Urteil: Mietminderung bei Doppelvermietung des Kellers:

Dem Mieter einer 60 Quadratmeter großen Dachgeschosswohnung steht laut Mietvertrag ebenfalls ein Tiefgaragenstellplatz sowie ein Kellerraum von etwa sechs Quadratmeter zur Verfügung. Für den Stellplatz zahlt der Mieter 43 Euro monatlich. Der Kellerraum ist in der Wohnungsmiete miteinbezogen. Zu Beginn des Mietverhältnisses ab dem 1. Februar 2012 nutzte der Mieter den Kellerraum zum Abstellen seines Fahrrads und von anderen Gegenständen. Zeitweise stand der Kellerraum leer. Im Herbst 2015 nutzte der Mieter den Kellerraum zuletzt. Im April 2016 fiel dem Mieter auf, dass das Schoss zum Kellerraum ausgetauscht und der Raum von einem andern Mieter genutzt wurde, da sich dort ihm fremde Gegenstände befanden. Der Mieter verlangte von seiner Vermieterin Auskunft darüber, ab wann der Keller an einen anderen Mieter vergeben wurde. Für diesen Zeitraum verlangte er von der Vermieterin eine Mietminderung in Höhe von 50 Euro pro Monat. Die Vermieterin verweigerte dem Mieter die Auskunft. Ebenso wies sie die im Oktober 2016 vom Mieter erteilte Mietzinsforderung von 743 Euro zurück. Das Amtsgericht Brühl (AZ 23 C 182/18) gab der Klage des Mieters statt. Denn aufgrund der Doppelvermietung des Kellerraums hat der Mieter gemäß § 536 Abs. 1 BGB einen Anspruch auf eine Mietminderung. Zudem verletze die Vermieterin ihre Pflichten aus dem Mietverhältnis, indem sie dem Mieter eigenmächtig dem ihn zugewiesenen Kellerraum entzog. Laut Gerichtsurteil ist die Vermieterin auch dazu verpflichtet, dem Mieter Auskunft über den Zeitraum der Doppelvermietung zu erteilen. Gemäß § 242 BGB kann der Mieter seinen Auskunftsanspruch gelten machen. Quelle: AG Brühl © photodune.net

Neuer Anstrich mit Fliesenlack:

Nicht immer müssen alte Wandfliesen abgeschlagen und neue gelegt werden. Manchmal lohnt sich bereits der Anstrich mit Fliesenfarbe oder Fliesenlack, um dem Badezimmer, der Küche oder den Bodenfliesen einen neuen Look zu verpassen. Grundsätzlich können Hobbyhandwerker zwischen matten und glänzenden Fliesenlacken wählen. Auch wenn glänzender Lack kostengünstiger ist, deckt er nicht so gut wie matter Lack. Bei der Wahl der richtigen Farbe oder des Lacks sollte zudem darauf geachtet werden, dass er wasserbeständig ist, sich gut verarbeiten lässt und für den Trocken- oder Nassbereich bestimmt ist. Für Bodenfliesen oder Wandfliesen im Außenbereich gibt es spezielle Lacke. Doch bevor es an das Lackieren geht, müssen die Fliesen zunächst von Öl- und Fettresten, Silikonen und anderen Substanzen gereinigt werden. Auch die Dichtstoffe müssen entfernt und mit einem Silikonentfernen gesäubert werden. Je nach Fliesenart und Material werden die Fliesen entweder geschliffen oder poliert und anschließend von Staubresten befreit. Nach dem Reinigungsvorgang müssen die Fliesen komplett getrocknet sein. Risse oder kleine Löcher können mit Fugenweiß ausgebessert werden. Mit der Schaumstoffwalze wird die Grundierung gründlich auf die Fliesen aufgetragen. Die Grundierung sollte nach Packungsanweisung trocknen. Manche Fliesenlacke enthalten bereits eine Grundierung und können somit direkt auf die Fliese aufgetragen werden. Damit die neue Wand besonders gut gegen Wasser geschützt ist, empfiehlt es sich, die Fliesen zwei Mal anzustreichen. Hier sollte eine Wartezeit von 12 bis 24 Stunden zwischen den beiden Vorgängen eingehalten werden und die Fliesen sollten komplett trocken sein. Zuletzt werden die Fugen mit neuem Silikon befüllt. Quelle: Schöner Wohnen © photodune.net

Studie: Marktaktiver Leerstand in Deutschland:

Laut dem Leerstandsindex 2020 des Immobiliendienstleisters CBRE und des Forschungs- und Beratungsinstituts empirica lag der Wohnungsleerstand in Deutschland Ende 2019 bei 2,8 Prozent. Das entspricht etwa 603.000 Wohnungen. Vor allem in den Wachstumsregionen macht sich der Leerstand von Geschosswohnungen besonders bemerkbar. So liegt der marktaktive Leerstand im städtischen Bereich und in den Boomstädten nur noch bei 1,9 Prozent. Dabei wird die geringste Leerstandsquote (0,2 Prozent) in den Großstädten München und Frankfurt am Main verzeichnet. Ganz anders sieht es dagegen in ländlichen Regionen aus. Aufgrund der sich verbreitenden Urbanisierung und der sinkenden Einwohnerzahlen im ländlichen Raum liegt die marktaktive Leerstandquote mit 8,6 Prozent auf einem hohen Niveau. Den höchsten Leerstand mit 9,3 Prozent weist die in Rheinland-Pfalz gelegene Stadt Pirmasens auf, dicht gefolgt von Chemnitz mit einer Quote von 8,4 Prozent. Bei der Auswertung des marktaktiven Leerstands werden Wohnungen ausgeschlossen, die Ruinen gleichen oder als dysfunktionaler Leerstand kategorisiert werden. Laut Studienexperten müsse in den Ballungszentren zwingend neuer Wohnraum geschaffen werden. Auch neues Bauland im Umland von Boomstädten, mit einer guten Anbindung zum öffentlicher Personennahverkehr, müsse erschlossen werden. Auf der anderen Seite muss das Leben auf dem Land attraktiver gestaltet werden, damit die leerstehenden Wohnungen künftig wieder bewohnt werden. Quelle: empirica/CBRE © photodune.net

Planung und Bestimmungen für barrierefreies Wohnen:

