Bestandsimmobilien: Abriss und Neubau oder energetische Sanierung?:

Wer in den Besitz eines alten Hauses kommt oder bereits Eigentümer ist, muss in der Regel viel Aufwand in den Umbau und die Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen stecken. Deshalb rät der Verband der privaten Bauherren (VPB) Eigentümern eines Altbaus oftmals eher zu einem Abriss und Neubau der Immobilie als zu einer aufwändigen Sanierung. Vor allem Häuser aus den 60er und 70er Jahren, die zurzeit vermehrt zum Verkauf angeboten oder geerbt werden, haben eine schlechte Energiebilanz. Nach Einschätzung des VPB ist es nur dann lohnenswert über eine Sanierung nachzudenken, wenn die Immobilie Eigentümern ausreichend Platz bietet und ihren Wohnvorstellungen entspricht. Ein Sanierungsgutachten gibt Auskunft darüber, ob sich die energetische Sanierung finanziell lohnt. Oftmals ist das allerdings nicht der Fall. Denn ob Ketten- oder Reihenhäuser, kleine Bungalows oder Atriumhäuser, viele der Altbauten weisen zahlreiche bauliche Mängel auf. So bestehenden die dünnen Außenwände aus nicht dämmenden Hohlblock- oder Bimssteinen und auch die Flachdächer sind nicht gedämmt. Große einfach verglaste Fenster und Elektrospeicherheizungen sorgen auch für eine schlechte Energiebilanz. Bungalowdächer beispielsweise bestehen aus einer Kalkdachkonstruktion und sind schlecht abgedichtet. Diese müssen demnach komplett entfernt und neu aufgebaut werden. Erst mit der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahre 1977 wurden energiesparende Baustoffe eingesetzt und Häuser energieeffizienter gebaut. Da die Sanierung eines Altbaus oftmals sehr aufwendig und kostspielig ist, sind Abriss und Neubau laut VPB die bessere Alternative. Quelle: VPB © fotolia.de

Heizkostensysteme im Vergleich:

Um Verbrauchern einen Überblick über die verschiedenen Heizkostensysteme zu geben und ihnen die Entscheidung zwischen einer Gas- oder Ölheizung, einer Wärmepumpe, Solarthermie oder Pelletheizung zu erleichtern, vergleicht der Onlinedienst energiesparen-im-haushalt.de den Verbrauch von Heizkosten inklusive der Investition und Inbetriebnahme der unterschiedlichen Systeme in einem Zeitraum von 20 Jahren. Dabei erfreuen sich vor allem die Pelletheizung und die Wärmepumpe in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Holzpellets verbrauchen beim Verbrennen nicht nur wenig CO2, sondern sind auch günstig im Erwerb. In der Bedienung unterscheidet sich die energiefreundliche und moderne Pelletheizung kaum von der Bedienung einer Öl- oder Gasheizung. Heutzutage gibt es Pelletheizungen in unterschiedlichen Modellen für alle Raumgegebenheiten. Einige von ihnen haben sogar einen Anschluss für eine Solarthermie-Anlage. Auch die Wärmepumpe zeichnet sich durch ihre Umweltfreundlichkeit aus. Denn sie sammelt Luft aus dem Erdreich, Wasser und der Luft, transportiert sie durch ihr System in das Haus und verteilt die hergestellte Wärme in alle Räume. Wenn das Haus zusätzlich gut wärmeisoliert ist, bleibt es auch an kalten Tagen warm. Auch wenn die energieschonenden Wärmesysteme in der Anschaffung und Installation preislich über dem Preis der Öl- oder Gasheizung liegen, zahlt sich ihr Einsatz langfristig aus. Sowohl für die Umwelt als auch im Preis. Quelle: Energiesparen-im-Haushalt © photodune.net

Gesetzesentwurf: Verlängerung des Betrachtungszeitraums für ortsübliche Vergleichsmiete:

Um den Anstieg der Mieten zu verlangsamen, hat das Bundeskabinett einen „Entwurf eines Gesetzes zur Verlängerung des Betrachtungszeitraums für die ortsübliche Vergleichsmiete“ verabschiedet. Demnach soll der Betrachtungszeitraum von vier auf sechs Jahre verlängert werden. Das Ziel ist, dass sich Schwankungen auf dem Mietwohnungsmarkt nur langsam auf den Mietpreis auswirken. Über den Entwurf muss nun der Bundestag beraten. Auch neu abgeschlossene Mietverträge sind an die ortsübliche Vergleichsmiete gebunden. In Gebieten, in denen die Mietpreisbremse gilt, dürften die Mieten nur maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) ist der Meinung, dass der Gesetzesentwurf der eigentlichen gesetzlichen Grundintention widerspricht. Demnach sollten Vermieter die Mietpreise an die Entwicklungen und die Dynamik des aktuellen Marktes anpassen dürfen. In der Stellungnahme zum Gesetzesentwurf kritisiert der BFW außerdem, dass durch staatliche Eingriffe, wie die Mietpreisbremse, die Mieten bereits gedeckelt seien und weitere Maßnahmen, wie beispielsweise die Verlängerung des Betrachtungszeitraums, verwirrend und nicht mehr notwendig sind. Ebenso stellt der BFW die Frage, ob der Gesetzesentwurf zur Verlängerung des Betrachtungszeitraums mit dem Artikel 14 des Grundgesetzbuchs zum Schutz des Eigentums vereinbar sei. Laut BFW ist es eher zielführend, den vorhandenen qualifizierten Mietspiegel qualitativ zu stärken und seine Rechtssicherheit zu akzeptieren. Quelle: BFW © fotolia.de

Versicherung: Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht für Eigentümer:

In der Septemberausgabe der Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest werden unterschiedliche Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherungen miteinander verglichen. Demnach empfiehlt die Stiftung Warentest Eigentümern, die ihre Immobilie vermieten, sich ausreichend zu versichern. Denn für Schäden, die durch das vermietete Eigentum entstehen, haftet der Eigentümer selbst. Ratsam ist, vor Vertragsabschluss die Preise der jeweiligen Versicherungen miteinander zu vergleichen. Denn teure Tarife unterschieden sich um das drei- oder vierfache von günstigen Tarifen. Im Preisvergleich untersucht Stiftung Warentest 50 Angebote von 36 Versicherern für die Versicherung von Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern, Eigentümergemeinschaften und unbebauten Grundstücken. Doch nicht immer ist eine Grundbesitzerhaftpflicht notwendig. Denn manche Leistungen sind bereits in der Privathaftpflichtversicherung abgedeckt, vor allem dann, wenn der Eigentümer das Haus selbst bewohnt. Durch einen Vertragswechsel kann außerdem oftmals viel Geld eingespart werden. Doch welche Schäden sollten mit einer Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abgedeckt sein? Neben den typischen Schäden, wie abgefallene Dachziegel auf parkenden Autos, umgestürzte Bäume auf Häuser oder Dachlawinen oder Personenschäden, die durch mangelnde Außenbeleuchtung oder nicht gestreute Hauszugänge entstanden sind, raten die Experten von der Stiftung Warentest dazu, auch kleinere Bauvorhaben oder Schäden, die aus einer Photovoltaikanlage entstehen können, zusätzlich zu versichern. Insgesamt sollte sich die Versicherungssumme auf mindestens 10 Millionen Euro belaufen. Quelle: Stiftung Warentest © fotolia.de

Studie: „Urbane Quartiere und Mixed-Use-Immobilien“:

Die Studie „Urbane Quartiere und Mixed-Use-Immobilien – Neue Elemente und Strategien der Immobilienentwicklung“ des international tätigen Immobilienberaterunternehmens Catella beschäftigt sich mit den Re-Urbanisierungstendenzen in Deutschland. In der Studie definiert Catella unterschiedliche Modelle von „Urbanen Quartieren“ und benennt ihre Charakteristika. Außerdem benennt die Studie Themenfelder, die Investoren bei der Planung und Umsetzung von Projekten beachten sollen. Dazu werden Beispiele von renommierten Quartieren aus Deutschland, Frankreich, Niederlanden und Schweden herangezogen. Während Catella im Jahre 2010 nur sechs Projekte als „Urbane Quartiere“ in Deutschland identifiziert hat, sind es bis Mitte 2019 bereits 54 Projekte. Die Nachfrage nach Wohn- und Lebenskonzepten, welche die Bereiche Wohnen, Freizeit- und Kulturangebote, Arbeit und Handel miteinander verbinden und sich durch eine gute Infrastruktur sowie „kurze Wege“ auszeichnen, steigt zunehmend. Um sowohl die Funktionalität des Gebäudes und des Quartiers als auch die äußere Akzeptanz innerhalb der Stadt und Kommune zu gewährleisten, empfiehlt Catella die Bereiche „Verdichtung und Urbanität“, „Mobilität“, „Konnektivität“ und „Identität“ bei der Planung und Konstruktion der Quartiere zu beachten. Ziel ist, eine gute Atmosphäre innerhalb des Wohnkomplexes und in der Wirkung auf Außenstehende zu schaffen. Fühlen sich die Menschen in Ihrer Umgebung wohl, setzen Sie sich mehr für Ihren Lebensraum ein. Auch die Bereiche seniorengerechtes, barrierefreies, energieeffizientes und bezahlbares Wohnen sollen weiterentwickelt werden. Insgesamt sehen die Autoren der Studie mehr Chancen als Risiken in der Entwicklung von „Urbanen Quartieren“. Quelle: Catella  © photodune.net

Bautipp: So schützen Sie Ihr Haus vor Brandgefahren:

Um beim Bau, bei der Sanierung oder der Einrichtung eines Hauses Brandgefahren zu minimieren und den Ausbruch eines Feuers zu vermeiden, stellt der Bauratgeber Deutschland hilfreiche Tipps zusammen, wie sich Eigentümer und Mieter vor Brand schützen können. Wichtig ist, das Thema Brandschutz von Anfang an in die Hausbauplanung zu integrieren. Ob bei der Installation elektronischer Geräte, bei der Auswahl der Photovoltaikanlage oder der Dämmstoffe – halten sich Bewohner an die Vorschriften, ist das Haus vor Feuer geschützt. Viele Menschen vermuten vor allem in der Küche zahlreiche Brandgefahren. Ob Backofen, Kühlschrank oder Dunstabzugshaube – sind die Geräte vorschriftsmäßig platziert und installiert, kann Nichts passieren. So sollten vorgeschrieben Mindestabstände zwischen Kochfeld und Abzugshaube genauso eingehalten werden, wie der Abstand zwischen dem Kühlschrank und der Wand. Demnach sollte die angebrachte Leiste an der Rückwand des Kühlschranks nicht abmontiert, der Backofen über drei Schalter gesichert werden und der Zugang zum Sicherungskasten und dem Hauptwasserhahn frei sein. Eine Photovoltaikanlage oder das Material für die Dämmung des Hauses stellen an sich keine Brandgefahr dar. Dennoch sollten Bewohner an ihrem Haus einen Blitzableiter anbringen. Dieser schützt nicht nur vor einem Blitzeinschlag, sondern ist auch die Voraussetzung für den Versicherungsschutz. Ein an die Photovoltaikanlage angebrachter Abschaltmechanismus schützt zusätzlich im Ernstfall. Bei der Auswahl des Dämmmaterials ist die Beratung eines Experten ratsam. Quelle: Bauratgeber Deutschland © photodune.net

Gebäudesanierung: Welche Maßnahmen sind Pflicht?:

Wer ein Haus kauft oder erbt, muss sich mit dem Thema Gebäudesanierung auseinandersetzen. Viele Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sind freiwillig und müssen nicht zwingend umgesetzt werden. Einige Maßnahmen sind jedoch gesetzliche Vorschriften und eine Pflicht für jeden Hauskäufer oder Hausbesitzer. Zu beachten ist, dass sich der Staat an den Kosten für die Sanierung des Gebäudes mit rentablen Förderleistungen beteiligt. Die gesetzlichen Vorschriften für die Gebäudesanierung gelten für die Dämmung des Daches und der Außenwände sowie für den Austausch eines alten Heizkessels. Wer seine Immobilie nach dem 01.02.2002 gekauft oder geerbt hat, ist dazu verpflichtet, sein Dach oder die oberste Geschossdecke mit einem Dämmwert von nicht weniger als 0,24 W/(m2K) zu dämmen. Fand seitdem kein Eigentümerwechsel statt, muss das Dach nicht gedämmt werden. Das Dämmen der Außenwände ist freiwillig. Entscheiden sich Eigentümer für eine Dämmung der Außenwände, muss die Umsetzung den Vorschriften der Energieeinsparverordnung EnEV-2009 für Gebäude entsprechen. Der Austausch eines alten Heizkessels und die Sanierung der Heizrohre ist für alle Besitzer eines Ein- oder Mehrfamilienhauses Pflicht. Wurde der Heizkessel vor dem 01.10.1978 eingebaut, muss er alsbald ausgetauscht werden. Dieser verschmutz nicht nur die Umwelt mit CO2 sondern verursacht auch hohe Energiekosten. Ein Schornsteinfeger überprüft das Alter des Heizkessels. Wechseln Eigentümer ihre alten Heizkessel nicht aus, drohen Strafen von bis zu 50.000 Euro. Auch müssen die Heizungs- und Warmwasserrohre im Keller und in anderen nicht beheizten Räumen gedämmt sein. Quelle: Energiesparen im Haushalt © photodune.net

