erdgas beheizt. Auch in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden in mehr als der Hälfte der Haushalte Erdgasheizanlagen genutzt. In Berlin und Hamburg, genauso wie im Osten Deutschlands, ist der Einsatz von Fernwärme mit einem Anteil von über 30 Prozent am stärksten verbreitet. Im Süden Deutschlands hingegen kommen mit einem Anteil von etwa 40 Prozent vor allem Öl-Zentralheizungen zum Einsatz. Quelle: bdew © fotolia.de

Heizen mit Kaminen und Öfen :

Ein Kamin oder ein Ofen im Wohnzimmer kreiert nicht nur eine gemütliche Atmosphäre und erwärmt die Räumlichkeiten, sondern wird heutzutage oftmals auch als alternatives Heizsystem eingesetzt. Vor allem Schwedenöfen und Kachelöfen sind in deutschen Haushalten sehr beliebt. Auch moderne Kaminbausätze, die optisch einem Kachelofen ähneln, aber im Grunde umgebaute Schwedenöfen sind, erfreuen sich großer Beliebtheit. Die meisten Öfen werden mit Scheitholz betrieben. Jedoch können auch Holzpellets, Bioethanol sowie Gas den Ofen zum Heizen bringen. Im Vergleich zu Gas und Öl ist Holz weitaus ökologischer und günstiger. Die Voraussetzung für den Einbau eines Schwedenofens ist ein Kamin, der die Abgase nach draußen befördert. Ein Schwedenofen ist in unterschiedlichen Größen und Heizleistungen erhältlich und kann auch im Nachhinein eingebaut werden. In der Regel heizt ein Schwedenofen nur einen Raum. Allerdings kann die Reichweite der Wärme mit modernen Warmluftschächten und speziellen Heizkonzepten ausgeweitet werden. Ein Kachelofen hingegen kann nicht nachträglich nachgerüstet werden. Aus dem Inneren des Kachelofens werden die Kacheln aufgewärmt und dienen als guter Wärmespeicher und großer Heizkörper im Raum. Aufgrund der Feueröffnung, die meist zum Treppenhaus oder in die Küche führt, können auch andere Räume beheizt werden. Ein Kachelofen kann sogar eine ganze Etage erwärmen. Um die Energiebilanz zu steigern, können Öfen an den Wasserkreislauf des Hauses angeschlossen werden. So dienen sie nicht nur der Erwärmung der Räume, sondern auch des Wassers, welches dann beispielsweise zum Duschen benutzt werden kann. Auf diese Weise sind die Öfen sehr energiesparend und können im Sommer auch mit der Solarthermie verbunden werden. So müssen sie an warmen Tagen nicht befeuert werden, denn dann übernimmt die Sonne die Wassererwärmung. Quelle: Immowelt © photodune.net

Tipp: Richtiges Lüften und Heizen im Herbst und Winter :

Auch bei kalten Temperaturen im Herbst und im Winter ist regelmäßiges Lüften unumgänglich. Denn nur so kann Schimmel vermieden und eine optimale Luftfeuchtigkeit in den jeweiligen Räumen garantiert werden. Damit nicht mehr kühle Luft eintritt als notwendig und die Räume unnötig auskühlen, ist kurzes Stoßlüften empfehlenswert. Dabei sollten vier- bis fünfmal täglich die Fenster für fünf bis maximal zehn Minuten weit aufgerissen werden, um für einen regelmäßigen Luftaustausch zu sorgen. Das lange Lüften auf Kipp ist nicht empfehlenswert. Um Schimmel zu vermeiden und für ein durchgängig gesundes Raumklima zu sorgen, sollte eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent erreicht werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer messen. Mit einer Lüftungsanlage kann die Feuchtigkeit sogar automatisch reguliert werden. Hierbei wird die Wärme fast gänzlich aus der verbrauchten und feuchten Luft gewonnen, je nach Bedarf wird den Räumen zusätzlich sauerstoffreiche Luft hinzugeführt. Moderne Lüftungsanlagen sind sehr energieeffizient. Auch beim Heizen sollten einige Regeln beachtet werden. So sollte der Heizkörper nie gänzlich abgedreht werden, sondern die Räume dauerhaft mit einer Temperatur von 17 Grad beheizen. Werden die Heizungen ganz abgestellt, kühlen die Wände so stark ab, dass es eine Weile dauert, bis sie sich beim erneuten Heizen wieder aufwärmen. Trifft die warme Heizungsluft auf die kalten Außenwände, kondensiert sie und bildet Tauwasser. Sind die Wände kühl und feucht, besteht die Gefahr von Schimmelbildung. Quelle: Effizienzhaus Online © photodune.net