Barrierefreiheit hat im Bereich Wohnen in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert. Welche Bestimmungen eingehalten werden müssen, damit Wohnraum als barrierefrei gilt, besagt die DIN 18025. Damit Menschen im fortgeschrittenen Alter oder Menschen mit Behinderung das Wohngebäude sowie den Wohnraum vollständig und selbstbestimmt nutzen können, ist eine barrierefreie Planung das A und O. Um barrierefreies Wohnen zu ermöglichen, spielt es keine Rolle, wie groß die Räume sind, sondern vielmehr, welche Bewegungsfreiflächen gelten. Handelt es sich bei dem Bewohner um einen Rollstuhlbenutzer, muss in jedem Raum eine Bewegungsfläche von 150 cm x 150 cm vorhanden sein. Eine der wichtigsten Anforderungen an Barrierefreiheit ist, dass alle Räume so ausgestattet sind, dass sie ohne Stufen und Schwellen zugänglich sind. Der Zugang zum Haus und zu den Etagen kann durch Rampen oder einen Aufzug gewährleistet werden. Ganz gleich, ob es sich bei der Immobilie um einen Neubau oder eine modernisierte Bestandsimmobilie handelt, gelten klar definierte Normen für Fenster, Bodenbeläge, für den Balkon, die unterschiedlichen Bedienungselemente oder die Fernmeldeanlage. So dürfen beispielsweise Fenster keine Schwingflügel haben. Sanitärarmaturen dürfen nicht scharfkantig sein und müssen auf einer Höhe von 85 cm und einem Mindestabstand von 50 cm zur Wand angebracht werden. Für Decken und Wände sowie für die Wohnungseingangstür gelten die Bestimmungen des Schallschutzes nach DIN 4109. Weitere Grundsätze und Bestimmungen betreffen die Pkw-Stellplätze, Aufzüge, Türen, Flure und Wege aber auch den Briefkasten, die Heizung oder die Elektroinstallationen. Quelle: Eurobaustoff © fotolia.de

Studie: Energieverbrauch senken:

Laut einer Studie des Energiedienstleisters Techem sind sich 93 Prozent der 2.000 befragten Haushalte in Mehrfamilienhäusern darüber im Klaren, dass das richtige Heizen und Lüften ausschlaggebend für den Wärmeverbrauch im Haushalt ist. So werden alltägliche Maßnahmen, wie beispielsweise das tägliche Stoßlüften, von 72 Prozent der Studienteilnehmer angewandt. Bevor die Heizung aufgedreht wird, räumt ein Großteil der Teilnehmer (68 Prozent) den Heizkörper frei. Doch auch wenn einige Maßnahmen im Bereich des Heizens und Lüftens zu mehr Energieeffizienz im Alltag führen und vielen Verbrauchern bekannt sind, gibt es laut Studienergebnissen andere Methoden und Verhaltensweisen, die den Studienteilnehmern unbekannt sind. So zeigen die Studienergebnisse beispielsweise, dass nur etwa die Hälfte der befragten Haushalte die Heizung regelmäßig entlüften lässt. Ebenso haben zahlreiche Verbraucher, laut Aussagen der Studienautoren, Wissenslücken hinsichtlich des richtigen Einstellens der Thermostatventile. Werden Heizungen allerdings unwissentlich falsch eingestellt, hat dies zur Folge, dass über den eigentlichen Verbrauch hinaus geheizt wird. Laut Studienergebnissen schätzen 65 Prozent der befragten Haushalte ihren Wissensstand hinsichtlich des richtigen Heiz- und Lüftungsverhaltens als „gut“ bis „sehr gut“ ein. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer sind daran interessiert, noch besser über das Thema „Richtiges Heizen und Lüften“ informiert zu werden. Auch Transparenz und Einblicke hinsichtlich des eigenen Nutzerverhaltens werden von 46 Prozent der Haushalte gewünscht, um das eigene Verhalten anzupassen und den Verbrauch zu senken. Welche Raumtemperaturen in welchen Zimmern ausreichen, wie Heizungsventile richtig eingestellt werden können und weitere hilfreiche Energiespartipps erfahren Interessenten auf der Internetseite von Techem. Quelle: Techem © photodune.net

Urteil: Mietvertrag muss WEG-Mitgliedern nicht vorgelegt werden:

Eine Wohneigentümergemeinschaft (WEG), bestehend aus drei Parteien, hat in ihrer Teilungserklärung festgehalten, dass die Vermietung der Wohnungen nur mit einer schriftlichen Genehmigung der anderen beiden WEG-Parteien erfolgen darf. Als die Eigentümer einer Einheit ihre Wohnung an eine Familie vermieten wollten, verlangten die anderen Eigentümer der Gemeinschaft die Vorlage des Mietvertrags. Die vermietenden Eigentümer weigerten sich jedoch, den Mietvertrag vorzulegen, was zur Folge hatte, dass sie von den anderen Eigentümern keine Genehmigung zur Vermietung erhielten. Die Eigentümer entschieden sich jedoch, die Wohnung dennoch an die Familie mit vier Kindern zu übergeben. Allerdings bezogen sie in dem gesamten Zeitraum keine Miete. Nach mehr als einem Jahr zog die Familie aus. Nach dem Auszug stritten sich die Wohnungseigentümer weiterhin darüber, ob der Vermietung hätte zugestimmt werden müssen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Urteil (AZ V ZR 300/18) entschieden, dass die Zustimmung der anderen WEG-Mitglieder zur Vermietung nicht davon abhängig gemacht werden darf, ob ein Mietvertrag vorliegt. Demnach haben sie die Zustimmung fälschlicherweise verweigert. Es besteht keine Pflicht, den anderen WEG-Mitgliedern einen Mietvertrag vorzulegen. Angaben, die seitens der vermietenden Eigentümer gemacht werden müssen, betreffen Informationen über die Mieter selbst. Dazu gehören beispielsweise der Name und der Beruf, die Anzahl der Personen, die einziehen möchten, sowie der Familienstand und die Wohnanschrift. Es muss somit nachgewiesen und sichergestellt werden, dass die neuen Mieter sich an die Hausregeln halten und sich in die Wohngemeinschaft mit ihren Vorschriften integrieren können und die Rechte der anderen Eigentümer achten. Werden diese Angaben nicht gemacht oder haben die Eigentümer konkrete Befürchtungen, dass das Verhalten der Mieter fehlerhaft sein könnte, wäre dies ein möglicher Ablehnungsgrund. Ein Mietvertrag hingegen regelt vertragliche Aspekte, wie beispielsweise die Höhe der Miete und interne Absprachen, welche für die anderen WEG-Eigentümer ohne Belang sind. Quelle: BGH ©

Tipp: Smarte Heizungssteuerung:

Die Installation einer smarten Heizungssteuerung lohnt sich in jedem Fall – ganz gleich, ob sie noch in diesem Winter oder in der kommenden Kälteperiode zum Einsatz kommen soll. Denn eine smarte Heizungssteuerung regelt, genauso wie eine klassische Heizungssteuerung, die einzelnen Heizelemente des Heizkörpers. Dazu gehören das Heizkesselthermostat wie auch die Heizkörper- und Raumthermostate. Zusätzlich zu den automatisch geregelten Abläufen verfügt eine intelligente Heizungssteuerung über zusätzliche Bedienmöglichkeiten, sodass sich der persönliche Bedarf schnell und einfach per App oder als Sprachfunktion regeln und anpassen lässt. Somit ist Energieeffizienz ein wesentlicher Vorteil einer smarten Heizungssteuerung. Manche Geräte verfügen sogar über eine sogenannten Geofencing-Funktion. Hierbei erkennt das Thermostat auf einer technischen Grundlage, wenn sich niemand mehr im Haus befindet und passt die Heiztemperatur automatisch und von allein an. Auch dass die Fenster im Haus offenstehen, wird von der der smarten Steuerung gleich erkannt. Automatisch wird die Heizungsanlage heruntergefahren oder stellt sich während des Lüftens sogar ganz ab. Auch in puncto Sicherheit erfüllt die smarte Heizungssteuerung ihre Dienste. Problemlos kann sie an ein Smart-Home-System angebunden werden. Kommt es beispielsweise zu einem Brandfall, schaltet sich die Heizung sofort von selbst ab und verhindert somit größere Schäden. Wer seine Heizungsanlage mit einer smarten Steuerung nachrüsten möchte, hat dazu verschiedene Möglichkeiten. So können mechanische Thermostate durch Funkthermostate ausgetauscht werden und die Heizung kann somit von überall gesteuert werden. Auch die klassischen Raumthermostate können durch kabelgebundene Raumthermostate oder durch Funk-Raumthermostate für die Wand ersetzt werden. Diese Arbeiten sollten allerdings von einem Fachmann durchgeführt werden. Quelle: homeandsmart © wavepoint.de

Trends: Büroimmobilien und Homeoffice:

Mit dem Projekt und Debattenforum „JLL Connections“ bietet der Immobiliendienstleister JLL ausgewählten Immobilienexperten und Entscheidern die Möglichkeit, sich zu unterschiedlichen Immobilienthemen und Trends auszutauschen. So ging es in der letzten Debattenrunde „The Future of Real Estate“ unter anderem um die Entwicklungen in der Assetklasse der Büroimmobilien sowie der Stellung und den Anforderungen des Homeoffices. Auch wenn durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Social Distancing das Homeoffice einen Aufwärtstrend erlebt hat, gehen die Experten davon aus, dass sich dieser künftig wieder etwas abschwächen wird. Denn gerade durch die Arbeit von Zuhause erfahren viele Menschen eine Sehnsucht nach dem Büro, welches zunehmend als sozialer Ort gesehen wird und das Sozialgefühl stärkt. Während einige standardisierte Arbeitsprozesse jedoch gut aus dem Homeoffice ausgeführt werden können, bedarf Kreativität und Innovation mehr Raum und Teamarbeit. So stellen sich sowohl Anforderungen daran, Wohnen und Arbeiten zu optimieren, als auch das Büro und Büroimmobilien zukunftsfähiger und nachhaltiger zu gestalten. Die Trends im Bereich Homeoffice orientieren sich beispielsweise an den klassischen Grundrissen der 1950 Jahre, in denen es mehrere, jedoch kleinere Räume in einer Wohnung gab, die den Bewohnern und Arbeitern mehr Flexibilität bieten. Wer gerne in größeren Räumen lebt, muss die Möglichkeit zu mehr Flexibilität und Funktionalität erhalten. So muss beispielsweise ein Esszimmer leicht zu einem Arbeitszimmer umfunktioniert werden können, auch der Balkon wird zunehmend in die Planung von Wohnen und Arbeit miteinbezogen. Im Bereich der Büroimmobilien ist die Herausforderung, den Büroarbeitsplatz attraktiver zu gestalten, sowohl von der Lage als auch von dem Angebot für die Arbeitnehmer. Ein Mitarbeiter muss gerne ins Büro kommen und hier dieselbe Qualität erhalten, die die digitale Arbeitswelt bietet. Quelle: JLL © photodune.net

Vorteile einer Schornsteinabdeckung:

Hat ein Haus einen Schornstein, besteht die Möglichkeit, eine Schornsteinabdeckung anzubringen. Eine Schornsteinabdeckung hat viele Vorteile. Sie bietet dem Schornstein eine Schutzfunktion, beispielsweise vor Versottung und vor Regen. Zudem schützt sie davor, dass sich Vögel und Vogelneste im Schacht einnisten und verhindert, dass das Dach durch Funkenflug beschädigt wird. Befindet sich das Haus in der Nähe vom Gebirge, verhindert eine Schornsteinabdeckung, dass Fallwinde in den Schornstein fahren und die Strömung im Schornstein stören. Zudem reguliert und optimiert sie den Zug im Schornstein und wertet das Haus optisch auf. Ein Schornsteinfeger gibt Auskunft darüber, wann es sich lohnt, eine Abdeckung anzubringen und welche Materialien sich besonders dafür eignen. Während Schornsteinabdeckungen aus Kupfer und Edelstahl sich vor allem durch ihre Korrosionsbeständigkeit gut für eine Abdeckung eignen, kommt eine Abdeckung aus Kunststoff oder Holz nicht in Frage, da die Materialien nicht feuerfest sind. Auch wenn eine Schornsteinabdeckung meistens genehmigungsfrei ist, muss sich die Abdeckung abnehmen oder aufklappen lassen, damit der Schornstein vom Schornsteinfeger gereinigt und gewartet werden kann. Es gibt drei unterschiedliche Modelle einer Schornsteinabdeckung: Eine Regenhaube, eine Meidinger Scheibe und eine Napoleonhaube schützen vor allem gegen Niederschlag. Eine Regenhaube aus Stahlblech ist die günstigste Variante und hat die Form eines Kegels. Während eine Regenhaus schon ab 15 Euro zu erwerben ist, kostet eine Meidinger Scheibe 30 Euro und mehr. Die flache Abdeckungsscheibe wird waagerecht über den Kamin angebracht und sieht klassisch und zweckmäßig aus. Die teuerste Variante bildet die Napoleonhaube. Sie zeichnet sich durch ihre geschwungene Form aus, oftmals wird sie mit aufwendig gearbeiteten Metallstücken befestigt und kostet ab 70 Euro. Quelle: Das Haus Online © photodune.net

Beim Hausbau Schadstoffe vermeiden:

Wer heutzutage ein Haus baut, geht davon aus, dass die Baumaterialien frei von Schadstoffen sind. Doch bei genauerem Hinsehen kann man manchmal beobachten, dass einige Bodenbeläge, Wandbekleidungen oder Möbel gesundheitsbelastende Stoffe enthalten. So verstecken sich Schadstoffe beispielsweise in Holzschutzmittel oder Lösemitteln, in Estrichen, Dichtmassen oder Dämmstoffen. Nicht immer sind die Stoffe giftig, allerdings können die Emissionen und Gerüche für Allergiker oder empfindliche Menschen gesundheitsbelastend sein. Um ein hohes Maß an Wohngesundheit zu erreichen, sollten Bauherren beispielsweise darauf achten, dass das Holz unbehandelt und frei von Holz- oder Flammschutzmitteln ist. Denn oftmals sind gerade Holzfußböden mit Lacken oder Ölen versehen. Wer den Boden, den Teppich oder das Linoleum verklebt, benutzt bestenfalls einen emissionsarmen Kleber. Am besten kommt außerdem nur Holz zum Einsatz, das aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Erfreulicherweise verwenden heutzutage viele Hersteller wohngesunde Baumaterialien. So sind beispielsweise Trockenbauplatten für den Innenbereich mit natürlichen Inhaltsstoffen versehen, die die Schadstoffe aus der Luft aufnehmen und binden. Wände aus Kalk oder Lehm sind diffusionsoffen und feuchtigkeitsregulierend und deshalb eine gute Alternative zu Tapeten. Bei der Wahl von Baumaterialien ist auf das Gütezeichen und Umweltabzeichen zu achten, denn diese sind der Garant für eine hohe Wohngesundheit und die Einhaltung von strenger Umweltkriterien. Wer kann, benutzt am besten nur Naturmaterialien. Quelle: Eurobaustoff © photodune.net

Urteil: Mieter zur Zahlung nach Räumung verpflichtet:

Der Mieter einer Einzimmerwohnung in einem Studentenwohnheim in Köln sollte sein Apartment bis zum 30. April 2017 räumen und herausgeben. Mit einem Schreiben vom 27. April 2017 bat er den Vermieter um Aufschub der Räumungsfrist und darum, das Mietverhältnis zu verlängern. Der Vermieter verlängerte das Mietverhältnis bis Ende Juni 2017 unter der Voraussetzung, dass der Mieter eine monatliche Nutzungsentschädigung sowie die ausstehenden Strom- und Wasserrechnungen zahlt. Der Mieter akzeptierte das Angebot und bestätigte dieses schriftlich. Nach Auszug aus der Wohnung im Juli 2017 weigerte sich der Mieter jedoch, den ausstehenden Betrag zu begleichen. Zudem beklagte er den Vermieter, die geleistete Kautionszahlung in Höhe von 378,91 Euro einschließlich der Verzugszinsen zurückzuzahlen. Aus Sicht des Vermieters schuldetet der Student ihm jedoch 1.885,82 Euro. Dieser Betrag setze sich aus der Zahlung der Nutzungsentschädigung sowie der ausstehenden Strom- und Wasserrechnungen von insgesamt 1.588,46 Euro sowie 365,44 Euro aus der Schlussrechnung über die Strom-, Wasser- und Zählermietkosten vom 4. Juli 2017 und 310,83 Euro aus den entstandenen Räumungskosten zusammen. Den ausstehenden Betrag verrechnete der Vermieter mit der Kaution. Sowohl die Klage als auch die Revision hatten keinen Erfolg (AZ VIII ZR 230/19). Der Mieter beklagte, dass die Betriebskostenabrechnung den formellen Anforderungen gemäß § 556 Abs. 3 BGB nicht entsprach und somit unwirksam sei. Laut Urteil des Bundesgerichtshof (BGH) ist allerdings die vorab geschlossene schriftliche Vereinbarung der beiden Vertragsparteien über die noch ausstehenden Betriebskosten ausschlaggebend und wirksam. Nach Abzug eines Teilbetrags auf die Schlussrechnung sowie auf einen Teil der Räumungskosten ist der Kläger zur Zahlung eines Betrags von 1.274,55 Euro nebst Zinsen verpflichtet. Quelle: BGH © fotolia.de

Wellness-Bad in den eigenen vier Wänden:

Gerade zur kalten Jahreszeit sehnen sich viele Menschen nach Entspannung zu Hause. Ein heißes Schaumbad in einer bequemen Badewanne ist dabei genauso beliebt wie eine Dusche nach der Sporteinheit. Ein Badezimmer lässt sich schon mit wenigen Accessoires und Lichtquellen zu einem Wellness-Bad umfunktionieren. Eine weitere Voraussetzung für eine angenehme Wohlfühlatmosphäre ist aber auch, dass die Fliesen, das Waschbecken oder die Toilette gepflegt und in einem guten Zustand sind und keine Risse oder Beschädigungen aufweisen. Je nach Vorstellung und Badezimmergröße bieten unterschiedliche Badhersteller sowohl Standardlösungen als auch luxuriöse Innenausstattungen für jedes Badezimmer an. Dabei kann eine der Körperform angepasste Badewanne mit zahlreichen Ablageflächen und smarter Technik in Form von angenehmen Lichtquellen und entspannender Musik genauso geeignet sein, wie eine Massagedusche oder Duschpaneele mit einer Kopf- und Seitenbrause. Wer es noch erholsamer mag, entscheidet sich für eine Dampfdusche mit zahlreichen Massageprogrammen und integrierten Aroma-, Farb- oder Klangtherapien. Eine moderne Walk-In-Dusche sorgt nicht nur für mehr Platz im Badezimmer, sondern garantiert auch einen barrierefreien Zugang. Hängende Möbel, faltbare Duschwände und ein durchgehender Bodenbelag sorgen ebenfalls für mehr Platz. Mit hellen Decken- und Wandfarben, dem Einsatz von großen Spiegeln und gezielten Lichtinstallationen entsteht ein noch besseres Wohlfühlgefühl. Auch Vorwandinstallationen im Badezimmer sind stilvoll und sorgen zudem für eine optimale Raumaufteilung. Wer es angenehm warm mag, entscheidet sich am besten auch für eine Fußbodenheizung. Quelle: bau-welt © photodune.net

Analyse: Kalte und warme Wohnnebenkosten:

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IWD) untersucht in der Analyse „Wohnnebenkosten in Deutschland“ die Entwicklung sowie die regionalen Unterschiede hinsichtlich der kalten und warmen Wohnnebenkosten in deutschen Städten und Regionen. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes betrugen die Wohnnebenkosten in Deutschland pro Monat im Durchschnitt 2,70 Euro je Quadratmeter. Davon fielen 1,30 Euro auf die kalten und 1,40 Euro auf die warmen Nebenkosten. Aus der Analyse geht ebenfalls hervor, dass die gesamten warmen Nebenkosten in den Jahren zwischen 2010 und 2019 um 10,54 Prozent gestiegen sind. Dabei ist anzumerken, dass die Preisentwicklung in den letzten Jahren jedoch rückläufig war. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Winter milder geworden und die Brennstoffpreise gefallen sind. Während der durchschnittliche Nebenkostenpreis 2013 1,15 Euro pro Quadratmeter betrug, lag er fünf Jahre später nur noch bei 1,08 Euro. Bei gleichbleibenden Brennstoffpreisen ist davon auszugehen, dass die warmen Nebenkosten, dank der Modernisierung der Gebäude, auch in Zukunft nicht ansteigen werden. Betrachtet man die Entwicklungen bei den kalten Nebenkosten, ist zu beobachten, dass sich die einzelnen Kostenpunkte unterschiedlich entwickeln. Während einige Bereiche der kalten Nebenkosten, wie beispielsweise die Grundsteuer oder die Gebühren für Müll- und Abwasser, relativ stabil geblieben sind, sind die betriebswirtschaftlichen Nebenkosten seit dem Jahre 2011 in einigen Kommunen stark angestiegen. Der stärkste Anstieg ist mit 35,71 Prozent bei den Versicherungskosten zu beobachten. Auch die Kosten im Bereich der Gebäudereinigung sind um 20 Prozent angestiegen. Der durchschnittliche Preis für die kalten Nebenkosten pro Quadratmeter und Monat lag 2010 bei 79 Cent und 2018 bei 98 Cent. Quelle: IWD © photodune.net