Urteil: Erhöhung der Monatsmiete gemäß ortsüblicher Vergleichsmiete:

In Berlin streiten sich eine Vermieterin und die Mieter einer Erdgeschosswohnung in Berlin über die Erhöhung der Monatsmiete vor dem Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg (AZ 66 S 153/18). Die Vermieterin möchte die Nettokaltmiete von bislang monatlich 647,19 Euro auf monatlich 717,65Euro, mit Wirkung zum 01. Dezember 2017, anheben. Bezug nimmt Sie auf den zu der Zeit aktuellen Mietspiegel für die ortsübliche Vergleichsmiete in Berlin. Diese Erhöhung beklagt der Mieter und beabsichtigt, die Erhöhung der Nettokaltmiete auf 650,89 Euro zu begrenzen. Mit seiner Klage har er teilweise Erfolg. Zwar ist die Vermieterin mit der Forderung nach einer Erhöhung der Miete im Recht, allerdings nicht in der angestrebten Höhe. Der Mittelwert des Feldes K5 im Mietspiegel 2017 weist eine Nettokaltmiete von 7,48 Euro pro Quadratmeter auf, somit darf die monatliche Nettokaltmiete auf 693,55 Euro angehoben werden. In diesem Zusammenhang überprüft das Amtsgericht ebenfalls die Einstufung der Wohnungsmerkmalgruppen. Die gegenteiligen Einschätzungen der Parteien bezüglich des Erhaltungszustands des Gebäudes sowie des vom Mieter genutzten PKW-Parkplatzes werden vom Berufungsgericht geprüft. Laut Bewertung der Aktenlage und des vorliegenden Fotomaterials widerlegt das Amtsgericht die Behauptung der Mieter, es läge ein schlechter Erhaltungszustand des Gebäudes vor. Ein weiterer Streitpunkt bezieht sich auf den vom Mieter genutzten Tiefgaragenstellplatz im Wohnanwesen. Laut Einschätzung des Vermieters stelle dieser ein „wohnwerterhöhendes Merkmal“ dar und wurde als „zur Verfügung gestelltes Pkw-Parkplatzangebot in der Nähe“ bezeichnet. Dem widerspricht das Amtsgericht und gibt dem Mieter Recht, denn für den Zugang und die Nutzung des Stellplatzes wurde ein eigenständig abgeschlossener entgeltlicher Vertrag abgeschlossen. Quelle: LG Berlin © fotolia.de

Anforderungen an Material und Konstruktion von Haus- und Zimmertüren:

Türen spielen im Haus und in einer Wohnung eine zentrale Rolle. Doch eine Haustür, die den Innenbereich vom Außen trennt, muss andere Anforderungen erfüllen als eine Zimmertür. Damit eine Tür eine gute Wärmedämmung, Sicherheit und Langlebigkeit garantiert, sollte bei der Auswahl das Augenmerk auf das Material und die Verarbeitung sowie auf die Konstruktion und Qualität gelegt werden. Natürlich spielen auch Optik und Design eine wichtige Rolle, auch wenn aufgrund der langen Lebensdauer von Türen von etwa 50 Jahren eher zu einem zeitlosen Design geraten wird. Haustüren werden in der Regel aus Aluminium, Kunststoff und Holz gefertigt. Eine gute Wärmedämmung besitzen vor allen Dingen Haustüren aus Holz. Wärmedämmende Türen aus Kunststoff gibt es in unterschiedlichen Widerstandsklassen, so kann die Auswahl auf das jeweilige Budget angepasst werden. Während Holz eine intensive Oberflächenpflege benötigt, sind Kunststofftüren sehr pflegeleicht. Auch robuste Haustüren aus Aluminium sehen nicht nur schick aus, sondern sind auch besonders leicht zu pflegen. Bei der Auswahl einer Zimmertür oder einer Tür im Innenbereich wird oftmals zunächst auf die Funktionalität und Optik geachtet. Neben Kunststoff- und Holztüren sind auch Glastüren im Hausinneren sehr beliebt. Denn Glastüren sind sehr lichtdurchlässig und kreieren Helligkeit, Weite und ein offenes Raumgefühl. Klassische Türkonstruktionen lassen sich außerdem durch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten erweitern. Ob mit Flügeltüren, Schiebe- oder Falttüren, es gibt vielzählige Varianten, um Räume voneinander abzugrenzen. Quelle: Immowelt AG © fotolia.de

Studie: Mietkostenbelastung und Wohnflächenkonsum:

Die Studie „Mangelware Wohnraum – Ökonomische Folgen des Mietpreisbooms in deutschen Großstädten“ des Forschungsinstituts für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) untersucht den Stand und die Entwicklungen der Mietkostenbelastung anhand der Einkommensklassen in West- und Ostdeutschland und legt ein besonderes Augenmerk auf die zunehmend wachsenden Großstädte. In diesem Zusammenhang porträtiert die Studie ebenfalls die Entwicklungen des Wohnflächenkonsums sowie allgemeine Entwicklungen des Wohnungsbaus- und Angebots in deutschen Großstädten. Zunächst sei zu erwähnen, dass die meisten Haushalte in Deutschland zur Miete wohnen. Trotz des Mietpreisbooms und der steigenden Mieten, vor allen in Großstädten wie Berlin, München oder Stuttgart, wo die Mieten in den letzten Jahren um 80 bis 100 Prozent gestiegen sind, ist zu verzeichnen, dass die Mietkostenbelastung der Haushalte seit 2010 auf einem relativ konstanten Niveau geblieben ist. Somit bleibt, gemessen am monatlichen Nettoeinkommen, der Anteil der Bruttokaltmiete in den letzten Jahren in allen Einkommensklassen relativ gleich hoch. Allerdings ist ein großer Rückgang des Wohnflächenkonsums und ein Anstieg des „Crowdingphänomens“ zu beobachten. Somit leben durchschnittlich mehr Personen auf weniger Wohnraum als noch vor ein paar Jahren. Ein Grund dafür sind die hohen Mietaufschläge, die bei einer Neuvermietung bezahlt werden müssen. Somit bleiben Mieter, auch bei einem wachsenden Haushalt lieber in derselben, oftmals zu kleinen, Wohnung wohnen. Andersherum ziehen Mieter aus zu großen Haushalten seltener aus, weil es auf dem Wohnmarkt kaum vergleichbare Preis-Leistungs-Angebote gibt. Quelle: FGW © photodune.net