Urteil: Wegfall des Grundes für die Anmeldung des Eigenbedarfs muss gemeldet werden:

Nach einer Urteilssprechung vor dem Amtsgericht Waiblingen (AZ 9 C 1106/18) wird eine Eigentümerin dazu aufgefordert, eine Schadensersatzzahlung von etwa 7.650 Euro an die ehemalige Mieterin ihrer Eigentumswohnung zu entrichten. Aufgrund von Eigenbedarf kündigte die Vermieterin der Mieterin das Mietverhältnis, doch zog anschließend nicht selbst, wie geplant und angegeben, in den Haushalt ein, sondern vermietete die Wohnung an neue Mieter. Die Vermieterin behauptet, die Gründe für die Anmeldung des Eigenbedarfs seinen zu einem späteren Zeitpunkt weggefallen. Die Gesetzeslage besagt, dass die Vermieterin dazu verpflichtet ist, den Wegfall des Eigenbedarfsgrunds der ehemaligen Mieterin zu melden. Die Mieterin der Wohnung beklagte die Vermieterin auf Schadensersatz und hatte mit der Klage Erfolg. Die zu zahlende Summe setzt sich in diesem Fall aus den Umzugskosten sowie der Mietdifferenz zwischen der streitgegenständlichen und der neuen Wohnung zusammen. Denn bei einer ähnlichen Wohnraumgröße beträgt die Kaltmiete der neuen Wohnung etwa 270 Euro im Monat mehr. Für die Berechnung der Mietdifferenz legte das Gericht einen Zeitraum von 24 Monaten fest, da dieser nicht unbegrenzt bestehen kann und sich die Mieten im Laufe der Zeit angleichen können. Grundsächlich könnten in die Berechnung des Schadenersatzes auch andere Gründe, wie beispielsweise der erforderliche Neuerwerb von Möbeln miteinbezogen werden. Als Grund für die Meldung des Eigenbedarfs und der damit zusammenhängenden Kündigung des bestehenden Mietverhältnisses gab die Vermieterin an, dass sie geplant hat, gemeinsam mit ihren schulpflichtigen Kindern aus den USA wieder nach Deutschland zu ziehen. Zwischenzeitlich sei ihr in den USA lebender Mann erkrankt und pflegebedürftig geworden, weshalb der eigentliche Grund für den Eigenbedarf der Wohnung weggefallen ist. Die Mieterin stellte die Aussage der Vermieterin in Frage und ging vors Gericht. Das Gericht forderte die Vermieterin auf, den Wegfall der Gründe für den Eigenbedarf zu belegen. Dieser Aufforderung ist die Vermieterin nicht nachgegangen. So entschied das Gericht, dass sie in diesem Fall so zu behandeln sei, als hätte sie den Eigenbedarf vorgetäuscht und sie deshalb zur Schadensersatzzahlung verpflichtet. Quelle: AG Waiblingen © photodune.net

Keller ausmisten und Ordnung schaffen:

Werden Möbel, Elektrogeräte, Lampen oder andere Gegenstände im Haushalt nicht mehr benötigt, finden sie oftmals Platz im Keller. Nach und nach füllt sich der Kellerraum und der Stauraum wird weniger. Um wieder Platz zu schaffen und Ordnung in das Tiefgeschoss zu bringen, gibt das Fertighaus Portal bautipps.de hilfreiche Empfehlungen, wie sich Eigentümer und Mieter von kaputten und unnützen Dingen trennen können und wieder Stauraum schaffen. Dabei ist es zunächst wichtig, den Keller auszumisten. Bautipps rät dazu, alle beschädigten und nicht funktionsfähigen Elektrogeräte und Gegenstände wegzuwerfen, denn oftmals wurden sie bereits durch neue ersetzt. Die Inhalte des Kellers sollten anschließend in drei Stapel sortiert werden. Einen mit Gegenständen, die man behalten möchte, einen der entsorgt werden kann und einen, von den man sich noch nicht trennen kann. Dieser sollte nach spätestens drei Monaten entsorgt werden, wenn die Gegenstände auch weiterhin nicht benutzt wurden. Nachdem der Keller leergeräumt ist, kann er gefegt und geputzt werden. Schmutz und Laub sollen entfernt, undichte Fenster versiegelt und ggfs. ein Lichtschachtgitter befestigt werden. Anschließend sollte der Keller ausgemessen und mit passenden Schränken ausgestattet werden. Ein durchdachtes Ordnungssystem mit beschrifteten Schränken und Schubladen sorgt dauerhaft für Ordnung und den notwendigen Überblick, dass keine weiteren unnützen Gegenstände im Keller ihren Platz finden. Quelle: Bautipps © fotolia.de

Studie zur Zufriedenheit der Wohnsituation :

Laut einer Befragung des Instituts für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS) sowie der Untersuchungen der EBZ Business School, der Hochschule für Immobilienwirtschaft aus Bochum, sind Wohnungseigentümer und Mieter in diesem Jahr mit ihrer Wohnsituation zufriedener als im Jahr 2007. Die befragten Personen waren zum größten Teil Mieter von Genossenschaften oder kommunalen Wohnungsunternehmen. Untersucht wurde die Wohnung und das Wohngebäude aber auch das Wohnumfeld, das soziale Umfeld und der Service der Genossenschaften und Wohnungsunternehmen. Vor allem im Bereich Service und Kundenorientierung waren die Befragten überdurchschnittlich zufrieden und stellen eine allgemeine Verbesserung ihrer Wohnsituation im Vergleich zu den Vorjahren fest. Auch die Mietkosten empfinden die Mieter mehrheitlich als angemessen oder sogar günstig. Das InWIS rechnet auch in den kommenden Jahren mit einer steigenden Zufriedenheit der Mieter bezüglich ihrer Wohnsituation und Wohnqualität. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass je länger Mieter in ihrer Wohnung leben, ihr Bedürfnis nach einem Umzug geringer wird. Die meisten der Befragten leben seit mehr als fünf Jahren in ihrem Wohnviertel. Quelle: InWIS / VDIV © photodune.net

Bau und Vorteile einer Holzdecke :

Auch wenn die meisten Häuser und Wohnungen eine Decke aus Beton besitzen, erfreuen sich Holzdecken zunehmender Beliebtheit und bringen einige Vorteile mit sich. So ist die Schall- und Wärmedämmung in einem Raum mit einer Holzdecke sehr gut und sorgt für eine angenehme Raumakustik. Ebenso hat eine Holzdecke optische Reize, gliedert durch die gleichmäßigen Balken die Räumlichkeiten harmonisch und sorgt für eine gemütliche Atmosphäre und ein gesundes Raumklima. Eine Holzdecke lässt sich recht schnell und einfach errichten. Die Planung übernimmt ein Architekt oder ein Zimmermann. Nach der Vermessung der Räumlichkeiten werden die Holzzuschnitte in der Werkstatt fertiggestellt. Anschließend werden die Balken in dem Haus von Wand zu Wand gespannt, weitere Bretter und Holzwerkstoffe decken die Konstruktion von oben ab, sodass der Boden in der Schalung aufgebaut werden kann. Eigentümer können zwischen einer Schichtbalkendecke, einer bekleideten Holzbalkendecke und einer Brettstapeldecke wählen. Wenn die Immobilie besonderen Brandschutzauflagen nachkommen muss, wird zusätzlich eine Unterdecke nach den gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen an den Brand- und Schallschutz angebracht. Grundsächlich kann man aber sagen, dass eine moderne Holzdecke sehr widerstandsfähig und belastbar, pflegeleicht und umweltfreundlich ist. Quelle: Das Haus © photodune.net