Abstandsflächen zum Nachbargrundstück:

Wer ein Haus baut, muss darauf achten, dass bestimmte Abstandsflächen zum Nachbargrundstück eingehalten werden. Doch nicht nur für den Standort des Hauses gibt es Regeln. Sondern die Abstandsbestimmungen gelten auch für die Garage, ein Gartenhäuschen oder die Überdachung der Terrasse. Grundsätzlich gilt in Deutschland ein Mindestabstand von 2,5 bis 3 Metern zum Nachbargrundstück. Durch die Einhaltung des vorgeschriebenen Mindestabstands soll Bewohnern ausreichend Lichteinfall sowie genügend Sichtweite garantiert werden. Auch die Bestimmungen des Brandschutzes werden durch den Mindestabstand gewährleistet. Werden die Abstandsflächen nicht eingehalten, spricht man von Grenzbebauung. Nur in bestimmten Fällen ist es gestattet, den Mindestabstand zu unterschreiten. Dies bedarf zum einen der Zustimmung der Nachbarn und zum anderen der Einhaltung der Vorschriften aus dem Nachbarschaftsrecht. Auch die Regelungen aus den Landesbauordnung und die Vorgaben aus den Bebauungsplänen müssen eingehalten werden. Einige Vorgaben in den Bauordnungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Die meisten Bestimmungen sind jedoch sehr ähnlich. Ausschlaggebend für die genaue Berechnung der Abstandsfläche ist die Gebäudehöhe. Diese setzt sich aus der Höhe des Gebäudes bis zum Dach und der Höhe des Daches zusammen. Je nach Dachneigung wird die Höhe des Daches nur zum Teil berechnet. Die in den Bauordnungen festgeschriebenen Faktoren F und FD spielen für die Berechnung der Abstandsfläche eine wesentliche Rolle. Die Abstandsflächen beziehen sich stets auf die gesamte Weite der Fassade. Im Nachbarschaftsrecht sind weitere Angaben, wie beispielsweise das Fensterrecht, Regelungen zur Nachbarwand und zur Grenzwand oder Angaben zur Grundstückseinfriedung, festgeschrieben. Quelle: Immowelt AG/bauen.de © fotolia.de

Energiesparlampen und LED-Lampen:

Wenn es um das Thema Beleuchtung geht, kann viel Energie und Geld gespart werden. Energiesparlampen und LED-Lampen haben viele Vorteile, unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen voneinander. So sind LED-Lampen zwar etwas kostspieliger als Energiesparlampen, dafür zeichnen sie sich durch eine Brenndauer von 20.000 Stunden aus. Zudem minimieren sie, im Vergleich zu gewöhnlichen Glühbirnen, den Stromverbrauch um 80 Prozent. Die Brenndauer von Energiesparlampen beträgt 10.000 Stunden und verringert den Stromverbrauch um 70 Prozent. Energiesparlampen haben eine bessere Ökobilanz als gewöhnliche Glühbirnen und Halogenlampen. Spitzenreiter in puncto Ökobilanz sind jedoch LED-Lampen. Zudem erhellen LED-Lampen beim Anschalten schnell die Räumlichkeiten und sind selbst bei Temperaturunterschieden beständig und effizient. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie in unterschiedlichen Farbnuancen erhältlich sind. So können Verbraucher zwischen einer warmweißen und tageslichtweißen Beleuchtung wählen. Einige Modelle sind sogar dimmbar oder können in einem Smart-Home-System eingebaut werden. In der Checkliste „Energiesparlampe oder LED“ der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online finden Verbraucher Informationen zu unterschiedlichen Formen und Eigenschaften von LED-Lampen sowie eine ausführliche Kaufberatung. Verbraucher erhalten zudem einen Überblick über die unterschiedlichen Sockel der Lampen, die Helligkeitsstufen und die Farbtemperatur sowie Empfehlungen dazu, welche Birnen sich in welchen Räumlichkeiten am besten einsetzen lassen. Die Checkliste und die Informationsübersicht sind Teil der Kampagne „Klima sucht Schutz“ von co2online. Die Kampagne richtet sich an Einzelpersonen und informiert über individuelle Klimaschutzmöglichkeiten, die zum Mitmachen motivieren sollen. Quelle: co2online © photodune.net

Urteil: Eigenbedarfskündigung bedarf konkreter Gründe:

Vermieter, die gegenüber ihren Mietern eine Kündigung wegen Eigenbedarf aussprechen, müssen konkrete Gründe dafür vorlegen. In dem vorliegenden Fall (AZ 67 S 249/19) sollten die Mieter einer Wohnung in Berlin ausziehen, da die außerhalb von Berlin lebende Mieterin diese zeitweise selbst beziehen wollte. Da es sich bei dem Objekt um eine Zweitwohnung handelt, gab die Vermieterin lediglich an, sie wolle diese für "notwendige Aufenthalte" selbst nutzen. Da die Mieter sich weigerten, die Eigenbedarfskündigung zu akzeptieren, erhob die Vermieterin Klage. Sie forderte die Mieter auf, die Wohnung zu räumen und auszuziehen. Konkrete Gründe über die Dauer und präzise Formulierungen für die Eigenbedarfskündigung gab sie nicht an. Das Urteil des Amtsgericht Berlin-Mitte fiel daher zugunsten der Mieter aus. Nach Prüfung des Sachlage entschied das Gericht, dass die Eigenbedarfsklage unwirksam sei. Auch die Berufungsklage der Vermieterin vor dem Landgericht Berlin blieb erfolglos. Denn um eine Eigenbedarfskündigung durchzusetzen, sind gemäß § 573 Abs. 3 BGB bestimmte Formvoraussetzungen notwendig. So hätte die Vermieterin begründen müssen, dass sie ein berechtigtes Interesse hat, die Wohnung selbst zu beziehen. Aus der Formulierung des Nutzungsinteresses muss hervorgehen, aus welchem Grund und in welchem Umfang die Wohnung genutzt werden soll. Angaben zur Nutzdauer und Intensität sind daher, laut Gerichturteil, erforderlich und müssen logisch und nachvollziehbar sein. Unzureichende Angeben seitens der Vermieterin, wie es hier der Fall war, begründen gemäß § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB kein Anrecht auf eine Eigenbedarfskündigung. Quelle: LG Berlin © photodune.net