Vorteile eines Reihenhauses :

Wer von einem Eigenheim träumt, sollte über den Bau oder Bezug eines Reihenhauses nachdenken. Denn Reihenhäuser bringen im Vergleich zu freistehenden Einfamilienhäusern viele Vorteile mit sich. Wichtige und entscheidende Aspekte sind die niedrigeren Grundstückspreise und die geringeren Baukosten. Durch die aneinander liegenden Häuserwände sorgen Reihenhäuser außerdem per se für eine gute Dämmung und Heizenergiebilanz. Wer glaubt, das Leben in einem Reihenhaus sei aufgrund der Nähe zu den Nachbarn mit einem hohen Lärm- und Geräuschpegel verbunden, irrt sich. Denn heutzutage ist der Baustandard auch bei Reihenhäusern sehr hoch, zusätzlich sorgt eine moderne Schallisolierung für ausreichend Lärmschutz. Durch eine moderne Architektur vieler Neubauten bieten Reihenhäuser trotz der verdichteten Bauform ausreichend Platz für geschützte Freibereiche und Grünflächen. Vor allem für junge Familien, für die der Kostenfaktor eine entscheidende Rolle auf dem Weg zum Eigenheim spielt, eignet sich ein Reihenhaus besonders gut. Auch wenn im Vergleich zu einem freistehenden Einfamilienhaus der Grundriss meist vorgegeben ist und wenig Gestaltungsspielraum bietet, besitzen Reihenhäuser einen Garten und Grünflächen. Zu beachten ist außerdem, dass Reihenhäuser meistens in zentralen Lagen gebaut werden und eine gute Anbindung in das Stadtzentrum haben. Gerade in Zeiten der Bauland- und Wohnungsknappheit in Großstädten und Ballungsgebieten bringt neben den wirtschaftlichen Aspekten die Lage von Reihenhäusern große Vorteile. Quelle: Bautipps / Hausjournal © photodune.net

Prototypen für Net Zero Häuser:

Wie effiziente und umweltschonende Wohnungssanierung funktionieren kann, zeigt die Non-Profit-Organisation Energiesprong aus den Niederlanden. Die internationale Initiative hat sich zum Ziel gemacht, Bestandsimmobilien in sogenannte Net Zero Häuser umzuwandeln und die Energiewende in der Wohnungswirtschaft und Bauindustrie umzusetzen. Als Projektsteuerer schafft das Energiesprong Team die richtigen Marktvoraussetzungen dafür, dass innovative Unternehmen in die Sanierung von Net Zero Häusern investieren und diese weiterentwickeln. Doch was genau sind Net Zero Häuser und wie funktioniert das System? Durch den Einsatz von industriell vorgefertigten Fassaden, smarten Heiz- und Kühlanlagen sowie gedämmten Solaranlagen für Häuserdächer, werden energieraubende und veraltete Bestandsimmobilien saniert und modernisiert. Durch die serielle Fertigung der Baumodule sinken, bei langjähriger Qualitäts-, Funktions- und Einspargarantie, die Baukosten. Auch die Sanierungszeit verringert sich erheblich, denn die Fassaden- und Dachelemente sowie die vorgefertigten Haustechnikmodule können innerhalb von drei bis zehn Tagen angebracht werden. In den Niederlanden hat Energiesprong bereits mehr als 4.500 Gebäude saniert- und modernisiert. Mit der Unterstützung der internationalen Organisation Energiesprong und in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) startet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ein Accelerator Programm für die Entwicklung und Umsetzung von Sanierungslösungen. Mit dem Projekt „Serielle Sanierung von Mehrfamilienhäusern“ sollen im Austausch mit der Wohnungswirtschaft und Bauindustrie Prototypen geschaffen werden, mit denen langfristig serielle energiesparende und umweltfreundliche Sanierungen ermöglicht werden und klimaneutrales und bezahlbares Wohnen stattfinden kann. Quelle: Energiesprong / dena © photodune.net

Urteil: Erstattung von Kosten bei doppelter Haushaltsführung:

Der Kläger eines Rechtsstreits gegen das Finanzamt (AZ 13 K 1216/16 E) musste aus beruflichen Gründen einen zweiten Wohnsitz in der Nähe seines neuen Arbeitsplatzes aufnehmen, da dieser abseits seines eigentlichen Lebensmittelpunkts lag. So bezog er ab dem 01. Juni 2014 eine zweite Wohnung und machte in seiner Steuererklärung 2014 Forderungen in Höhe von 10.325 Euro für die doppelte Haushaltsführung geltend. Diese setzten sich aus sieben Monatsmieten (660 Euro zuzüglich 120 Euro Betriebskostenvorauszahlung) sowie Strom- und Telefonkosten, Rundfunkbeiträgen und der Absetzung für Abnutzung (AfA) von angeschafften Einrichtungsgegenstände zusammen. Ebenso machte der Angestellte Aufwendungen für geringfügige Wirtschaftsgüter (Möbel, Haushaltsartikel) in Höhe von 3.495,60 Euro geltend. Auch die von ihm gezahlte Maklercourtage gab er als Werbungskosten an. Das Finanzamt erkannte die Unterkunftskosten in Höhe von 6.830 Euro für die doppelte Haushaltsführung, inklusive Strom, Telefon, Rundfunkbeitrag, Sonstiges und AfA an und berücksichtigte ebenfalls die Werbungskosten für die Maklercourtage. Allerdings war das Finanzamt der Ansicht, dass die Ausgaben für die Aufwendungen für geringfügige Wirtschaftsgüter in Höhe von 2.917,61 Euro zwar als Werbungskosten anzuerkennen seien, doch gemäß § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) nur beschränkt erstattet werden können. In dem Steuerjahr 2014 sind insgesamt Kosten in Höhe von 9.747,44 Euro (inklusive geringfügige Wirtschaftsgüter) angefallen. Laut Finanzamt können diese lediglich mit einem Höchstbetrag von 8.000 Euro erstattet werden, da sich der Restbetrag von 1.747,44 Euro auf die nur anteilig zu berechnenden Werbungskosten der Möbel und Haushaltsartikel beziehe. Diesen Entscheid lässt der Kläger prüfen und bekommt Recht, denn das Finanzamt habe die Werbungskosten zu Unrecht gekürzt. Aufwendungen für Einrichtungsgegenstände gehören bei einer doppelten Haushaltsführung im Inland gemäß § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 4 EStG nicht zu denjenigen Unterkunftskosten, die nur anteilig bezogen geltend gemacht werden können. Quelle: FG Düsseldorf © photodune.net