Energieautarkes Haus erzeugt den gesamten Energiebedarf selbst:

Wer in einem energieautarken Haus lebt, bezieht den gesamten Energiebedarf für Strom, Warmwasser und Heizwärme umweltfreundlich über die Solarthermie und die Photovoltaikanlage und kann sich komplett emissionsfrei selbst versorgen. Nach der EU-Gebäuderichtlinie sollen alle Neubauten in Deutschland ab 2021 als „Nahe-Null-Energiehäuser“ gebaut werden, bis 2050 soll sogar der gesamte Gebäudebestand so gut wie klimaneutral sein. Die Weiterentwicklung eines „Null-Energie-Hauses“ ist ein sogenanntes „Plus-Energie-Haus“. Es zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass die Energie für den Eigenbedarf komplett aus Solarstrom und Solarenergie bezogen, sondern auch, dass grüne Energie im Überschuss produziert wird. Die überschüssige Energie wird gespeichert und kann dazu genutzt werden, das Elektroauto aufzuladen oder das Haus auch an Tagen mit einem höheren Energiebedarf zu versorgen. Auch wenn die Nachfrage nach energieautarken Häusern zunehmend steigt und immer mehr Häuser gebaut werden, ist ein energieautarkes Haus zurzeit noch recht kostspielig. Ebenso wird für den Bau ein geeignetes Grundstück benötigt, das bestimmte Anforderungen erfüllen muss. Demnach sollte das Grundstück verschattungsfrei stehen und eine Südausrichtung haben. Für das Anbringen der Solarkollektoren und der Photovoltaik-Module ist eine Dachneigung von 45 Grad Vorschrift. Ein Energieexperte führt zunächst eine Machbarkeitsstudie durch. Finanzielle Unterstützung kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BafA) sowie bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau und durch regionale Fördermöglichkeiten beantragt werden. Quelle: Effizienzhaus Online © fotolia.de

Maßnahmen zum Einbruchschutz sind Gemeinschaftssache:

Auch im Bereich Einbruchschutz müssen Wohnungseigentümer und Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) laut Gesetzeslage alle geplanten Maßnahmen mit der Gemeinschaft abstimmen. Ganz gleich, ob es sich um das Anbringen von Fenstergittern, das Installieren einer Alarmanlage oder den Einbau von einbruchshemmenden Türen handelt: Einbruchschutz ist Gemeinschaftssache. Welche Maßnahmen als bauliche Veränderungen definiert werden und welche als Modernisierungsmaßnahmen gelten, erklärt der Verbraucherschutzbund Wohnen im Eigentum (WiE). Manchmal bedarf es lediglich einer doppelt qualifizierten Mehrheit und der Zustimmung von mindestens 75 Prozent der Eigentümer für die Durchführung einer Maßnahme zum Einbruchschutz, wie es beispielsweise beim Einbau einer Alarmanlage oder einer elektrischen Tür- oder Gegensprechanlage der Fall ist. Handelt es sich allerdings um bauliche Maßnahmen, bei denen die Fassade des Objekts verändert wird, müssen alle Eigentümer zustimmen. Dies ist zum Beispiel beim Anbringen von Fenstergittern der Fall. Anders verhält es sich, wenn bereits ein Einbruch stattgefunden hat und somit eine akute Einbruchgefahr besteht. In diesem Fall darf der Wohnungseigentümer auch ohne Zustimmung der WEG-Mitglieder Maßnahmen auf eigene Kosten durchführen, denn in dem Fall sind die WEG-Mitglieder zur Duldung verpflichtet. Allerdings muss sowohl die optische als auch die technische Umsetzung mit den anderen Mitgliedern abstimmt werden. Die anstehende Reform des Wohnungseigentumsgesetzes soll künftig die Umsetzung von baulichen Maßnahmen zum Einbruchschutz vereinfachen. So sollen bereits mit einer einfachen Mehrheit Maßnahmen zum Einbruchschutz erlaubt werden. Quelle: WiE © photodune.net