Tipp: Ausreichend Licht im Dachgeschoss:

Viele Hausbesitzer bauen früher oder später das Dachgeschoss aus. Während sich Eigentümer eines Neubaus bereits in der Planung Gedanken darüber machen können, welchen Zweck das Dachgeschoss erfüllen und wie es ausgestattet werden soll, müssen Eigentümer einer Bestandsimmobilie mit dem Vorlieb nehmen, was da ist. Oftmals ist ein Ausbau des Dachgeschosses in einem alten Haus eine bauliche Herausforderung. So muss das Dach nicht nur gedämmt und der künftige Wohnbereich gut ausgebaut sein, sondern auch Leitungen für Wasser und Strom müssen gelegt und ausreichend Licht muss vorhanden sein. Gerade das Thema Lichteinfall stellt beim Ausbau des Dachgeschosses eine Herausforderung dar. Die vorhanden Dachgauben sind meistens zu klein, um den Raum mit genügend Licht auszufüllen. Sollten Giebelfenster eingebaut sein, haben sie vielleicht nicht die richtige Ausrichtung oder ein Baum verdeckt die Sicht. Im schlimmsten Fall steht das Haus unter Denkmalschutz und die kleinen vorhanden Fenster dürfen gar nicht ausgetauscht werden. Wenn im Dachgeschoss nicht ausreichend Tageslicht einfällt, kann dem Lichteinfall mit technischen Mitteln Abhilfe geschaffen werden. Dafür sollte ein erfahrener Elektriker zunächst neue Kabel verlegen und die Steckdosen und die Beleuchtung an einen eigenen Stromkreis anschließen. Grundsätzlich sind zwei Lichtkonzepte für die Beleuchtung im Dachgeschoss zu empfehlen. Wenn das Obergeschoss komplett ausgeleuchtet sein soll, empfiehlt es sich, unter dem First Leuchtbalken oder Stromschienen anzubringen. Alternativ können diese auch entlang der Wandschräge verlaufen. Im Handel gibt es unterschiedliche Komplettsysteme. Mit einem Leuchtdioden-System (LED) kann zusätzliche Energie gespart werden. Setzt man Strahler ein, lassen sich diese drehen und ausrichten, sodass auch dunkle Ecken ausgeleuchtet werden. Soll nicht das komplette Dachgeschoss gleichmäßig ausgeleuchtet werden, sondern nur einzelne Bereiche, bieten sich Strahler und Pendelleuchten gut an. Hier besteht jedoch die Schwierigkeit, diese an den schrägen Wänden zu befestigen. Eine Alternative bieten Stehlampen oder in den Boden eingebaute Leuchten. Quelle: Immowelt AG © photodune.net

Analyse: Industrieimmobilien in Ostdeutschland immer beliebter:

Laut Analysen des Marktexperten Realogis erfahren Industrieimmobilien in Ostdeutschland einen großen Aufschwung und werden auch künftig das Augenmerk von Investoren auf sich lenken. Ostdeutsche Logistikmärkte sind deshalb so interessant, weil nicht nur die Grundstückspreise erschwinglich sind, sondern viele Grundstücke auch über eine sehr gute Infrastruktur verfügen. Ebenso gibt es in Ostdeutschland an vielen Orten noch ausreichend Arbeitskräfte. Das Lohnniveau auf dem Arbeitsmarkt ist im Vergleich zum Westen recht gering. Dies sind nur einige Gründe, warum einige ostdeutsche Städte gute Expansionsmöglichkeiten für Unternehmen und Chancen für neue Geschäftsmodelle bieten. Vor allem im Logistik- und Industriesektor sowie in der Produktion, dem Handel und im Bereich E-Commerce zeigen Investoren Interesse an ostdeutschen Standorten. Laut Analysen von Realogis stehen vor allen Dingen die Städte Magdeburg, Leipzig/Halle und Erfurt im Fokus. Berechnungen zeigen, dass an diesen Standorten etwa 800.000 Quadratmeter Fläche neu bebaut und genutzt werden könnte. Während in Dresden die Mietpreise auf dem Logistik- und Industrieimmobilienmarkt mit sechs Euro pro Quadratmeter den höchsten Preis aufweisen, kostet der Quadratmeterpreis in Magdeburg für Bestandsimmobilien etwa 3 bis 3,90 Euro bzw. 3 bis 4 Euro für Neubauimmobilien. Durch die gute Anbindung an die Autobahn und die Binnenschifffahrt, ist Magdeburg zudem ein interessanter Standort für Industrieimmobilien. Weitere Informationen zu den Entwicklungen auf dem Industrieimmobilien-Sektor, Marktberichte sowie die Prognosen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie können auf der Internetseite von Realogis nachgelesen werden. Quelle: Realogis © photodune.net

Bautipp: Holzgarage:

Eine Holzgarage ist eine perfekte Lösung, wenn es darum geht, den eigenen PKW vor Witterungseinflüssen zu schützen. Denn mit einer Holzgarage haben Hausbesitzer die Möglichkeit, das Auto im Winter frei von Schneebefall zu halten und das lästige Scheibenkratzen Vergangenheit werden zu lassen. Im Sommer hingegen heizt das Auto bei Hitze nicht auf, sodass die Autofahrt auch ohne Klimaanlage angenehm ist. Eine Holzgarage bietet vor allen Dingen Eigenheimbesitzern ohne eigene Garage eine gute Alternative. Ebenso zeichnet sich diese dadurch aus, dass sie schnell und einfach aufzubauen und relativ kostengünstig ist. Auch die individuelle Gestaltung und das Design stehen bei einer Holzgarage im Fokus. So können Interessenten zwischen unterschiedlichen Garagentypen und Ausführungen wählen. Während beispielsweise ein Flachdach sich optisch gut in das Gesamtbild des Eigenheims einfügt und das Auto optimal vor Schnee, Regen und Sonneneinstrahlung schützt, wirkt ein Stufendach sehr modern. Bei der Auswahl der Fenster ist auf eine gute Lichtdurchflutung zu achten. Denn natürliches Licht wirkt nicht nur sehr harmonisch, sondern macht auch das Einparken leichter. Eine Holzgarage kann zudem als Doppelgarage oder als zusätzlicher Stauraum ausgebaut werden. Ganz gleich, wie die Anordnung der Garage ist, welcher Garagentyp oder welches Tor gewählt wird, eine gute Planung ist beim Garagenbau das A und O. So muss vor dem Bau bereits der Platzbedarf auf dem Grundstück ermittelt und ein Bodenfundament gelegt werden. Je nach Lage, Beschaffenheit und Gewicht eignet sich ein Punktfundament oder ein Streifenfundament. Quelle: bautipps © photodune.net