Neue Möglichkeiten: Tipps zur Wandgestaltung:

Wer seinem Zuhause einen neuen Anstrich verleihen möchte oder eine neue Wohnung bezieht, hat in puncto Wandgestaltung zahlreiche Möglichkeiten. Ob mit bunten Wandfarben, Muster- oder Fototapeten oder mit Kalk-, Lehm- und Rollputz, den Gestaltungsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Neuartigen Wandpaneelen aus Holz, Kunststoff oder nachwachsenden Rohstoffen eignen sich besonders gut für die Gestaltung von Küchenwänden oder Bädern. Räume, denen man lediglich ein paar neue Akzente verleihen möchte, können mit dekorativen Wandtattoos verschönert werden. Je nach Raum und seiner Gegebenheit, müssen Wandbeläge bestimmten Bedingungen standhalten. Vor allen in feuchten Räumen ist die Wahl der Tapete oder der Farbe entscheidend. Nassabriebklassen geben Auskunft über die Wasch- und Scheuerbeständigkeit der Farbe. Eine Latex- oder Vinylbeschichtung sowie Glasfasertapeten beispielsweise, bieten hohen Schutz in besonders beanspruchten Räumen. Ganz gleich für welche Wandgestaltung man sich entscheidet, wichtig ist, dass die Wandbeläge diffusionsoffen sind und keine Schadstoffe an den Raum abgeben. Wer zusätzlich auf Nachhaltigkeit achten möchte, sollte sich bei der Wahl seines Wandbelags für eins mit Umweltabzeichen entscheiden. Vor allem Lehm- und Kalkputze gelten als besonders umweltschonend. Quelle: bau-welt © fotolia.de

Studie: Wohneigentumsquote Ersterwerber:

Laut einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall, stagniert die Wohneigentumsquote seit 2010 bereits im siebten Jahr in Folge und bleibt unverändert bei 45 Prozent. Zu verzeichnen ist eine Verschiebung in der Altersgruppe der sogenannten Ersterwerber. Demnach ist die Quote der Wohnungseigentümer in der Altersklasse der 25 bis 34- Jährigen und der Altersklasse der 35- bis 44- Jährigen um jeweils fünf Prozent gefallen, während die Quote der über 65- Jährigen um fünf Prozent, auf insgesamt 58 Prozent, gestiegen ist. Ein wesentlicher Grund, warum in der Gesamtsumme immer weniger Menschen ihre Mietwohnung gegen Eigentum eintauschen ist laut Studie der hohe Kapitalbedarf. Da sich dieser sowie die Erwerbsnebenkosten oftmals nach dem Kaufpreis richten, müssen interessierte Ersterwerber deutlich mehr Kapital angespart haben als noch vor einigen Jahren. Auch wenn die gefallenen Zinsen und die ausreichende Zeitspanne zur Tilgung den Kauf von Wohnungseigentum attraktiv machen, besitzen vor allem junge Menschen zu Beginn nicht ausreichend Kapital, um sich eine Immobilie leisten zu können. Auch bei der beruflichen Stellung der Ersterwerber einer Immobilie ist eine Veränderung zu verzeichnen. Vor allem Rentner, Selbständige und Freiberufler haben in den letzten fünf Jahren mehr Eigentum erwerben können. Mit einer Wohneigentumsquote von 58 Prozent liegt diese sogar über der von Beamten mit 56 Prozent. Hingegen sind die Zahlen der Wohnungseigentümer von Angestellten, Arbeitern, Arbeitslosen und Auszubildenden zunehmend rückläufig. Auch im Europavergleich liegt Deutschland im Bereich Wohnungseigentumsquote an vorletzter Stelle, gefolgt von der Schweiz, wo noch mehr Menschen zur Miete wohnen. Quelle: IW © photodune.net

VPB Ratgeber: "Gutachter hilft bei Mängeln":

Um während der Bauphase Mängel zu vermeiden, hat der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) einen Ratgeber für Bauherren und Immobilienkäufer mit dem Titel „Gutachter hilft bei Mängeln“ herausgegeben. Damit es aber gar nicht so weit kommt, dass ein Gutachter Baumängel reklamieren muss, gibt der VBP zahlreiche Tipps, worauf vor und während der Bauarbeiten geachtet werden muss, um für gute Qualität beim Bau zu sorgen und Baumängeln zu verhindern. Neben einer sorgfältigen Auswahl einer seriösen und erfahrenen Baufirma, rät der VPB dazu, einen unabhängigen Bausachverständigen zu engagieren, der während der Planungs- und Bauphase regelmäßig Bau- und Qualitätskontrollen durchführt. Wichtig ist hierbei, dass die Baubegleitung unabhängig von der Baufirma geschieht. Bereits in der Planungsphase und zur zeitlichen Einhaltung der Bauarbeiten, empfehlen viele Bauunternehmen ihren Kunden einen eigenen Architekten und Bauleiter. Ein Bauleiter ist jedoch gesetzlich vorgeschrieben und sollte laut dem VPB die Bauarbeiten unabhängig von der Baufirma begleiten. So können Mängel frühzeitig entdeckt werden, die unbeachtet und nicht beseitigt zu größeren Schäden führen würden. Auch der VPB stellt bundesweit Berater zur Verfügung, die nach dem Vier-Augenprinzip die Bauarbeiten begleiten. Renommierte Baufirmen schätzen die Begleitung und die Kontrolle der VPB-Berater, denn so haben sie die Gewissheit, dass die Bauarbeiten ordnungsgemäß ablaufen. Auch Bauherren und Eigentümer werden von den VPB-Beratern regelmäßig über die Arbeiten und das Baugeschehen informiert und aufgeklärt. Weitere Tipps und Hinweise, sowie den Ratgeber „Gutachter hilft bei Mängeln“ finden Interessierte auf der Internetseite des VPB. Quelle: VPB © fotolia.de

Umfrage: Mehr Unterstützung bei energieeffizienten Modernisierungsmaßnahmen:

Laut einer Umfrage des Bauherren-Schutzbundes e.V. (BSB) und der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online wünscht sich jeder zweite Hauseigentümer, der seine Immobilie energieeffizient modernisiert hat oder dies in Zukunft tun möchte, mehr Unterstützung durch den Staat und gezielte Förderprogramme. Dabei ist zu erwähnen, dass die Mehrheit der Immobilienbesitzer einen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchten und rund drei Viertel der Hauseigentümer bereits energieeffiziente Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt haben. Doch um die Bereitschaft und die ambitionierten Klimaziele der Hauseigentümer weiter zu verfolgen und den energieeffizienten Umbau umzusetzen, bedarf es laut Umfrage mehr finanzielle Unterstützung durch Zuschüsse und Steuereinsparungen, weniger Bürokratie bei der Antragstellung, sowie mehr Beratungsleistungen über die Art, den Umfang und die Kosten der notwendigen und empfohlenen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Um sich einen Überblick über die anstehenden Modernisierungsmaßnahmen zu verschaffen, langfristig zum Klimaschutz beizutragen und Kosten zu senken, rät der BSG dazu, in der Planungsphase ein klares Konzept durch einen Fachmann erstellen zu lassen. Dieser untersucht den Zustand und die Gegebenheiten der Immobilie, analysiert den Bedarf und stimmt die Lösungen aufeinander ab. Auch wenn nicht alle Maßnahmen sofort umgesetzt werden müssen, gibt ein Maßnahmenplan Orientierung und verfolgt ein langfristig funktionierendes Energiekonzept, das die Ausgaben im Überblick behält und Kosten einspart. Mit einer fundierten Beratung über die energetischen Anforderungen sowie einem maßgeschneiderten Modernisierungsplan können Baumängel frühzeitig erkannt und beseitigt werden und für mehr Energieeffizienz sorgen. Quelle: BSB © fotolia.de

Smart Home: Keine Rechtsprechung zu digitalen Schließsystemen:

Auch wenn sich Smart Homes in Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreuen, gibt es in puncto Datenschutz noch einiges nachzuholen. Ganz gleich, ob beim Bau einer Neubauimmobilie oder bei der nachträglichen Nachrüstung eines Ein- oder Mehrfamilienhauses mit digitalen Schließsystemen, aktuell gibt es in Deutschland noch keine eindeutige Rechtsprechung darüber, welche Rechte und Pflichten sich durch den Einbau der schlüssellosen Schließsysteme ergeben. So zögern Eigentümer, Bauträger und Projektentwickler oftmals mit dem Einbau von elektronischen Schließsystemen, da sie befürchten, Käufer, Eigentümer oder Mieter könnten nachträglich den Rückbau der Anlagen verlangen. Auch Fragen zum Thema Daten- und Versicherungsschutz oder zur rechtlichen Verankerung der Nutzung der digitalen Anwendungen in Kauf- und Mietverträgen sowie in der Teilungserklärung, sind noch offen. Laut der aktuellen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hätten Eigentümer und Mieter im Ernstfall das Recht, den Rückbau der Anlage einzufordern. Dieses könnten sie beispielsweise darin begründen, dass für die digitale Anwendung per App der Besitz eines Smartphones notwendig sei, die Nutzung der App nicht anwenderfreundlich ist oder dass ihr Kommen und Gehen und ihre Bewegungen aufgenommen und digital gespeichert werden. Um bereits bei der Planung von Smart Homes sichergehen zu können, dass nachträglich kein Anspruch auf Rückbau entsteht, gibt es zwei Möglichkeiten. So könnte bei dem Schlüsselsystem sowohl eine digitale und eine nicht-digitale Anwendung angeboten werden. Der Vorteil wäre, dass Bewohner selbst entscheiden können, ob sie mit einem Schlüssel oder digital über eine Schlüsselkarte oder eine App Zugang zu ihrer Immobilie bekommen. Eine andere Möglichkeit wäre, die Smart Home Anwendungen zum vertraglichen Bestandteil in der Teilungserklärung sowie in Kauf- und Mietverträgen zu machen. Aus datenschutz- und baurechtlichen Gründen wäre diese Lösung vorzuziehen. Quelle: Immobilienwirtschaft © fotolia.de

Versicherungen für Wohnungs- und Hauseigentümer :

Damit Eigentümer ihre Wohnungen und Häuser richtig und ausreichend vor unerwarteten Ereignissen wie beispielsweise Hochwasser oder Stürmen versichern und der allgemeinen Versicherungspflicht nachkommen, stellt der Immobilienverband Deutschland IVD eine Übersicht zum Thema Versicherungsschutz zusammen. Denn mit einem ausreichenden Versicherungsschutz können sich Immobilienbesitzer vor unerwarteten Kosten und Folgekosten, die durch einen Schadensfall eintreten versichern. Mit der richtigen Vorsorge schützen sie somit nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihr Vermögen. Für Eigentümer einer Immobilie ist eine Wohngebäudeversicherung unumgänglich. Während Wohnungseigentümer sich nicht eigenständig versichern müssen, da sie im Rahmen der Eigentümergemeinschaft anteilig versichert sind, sollten Hauseigentümer dringend eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Denn diese schützt nicht nur vor Wasser- und Feuerschäden, sondern auch vor wetterbedingten Schädigungen, die zum Beispiel durch Hagel und Sturm verursacht wurden. Für Immobilien, die in einem Risikogebiet stehen und von Naturkatastrophen wie Hochwasser, Erdrutsche und Erdbeben oder Lawinen oder Vulkanausbrüche bedroht sind, empfiehlt es sich zur Vorsorge eine Elementarschadenversicherung in Risikogebieten abzuschließen. Mit einer Privathaftpflichtversicherung oder Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht sichern sich Eigentümer gegen Haftungsansprüche von Dritten ab. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht müssen Eigentümer dafür sorgen, dass von Ihrer Immobilie weder eine Gefahr für Andere und ihren Besitz noch für die Umwelt ausgeht. Ebenso empfiehlt es sich eine Risikolebensversicherung im Todesfall abzuschließen. Diese schützt vor Erwerbsunfähigkeit und dient als Vorsorge. Viele Banken fordern sie zudem vor der Bewilligung eines Immobiliendarlehns an. Quelle: IVD © fotolia.de