Förderung: Ladestationen für E-Autos für Wohngebäude:

Mit dem neuen Förderprogramm „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wird der Bereich Elektromobilität weiter ausgebaut. So gibt es nicht nur attraktive Kaufprämien für den Erwerb eines Elektroautos, sondern auch finanzielle Unterstützung bei der Installation von privaten Ladestationen an Wohngebäuden für das Elektroauto. Der Zuschuss von 900 Euro pro Ladestation kann sowohl von Privatpersonen als auch von Eigentümern und Wohnungseigentümergemeinschaften, von Wohnungsunternehmen und -genossenschaften sowie von Bauträgern beantragt werden. Dabei gilt der Zuschuss von 900 Euro für einen Ladepunkt. Das heißt, wenn an der Ladestation mehrere Ladepunkte installiert werden, damit mehrere Elektroautos gleichzeitig aufgeladen werden können, kann der Zuschuss für jeden einzelnen Ladepunkt beantragt werden. Die KfW-Förderung für Ladestationen für Elektroautos kann nur beantragt werden, wenn es sich um Wohngebäude mit einem privaten Zugang handelt. Diese können sich entweder an einem Stellplatz oder einer Garage befinden. Handelt es sich bei dem Wohngebäude um ein neues Haus, kann die Förderung erst nach Einzug beantragt werden. Eine weitere Voraussetzung für die Gewährleistung des Zuschusses ist, dass die Gesamtkosten mindestens 900 Euro beantragen. Der Gesamtpreis kann sich aus den folgenden Leistungen zusammensetzen: Kaufpreis der Ladestation mit einer Ladeleistung von mindestens 11 Kilowatt, Einbau und Anschluss der Ladestation sowie alle Installationsarbeiten und die Kosten für ein Energie­Management-System, mit welchem die Ladestation gesteuert werden kann. Weitere Informationen zur Beantragung des Zuschusses finden Interessenten auf der Internetseite der KfW. Quelle: KfW/BDEW © photodune.net

Urteil: Keine Grunderwerbsteuer auf bewegliche Gegenstände bei Hausübernahme:

Die neuen Eigentümer eines Einfamilienhauses erhoben Klage gegen das Finanzamt (AZ 5 K 2938/16). Beim Kauf einer Immobilie im Wert von insgesamt 392.500 Euro haben sie in dem notariellen Kaufvertrag die Summe von 9.500 Euro für die Übernahme der Einbauküche und der Markisen gesondert auflisten lassen. Denn wenn beim Kauf einer Immobilie gebrauchte, bewegliche Gegenstände mitverkauft werden, ist auf den Kaufwert keine Grunderwerbsteuer zu berechnen. Eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Gegenstände werthaltig und die Bestimmung des Kaufpreises realistisch sind. In dem vorliegenden Fall stufte das Finanzamt den Kaufpreis von 9.500 Euro als zu hoch ein und erhob auf diesen Teilbetrag ebenfalls Grunderwerbsteuer. Die Eigentümer waren anderer Einsicht und bekamen mit ihrer Klage vom 5. Senat des Finanzgerichts Köln Recht. Denn gemäß § 8 Abs. 1 und § 9 Abs. 1 Nr. 1 Grunderwerbsteuergesetz können nur Leistungen als Gegenleistungen berechnet werden, welche im Zusammenhang mit der Verpflichtung, dem Besitz und dem Eigentum des Grundstücks stehen. Laut dem Urteil des Finanzgerichts Köln müsste das Finanzamt nachweisen, dass der Kaufwert in Höhe von 9.500 Euro tatsächlich zu hoch angesetzt worden sei. Denn hier trägt das Finanzamt die Feststellungslast, da es sich um steuerbegründende Umstände handelt. Dabei ist zu beachten, dass weder die amtlichen Abschreibungstabellen noch die Vergleichspreise in Verkaufsportalen für gebrauchte Gegenstände als Quelle und Vergleichswerte dienen. Quelle: FG Köln © fotolia.de

Vorteile von elastischen Bodenbelägen:

Elastische Bodenbeläge, beispielsweise aus Vinyl, Linoleum, Naturkautschuk oder Kork, bringen viele Vorteile mit sich. Sie sind pflegeleicht, besitzen eine gute Trittschall- und Wärmedämmung und sind aufgrund ihrer federnden und weichen Oberfläche sehr gelenkschonend und fußwarm. Durch die unterschiedlichen Materialien werden elastische Bodenbeläge sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich eingesetzt. Zahlreiche Optiken und Designs verleihen dem Fußboden zudem eine ganz persönliche Note und sorgen für ein angenehmes Wohngefühl. Ein weiterer Vorteil der elastischen Bodenbeläge ist, dass sie sich durch ein integriertes Klicksystem schnell und einfach verlegen lassen. Bei Bodenbelägen, die als Bahnenware angeboten werden, ist das Verlegen und Verkleben etwas aufwendiger. An der sogenannten Nutzungsklasse der Bodenbeläge können Käufer erkennen, für welche Räumlichkeiten und für welchen Gebrauch sich diese besonders gut eignen. Die Nutzungsklassen geben Auskunft über die Belastbarkeit des Bodenbelags und darüber, ob dieser sich für den privaten, gewerblichen oder industriellen Gebrauch eignet. Zudem unterscheiden sich die elastischen Bodenbeläge in vielen Eigenschaften, wie beispielsweise Abriebfestigkeit, Hitzebeständigkeit oder Robustheit voneinander. Für Räume, die eine große Feuchtigkeit aufweisen, wie es zum Beispiel im Badezimmer der Fall ist, ist zudem darauf zu achten, dass der Bodenbelag über eine gute Rutschhemmklasse verfügt und vor Feuchtigkeit schützt. Zudem ist hierbei wichtig, dass der verlegte Bodenbelag kein Wasser durchlässt und nicht aufquillt. Beim Verlegen ist darauf zu achten, dass Beschädigungen in den Ecken des Raumes mit wasserabweisendem Kleber abgedichtet werden und unbeschädigt bleiben. Wer beim Kauf des elastischen Bodenbelags nach einer umweltfreundlichen Variante sucht, sollte darauf achten, dass dieser über ein Umweltabzeichen verfügt und besonders emissionsarm ist. Quelle: BauNetz/zuhause wohnen © photodune.net

Evaluations-Studie: Es fehlt an barrierefreiem Wohnraum:

Die Auswertungen der Evaluations-Studie „Barrierearmer Wohnraum: Bedarf steigt durch Alterungsteil – Förderung wirkt“ geben einen aktuellen Überblick über die Anzahl von barrierefreien Immobilien in Deutschland. Ebenso stellen Experten Prognosen auf, wie sich der Bedarf nach „altersgerechtem Wohnen“ bis ins Jahr 2035 verändern wird. Nach ersten Berechnungen werden in den kommenden zehn Jahren etwa 22 Millionen Menschen in Deutschland älter als 65 Jahre sein, dies macht insgesamt 26 Prozent der deutschen Bevölkerung aus. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind zum jetzigen Zeitpunkt 18,3 Millionen Menschen über 65 Jahre alt (22 Prozent). Beachtet man die Entwicklungen bei der Schaffung von barrierefreiem Wohnraum, ist davon auszugehen, dass bis 2035 etwa zwei Millionen Wohnungen mit barrierefreier Ausstattung fehlen werden. Unter „barrierefrei“ zählen Wohnungen und Häuser, die über ausreichend Platz und Bewegungsfreiheit für Bewohner und Bewohnerinnen verfügen. So haben sie beispielsweise keine Stufen, Schwellen oder Treppen sowie eine ebenerdige Dusche. Deutlich werden die Entwicklungen durch die hohe Nachfrage nach finanziellen Zuschüssen für den altersgerechten Umbau, wie dem Zuschussprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Während im Jahre 2018 rund 6.300 Wohnungen in Deutschland finanziell gefördert waren, waren es ein Jahr später bereits 13.600 Wohnungen. Dass sich die steigende Nachfrage nach barrierefreiem Wohnraum weiter fortsetzt, zeigen die Zahlen aus diesem Jahr. So wurden bis Ende September bereits 16.700 Wohnungen gefördert. Doch prozentual gesehen, zeigen die Zahlen aus dem Jahr 2018 deutlich, dass das Angebot an barrierefreiem Wohnraum noch lange nicht ausreicht: Von insgesamt 37 Millionen vorhandenen Wohnungen und Einfamilienhäusern verfügten lediglich 560.000 über eine barrierefreie Ausstattung. Das entspricht nur etwa 1,5 Prozent aller Wohnungen und Einfamilienhäuser. Mehr Informationen zu den Entwicklungen im Bereich altersgerechter Neu- und Umbau sowie zu den Investitionsanreizen durch Förderprogramme und zu vielen andere Themen sind in der Evaluations-Studie von KfW-Research und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) nachzulesen. Quelle: KfW-Research/BMI ©

Tipp: Budgetplanung beim Bau eines Eigenheims:

Wer ein Haus baut, braucht eine genaue Kalkulation. Denn die Kosten für das Traumhaus setzen sich nicht nur durch den Kauf des Grundstücks und der Bauarbeiten zusammen, sondern es kommen auch noch weitere Kostenpunkte auf zukünftige Eigenheimbesitzer zu. Das Fertighaus-Portal bautipps.de stellt auf seiner Website fünf Tipps zusammen, welche Finanzierungsposten auf dem Weg zum Eigenheim beachtet werden sollten, um nicht während der Bauphase einen weiteren Kredit aufnehmen zu müssen oder sich zusätzlich zu verschulden. So sollten Kaufinteressenten bereits beim Erwerb des Baugrundstücks die Nebenkosten in die Kalkulation einrechnen. Da ein Hauskauf notariell bewilligt werden muss, kommen beispielsweise Kosten für den Notar sowie der Eintrag ins Grundbuch hinzu. Eine weitere wichtige Kostenstelle ist die Grunderwerbsteuer. Diese wird auf den Kaufpreis des Hauses und des Grundstücks, der im notariellen Kaufvertrag bestimmt wurde, erhoben. Die Kosten für die Grunderwerbsteuer unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Bei der Beantragung des Kredits sollten zukünftige Hausbesitzer darauf achten, dass neben den voraussichtlichen Baukosten auch Kosten für Baugenehmigungen oder für einen Architekten berechnet werden müssen. Die Experten von bautipps.de weisen ebenfalls darauf hin, dass es auch zu Bauverzögerungen in den einzelnen Gewerken kommen kann und die Kosten dadurch in die Höhe getrieben werden können. Ein weiterer Kostenpunkt ist die Anschaffung neuer Möbel und die gesamte Inneneinrichtung des Hauses. Denn wer bald in einer Neubauimmobilie lebt, möchte oftmals auch neue Möbel haben. Im Außenbereich ist die Pflasterung der Terrasse meistens in den Grundstückskosten inbegriffen. Allerdings muss das Legen eines Rasens oder das Anordnen von Beeten, genauso wie der Kauf von Gartenmöbeln oder die Außenbeleuchtung, in der Kalkulation beachtet werden. Quelle: bautipps.de © photodune.net

Strom sparen mit Hocheffizienzpumpe:

Wer Stromkosten sparen möchte, sollte seine alte Heizungspumpe, die sogenannte Umwälzpumpe, gegen eine Hocheffizienzpumpe austauschen lassen. Denn diese zeichnet sich durch eine elektronisch gesteuerte Pumptechnik aus, die sich automatisch dem tatsächlichen Wärmebedarf anpasst. Dadurch können jährlich etwa 300 bis 400 Kilowattstunden Strom eingespart werden. Dies bedeutet, dass Hausbesitzer zwischen 60 und 100 Euro pro Jahr weniger zahlen müssen. Eine Heizpumpe ist dafür verantwortlich, das Heizungswasser vom Heizkessel in den Heizkörper zu transportieren. Dabei verbrauchen die veralteten Modelle im Altbau unnötig Strom, da sie auch in Betrieb sind, wenn das Haus gar keine Wärme benötigt. Bei einer Leistung von etwa 140 Kilowattstunden und einer Betriebsdauer von 6.500 Stunden pro Jahr, zahlen Verbraucher, laut Aussagen des Redaktionsteams von „Energiesparen im Haushalt“, etwa 170 Euro. Eine Hocheffizienzpumpe arbeitet hingegen lediglich mit 3 bis 20 Watt. Berechnet man den Stromverbrauch mit derselben Betriebsdauer und einer Leistung von 7 Watt, betragen die Kosten etwa 9 Euro. Auch wenn Hausbesitzer nicht direkt die gesamte Heizungsanlage erneuern möchten, sollten sie zumindest die Heizpumpe austauschen. Die Kosten für eine moderne Heizpumpe in einem Einfamilienhaus betragen, inklusive Einbau, etwa 400 Euro. Hausbesitzer, die ihre Heizung von einem Fachbetrieb optimieren lassen, können einen Zuschuss bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Dieser gilt für den Kauf der neuen Heizpumpe sowie die Durchführung des hydraulischen Abgleichs. Es empfiehlt sich, den hydraulischen Abgleich beim Einbau einer neuen Heizpumpe durchzuführen, um zu garantieren, dass alle Heizkörper mit der benötigten Menge Wasser versorgt sind. Dadurch kann eine optimale und bedarfsgerechte Heizleistung erreicht werden. Quelle: energiesparen-im-haushalt/energie-fachberater © photodune.net