Zahlen und Fakten: Sozialwohnungsbau :

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. weist bei den Auswertungen seiner Jahresstatistik 2018 darauf hin, dass die Entwicklungen im Bereich des sozialen Wohnungsbaus rückläufig sind und immer mehr Wohnungen aus der sozialen Bindung fallen. Während es im Jahr 2002 deutschlandweit 2,6 Mio. Sozialwohnungen gab, schrumpft der Anteil der Wohnungen mit Preisbindung im Jahr 2018 auf etwa 1,18 Mio. Wohnungen. Laut den Berechnungen der Förderstellen der Länder fallen im Zeitraum zwischen 2017 bis 2020 jedes Jahr 43.000 Mietwohnungen aus der sozialen Bindung raus. Zwar wurden im Jahr 2018 deutschlandweit rund 27.040 Sozialwohnungen gebaut, allerdings decken diese den hohen und stetig steigenden Bedarf bei weitem nicht ab. Betroffen ist vor allen Dingen die Mittelschicht, denn der Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum in Großstädten und Ballungsräumen kann durch den Neubau nicht gedeckt werden. Um diesem Problem entgegenzuwirken fordert der GdW mehr Sozialwohnungen und bezahlbaren Wohnungen für die Mittelschicht. Laut den Berechnungen des GdW müssten jährlich etwa 80.000 neue Wohnungen in diesen Segmenten gebaut werden. Zwar begrüßt der GdW in diesem Zusammenhang eine Grundgesetzänderung, durch die der Bund in den Jahren 2020 und 2021 die Länder mit 2 Mrd. Euro beim sozialen Wohnungsbau unterstützt, weist allerdings ebenfalls darauf hin, dass diese Förderungssumme um 500 Mio. jährlich geringer ist, als die aktuelle Summe. Laut GdW wären 5 Mrd. Euro notwendig, um den Bedarf nach sozialen Wohnungen und bezahlbarem Wohnraum decken zu können. Die Angaben zur Jahresstatistik 2018 stellt der GdW auf seiner Internetseite zur Einsicht zur Verfügung. Quelle: GdW © fotolia.de

Modernisierungsmaßnahmen: Fachmann oder Eigenregie?:

Auch wenn die Modernisierung eines Hauses oder einer Wohnung oftmals mit einem großen Zeitaufwand und mit Kosten verbunden ist, ist diese in bestimmten Zeitabständen notwendig. So muss beispielsweise aus Sicherheitsgründen die veraltete oder defekte Elektrik aufgerüstet oder ausgetauscht werden, neue Grenzwerte von Trinkwasserleitungen müssen eingehalten oder eine energieeffiziente und umweltfreundliche Heizungstechnik eingebaut werden. Gerade wenn es darum geht, mit den Modernisierungs- oder Sanierungsmaßnahmen das Gebäude energieeffizienter, umweltschonender und langfristig kostensparender zu gestalten, gibt es zahlreiche Förderprogramme, die die Maßnahmen bezuschussen, beispielsweise durch eine Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Einige Reparaturarbeiten können mit etwas handwerklichem Geschick und Wissen auch in Eigenregie ausgeführt werden, wie zum Beispiel das Verlegen von Abwasserrohren mit modernen Stecksystemen oder Schönheitsreparaturen wie das Lackieren von Heizungen. Doch bei Elektroinstallationen sollte das Wissen eines Fachmanns eingeholt werden, der die Planung, Kostenerstellung und Ausführung übernimmt. Vielleicht lohnt sich auch die Aufrüstung mit intelligenten Smart Home Lösungen oder die Umstellung des Stromnetzes auf Photovoltaik. Ganz gleich ob zur Wertsteigerung, als Erneuerungsmaßnahme in puncto Sicherheitstechnik oder aufgrund von gesetzlichen Vorschriften, Eigentümer sollten überprüfen, ob die Haustechnik, die Wasserleitungen, sowie die Sicherheitssysteme und die Heizungsanlage in ihrem Zuhause auf dem neusten Stand sind oder erneuert werden müssen. Quelle: Immowelt AG © photodune.net

Brennstoffzellen-Heizung auf dem Vormarsch:

Brennstoffzellen-Heizungen erzeugen Strom und Wärme und das auf eine sehr energieeffiziente Weise. Nicht größer als ein Kühlschrank, mit einer Aufstellfläche von einem halben Quadratmeter, benötigt die Brennstoffzellen-Heizung nicht nur wenig Platz in den eigenen vier Wänden, sondern hält die Betriebskosten so gering, wie kein anderes Heizsystem. Im Rahmen des „Anreizprogramms Energieeffizienz“ bezuschusst das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Brennstoffzellen-Heizungen in Wohngebäuden in einer Höhe von 7.050 bis zu 28.200 Euro. Doch wie funktioniert die Brennstoffzellen-Heizung? Über einen Erdgas-Anschluss wird der aus dem Erdgas gewonnene Wasserstoff mit dem Sauerstoff innerhalb der Brennstoffzelle zu Wasser umgewandelt. Die dabei entstehende Wärme und der Strom werden an das Gebäude abgegeben und beheizen die Räumlichkeiten im Haus oder in der Wohnung. Sollte an sehr kalten Tagen mehr Wärme benötigt werden als die Brennstoffzellen-Heizung produziert hat, verfügen einige Geräte über ein integriertes Gas-Brennwertgerät, das zusätzlich Energie produziert. Hat die Brennstoffzellen-Heizung allerdings mehr Strom produziert als benötigt wird, besteht die Möglichkeit, diesen gegen eine Vergütung ins öffentliche Netz abzugeben. Aus diesem können andere Haushalte die gewonnene Energie beziehen. Das Branchennetzwerk Zukunft ERDGAS e.V. prognostiziert gemeinsam mit Instituten und Verbänden, sowie Unternehmen aus der Gas-Wirtschaft und der Geräteindustrie beste Entwicklungschancen für die Brennstoffzellen-Heizung. Bis 2020 sollen in Deutschland etwa 55.000 Geräte in installiert sein. Quelle: Zukunft ERDGAS © fotolia.de

Urteil: Fristlose Kündigung :

Ein Untermieter einer Wohngemeinschaft hat seinen zum 01.06.2018 wirksamen Mietvertrag bereits zwei Monate später, zum 01.08.2018, fristlos gekündigt. Zur fristlosen Kündigung fühlte er sich berechtigt, weil eine durch den Vermieter im Hausflur angebrachte Kamera das Geschehen auf dem gemeinschaftlich genutzten Hausflur permanent filmte. Zusätzlich wurde das Videomaterial regelmäßig vom Vermieter ausgewertet. Durch den Hausflur gelang der Untermieter von seinem Zimmer zu der gemeinschaftlich genutzten Küche und zum Badezimmer. Der Vermieter der Wohnung klagt den Untermieter vor dem Amtsgericht München (AZ 432 C 2881/19) an und fordert die, seiner Meinung nach ausstehende Zahlung von drei Monatsmieten ein. Einem anwaltlichen Schreiben des Klägers sei zu entnehmen, dass die Kündigung zwar als fristgemäß anzusehen sei, jedoch nicht als fristlos akzeptiert werden kann. Somit seien die Mietzahlungen für die Monate August, September und Oktober 2018 in Höhe von insgesamt 2.430 Euro zu begleichen. Das Amtsgericht München weist die Klage ab und bestätigt die Rechtmäßigkeit der fristlosen Kündigung. Denn das Anbringen einer Kamera im Hausflur verstößt gegen das Allgemeine Persönlichkeitsrecht. In diesem Fall diente es zudem weder der Überwachung von etwaigen mietrechtlichen Pflichtverstößen, noch rechtfertigt die Überwachungsmaßnahmen eine ausgehende Gefahr im Hinblick auf Belange der Sicherheit. Für die fristlose Kündigung sei keine vorherige Abmahnung des Klägers erforderlich. Denn trotz der Forderungen des Untermieters, die Kamera zu entfernen, weigerte sich der Vermieter dies zu tun, sodass eine Fristsetzung oder Abmahnung keinen Erfolg versprechen würde. Quelle: AG München © fotolia.de

Outdoor-Küche:

Kochen im Garten oder auf der Terrasse? Mit einer Outdoor-Küche können Sie das Mittag- oder Abendessen im Freien zubereiten und die sonnigen Tage bis zur letzten Abendstunde genießen. Doch auch unterm Sternenhimmel lassen sich köstliche Speisen auf dem Grill, im Wok oder auf den Gas- und Brennstellen zubereiten. Viele Küchenzeilen bieten sogar Vorrichtungen für Spieße zum Garen oder eine Abdeckhaube, mit welcher sogar das Backen möglich ist. Moderne Outdoor-Küchen stehen einer Einbauküche in puncto Ausstattung so gut wie in Nichts nach. Doch es muss nicht immer gleich die Luxusvariante sein. Da die meisten Outdoor-Küchen aus Modulen bestehen, kann diese nach Belieben erweitert werden. Damit die Essenszubereitung so ablaufen kann, wie zu Hause, sollte eine geräumige Arbeits- und Ablagefläche vorhanden sein. Über den Gartenschlauch kann mithilfe einer Vorrichtung das Wasser in das Spülbecken fließen und das dreckige Geschirr direkt abgespült werden. Wer es dann noch eine Stufe luxuriöser möchte, hat sogar die Möglichkeit, elektrische Geräte, wie zum Beispiel einen Ofen oder einen Kühlschrank zu integrieren. Damit die Außenküche allen Witterungen standhält, wird sie aus robusten und hochwertigen Materialien gefertigt. Ob aus Edelstahl, Teakholz oder Granit, Outdoor-Küchen gibt es in allen Größen und Formen. Hobbyhandwerker haben sogar die Möglichkeit mit aus dem Baumarkt erhältlichen Bausteinen ihre Küche selbst zu bauen. Empfohlen wird, einen gemauerten Unterbau anzufertigen, der fest im Boden verankert ist. Für all diejenigen, die es lieber flexibler und kleiner mögen, gibt es mobile Outdoor-Küchen, die im Winter problemlos im Gartenhaus verstaut werden können. Quelle: Schöner Wohnen © photodune.net

Branchenbarometer Immobilienverwalter :

In einer jährlich stattfindenden Umfrage des Dachverbands Deutscher Immobilienverwalter e.V. (DDIV) zum Thema Verwalter und ihre Tätigkeiten, nahmen in diesem Jahr 370 Verwaltungsunternehmen teil. Laut den Umfrageergebnissen gibt es im Bereich Vergütung und Digitalisierung starken Verbesserungsbedarf. Es herrsche ein Ungleichgewicht zwischen den Anforderungen der Wohnungseigentümer und des Gesetzgebers einerseits und den stetig wachsenden Herausforderungen an die Immobilienverwaltungen, wie zum Beispiel Fachkräftemangel, Digitalisierung und Klimawandel, andererseits. Um notwendige Prozesse der Qualitätssicherung einhalten und steigern zu können, verlangt der DDIV eine höhere Bezahlung der Verwaltertätigkeiten, sowie eine schnellere Digitalisierung der Prozesse in der Verwalterbranche. 69,5 Prozent der Befragten wünschen sich eine professionelle Verwaltungssoftware, die die Geschäftsprozesse vereinfacht und beschleunigt. Demnach soll die Dokumentverwaltung, Archivierung, sowie die Kundenkommunikation optimiert werden. Um die Digitalisierung voranzubringen hat der DDIV eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die künftig einheitliche Branchenstandards setzen soll. Ebenso geht aus dem aktuellen Branchenbarometer hervor, dass die Schwerpunkte der Verwalterbranche im Bereich Wohneigentumsverwaltung (95,9 Prozent) und Mietverwaltung (80,5 Prozent) liegen. Auch die Maklertätigkeiten nehmen weiterhin zu und liegen bei 42,4 Prozent. Hingegen ist die Entwicklung im Bereich Sondereigentumsverwaltung rückläufig. Weitere Ergebnisse zu Themen wie Wachstumsaussichten, Umsatz-, Gewinn- und Mitarbeiterentwicklung und andere sind dem 7. DDIV-Branchenbarometer zu entnehmen. Quelle: DDIV © photodune.net